Pfeil rechts
5

P
Hallo ihr lieben..

Ich muss mir das mal alles von der Seele schreiben. Ich habe seit gut 2 Jahren Panikattacken und eine Angststörung. Häufig auch mit Zwangsgedanken. Über die Auslöser will ich mir gar nicht so viele Gedanken machen, könnte sein, dass es die Beziehung mit meinem Freund war, die vor 2,5 Jahren begonnen hat und von Anfang an mit Problemen besiedelt war.
Aber nun mal dazu, wie es derzeit in meinem Kopf aussieht. Kurz gesagt - ich fühle mich als könnte ich mich nicht weiterentwickeln. Als würde ich stecken bleiben. Ich würde gerne spontaner werden, positiver und meinen Hobbys und meinem Leben wieder nachgehen. Ich fühle mich total eingeschränkt und sobald ich meine Wünsche äußere bekommt ich meist eins oben drauf. Wie etwa zum Thema spontan sein - Ja du bist aber überhaupt nicht spontan und kannst es auch nicht sein, du planst jetzt schon, wo du zu Weihnachten bist. Sowas zählt für mich einfach nicht zu spontan. Ich habe das Fest gerne gut durchdacht, einfach, damit etwas Stress fällt. Außerdem müssen die 100 Familientreffen ja auch irgendwie koordiniert werden.
Ich liebe einen bestimmten Ort, 2,5 h Autofahrt von mir. Ich fühle mich dort zuhause, habe ein wohliges Gefühl im Bauch. Und er redet mir den Ort immer schlecht - es ist nichts besonderes dran, es ist nicht schön dort,... Er versteht einfach nicht, dass es nicht immer wunderschön sein muss sondern dort einfach viele Emotionen und Kindheitserinnerungen von mir liegen.
Ich habe in einem anderen Thema von meiner Dezember Bucket List geschrieben (kurz gefasst: Dinge, die ich bis Weihnachten erledigen möchte). Er stellt mich wieder komplett wie blöd da und wie Schwachsinnig das ist, warum man nicht einfach tun kann ohne Liste. Weil ich gerne nichts vergessen würde war meine Antwort. Außerdem hilft es mir ungemein es einfach von meinem Kopf auf ein Blatt Papier zu bringen.
Ein weiteres Etwas, was mich derzeit sehr in Aufruhr versetzt ist einfach seine Verständnislosigkeit und seine fehlende Empathie. Ich liege derzeit krank mit Fieber, Husten und Schnupfen im Bett und kann bzw. will mich nicht wirklich bewegen oder anstrengen. Katze kotzt - wer muss aufstehen und es wegmachen? Ich. Dann werde ich am Nachmittag noch angemault warum ich den Geschirrspüler nicht ausräume ich bin nicht todkrank und soll mich nicht so anstellen. Ich mein Hallo? Wer kann besser wissen wies mir geht als ich?

Ich merke immer mehr - so will ich nicht mehr leben. Ich will weiterkommen und habe immer mehr das Gefühl er hindert mich und hält mich an der Position fest. Alles was ich tu (inkl. Psychotherapie, Osteopathie,...) wird als Humbug abgetan und das könne er auch, blablabla. Statt Unterstützung muss ich mich immer mehr verteidigen. Ich würde mir einfach jemanden wünschen der mich unterstützt, auffängt und ein wenig Empathie (wenn auch schwierig bei Angststörung). Als bestes Beispiel zur Empathie würde ich noch gerne dieses bringen: Wir sprachen über meine Angststörung und wie sie mein Leben teilweise einschränkt. Seine Antwort ja deine Angst ist total unnötig, leg sie doch einfach ab und tu die Dinge einfach. Recht hat er ja. Aber wie soll ich das bitte angehen wenn dauernd die Angst im Hintergrund schwebt?
Ich weiß, dass mir die Beziehung selten gut tut. Meine Laune wird immer mehr abhängig von der seiner und bestimmt teilweise den ganzen Tag. Er steht schlecht gelaunt auf = Tag wird schlecht und alles negativ gesehen.

Ich bin ratlos. Ich habe nämlich Angst ihn zu verlassen, Angst davor, dass dann meine Ängste schlimmer werden und ich alleine da stehe. Obwohl ich alles andere als alleine bin dank Familie und Freunde.
Ich stehe an, vielleicht kann mir jemand von euch ja die Augen öffnen und Tipps geben..

02.12.2018 19:04 • 03.12.2018 #1


7 Antworten ↓


M
Ich kann nur aus eigener erfahrung sprechen. Vor ca 7 jahren habe ich mich aus einer langjährigen beziehung gelöst die alles andere als gut für mich war. Ich hatte zu der zeit panikattaken, schlafstörugen und mit massiven psychosomatischen symptomen zu kämpfen. Nach der trennung begab ich mich für fast 6 monate in eine stationäre psychotherapie. Es war die beste entscheidung meines lebens. Mittlerweile lebe ich in einer neuen beziehung seit 4 jahren. Wir haben eine zweijährige tochter. Ich berreue keinen einzigen tag meine entscheidung von damals.

02.12.2018 19:46 • x 1 #2


A


Meine Beziehung

x 3


Pepperoni
Hallo!
Als erstes: Ich war in einer ähnlichen Situation, als ich das erste mal die Panikattacken hatte.
Das Ende vom Lied war, dass ich innerhalb meiner Therapie genug Mut gesammelt habe, mich meinen Ängsten stellen zu können, auch der Angst ohne ihn zu sein. Nachdem ich dann endlich den Schlussstrich ziehen konnte- HIMMEL was fiel alles von mir ab! 7 Jahre weg. schei. der Hund drauf. Ich war in mir wieder frei, konnte mich auf mich selbst konzentrieren und heilen.
Er tut dir offenbar nicht gut. Liebe dich selbst immer mehr als jemand anderen und denke daran: Du musst nur mit dir selbst ein Leben lang auskommen. Denn niemand hängt so sehr an dir fest wie du selbst.

Gern erzähle ich dir ausführlicher.
Alles Liebe bis hierhin R.

02.12.2018 19:53 • x 1 #3


Rosenroth_
Um noch einen etwas analytischen Beitrag zu ergänzen:

Du bist mutig und stark, denn du gehst deine Probleme an und stellst dich ihnen. Hut ab!

Was bleibt, ist noch dein etwas instabiles Selbst.

Du kannst dir die Sicherheit aktuell noch nicht selbst geben und gerätst in eine Verteidigungshaltung. Jeder Mensch wünscht sich Verständnis vom Partner, nur sieht deine Entwicklung sicherlich vor, dass du dich nicht davon ärgern lässt, ob er die Sehnsucht nach deinem Lieblingsort teilt oder deine Weihnachtsliste absegnet. Das könnte Dir quasi egal sein, wenn du dein Ding machst und das wird auch irgendwann aus Dir selbst kommen.

Ich plädiere nicht dafür, Strategien zu finden, um möglichst mit unangenehmen Partnern zusammenzubleiben, sondern nur dafür, als eher sensibler Mensch einen gesunden Boden für eine Beziehung zu liefern.

Dein Partner hingegen hat auch eine Problematik und könnte vermutlich an etwas anderem arbeiten. Zb warum ihn seine Umwelt zu negativen Aussagen triggert und er unempathisch handelt. Er schützt sich eher durch Verdrängung und Distanz, du eher durch Abhängigkeit.

Solange nicht beide daran arbeiten wollen, werdet ihr dieses Muster weiter so fahren.
Auch wirst du diese Probleme in der nächsten Beziehung eventuell wieder ausagieren. Die Angst vor Ängsten und Alleinsein bei Trennung ist dabei allein deine Baustelle und das sollte auch eine Beziehung auf Dauer nicht überdecken, sondern du wirst es wiegesagt langfristig aus Dir selbst holen. Da kann eine Trennung natürlich manchmal für eine Entwicklung helfen.

Gab es denn über die letzten 2,5 Jahre eine Entwicklung mit deinem Partner?

02.12.2018 20:02 • #4


Glückskind3
Du hast vergessen dich selbst wichtig zu nehmen und damit meine ich genauso wichtig wie die anderen auch. Du bist genauso wertvoll und wenn das erst in dir drin aufblüht dann kann dir auch keiner mehr irgendwas nehmen oder dich mit seinem Verhalten beeinflussen du bist geschützt. Du bist wahrscheinlich sehr sensible hast aber noch nicht das Selbstwertgefühl. Mach dir keine Sorgen die wenigsten haben wirklich ein Selbstwertgefühl die haben halt nur keine Sensibilität und nicht diesen Gefühlsumfang, weswegen sie den Schutz kaum brauchen. Aber ist sehr schön das du so bist aber arbeite daran dir ein Königreich in dir drin aufzubauen, benutze auch die Steine dazu die die Leute dir entgegensetzen. Du fragst dich wie das geht?
Indem du umdenkst jedes mal wenn andere dir das Leben schwer machen nimmst du diesen Stein und lernst daraus und zwar im positiven Sinne indem du umdenkst und dir vor Augen hälst das keine Person dir irgendwas kann und dieses stelle niemals vergessen werden und dich zudem machen der du bist.

Warte mal ab wenn du erstmal 100 Prozent ein gutes Gefühl für dein dasein hast dann wirst du viele Verhaltens weisen von anderen mit anderen Augen sehen da sie nichts mehr in dir Auslösen werden können du erlebst sie nämlich als das was sie wirklich sind unbedeutend. Du wirst auch deine Ängste verlieren und mit den irrationalen Ängsten die unbegründet sind wirst du auch besser in den Griff bekommen. Ich kann dir nicht versprechen das die Angst Störung konplett weg geht aber ganz sicher das du damit leben kannst wenn du selbst mit dir im reinen bist.

Man muss immer klar trennen
Seine Selbstwert Probleme sind das eine
Deine Angst Störung das andere

Suche bitte niemals dazwischen irgendwelche zusammen hängt sonst machst du es nur unnötig kompliziert.

Es gibt nunmal Menschen die erwischt die Angst dann so das sie einen kontrolliert. Das hat nichts mit dir zutun du reagierst einfach intensiver und empfindlicher darauf. Als nächste gibt es noch die irrationale Angst die Erfahrungs gemäß immer du das denken einsetzt dann kann es plötzlich passieren das ganz normale Sache Angst in dir Auslösen da liegt das Problem aber auch wieder im denken. Deine Gedanken sind mit Angst verknüpft und du triggerst es immer wieder. Verknüpfungen aufzulösen sollte nicht das sein es ist erstmal viel erstrebenswerter kurzeitig die Verknüpfung aufzulösen dafür musst du tapfer sein auch wenn es hart sein und sich das ich komme nicht drauf klsr Gefühl einstellt. Bitte tapfer bleiben und trotzdem den Weg gehen auch wenn es sich schon garnicht mehr wie ein weg anfühlt weil er so belastend ist. Du hast dann die Chance in andere bewusstseinZustände zu kommen in gesündere und lebenswertere. Die Angst wird sich vermutlich immer wieder Verknüpfungen das sie es schon lange so macht aber du kannst immer wieder entscheiden das aufzulösen Preis den du bezahlen musst ist dann leiden aber Leiden schaft. Dein Gehirn ist plastisch irgendwann wird sich das immee mehr schliessen und immer weniger. Vergesse nur nicht Angst kennen alle Menschen. Der Unterschied ist einfach das viele anders konditioniert sind.
Das hat sich keiner ausgesucht
Das ist etwas individuelles wofür keiner was kann
Sich da schlecht zu fühlen weil andere nichts schlimmes erlebt haben oder vielleich besser damit umgehen ist Unsinn.
Du bist sogar sehr stark das du mir psyische Problemen dein Leben nicht beendest.

Von deinem Freund würde ich mich trenne er scheint selbst genug Probleme zu haben ist auch kein Mann der dir eine Schulter gibt. Das traurige ist wenn er nur einmal seinen Kopf einschalten könnte dann könnte er auch mal für dich da sein aber es fehlt im schlicht weg an einem guten Herz und damit mein ich das Herz für andere. Schade du bist im aber viel voraus.

02.12.2018 20:20 • x 2 #5


P
Zitat von Pepperoni:
Hallo!
Als erstes: Ich war in einer ähnlichen Situation, als ich das erste mal die Panikattacken hatte.
Das Ende vom Lied war, dass ich innerhalb meiner Therapie genug Mut gesammelt habe, mich meinen Ängsten stellen zu können, auch der Angst ohne ihn zu sein. Nachdem ich dann endlich den Schlussstrich ziehen konnte- HIMMEL was fiel alles von mir ab! 7 Jahre weg. schei. der Hund drauf. Ich war in mir wieder frei, konnte mich auf mich selbst konzentrieren und heilen.
Er tut dir offenbar nicht gut. Liebe dich selbst immer mehr als jemand anderen und denke daran: Du musst nur mit dir selbst ein Leben lang auskommen. Denn niemand hängt so sehr an dir fest wie du selbst.

Gern erzähle ich dir ausführlicher.
Alles Liebe bis hierhin R.




Das mit dem Kraft sammeln in der Therapie möchte ich auch und ist auch mit ein Ziel. Ich will unabhängig sein und auch alleine zurecht kommen.

03.12.2018 07:25 • #6


P
Zitat von Rosenroth_:
Um noch einen etwas analytischen Beitrag zu ergänzen: Du bist mutig und stark, denn du gehst deine Probleme an und stellst dich ihnen. Hut ab! Was bleibt, ist noch dein etwas instabiles Selbst. Du kannst dir die Sicherheit aktuell noch nicht selbst geben und gerätst in eine Verteidigungshaltung. Jeder Mensch wünscht sich Verständnis vom Partner, nur sieht deine Entwicklung sicherlich vor, dass du dich nicht davon ärgern lässt, ob er die Sehnsucht nach deinem Lieblingsort teilt oder deine Weihnachtsliste absegnet. Das könnte Dir quasi egal sein, wenn du dein Ding machst und das ...




Entwicklung gab es. Anfangs stets negative. Ich war mit ein Grund, warum er sich von seiner Ex-Freundin trennte, was alles etwas verkomplizierte. Ich war mitten in einer Essstörung gefangen, es war meine erste Beziehung seit 3 Jahren. Ich hatte ein ungutes Bauchgefühl und ich weiß man macht das nicht, allerdings war ich in seinem Handy und fand wie er ihr schrieb, dass er sie noch liebt. Nun ja 1 Jahr später haben wir es dann irgendwie so hinbekommen, dass er die Beziehung verarbeitet hatte und bereit für mich war. Ich musste mich an Verbote halten, durfte keine männlichen Freunde mehr haben geschweigedenn mit ihnen schreiben. Im August war ich dann soweit die Beziehung zu beenden. Ich habe einige Tage bei meiner Mama geschlafen, um das alles zu überdenken. Plötzlich hat er sich um 180 Grad verändert und war liebevoll, hat sich bemüht und hat endlich gesehen, was er an mir hat. Nun ja was soll ich sagen.. 3 Monate sind vergangen und ich bin fast wieder an dem Punkt wie im August. Ich fühle mich tatsächlich einfach nur zu schwach diese Beziehung zu beenden. Ich brauche ihn. Wozu auch immer...

03.12.2018 07:32 • #7


Pepperoni
Hallo!
Du BIST stark und unabhängig!
Und NEIN, du brauchst ihn nicht! Außer vielleicht, um dich noch länger schlecht zu fühlen und das dir immer jemand im Weg steht.
Du brauchst ihn weder zum atmen, noch zum glücklich sein. Denn wenn du ehrlich in dich rein hörst, weißt du, dass du alles andere als glücklich mit ihm bist.
Sei dir selbst mehr wert. Ihm bist du nichts wert. Dazu muss ich ihn nicht mal kennen, das lese ich hier klar heraus.
Liebe dich.
R.

03.12.2018 19:11 • x 1 #8





Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag