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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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Nai

Nai
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Hallo,

ich habe mich neu hier im Forum angemeldet.

Mir wird alles zu viel. Es geht um meinen Vater, den ich nach seinem Selbstmord aufgefunden habe. Er war schwerer Alk., was wohl der Grund für seinen Selbstmord war.
Mir gehen jetzt so viele Fragen durch den Kopf. Hat er es in den letzten Minuten bereut? Hat er daran gedacht, dass ich der Jenige bin, der ihn findet? Hätte ich dafür Sorgen können, dass er aufhört zu trinken?

Und noch viel mehr. Ich kann es nicht begreifen und bekomme dieses Bild nie wieder aus meinem Kopf. Ich bin schon auf der Warteliste, weil ich mir jetzt auch gerne professionelle Hilfe holen wollte.

Ich hatte nie ein gutes Verhältnis zu meinem Vater, auch wenn ich mich bemüht habe. Er war eben leider krank und konnte seine Liebe nicht so gut zeigen. Trotzdem hat er uns geliebt. Das macht es auch sehr schlimm. Wir haben nie richtig über uns reden können und hätten noch so viel Bedarf. Doch jetzt ist es zu spät. Crying or Very sad

Liebe Grüße
Nai ^^

03.02.2019 #1


24 Antworten ↓
Safira

Safira
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Hallo Nai,

Ich kann nicht so ganz nachvollziehen wie Dein Therapeut auf Co-Abhängig kommt. Diesen Schuh darfst Du Dir nicht anziehen. Lass mich erklären...

Dein Vater war sehr sehr krank. Niemand hätte Deinen Vater retten können. Niemand.
Du bist nicht Co-Abhängig gewesen, sondern ein Kind das abhängig von der Liebe des Vaters war. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Es reicht nicht aus, den Haushalt des Vaters zu schmeissen um dann Co-Abhängig zu sein. Dazu gehört sehr viel mehr. Du hast Dich angepasst. Es hat ein Rollentausch stattgefunden. Du hast Dich um Deinen Vater gekümmert wie er sich eigentlich um Dich hätte kümmern sollen. Und das in dem Alter Shocked
Aber wer hat sich um Dich gekümmert? Wenn Du nicht seinen Haushalt gemacht hättest, würde es Dir jetzt besser gehen?

Zitat von Nai:
ch dachte eigentlich ich würde ihm damit wieder Kraft geben, ihn dazu ermutigen weiterzumachen, ihn dazu ermutigen aufzuhören. ich wollte ihm helfen davon frei zu kommen.

Natürlich dachtest Du das. Du wolltest Deinem Vater helfen, ihn retten, weil Du ihn so sehr geliebt hast. Obwohl Du nie das bekommen hast was Dein Vater Dir hätte geben müssen, hat er dem ganzen noch die Krone aufgesetzt.

Zur Schuldfrage: Jeder Mensch ist selbstverantwortlich für sein Leben. Er entscheidet allein ob er sein Leben vertrinken will oder aktiv an seinen Problemen arbeiten will. Niemand hat ihm die Schnapsflasche an den Mund gehalten oder gezwungen allem ein Ende zu setzen. Niemanden kann geholfen werden wenn ihm nicht geholfen werden will. Dein Vater wollte sich nicht helfen lassen. Er konnte das Leben nüchtern anscheinend nicht ertragen.

03.02.2019 19:38 • x 2 #25


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Mein Vater hat sich das Leben genommen

x 3


Grashüpfer

Grashüpfer
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Lieber Nai,

Erst einmal herzlich willkommen hier im Forum! Du hast einen großen Verlust erlitten, sicher mit das Schlimmste, was jeder Mensch irgendwann erlebt. Auch ich möchte dir herzliche Anteilnahme aussprechen. Dass du deinen Vater gefunden hast, also die Umstände, wie du deinen Vater verloren hast, machen es noch viel schwerer, und ich kann mir gut vorstellen, dass du die Bilder nicht mehr los wirst.
Wie lange ist das jetzt her?
Es ist gut und richtig, dass du dir schon professionelle Hilfe suchst. Hat man dir gesagt, wie lang du etwa auf einen freien Platz warten musst? Solange - und auch länger - kannst du hier schreiben. Du wirst hier immer Menschen finden, die dir zuhören und versuchen zu helfen so gut wir das eben können.
Die Fragen, die du dir stellst, würde sich wahrscheinlich jeder in deiner Situation stellen. Aber dich trifft keine Schuld. Dein Vater hätte Hilfe gebraucht, professionelle Hilfe. Hatte er die?
Wie hättest du es verhindern sollen? Das kann man nicht. Derjenige muss es selbst wollen.
Ich glaube, das Schlimmste ist, dass es so abrupt passiert und man den anderen ohne Abschied und ohne klärende Worte oder Versöhnung gehen lassen muss. Wie soll man damit klar kommen, Frieden finden? Dafür ist eine Therapie bestimmt sinnvoll. Kannst du mit deiner Mutter oder Geschwistern über deine Erlebnisse sprechen? Mit deiner Partnerin? Es ist ganz ganz wichtig, dass du mit deinen Gefühlen nicht alleine bist sondern deine Familie und du euch gegenseitig unterstützt, zuhört und füreinander da seid.
Wenn du mal "neutral" reden möchtest, wir hören dir zu.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft! knuddeln

Liebe Grüße Smile

06.08.2018 22:07 • x 1 #6


Zum Beitrag im Thema ↓


B
Mein Beileid!
Mach dir bitte bitte keine Vorwürfe für seinen Tod!

Wünsche dir Kraft!

Liebe Grüße

x 1 #2


W
Auch ich drücke dir mein Beileid aus.
Wie solltest du denn in so jungen Jahren wissen was zu tun ist. Das geht doch gar nicht.
Sei bitte stark und gehe deinen Weg im positiven Sinn. knuddeln Trost

x 1 #3


K
Lieber Nai,

dass tut mir sehr leid. Ich glaube nicht, dass er wollte das du ihn findest.
Alles was ich gelernt habe, dass man leider nicht helfen kann, wie sehr man es versucht oder sich so sehr wünscht. Die Person muss es selbst wollen.
Mein Ex und auch in meiner Familie sind am Alk. gestorben.Wir haben es auch versucht und haben es nicht geschafft.

Mach dir deswegen niemals Vorwürfe und ich wünsche dir viel Kraft in dieser schweren Zeit knuddeln ^^

x 2 #4


S
Herzlich Willkommen erst einmal.

Es ist gut das du dir direkt fachliche Unterstützung gesucht hast. Einen Verwandten tot aufzufinden kann ein richtiges Trauma sein und gehört in Profi-Hand.

Du bist nicht schuld an seiner Erkrankung und an seinem Freitod. Er wollte sterben. Vllt konnte er seine Erkrankung und das dadurch dominierte Leben nicht mehr aushalten...

Der Suizid ist eine sehr persönliche Entscheidung. Man guckt nie ganz rein in einen Menschen.

Wann geht deine Therapie denn los?

x 1 #5


Grashüpfer
Lieber Nai,

Erst einmal herzlich willkommen hier im Forum! Du hast einen großen Verlust erlitten, sicher mit das Schlimmste, was jeder Mensch irgendwann erlebt. Auch ich möchte dir herzliche Anteilnahme aussprechen. Dass du deinen Vater gefunden hast, also die Umstände, wie du deinen Vater verloren hast, machen es noch viel schwerer, und ich kann mir gut vorstellen, dass du die Bilder nicht mehr los wirst.
Wie lange ist das jetzt her?
Es ist gut und richtig, dass du dir schon professionelle Hilfe suchst. Hat man dir gesagt, wie lang du etwa auf einen freien Platz warten musst? Solange - und auch länger - kannst du hier schreiben. Du wirst hier immer Menschen finden, die dir zuhören und versuchen zu helfen so gut wir das eben können.
Die Fragen, die du dir stellst, würde sich wahrscheinlich jeder in deiner Situation stellen. Aber dich trifft keine Schuld. Dein Vater hätte Hilfe gebraucht, professionelle Hilfe. Hatte er die?
Wie hättest du es verhindern sollen? Das kann man nicht. Derjenige muss es selbst wollen.
Ich glaube, das Schlimmste ist, dass es so abrupt passiert und man den anderen ohne Abschied und ohne klärende Worte oder Versöhnung gehen lassen muss. Wie soll man damit klar kommen, Frieden finden? Dafür ist eine Therapie bestimmt sinnvoll. Kannst du mit deiner Mutter oder Geschwistern über deine Erlebnisse sprechen? Mit deiner Partnerin? Es ist ganz ganz wichtig, dass du mit deinen Gefühlen nicht alleine bist sondern deine Familie und du euch gegenseitig unterstützt, zuhört und füreinander da seid.
Wenn du mal "neutral" reden möchtest, wir hören dir zu.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft! knuddeln

Liebe Grüße Smile

x 1 #6


Nai
Danke.

Also direkt nicht. Ich hab ein halbes Jahr gebraucht, bis ich mich für professionelle Hilfe entschieden hab.
In etwa 2 Monaten sollte es los gehen und ich hab verdammt viel Schiss.

Ich habe Angst es nichz zu packen, weil man da wieder mit all dem konfrontiert wird.
Ich hasse es vor Anderen zu weinen und rede nicht gerne drüber.

x 1 #7


Grashüpfer
Doch, du wirst es packen, ganz sicher! Es wird nicht so einfach werden, und es wird Sitzungen geben, die dir zusetzen. Aber es wird dir helfen.
Du musst ja nicht vor dem Therapeuten weinen. Das hast du selbst in der Hand.

x 1 #8


Nai
Es ist jetzt ca. ein hlabes Jahr her. Ich werde wohl noch so 2 Monate warten müssen.

Ich kann da wohl am Besten mit meiner Schwester und meiner Mutter drüber reden, weil sie am Besten wissen wie ich mich gerade fühle.
Aber so ganz reden wir da trotzdem nicht drüber. Zumindest ich nicht. Es fällt mir unheimlich schwer, ich bin eher ein Mensch, der versucht alles mit sich selbst auszumachen.
Und ich möchte nicht, dass sich meine Mutter so viele Sorgen um mich macht.

x 1 #9


E
Mein herzliches Beileid. Die Rufnummer der Seelensorge findest du auf der internet seite seelsorge. Ich wünsche dir viel. Kraft.

x 1 #10


Grashüpfer
Ja, das kann ich verstehen. Manchmal ist es auch gerade mit den Menschen, die einem am nächsten stehen, noch schwerer zu reden. Auch dafür ist die Therapie gut, der Therapeut /in ist neutral.
Kannst du denn für dich alleine weinen? Wenn ich das fragen darf.

x 1 #11


Nai
Ja, für mich alleine kann ich es.
Aber vor anderen irgendwie nicht. Keine Ahnung, ich mag es nicht wenn sich Leute Sorgen machen.

x 1 #12


Grashüpfer
Das ist doch erst mal völlig OK. Vielleicht braucht es einfach seine Zeit...

x 1 #13


Nai
Momentan gehts wieder alles total schei. :/
Das ist jetzt zwar etwas Anderes, aber meine Mutter hat wieder ihre psychische Krankheit und heult den ganzen Tag. Sie macht meinem Stiefvater Vorwürfe und denkt er würde sie betrügen und wühlt in seinen Sachen rum, auch wenn das Schwachsinn ist.
Die haben eh keine gute Ehe und als Familie sprechen wir so gut wie gar nicht miteinander -.-
Ich hasse es so sehr. Ich liebe meine Familie, aber ich hasse es wie meine Familie sich verhält...

#14


I
Hallo Nai,

sehr schlimm für Dich. Es tut mir so leid. Jetzt auch noch der Streit in Deiner Familie.
Doch bitte mache Dir keine Vorwürfe, denn das musst Du wirklich nicht.

Ich denke, es ist gut für Dich, wenn Du Dir hier wenigstens einmal etwas von der Seele schreiben kannst.
Wie Grashüpfer es schon geschrieben hat, eine Therapie ist auf jeden Fall anzuraten. Auch kannst Du, wann immer es Dir möglich ist, ruhig Deinen Tränen freien Lauf lassen, denn das bringt manchmal schon eine gewisse Erleichterung.

Ein Anruf bei der Telefonseelsorge könnte ebenfalls hilfreich sein.

Fühl Dich umarmt. Trost

LG

#15


N
Zitat von Nai:
Ja, für mich alleine kann ich es.
Aber vor anderen irgendwie nicht. Keine Ahnung, ich mag es nicht wenn sich Leute Sorgen machen.


Auch Beileid von meiner Seite aus.
Ein Gedankengang zu deinen Worten: ist dir klar, wie sehr die Leute, denen du wichtig bist, leiden, wenn du nicht ehrlich mit deinen Gefühlen und deiner Gesundheit bist?
Jemand der sich Sorgen macht, dem bist du wichtig. Wer sich keine Sorgen macht, gibt nichts auf dich. Daran erkennt man die wichtigen Menschen im Leben.
So ein Denken wie du es hast verursacht noch viel größeres Leid, als es vermeidet. Willst du das deinen Liebsten antun?
Sei ehrlich mit dir selbst, Emotionen zulassen ist wichtig für die Verarbeitung.
Ohne Konfrontation können wir nicht lernen mit unangenehmen Dingen umzugehen. Ohne das zu lernen, können wir psychisch nicht reifen, nicht wachsen. Wir bleiben jedes weitere Mal auf dem Stand, auf dem wir es verleugnet haben. Und ohne an diesen schlechten Zeiten zu wachsen, können wir nicht mit anderen und uns selbst richtig umgehen.
Zulassen ist wichtig um sich weiterentwickeln zu können. Egal wie sehr es weh tut.
Du weißt noch nicht wie stark man sich danach fühlt. Und wie stolz, dass man es geschafft hat.
Ich weiß das.
Für mich war danach jeder weitere Schicksalsschlag leichter. Nicht weil ich ihn und die Emotionen verleugnet habe; sondern weil ich ihn immer mit offenen Armen entgegen getreten bin und mir die Zeit gegeben habe die es brauchte.

x 1 #16


Nai
Danke sehr Very Happy

Ich hab immer noch Schiss vor der Therapie, werde es aber in Angriff nehmen


Ich bin leider wirder am Ende mit den Nerven... Ich hasse mich für meine Gedanken.
Ich liebe meinen Vater, ich finde seinen tot sehr sehr schlimm, aber ich bin froh, dass alles vorbei ist. Aber ich hasse es, dass ich froh darüber bin.
Ich fühle mich wie ein schlechter Mensch Sad

Wir hatten halt ein sehr schweres Verhältnis zueinander, es gab viele schwere Konflikte zwischen uns. Ich bin, wenn ich ganz ehrlich bin, so erleichtert. Jetzt kann ich endlich ich sein, ich kann frei sein...
Aber diese Gedanken sind so abartig... mein Vater ist tot und ich bin erleichtert...
Ist das nicht asozial und schlimm?
Ich hasse mich dafür so dermaßen. Ich liebe ihn ja eigentlich und ich vermisse ihn... Aber irgendwie handle ich so egoistisch..

#17

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N
Du darfst Angst haben, solange sie dich nicht davon abhält dich weiterzuentwickeln Smile

Hasse dich bitte nicht für deine Gedanken. Sie haben eine Berechtigung, die solltest du einfach akzeptieren.
Ich verstehe zwar nicht, wie man einen Elternteil lieben kann, ohne den man sich besser fühlt, aber du hast sicher deine Geschichte.
Du bist kein schlechter Mensch, rede dir das nicht ein. Aufgrund deines Verhältnisses zu ihm hast du diese berechtigten Gedanken und Gefühle. Das ist nur rein logisch.

Mir würde es genauso mit meinen Eltern gehen, wenn sie nicht mehr sind.
Nur, dass sie mir seit langem überhaupt nichts bedeuten.

Vermisst du ihn vielleicht, weil du nicht mehr die Chance hast zu versuchen ihn zu ändern?

#18


Schokopudding
Als erstes mal mein aufrichtiges Beileid.

Und als Zweites: du darfst alle Gedanken der Welt haben. Gerade bei schwierigen Familienverhältnissen sind solche Gedanken normal und sogar gesund. Denn sie zeigen, dass man sich selbst nicht aufgegeben hat. Auch mir ist es seeeehr lange schwer gefallen Gefühle zu zeigen, aber damit quält man nur sich selbst, wenn man glaubt, dass die Anderem einem in seiner "Schwäche" nicht sehen dürfen. Man vergibt sich so die Chance ganz bei sich zu sein und ein authentisches Leben zu führen.

#19


Nai

Habe Co-Abhängiger die Sucht meines Vaters gefördert?

Hallo.

Mein Vater ist leider letztes Jahr an Selbstmord gestorben.
Ich selbst bin ein Co-Abhängiges Kind gewesen. Habe mich als ich 14 war sogar gegen meine Mutter gestellt, um meinen Vater jedes Wochenende zu besuchen. Es war eben so, dass ich mein Leben nach meinen Alk. Vater gerichtet habe. Er war leider sehr agressiv und immer sauer auf mich. Meine Co-Abhängigkeit definiert sich dadurch, dass ich ihm von klein auf gefallen wollte, mich abgekapselt habe, um auf ihn "aufzupassen" und auf sehr viele Dinge verzichtet habe, da ich nicht wusste ob es ihn sorgt oder wütend macht. Mit 12, nachdem sich meine Mutter von ihm getrennt hat, bin ich dann zu ihm gegangen und habe mich um ihn gekümmert und den Haushalt geschmissen, da es verheerend bei ihm aussah. Ich habe noch bei meiner Mutter gelebt, bin aber immer zu ihm gegangen und habe gelogen, damit sie es nicht rauskriegt.
Dann letztes Jahr habe ich ihn leider tot in seiner Wohunung gefunden, ich weiß nicht ob es allein am Alk. lag, aber ich denke das war der Grund, warum sein Leben außer Kontrolle geriet.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ich dachte eigentlich ich würde ihm damit wieder Kraft geben, ihn dazu ermutigen weiterzumachen, ihn dazu ermutigen aufzuhören. ich wollte ihm helfen davon frei zu kommen. Aber letztens bin ich mit meinem Therapeuten auf das Thema Co-Abhängigkeit gekommen, worüber ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe. Ich denke jetzt anstatt ihm zu helfen, habe ich ihn eher dazu gebracht noch weiter zu trinken. Wegen mir konnte er saufen und saufen... weil ich ihm sozusagen gezeigt habe: Hey, keine Sorge, ich mache das schon für dich...

Diese Gedanken gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich fühle mich schuldig an dem Selbstmord meines Vaters. Ich habe das Gefühl sein Alk. nur noch schlimmer gemacht zu haben. Es frisst mich auf, ich komme mit den Gedanken nicht klar. Als Co-Abhängiger fällt es mir natürlich schwer nachzuvollziehen wieso er diesen Weg gewählt hat. Ich höre oft nur das Wort "ich" von Alk.. Aber was ist denn mal mit uns? Ich habe meine Kindheit geopfert, er hat sich als Dank umgebracht, oder teilweise auch wegen mir?

#20


A


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