Zitat von seelentraum: Aber wie meinst du das mit dem Verändern? Man soll den Partner nicht verändern aber trotzdem will man ihn zum Umdenken bewegen damit man selbst besser zurecht kommt? Wäre das nicht das gleiche? Ist das nicht egoistisch dann überhaupt etwas verändern zu wollen?
Nein, man will ihn nicht zum Umdenken bewegen, sondern man legt für sich selbst fest, wie man jetzt damit umgehen möchte. Jede Veränderung bringt auch eine Veränderung des Umfelds mit sich.
Der Partner hat sich verändert, in dem er ein neues Hobby hat. Diese Veränderung kann jetzt eine Veränderung meinerseits nach sich ziehen, über die wiederum der Partner neu nachdenken/akzeptieren muss.
Akzeptanz bedeutet, dass man nicht das außen verändern möchte, sondern das innen, also sich selbst neu ausrichten oder aber auch einfach, dass es für einen dann gut ist, so wie es ist. Man braucht gar keine Veränderung sondern nur eine andere Einstellung dazu. So wie @DrSeltsam Beispiel verdeutlicht.
Anderes banales Beispiel
Es gibt Menschen, denen ist es wichtig, dass man die Zahnpastatube zuschraubt. Dann gibt es welche, die es grundsätzlich nicht tun. Wenn man jetzt einen Partner hat, der genau anders tickt wie man selbst, dann wird es anfänglich Diskussionen geben.
Je nachdem wie wichtig das einem ist, kann es sein dass der Partner für den anderen umlernt oder dass man dies für den Partner tut.
Wenn es aber beiden wichtig ist, dann gibt es einen Dauerreibungspunkt. Einer, der immer schimpft - schraub jetzt die Tube zu, und einer dem diese Nörgelei auf den Keks geht.
Akzeptanz würde bedeuten, dass man ins Bad kommt, die offene Tube sieht und lächelt (es ist einfach eine Eigenart des anderen) und sie dann zuschraubt. Keine Kritik, aber ein Verändern des Ist-Zustands (wenn man sie offen lässt, dann passt man sich dem anderen an - beinhaltet auch Akzeptanz)
Wenn der andere ins Bad kommt und sieht, dass die Tube wieder zu ist, hat er auch zwei Möglichkeiten. Er ärgert sich, weil er sie wieder aufschrauben muss (er ist genervt, nicht einverstanden mit dem Ist-Zustand) oder auch er akzeptiert es einfach und entweder er beachtet es gar nicht, oder lächelt ebenfalls.