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Snagoesdown
Hallo liebe Mitglieder,

ich bin neu hier und dachte, ich stelle mich kurz vor...
ich heiße eigentlich Sina und bin 22 Jahre alt, komme aus dem schönen Süden (Bodensee).
Warum ich hier bin, kann ich nicht einmal konkret sagen... wahrscheinlich in der Hoffnung, dass mir hier jemand ernsthaft zuhört.
Ich bin ziemlich verzweifelt und weiß einfach nicht mehr weiter, dennoch...
ich wünsche euch einen schönen Restabend.

16.04.2018 20:49 • 18.04.2018 #1


24 Antworten ↓


jesco
Heybin auch neu ich bin jessy und 31, schiess los, was bedrückt dich?

16.04.2018 20:53 • x 1 #2



Hoffe auf Hilfe im Forum - bin ziemlich verzweifelt

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NIEaufgeben
Hallo Sina.herzlich willkommen.....wenn du reden willst ich höre dir zu vielleicht hilft das etwas.

16.04.2018 20:55 • x 1 #3


Snagoesdown
Hallo ihr Beiden, vielen lieben Dank für eure Nachricht.

Es ist (für mich) recht kompliziert und wirklich viel zu schreiben (um von vorn) anzufangen...
letztendlich ist es einfach so, dass ich nicht mehr leben möchte- ich hasse das Leben, ich habe es immer schon gehasst und werde es vermutlich auch noch in 20 Jahren hassen.
Ich weiß einfach keinen anderen Ausweg mehr, dass diese (für mich) Qualen endlich ein Ende haben (unabhängig davon, was nach dem Tod passiert).
Meine Gedanken werden mich wirklich noch umbringen, ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich inzwischen Dro. nehme, dass ich einfach nichts mehr denken muss...
Ich leide unter einer Angststörung, Depressionen und der PTBS.

16.04.2018 21:06 • #4


jesco
Du kannst ruhig ganz vorn anfangen, oder was dich akut bedrückt. In welchen Situationen bekommst du denn Panikattacken?

16.04.2018 21:12 • x 1 #5


Snagoesdown
Zitat von jesco:
Du kannst ruhig ganz vorn anfangen, oder was dich akut bedrückt. In welchen Situationen bekommst du denn Panikattacken?


In allen möglichen. Allein vor die Haustüre zugehen bereiten mir panische Angst.
Ich bekomme Panik, wenn ich nur das kleinste ungewöhnliche in meinem
Körper spüre- ich denke sofort, dass es jetzt vorbei ist und ich sterben werde.
Vermutlich ist das mit ein Grund, weshalb ich zu dem Freitod tendiere... es selbst entscheiden zu können, die Angst und die Panik nicht mehr ertragen zu müssen.

16.04.2018 21:16 • #6


NIEaufgeben
Es tut mir mega leid dass es dir so schlecht geht aber dro zu nehmen ist keine Lösung denn so hast du 2 Probleme ....also auch ich habe eine starke Angst und Panikstörung mit einer starken Herzneurose und auch Panikattacken....also wenn du magst dann sag mir doch was du für Symptome hast oder was für Gedanken vielleicht hilft es darüber zu schreiben mit jemandem der sich nicht kennt....ich kann dir auch gerne von mir erzählen

16.04.2018 21:21 • x 1 #7


Katjaeinfach
Ein liebes herzlich willkommen auch von mir...schreib dir deine Gedanken und deine Ängste von der Seele, wir haben alle unser Päckchen zu tragen und ich kann nur von mir sagen das es mir hilft sich im Forum auszutauschen.

16.04.2018 21:26 • x 1 #8


Das ist sehr traurig, dass du so denkst. Vor 4 Jahren habe ich auch so gedacht. Ich habe dann allerdings angefangen darüber nachzudenken, was ich trotz der ganzen Sch**ße, die in meinem Leben schon passiert ist, in dieser Welt genieße. Das hat mich gerettet, mir etwas Lebensfreude zum kämpfen gegeben, als ich grade aufgeben wollte. Die ganz kleinen simplen Dinge, die ich nicht mehr genießen, spüren, schmecken, riechen, machen könnte, wenn ich tot bin. Da war zB. der Gedanke an die leckersten Früchte der Welt mein Halt... Erdbeeren. Klingt vielleicht jetzt dämlich in dem Zusammenhang. Aber es ist so gewesen.

Erst dadurch, dass ich über die kleinen Dinge, die mir Freude machen nachgedacht habe, die ich vorher nie gesehen habe, weil ich immer nur das Schlechte sah, verlor ich meine Selbstmordgedanken und bekam das erste Mal in meinem Leben Lebensfreude.
Es ist manchmal schwer sie zu halten. Aber ich genieße das, was mir keiner nehmen kann, dann umso intensiver um es wieder zu verstärken.

16.04.2018 21:28 • x 1 #9


Snagoesdown
Zitat von Ewigeangst:
Es tut mir mega leid dass es dir so schlecht geht aber dro zu nehmen ist keine Lösung denn so hast du 2 Probleme ....also auch ich habe eine starke Angst und Panikstörung mit einer starken Herzneurose und auch Panikattacken....also wenn du magst dann sag mir doch was du für Symptome hast oder was für Gedanken vielleicht hilft es darüber zu schreiben mit jemandem der sich nicht kennt....ich kann dir auch gerne von mir erzählen


Hallo Ewigeangst,
die Herzneurose habe ich, zum Glück, inzwischen hinter mir- tut mir wirklich sehr leid für dich... kommst du denn dennoch inzwischen klar damit?
Ich muss ehrlich sagen, dass bei mir einiges von den Hormonen und dem Calcium abhängig ist. Ich hatte vor ca. 3 Jahren, eine totale Schilddrüsenop (dabei wurden mir auch die Nebenschilddrüsen entfernt).
Geredet habe ich eigentlich auch noch nie wirklich über meine Probleme, es war bisher immer alles sehr oberflächlich (trotz einigen Therapien).
Wenn ich von mir anfange, fühle ich mich einfach der schlecht dabei und denke mir, dass es genug andere Menschen gibt, denen es schlechter geht, die nichts haben und trotzdem weiterleben und nicht jammern...
aber langsam halte ich dem innerlichen Druck nicht mehr stand.

17.04.2018 12:27 • #10


Snagoesdown
Zitat von Narandia:
Das ist sehr traurig, dass du so denkst. Vor 4 Jahren habe ich auch so gedacht. Ich habe dann allerdings angefangen darüber nachzudenken, was ich trotz der ganzen Sch**ße, die in meinem Leben schon passiert ist, in dieser Welt genieße. Das hat mich gerettet, mir etwas Lebensfreude zum kämpfen gegeben, als ich grade aufgeben wollte. Die ganz kleinen simplen Dinge, die ich nicht mehr genießen, spüren, schmecken, riechen, machen könnte, wenn ich tot bin. Da war zB. der Gedanke an die leckersten Früchte der Welt mein Halt... Erdbeeren. Klingt vielleicht jetzt dämlich in dem Zusammenhang. Aber es ist so gewesen.

Erst dadurch, dass ich über die kleinen Dinge, die mir Freude machen nachgedacht habe, die ich vorher nie gesehen habe, weil ich immer nur das Schlechte sah, verlor ich meine Selbstmordgedanken und bekam das erste Mal in meinem Leben Lebensfreude.
Es ist manchmal schwer sie zu halten. Aber ich genieße das, was mir keiner nehmen kann, dann umso intensiver um es wieder zu verstärken.


Hallo Narandia,

vielen lieben Dank für deine Antwort!
Ich kann nachvollziehen, was du damit meinst... zurzeit klammere ich mich sehr an meine Verlobte und meinen Tieren.
Die kleinen Dinge, sind es oft die es ausmachen...
ich bin einfach wirklich des Lebens müde, erschöpft, ausgelaugt. Ich sehe keinen Sinn mehr, weiterzumachen.
Es ist ein ständiger Kampf, mit mir selbst, mit meinem Inneren- ich habe vor jedem Ab, angst, dass kein Auf mehr kommt und vor jedem Auf, angst, vor dem Ab. Auch diese ganze Fassade aufrecht zu erhalten, dass keiner merkt, wie es mir wirklich geht...

17.04.2018 12:33 • #11


NIEaufgeben
Naja klar kommen ist übertrieben ich lebe halt einfach....ich versuche es ja total aber es klappt einfach nicht....ich komme von dem Gedanken dass das herz etwas hatt nicht weg...24 Stunden am Tag jeden Tag
..es liegt bestimmt auch an den ewigen schmerzen die ich habe und einfach nicht glauben kann dass diese nur psychisch sind.....

17.04.2018 13:11 • #12


kirasa
Hallo herzlich willkommen

Bist du denn in Therapie oder nimmst Medikamente?

17.04.2018 13:12 • x 1 #13


Snagoesdown
Zitat von Ewigeangst:
Naja klar kommen ist übertrieben ich lebe halt einfach....ich versuche es ja total aber es klappt einfach nicht....ich komme von dem Gedanken dass das herz etwas hatt nicht weg...24 Stunden am Tag jeden Tag
..es liegt bestimmt auch an den ewigen schmerzen die ich habe und einfach nicht glauben kann dass diese nur psychisch sind.....

Das tut mir wirklich sehr leid!
Falls es dich etwas beruhigt... dasselbe habe ich mit der Lunge und dem Kopf. Ich hatte schon alle möglichen Symptome- vom Taubheitsgefühl, bis hin zur Papillenschwellung (vermutlich durch den Druck vom Gehirnwasser).
Aber was gibt dir die Kraft weiterzumachen? Wie hältst du das aus?
Wobei ich doch sagen muss, dass es nicht nur die Ängste sind... in letzter Zeit kommt sehr viel von früher hoch- womit ich nicht umgehen kann.

17.04.2018 13:40 • #14


Snagoesdown
Zitat von kirasa:
:Blumen2: Hallo herzlich willkommen

Bist du denn in Therapie oder nimmst Medikamente?


Hallo kirasa,
ich war bis vor kurzem, ambulant bei einer Therapeutin- es war nicht schlecht, aber dennoch sehr oberflächlich, trotz den knapp 2 Jahren (wobei das schon an mir lag!).
Medikamente nehme ich keine offiziellen (außer L-Thyrox und AT10).

17.04.2018 13:45 • #15


kirasa
Dann wäre es doch eine wichtige Option zum Arzt zu gehen.
Ich bin zwar kein Medikamenten Befürworter, aber trotzdem dankbar das es sie gibt.
Und diese Gedanken und die Sicht , wie man seine Umwelt und sich betrachtet, wird sich verändern.
Und das du schon mal hier bist und drüber redest, ist doch schon sehr positiv.
Würdest du zum Arzt gehen wollen?

17.04.2018 14:23 • #16


Snagoesdown
Zitat von kirasa:
Dann wäre es doch eine wichtige Option zum Arzt zu gehen.
Ich bin zwar kein Medikamenten Befürworter, aber trotzdem dankbar das es sie gibt.
Und diese Gedanken und die Sicht , wie man seine Umwelt und sich betrachtet, wird sich verändern.
Und das du schon mal hier bist und drüber redest, ist doch schon sehr positiv.
Würdest du zum Arzt gehen wollen?


Meinst du wirklich, mir würde das helfen?
Ich habe hier unten leider noch keinen Psychiater gefunden, mit dem ich soweit reden kann, dass es hilfreich wäre.

17.04.2018 16:51 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

NIEaufgeben
Hallo....die Kraft diesen ganzen Mist zu ertragen hole ich mir bei meiner Familie dass sind mein Mann und meine Kinder....ich muss durchhalten für sie sie brauchen mich und ich brauche sie....es ist verdammt schwierig aber irgendwie geht es immer weiter...man darf nur nie anhalten denn wer anhält der hatt verloren....nie nach hinten schauen sondern immer mit Blick nach vorne weiter kämpfen....irgendwann ist auch dieser Kampf vorbei und es werden andere kämpfe auf uns warten....dass ist das Leben...man kann es oft nicht ändern aber man kann versuchen das Beste daraus zu machen....ich schaffe es im Moment nicht so richtig aber ich kenne einige die es aus dieser Krankheit geschafft haben und jetzt ein normales Leben führen....

17.04.2018 17:07 • #18


Snagoesdown
Zitat von Ewigeangst:
Hallo....die Kraft diesen ganzen Mist zu ertragen hole ich mir bei meiner Familie dass sind mein Mann und meine Kinder....ich muss durchhalten für sie sie brauchen mich und ich brauche sie....es ist verdammt schwierig aber irgendwie geht es immer weiter...man darf nur nie anhalten denn wer anhält der hatt verloren....nie nach hinten schauen sondern immer mit Blick nach vorne weiter kämpfen....irgendwann ist auch dieser Kampf vorbei und es werden andere kämpfe auf uns warten....dass ist das Leben...man kann es oft nicht ändern aber man kann versuchen das Beste daraus zu machen....ich schaffe es im Moment nicht so richtig aber ich kenne einige die es aus dieser Krankheit geschafft haben und jetzt ein normales Leben führen....

Sehr schön geschrieben, auch wenn ich nicht daran glaube (für mich).
Hab Dank, für deine Hilfe.

17.04.2018 17:32 • x 1 #19


NIEaufgeben
Auch wir werden es da raus schaffen wirst sehen...

17.04.2018 18:06 • #20



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