Zitat von Will:OK, genug gejammert. Überlegen wir noch mal mögliche GRÜNDE und URSACHEN dafür, dass man im Alltag viel zu schnell überfordert ist, zum Beispiel:
- Hochsensibilität (HS)
- CFS
- Depressionen
- ein unterdurchschnittlicher IQ
- ein extrem überdurchschnittlicher IQ
- eine Zwangsneurose
- Vitaminmangel
- Schlafmangel
- Burnout
und natürlich jede Menge anderer körperlicher und psychischer Krankheiten…

Ahje, immer diese Pathologisierungen. Es muss nicht immer irgendwelche ausschlaggebenden Gründe haben, warum man so ist, wie man ist. Manchmal ist man einfach so

Deshalb gibt es das Wort "Individuum". Es gibt auch Leute, die einfach nicht in die Welt passen, ohne irgendwelchen Ratsch am Kappes zu haben. Fakt ist: Diese Welt läuft nach einem bestimmten System ab und wer mit dem System nicht klarkommt, gerät unter die Räder - und das ist der Grund, warum immer alles als Störung kategorisiert wird, was nicht mit dem System passend erscheint. Kommste nicht klar, biste eben krank. Neenee, so einfach ist das nicht.
Ich würde daher dazu anhalten, aufzuhören mit der Pathologisierung und anfangen, sich und die Art, wie man ist, anzunehmen. Dazu zu stehen, dass man halt so ist und schauen, welcher Weg am ehesten gehbar ist, um zumindest in der Welt zurecht zu kommen. Man muss nicht an allem Spaß haben, was die Welt bietet. Es geht auch nicht darum, möglichst alles zu konsumieren, was andere konsumieren - es geht darum, sich in der gesamten Vielfalt, die die Welt bietet, nur das rauszunehmen, was einem schmeckt. Wenn alle Leute Hühnchen essen, heisst das nicht, dass man Hühnchen auch gut zu finden hat - dann nimmt man sich eben was anderes. Wer keinen bock auf was Neues hat, der nimmt eben das Alte oder findet einen Kompromiss.
Ich weiss, dass jetzt der Aufschrei kommt, dass es einen gewissen Erwartungs- und Sozialdruck gibt. Den gibt es allerdings nur, wenn man sich den Schuh auch anzieht und sich unter Druck setzen lässt. Der Lebensentwurf eines anderen oder einer Mehrheit muss nicht der sein, der auf einen selber passt. Es gilt, sein eigenes Leben zu entwerfen. Piepegal, was die anderen sagen.