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Zephyr

Zephyr
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Es wurde gesagt, es gäbe hier einen Bereich für Hypersensibilität. Leider fand ich den nicht. Daher schreibe ich nun hier. Ich hoffe, die Moderation kann das Ganze dann an den richtigen Ort verschieben.

Was ist die Sache? Nun, ich verlor kurzzeitig die Kontrolle über meine Emotionen, als ich die Vergangenheit aufrufte, um daraus ein Beispiel für andere zu generieren. Unerwartet war das offenbar zu emotional. Ich, nein die Emotio kontrollierte mich akut zu stark.

Es gibt viele mir mir bekannte Trigger, die mich sehr intensiv emotional werden lassen. An sich habe ich kein Problem mit Emotionen, ich habe nur ein Problem damit, wenn diese so überaus stark sind und mich gänzlich im Denken und Handeln übernehmen.

Warum? Ist einfach erklärt, da ich in diesem Moment kaum noch Kontrolle über mich habe. Die Emotio kennt keine Vernunft. Ich habe Angst davor, andere dabei zu verletzen. Nicht aufgrund von Aggression, sondern aufgrund eines Selbstschutzinstinktes. Bin ich sensorisch überreizt, muss ich fliehen. Muss ich fliehen, ist es ungünstig, stehen mir andere im Weg. Stehen mir andere ganz blöd im Weg, kann ich jenen weh tun, ohne es zu wollen.

Darüber hinaus bedeutet Emotion Energie. Alles ist Energie. Ich bin immer bemüht, meine innere Energie produktiv, konstruktiv und kontrolliert nach außen zu leben. Aber nicht immer gelang mir das.

Wenn ich mitteile, ich bin Autist, denken viele Menschen, die hätten eh keine Gefühle. Doch das ist nur ein Klischee. Es ist nur ein Klischee. Doch jeder ist da etwas anders. Ich hingegen bin sehr sensibel bzgl. Emotionen. Ich erlebe jene genau so heftig und intensiv, wie ich Berührungen anderer sehr intensiv wahrnehme oder auch das Sonnenlicht. Das Sonnenlicht schmerzt in meinen Augen, Berührungen anderer sind so intensiv, dass ich damit nicht klar komme. Wobei ich aber bis heute schon lernte, mit all diesen Dingen besser umgehen zu können, wenngleich meine Sensorik nach wie vor sehr intensiv ist.

Womit ich aber nicht klar komme, sind eben die Emotionen. Die können auch heute noch so heftig sein, dass ich dabei sogar das Atmen einstellen muss. Wenn gleich ich es im Griff habe, nicht mehr, wie früher noch, in solchen Phasen, die Maus durch den Raum werfen zu müssen, oder gegen mein eigen Hab und Gut einzuschlagen, oder gar meine eigene Umgebung verwüsten zu müssen. ist das alles noch da und ich habe Angst davor, dass ich irgendwann nicht mehr die Kontrolle bewahren können werde, wie ich sie jetzt habe.

Emotionen sind etwas, womit ich nicht gut umgehen kann, auch wenn ich ganz offensichtlich sehr sensibel in der Sache bin. Ich halte immer wieder die Luft an, um wieder vernünfitg zu werden. Doch ist mir bewusst, dass ich im Moment voll und ganz in jener Phase bin, in der ich jede Kontrolle verloren habe. Ich breche dann halt einfach irgendwie spontan kurzfristig komplett zusammen, habe keine Orientierung mehr und versuche da irgendwie wieder schnell raus zu kommen. Ich möchte das alles auch verbergen, weil ich weiß, dass ich dann nur Blödsinn mache, oder halt sogar etwas, was ich nie tun will, aber nicht verhindern kann.

Aber niemand versteht es, wenn ich sage, ich habe viel Energie in mir, ich muss was daraus machen können. Niemand versteht meine Worte, wenn ich sage, ich bin unter Spannung. Niemand versteht, wie sehr ich mich bemühe, all jene Reize zu kompensieren, die mich überreizen. Letztendlich begreift auch niemand, dass ich seit vielen Jahren auf einer niedrigen Energiekurve lebe, überlebe. Es scheint generell niemanden zu interessieren, dass mein Inneres kaputt ist.

Ich muss funktionieren; das kann ich gut. Ich will leben, ja, dafür gebe ich alles, auch das Leben.

Aber begreifen wird es wohl nie jemand. Zumindest nicht mehr, da alle gingen, die es begriffen und im Stande waren, mir zu helfen.
Zumal gibt es kaum einen Ausweg. Entweder ich funktioniere so, wie es erwartet wird, oder ich bin verdammt.

Daher halte ich oft die Luft an. Wenn ich nicht bereit bin, zu sterben, werde ich wieder atmen.

Tja, jetzt hat man wohl auch mal meine völlig kranke Emotio erlebt. Sicher ist, meine Ratio teilt das alle nicht, was meine Emotio kund tat. Aber dennoch ist mir wichtig, dass alles in mir beachtet wird und ernst genommen wird. Allein aus diesem Grund lasse ich es überhaupt zu, dass all das abgesendet wird.

Es ist wichtig, auch wenn ich akut in eine Art Starre falle. Sprich nichts in mir kann mehr etwas was sagen. Vermutlich ist das ähnlich einer Schockstarre. Es brauchte etwas Zeit, um diese durchbrechen zu können. Es braucht ebenso etwas Zeit, neu bedenken zu können, ob es sinnvoll ist, das alles abzuschicken.

Aber ich kam zu dem Entschluss, dass es mir nicht schadet, da all das im Grunde nur eine Momentaufnahme ist. Von daher kann jeder damit machen was er will, es wird mir in Zukunft nicht mehr schaden können.

PS: Das alles war meine Emotio. Sobald ich wieder voll und ganz rational sein kann, sollte diese akute plötzliche Krise überstanden sein. Letztendlich muss ich in Zukunft eben noch besser aufpassen, nicht emotional getriggert zu werden. Oder falls doch, bewusster und kontrollierter. Ich muss eben aufpassen, dass ich nicht so intensiv fühle, weil ich damit eben nicht umgehen kann.

20.01.2020 #1


48 Antworten ↓
O

Outpost
Gast

Ich brauchte leider diese doch längere Zeit, um in eine gewisse Distanz zurück zu finden, weil es viele Parallelen gibt (zum ein gelöst aber doch auch viele ungelöst) und private Problematiken hier möglichst nicht einfließen sollten (entrückt als neutraler Betrachter) denn Du hast mit Dir genug zu tun, da muß ich nicht eigene Problematiken noch im Eifer des schreibens mit einfließen lassen, das würde Dir nicht helfen.

So also denn, zu Seite 3, ich hatte ja ab Ende Seite 2 gestoppt ...


Zitat von Zephyr:
Das fällt in die Sparte, wie kam es dazu, dass der Mensch ein Bewusstsein entwickelte.


Etwas am Sinn des Zitats bzw. seinem Kontext vorbei (nur weil mir das gerade einfällt) mein erster Gedanke des Erfassens meiner Selbst (die Selbsterkenntnis) war ein seltsamer Gedanke: ich stehe als Kleinstkind in einem Gitterbett und halte mich an den weißen Stangen fest und denke "ich bin anders als die da alle" das war mein erster bewußt gefertigter Gedanke, da war ich wohl zwischen zwei drei? Warum ich das dachte oder gar Grund, keine Ahnung. Das "flog mir so zu". Es gibt ja auch keinen Grund als Kleinkind die Tapeten von den Wänden zu reißen. ich fand das toll! Da warn Löcher drunter in der Wand, ich fand das spannend! ^^

Zitat von Zephyr:
Es darf nicht wie eine Demokratie oder eine Gruppe von Menschen betrachtet werden, in welcher jeder eine eigene Stimme hat und die Mehrheit den Kurs bestimme. Alle Teile bilden immer nur eine einzige Stimme, weil sie nur eine Stimme sind.


Genau so! Alles andere wäre schizophren, gespaltene Persönlichkeit. Die "Zwiesprache" mit sich selbst ist, in Ermangelung an äußeren Reizen das Kompass stellen, des "wo will ich hin und ist dieser Weg auch der richtige?" Wer Selbstgespräche führt, ist zumindest noch schlau genug und besitzt so weit Fantasie, um an Einsamkeit nicht vollendst kaputt zu gehen. Auch im Sinne, des sich selbst in seinem Handeln kallibrieren, statt wie ein Bund Stroh gegen die Wand zu laufen. "Zwiesprache" ist sehr vereinfacht, das sind mehr als zwei Meinungen in sich selbst, welche ist die vernünftigste oder trägt zu einer anständigen Lösung bei? Ähnlich des durchspielens von Szenarien. Aber nur ähnlich, schwer das zu beschreiben! Persönlichkeit ist nur eine da, wenngleich mir im Leben von verschiedener Seite gesagt wurde, ich hätte zwei Gesichter. Möglich, man kennt das betont höfliche und erkennt darin Schwäche, bis mir reicht, denn faucht aber dieser Kater, (MAU!- FFCHH) ^^ Deswegen auch "schwer zu beschreiben", weil es eine Verkettung aus vielen weiteren Komponenten ist. Das ist nicht so einfach wie "da ist ein Schalter wo das Licht an geht", "Psyche" steht immer in Abhängigkeit mehrerer Faktoren.

Zitat von Zephyr:
Allein aus der eigenen Erfahrung abgeleitet, lässt es sich der Schmerzen des anderen bewusst werden und dadurch Mitgefühl/Empathie zeigen.


In diesem Zusammenhang wird etwas vergessen, die Abgründe der Seele, wo her u.a. der Sadismus entspringt, eine sehr dunke Ströhmung. Ein Sadist kann alle Merkmale von Mitgefühl und Mitleid haben. Mischt sich da hinein aber Freude, wirds Ergötzen am quälen. Das wäre z.B. die Problematik der schieren Bösartigkeit, Foltern bis hin zu grusligsten Verbrechen, die welche die Menscheitsgeschichte zur Genüge kennt. Man verkennt jedoch oder liegt völlig falsch, wenn man da heraus schlußfolgert, ein Sadist sei nicht fähig zu Empathie. Dann macht man es sich zu einfach. Vielmehr ist es (meiner Einschätzung) eine Fehlleitung von Emotionen (eine Fehlzündung) wenn zu Betrachten von Leid, Freude daran hinzu kommt, also sich zwei völlig gegensätzliche Emotionen die Hand reichen und gemeinsam agieren.

Zitat von Zephyr:
Beispielsweise kann lauter Straßenlärm weniger ein Problem sein, als ein ultra leises - doch als sehr laut empfundenes Fiepen eines Ladegeräts.


Mich nervt das Geklackere von Metallbesteck auf einem Porzellanteller, das macht mich wütend. Oder das geräuschvolle Öffnen und Schließen von Türen, einschließlich Türen ins Schloss fallen zu lassen.

Zitat von Zephyr:
Empathie zu anderen Lebewesen kann sogar stärker ausgeprägt sein als zu Menschen.


Ja, so gehts mir mit Krähen und Raben. Sitzt so ein Vogel am Boden und ich muß vorbei gehen, bin ich immer versucht, das bedächtig zu tun, ihn nicht aufzuscheuchen oder zu stören. Die bleiben dann auch oft am Boden und gehen ungestört "ihren Geschäften" nach. Ich mag diese Vögel, warum weiß ich nicht. Das ist wie eine Verbundenheit.

Zitat von Zephyr:
Doch, ich kann es. Ich entwickelte sowohl Methoden, um Gefühle zumindest für eine bestimmte Zeitdauer abzuschalten, als auch Gefühle bewusst auszulösen.


Wie? Ein Beispiel: Du hast für Deine Verhältnisse für viel Geld ein Gerät gekauft, das angeblich ganz einfach zu bedienenist. Nun hast Du es und stellst fest, das macht nicht, was es soll. Der Hersteller verschaukelt Dich und geht mit keinem Wort auf Deine Problemschilderung ein. ... also ich klebe da nicht nur an der Decke, ich beiß die Lampe ab und leck den Kalk ab dabei! Du sagst, Du schaltest das aus. Wie?! Man hat doch in dem Moment gar keine Fähigkeit, an was anderes zu denken, dieses Problem, da ungelöst, nagt. Und diese Leute kommen damit meißt auch noch durch, lachen einen noch obendrein aus "was regen Sie sich so auf?" Da bin ich auf meiner benannten Treppe schon die nächste Stufe höher und kratz dem jenigen verbal die Augen aus. (wie Günzelsen aus Werner, Kopf zur rotglühenen Teekanne "Röhrich! Ick ...! Ick ... (heißer Teer tropft ihm auf die Nase) ick hau di platt!"

Zitat von Zephyr:
Es ist schlimm, wenn ich so viel Freude in mir habe, aber nicht weiß, wo/wie ich es frei ausleben kann.


Bei Freude bin ich "ganz Kind" (aber nur unbeobachtet, sonst holn se mich wohl ab ^^) entweder ich krieg das Fribbeln mit den Fingern (ich verknote die fast schon), ich spanne dabei zusätzlich jeden Muskel im Körper an, schneide Grimmassen, mit einem starr-stierigen Blick, halte den Atem an, das ich richtig ´n roten Kopp bei kriege oder ich hopps wie "toll" auf´m Sessel herum. Sähe das einer, der würd mich wohl für "balla-balla" erklärn. Aber so er- und durchlebe ich intensive Freude über irgend was. Nur eben nicht vor anderen Leuten. Die Mitmenschen sind zu 99% so was sehend und nicht nachvollziehend mitfühlen könnens, bösartig. Das war immer meine Lebenserfahrung, die sich stets bestätigte. Man ist schnell abngestempelt, kannst noch so wohlmeinend und gut sein, wirst immer auf die Nase fallen mit. Eigentlich ist jede Bewegung, jede Interaktion in der Gesellschaft Schauspielerei. Es ist Verstecken, nicht aufzufallen.

Zitat von Zephyr:
Daher werde ich hier nicht mehr antworten.


... aber hoffentlich im stillen lesen? Es bedarf auch nicht alles immer einer Antwort, wir sind ja nicht hier um uns zu "beweihräuchern". ^^ s wäre aber schade, wenn man sich so seine Gedanken macht, sich selbst vergleicht. Mein Gedanke dabei ist, vielleicht kann man sich gegenseitig was draus ziehen, was dem jeweils anderen vielleicht hilft. In der Psychiatrie ist das u.a. eine Terapieform. Man läßt psychisch kranke unter sich, die können sich gegenseitig am besten terapieren. Verstehen kann nur, wer in der ähnlichen Tretmühle ist, wie der andere. Der eine weiß dies, der andere weiß das ...

Zitat von Zephyr:
Gelegentlich reagiere ich etwas über.


Das ist das für außenstehende oft unverständlich erscheinende "brüske", die überzogen erscheinende Reaktion. Wenn man das gegenseitig aber weiß, dann muß man einander nur Zeit lassen, sich nicht aneinander aufreiben, dann verzankt man sich. Das ist ja nicht Sinn und Zweck!

Zitat von Zephyr:
Ich weiß nicht weiter. In allem. Ich weiß nicht, was ich tun soll, was ich überhaupt noch tun kann, weil meine Energie auf Null ist.


Ich habe für mich selbst festgestellt, daß es das Grübeln ansich ist, was einen zusätzlich noch runter zieht. Nicht über das Leben grübeln, sondern es leben! Ich freue mich an kleinsten Dingen und mache sie für mich selbst groß. In der Psychiatrie nennt man diesen Aspekt das bewußte Genießen. Salopp ausgedrückt, nicht eine Tafel Schokolade zu "fressen" sondern sich genau darauf zu konzentrieren, den Geschmack, die Temperatur, den Schmelz ... und das übertragen auf die persönlichen Dinge des Lebens (das ist ja für jeden was anderes. Der eine liebt sein Fahrrad, der nächste seine Terrarium, der nächste seine Schuhe (und alle lieben "Al den Großen (!) Bundy"! wo ich bei Schuhe bin. ^^ )

Zitat von Zephyr:
mich ritzen. mich schwer verletzen


Diesen Aspekt, diese Reaktion, kann ich nicht nachvollziehen. Eine Heilung ist langwierig, das brennt dann, entzündet sich, also mich selbst verletzen, auf die Idee, einen Konflikt zu umschiffen, würde ich nicht kommen. Denn ginge es mir ja noch schlechter, seelisch verletzt und (!) körperlich. Also in diesem Punkt kann ich Dir so gar nichts raten, weil ich diese Art Konfliktlösung nicht betreibe, nicht mal in Erwägung ziehe. Ich mag schlicht Schmerzen nicht.

Zitat von Zephyr:
Vielleicht sollte ich doch aufgeben? Sicher werde ich ja aufgeben, wenn ich nicht die Hilfe bekomme, die ich brauche.


An dem Punkt war ich ... wie ekläre ich nicht, ich bring hier keinen auf "Ideen"! Ich sollte leben. Gut hab ich gesagt, dann aber zu meinen (!) Regeln! Ist mit ein Grund, weshalb ich mich über alles aufrege. Und paßts jetzt einem nicht, kommt direkt von mir das "na ich sollte doch leben! Ich bin nicht in Scheiben zu haben, wo man sich rauspickt, was gefällt! Dann ertragt mich gefälligst wie ich bin! Und jetzt erst recht!" (da leg ich noch ne Schaufel Kohlen nach unterm Kessel vom `Big Stick`, "Druck auf acht Kesseln und bereit für Rock ´n´ Roll!" ^^ )

Zitat von Zephyr:
Entweder gar nicht, wie Mirtazapin und Zyprexa, oder nur äußerst müde und träge machend, wie Abilify oder Seroquel.


Zu Psychopharmaka (Seroquel Prolong" ist mir ein Begriff, macht bleiern müde und löst Restless Leggs Syndrom aus, ein quälend kitzelndes Ziehen in den Beinen/ Knochen, das nur bei Bewegung weggeht, man zappelt herum und ist besonders quälend, weil man nicht schlafen kann trotz Müdigkeit, man "fährt buchstäblich im Bett Fahrrad") dem kann ich nichts abgewinnen. Mein Eindruck war, mir fällt meine Persönlichkeit damit auseinander, gestörtes Selbstempfinden, das Selbsterkennen, sich selbst bewußt sein, war erheblich gestört/ psychotisch. Auch Stofflichkeiten wie Sertralin, Pipamperon, Amonal und wie das ganze spiegelaufbauende Zeugs heißt. Das ist bei mir "Öl ins Feuer kippen".

Zitat von Zephyr:
Der dritte Schritt ist, eine Balance zwischen guten und schlechten extremen Gefühlen zu halten.


Die Ballance finde ich nicht. Ein Problem, das keiner Lösung zuzuführen ist, beschäftigt mich tage- und wochenlang. Zumeißt kommen weitere hinzu und so werde ich daran immer cholerischer. Das ist wie eine Treppe hochsteigen, "ich kann nicht wieder runter fahren", nur in drastischen Aktionen, in denen ich völlig "dicht mache", da bearbeite ich keine Post, Telefon aus, Internet aus und wer von mir was will, wird alles geblockt mit " ich bin vorübergehend `verstorben` ", genau dafür bin ich verrentet, ich stehe keinem zur Verfügung. Ich komme meinen Verpflichtungen nach, zahle meine Rechnungen und an sonsten entscheide ich, ob ich wann wo wie zu was die Energie aufbringe oder nicht.

Zitat von Zephyr:
Also viele definieren sich über das Äußere, über andere Menschen usw.

Der andere hat tolle Haare -> Will/muss ich auch haben.


Dazu muß man ein gewisses Kunstverständnis haben, das habe ich überhaupt nicht. Schon im Vorschulalter brach ich mir die Finger, ein Haus zu malen oder noch schlimmer ein Gesicht. Grad die oft bewundernswerte Kunstfertigkeit mancher Jugendlicher, Buchstaben dar zu stellen in "Graffity" so was kann ich selbst heute noch nicht. Dementsprechend habe ich keinen Stil (Kleidung z.B." das ist oder wirkt alles bei mir ... (ja alt so wie so, für "neu" iss kein Geld da) aber alles bieder, brav , dazu meine Art noch dazu (ich beobachte mich ja nich selbst, ich hab keine Chorografie oder Körpersprache, ich beweg mich so um salopp nich auf die Schnauze zu fallen ^^ ... wenn ich wo ansteh hatte ich mehrmals schon, das Männer sinngemäß sagten, die junge Frau ist vor mir dran (stört mich nicht, ärgert mich auch nicht, wirkt aber schon was schräg, wenn nicht bizarr). Das rührt aber daher, weil ich keinen Stil entwickeln kann, ich bin unfähig, nach außen zu zeigen, wer ich bin. Ein armdickes, ganzes Buch mit hauchdünnen Seiten, eng und klein geschrieben und gebe ein leere Blatt ab. Es gibt alles mögliche an Gruppen, Biker ziehn sich so an, Yuppies wieder anders, die haben alle eine gewisse Vorstellung. Ich weiß nicht, wer ich bin (im Stil heraus, also nich ... na höhr mal! lol)

Zitat von Zephyr:
Man fühlt sich minderwertig im Vergleich zu anderen.


Minderwertig nicht, sondern "anders", nirgendst zugehörig, ausgegrenzt ... "dem Storch iss damals ein Fehler passiert, der hat mich falsch abgeschmissen, ich gehör hier nich hin!" ^^


... was an sonsten noch anklang:
Bei derart psychischen Problemen habe ich für mich als folgerichtig erkannt, ist jeder (!) Stoff, der die Wahrnehmung verändert "Gift"! Das betrifft auch Alk! Finger weg davon, Alk ist "taboo"!

Zitat von Hoffnungsblick:
Das ist wirklich bewundernswert!


Oh, mit Bewunderung wäre ich hier sparsam. Sicher schmeichelt das aber es ist nicht berechtigt! Ganz einfach aus dem Grund: ich habe die Wut ja nicht bewußt und beabsichtigt der Zielführung eingesetzt, vielmehr war der Erfolg eher ein Nebenprodukt! Ich habe jedoch damit einen Rachefeldzug betrieben, im Sinne, die ganze Welt lacht mich aus, denen wede ichs zeigen, wo der Hammer hängt, das "die" am Lachen ersticken mögen! Das (!) alleine, war die Triebfeder! "Da hab ich aber das Parkett gefegt, aber mit´m Drahtbesen, ganz gründlich!" Ich war da vergleichbar mit einem wutschnaubenden Warzenschwein, dem ein Jäger in den Hintern geschossen hatte und das nun den Jäger nieder machte. So ein Warzenschwein bewundert auch keiner, sondern jeder wird es für gefährlich halten. Und dann kommt nicht ein neuer Jäger, dann kommt ne Treibjagd.

Also die Lohrbeeren der Bewunderung gebühren mir nicht. Ein Zen, der das bewußt macht, ok aber ich war da "uga-uga" die Keule schwingend. Bsp. Abschlußprüfung zur mündlichen Prüfung wartend, saß ich da, innerlich kochend, durch die zusammen gebissenen Zähne grummend "nee doh nee doh" konnt das gar nicht erwarten, das denen aber zu geben da drin (nein, die warn nich der Grund! Hatten damit nichts zu tun, alles nette Dozenten!), das denen das Kinn aufm Tisch fällt. Da wollten se noch auf´m Zahn fühlen mit der letzten Frage und kahmen an mit zu damals ganz neuen EU-Gesetzen und der Bengel weiß das auch noch. Das war austeilen mit Anlauf. Ein Viererkandidat geht mit ner zwei raus. Da war son Vorfall (möcht ich nicht näher drauf eingehen) einen Monat vorher, da wär ich fast dran zusammen gebrochen. Da hat der damalige Psychiater noch wortwörtlich gesagt "das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht"

So ein Handeln zieht unheimlich viel Energie, weil es ein selbstzerstörerisches Handeln ist , man brennt restlos aus. Ganz besonders wenn man alleine ist. Ein guter Vergleich ist da Palpatine (Imperator) ohne "Schüler" alleine, verbraucht er seine Energie und altert beim Blitzeausteilen. Was nützt es, zu gewinnen, wenn man den Rest des Lebens dann auf dem Boden kriecht?! Bewundern ist da unangebracht. Genau so, wie man einen Motor nicht über seine Werksvorgaben überdreht um einen Kolbenfresser zu vermeiden, das er ausglüht, genau so muß man mit seiner Energie haushalten! Ich kanns nicht mehr, Stress frißt mich heut zu Tage ganz auf, grundlos hatte ich mit knapp über 40 damals nicht schon den ersten Schlaganfall. Da geht das Licht aus und denn iss vorbei. Keine Woche würd ich im Berufsleben noch durchhalten, es waren zu viele Treffer, die ich im Leben kassiert hab.

... das ist die andere Seite der Medaille ...

Selbst wenn ich so viel schriebe, das ich ganze Buchregale damit füllen würde, es wäre immer noch unvollständig.

19.01.2020 01:13 • x 3 #44


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Gefühle sind stark - keine Kontrolle über Emotionen

x 3


O

Outpost
Gast

Erstmal nur bis Seite 2 (meine Konzentration läßt nach, das ist zu viel Information grad für mich). Ich finde hier viele Eigenschaften von mir selbst wieder.

Zitat von Zephyr:
Bin ich sensorisch überreizt, muss ich fliehen. Muss ich fliehen, ist es ungünstig, stehen mir andere im Weg. Stehen mir andere ganz blöd im Weg, kann ich jenen weh tun, ohne es zu wollen.


bei mir jedoch nur verbal

Zitat von Zephyr:
Das Sonnenlicht schmerzt in meinen Augen


oh ja. Im Sommer, wolkenloser Himmel, da geh ich tagsüberr ungern raus. Meine Wohnung ist sehr dunkel gehalten (natürlich Zimmerlicht, sonst seh ich ja nüschts aber Fenster z.B. immer zu, abgedunkelt)

Zitat von Zephyr:
(Ersetzt in) "Sachen" durch den Raum werfen zu müssen


sehr stark in mir vertreten, denn bin ich Weisglut! Das ist das Gefühl, wie Schwindel, wo der letzte Rest Intellekt umkippt, des Irre werdens

Zitat von Zephyr:
ich sage, ich habe viel Energie in mir


Bei mir genau umgekehrt, ich hab zu wenig Energie! Alles, woran ich mich aufrege, ist für mich ein ungeheurer Verbrauch an Kraft (nicht physischer Kraft, sonder reiner Lebensenergie)

Zitat von Zephyr:
Ich muss funktionieren; das kann ich gut.

Zitat von Zephyr:
Entweder ich funktioniere so, wie es erwartet wird, oder ich bin verdammt.


Du lebst für Dich, nicht für andere. Stelle Dich mehr in den Mittelpunkt, nicht "Diva", das meine ich nicht) Bemühe Dich im Inneren, stets so zu Handeln, wie es Dein Empfinden für "richtig und falsch" und "gut und böse" vorgibt. Die Antwort was richtig ist, die hast Du, Du weißt es, schau in Dich rein, wie auf einer Bühne stehend, bei der der Scheinwerfer genau auf Dich fällt. Wonach stebst Du? Wer willst Du sein? Wie kannst Du das erreichen?


Zitat von Zephyr:
Wenn ich nicht bereit bin, zu sterben, werde ich wieder atmen.


Dazu solltest Du nie bereit sein, es wäre ein herber Verlust! Nicht akzeptabel!

Zitat von Zephyr:
Letztendlich muss ich in Zukunft eben noch besser aufpassen, nicht emotional getriggert zu werden.


Wäre das wirklich richtig? Ohne Emotionen, ist von Dir, was Dich ausmacht, nicht mehr viel übrig außer Kälte. Emotion umfaßt alles, diese Tür schlägt nach beiden Seiten hin aus, nicht nur zur negativ empfundenen.

Zitat von Zephyr:
Ratte, die ich per Hand aufzog (wurde von seiner Mutter verstoßen und wäre fast von ihr gefressen worden)


Du besitzt Empathie, Mitleid. Du baust vorn auf und in den "Spitzen" wie ichs nenne, (Wut, die Ausschläge auf der Richterscala) reißt Du das so eben aufgebaute wieder ein. Das Problem ohne Lösung haben wir beide. Du bist da nicht alleine!

Zitat von Zephyr:
Meist ist es wohl Traurigkeit, seltener Wut, manchmal auch Verzweiflung. Es ist dann eben nur viel zu heftig.


Bei mir ist es Wut. Wut hatte auch positive Eigenschaften bei mir, Wut war bei mir z.B. oft im Leben leistungssteigernd. "von Gott und der Welt verlassen, alles geht schief" fallen manch andere in tiefste Depression, ich hingegen schaffe aus blanker Wut genau dann unmöglich gehaltene Ziele. Mit einer Entschlossenheit und Eifer ... wie eine Sturmflut fege ich über alles hinweg, was sich an Problemen mir in den Weg stellt. Ich will da dann von mir selber nicht hören, was ich alles nich kann, sondern "yes, we can!" Wie die US-Werbung aus WK II mit der Frau mit dem Kopftuch, die ihre Faust zeigt. (USA stellen ihre Wirtschaft auf Kriegsproduktion um) "Aufschlag Becker!" so die Art.

Zitat von Zephyr:
Noch schwieriger, zu bedenken, wie es auf andere wirkt. Soweit es geht, versuche ich das zu vermeiden. Dagegen hilft entweder schlafen,


Wie machst Du das?! Wenn ich grübele, was andere über mich denken, da laufe ich Gräben in den Teppich, da ist an Schlaf nicht zu denken.

Zitat von Zephyr:
als Wasserdamm. Der bricht, dann gibt es eine kurze Flut und dann ist alles wieder gesetzt oder normal


als Travo auf zwei Beinen, ich zieh alles an an negativer Energie, transferiere das hoch und ist der Trafo voll, entlade ich mit gewaltigem Stromschlag.

Zitat von Zephyr:
Ist die Spannung zu groß, stehe ich auf, gehe durch den Raum, hin und her, und setze mich wieder. Oder ich drehe auf dem Stuhl hin und her, oder wippe die Beine hin und her, oder drückte mit einer Hand in den Oberschenkel oder drücke mit der Hand mit aller Kraft die andere fest zusammen.

Zitat von Zephyr:
Um die Spannung wieder abzubauen, ohne dabei etwas kaputt zu machen



Interessant für mich, Du machst das als Selbsthilfe bei jedem Anlass also auch des häuslichen. Ich hingegen nur bei Problematiken von außen. Da lauf ich im Kreis im Wohnzimmer, Hände auf´m Rücken und echauffiere mich. Klappt hingegen im häuslichen was nicht (so die Art "das Marmeladebrot fällt auch immer mit der Mamerlade nach unten gerichtet auf den Boden und quackst alles dreckig". Dennn fliegt das aber nochmal bei mir. Vielleicht sollte ich da auch im Kreis laufen. Ich find die Idee gut, vielen Dank!

Zitat von Zephyr:
Eigentlich bin bemüht darum, Vergangenes vergangen sein zu lassen.


Aber man schreibt dann trotzdem, weil man keine Lösung hat. Und um erst den Leuten zu erklären, was das Problem ist, reißt man sich in der Erinnerung kramend vernarbte Wunden wieder auf. Es tut nicht gut!

Zitat von Zephyr:
"Das Kind in mir". Obgleich kein Erwachsener mehr ein Kind ist


Das ist auch ein Grund bzw. die Daseinsberechtigung der Wut, denn das Kind in mir habe ich bewahrt, das ist etwas sehr wertvolles, verletzliches, was die Wut vor Schaden eifersüchtig beschützt und behütet.

Zitat von Zephyr:
Dabei differenziere ich jedoch noch weiter zwischen dominanten und rezessiven Teilen ("Ichs"). Bei mir ist es so, dass ich einen dominanten Teil habe, der sehr rational und gefühlslos ist. Diesen Teil bezeichne ich als "Ratio". Dieser Teil möchte alles sehr detailliert, systematisch und logisch erfassen, erklären, definieren und letztendlich danach entscheiden.


Auch hier Gemeinsamkeiten, ich nenne es das Parlament. Hier streiten sich die Demokraten, Technokraten und das Militär. Im Augenblick bin ich in "Friedenszeiten", es dominieren die Technokraten. Die gesammte "Produktion" ist auf Verbesserung des Lebensstandarts ausgerichtet (neue Schuhe, Fahrrad um mobil zu werden all so was) Kommt da Unruhe rein, Stress, dann kann das bis zu "Neuwahlen" führen, kippen der Regierung. Gibt es gar keinen Ausweg in einer Krise, nehmen die Militärs das Heft in die Hand. So eine Phase ist dann gekennzeichnet von massiver Abschottung (Einigeln), Rechtstreit wenn nötig bis vors Gericht und massiver Streitbarkeit, da leg ich mich mitt allen an, egal was fürn "Schrank" vor mir steht (wie ein Berserker)

Zitat von Zephyr:
Mir ist bewusst, dass nun manche sehr schnell an Schizophrenie denken.


Das ist alles noch schizoid. Schizophren wäre, wenn sich die Persönlichkeit spaltet in zwei oder mehrere völlig unterschiedliche Personen in einem Menschen.

Zitat von Zephyr:
Die Narben kann man heute noch gut sehen.


die körperlichen. Wie die Seele aber übersäht von Narben sein muß, kann ich erahnen.

Zitat von Zephyr:
aber solange niemand den Kontext versteht und ebenso nicht die Wirkung der Vergangenheit auf das Heute erkennt, bringt es wenig, davon zu erzählen.


Wie ich schon sagte, um überrhaupt das Problem dar zu stellen, mußt Du, es für andere niederschreibend, erneut durchleben und dann verstehn "die" einen immer noch nicht und letzten Endes endets dann noch im Streit. Man hat nichts daraus gezogen und hat noch mehr Ärger. Oft ist es auch so, man sagt "Tritt da nicht hin, da tuts mir besonders weh" genau da wird dann noch hingetreten. In manchen Foren sitzen Leute, da grausts einem. Hier scheints ruhig zu sein, hoffe, das bleibt so.

Zitat von Zephyr:
zumindest in meiner Empfindung und Wahrnehmung, wie ich sie zu jener Zeit erlebte. (...) Aber ich möchte das nicht. Es ist nicht gut, dass ich das mache. Daher beende ich das Thema!


Völlig richtig. Reiß nicht unnötig vernarbte Wunden wieder auf, das heilt nich! Da kommst Du nie "auf´m grünen Zweig".

... jetzt brauch ich mal ne Pause, bin grad geistig völlig erschöpft ... ich komm wieder!

10.01.2020 14:22 • x 2 #42


Zum Beitrag im Thema ↓


kritisches_Auge
Ich will offen sein.
Bis jetzt habe ich dich gerne gelesen und ich habe sehr selten Beiträge gemeldet, aber durch diesen Beitrag fühle ich mich ausgesprochen getriggert und ich meldete ihn.

Ich möchte den Satz über deine Haustiere nicht wiederholen damit er anderen nicht extra ins Auge springt, aber so etwas möchte ich in einem Forum nicht lesen,mir ist richtig übel.

x 3 #2


S
Zitat von kritisches_Auge:
Ich will offen sein.Bis jetzt habe ich dich gerne gelesen und ich habe sehr selten Beiträge gemeldet, aber durch diesen Beitrag fühle ich mich ausgesprochen getriggert und ich meldete ihn.Ich möchte den Satz über deine Haustiere nicht wiederholen damit er anderen nicht extra ins Auge springt, aber so etwas möchte ich in einem Forum nicht lesen,mir ist richtig übel.

Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin seit dem ich das mit den Haustieren gelesen habe komplett hinüber. Mehr Trigger geht nicht. Er hat auch keine Triggerwarnung ausgesprochen. Er schreibt darüber, als würde er das Wetter beschreiben.
Bisher habe ich ihn gerne gelesen so wie du, aber das wird nun nicht mehr möglich sein. Mir geht es eh schon schlecht und jetzt noch schlechter. Ich werde den ganzen Tag benötigen, um mich wieder zu fassen.

x 2 #3


kritisches_Auge
soleil, mir geht es ganz genauso.
Und die anderen User hier bitte ich darum, diesen Satz nicht wortwörtlich zu wiederholen.

x 2 #4


Zephyr
Ich bitte um Verzeihung, ich wurde selbst durch etwas getriggert und war daraufhin zu emotional, um daran zu denken, wie es auf andere wirken könnte. Bzgl. Tiere, das war ein Unfall, was ich bis heute mir nicht verziehen habe. Wenn es möglich ist, wäre es wohl besser, diesen Thread zu löschen!

#5


kritisches_Auge
Ich hätte gerne eine Erklärung von dir, du schriebst du hättest infolge einer Überreizung deine Haustiere getötet, es war also nicht nur ein Haustier.

Ich war heute den ganzen Tag traurig und nicht gut drauf, so hat mich das erschreckt.
Schreibe bitte was passierte um mich zu entlasten.

#6


S
Mich hat das auch den ganzen Tag verfolgt und belastet.
Ich finde es einfach unheimlich traurig und es macht mich gleichzeitig wütend, wie wehrlose Tiere dran glauben müssen. Ich werde das nie verstehen und will es auch nicht verstehen. Für die Entladung von überreizten Gefühlen etc. gibt es andere Lösungen als solche. Dann ist er noch wie er schreibt hochsensibel. Und dann macht man so was mit Tieren? Geht nicht in meinen Schädel.

#7


kritisches_Auge
Ich hoffe, dass er antwortet, vielleicht liegt es ja wirklich an der Ausdrucksweise, ich wünsche mir das schon allein um meinetwillen um meine Gedanken zu stoppen.

#8


Zephyr
Ich hatte Sachen durch den Raum geworfen und vom Tisch gestoßen. Dabei wurden zwei meiner Ratten unglücklich getroffen, die zu der Zeit frei durch das Zimmer laufen durften. Das ist etwa 15 Jahre her.

Achja, bei einer anderen Ratte, die ich per Hand aufzog (wurde von seiner Mutter verstoßen und wäre fast von ihr gefressen worden), habe ich es zugelassen, diese zu den anderen männlichen Ratten zu lassen. Da die eine aufgrund der Handaufzucht kleinwüchsig war, hatte sie keine Chance sich gegen die anderen zu behaupten. Durch einen Nackenbiss starb sie. Ich hätte das nciht zulassen dürfen.

#9


kritisches_Auge
Ich verstehe, du hast dich in deiner Wut nicht kontrollieren können und nicht daran gedacht, dass die Ratten frei herumliefen.Und nun hast du nicht darauf geachtet, wie diese Worte auf uns wirken könnten.
In welcher Stimmung warst du denn als du das hier schriebst.

Du warst ja damals noch ein halbes Kind, 15 Jahre alt, wie reagierten denn deine Eltern?

In dem Fall ist es schade, dass du den Beitrag nicht editieren kannst, vielleicht kannst du eine PN an die Mods schreiben und sie darum bitten, das fände ich wichtig.

Bemühst du dich heute um Kontrolle?

#10


Zephyr
Zitat von kritisches_Auge:
In welcher Stimmung warst du denn als du das hier schriebst.
Das weiß ich nicht mehr. Das kommt manchmal vor, wenn ich durch etwas getriggert werden. Kommt aus dem nichts und vergeht jedoch auch relativ schnell wieder. Meist ist es wohl Traurigkeit, seltener Wut, manchmal auch Verzweiflung. Es ist dann eben nur viel zu heftig. Dabei ist es schwierig vernünftig zu denken. Noch schwieriger, zu bedenken, wie es auf andere wirkt. Soweit es geht, versuche ich das zu vermeiden. Dagegen hilft entweder schlafen, oder es niederschreiben.

Zitat von kritisches_Auge:
Du warst ja damals noch ein halbes Kind, 15 Jahre alt, wie reagierten denn deine Eltern?
Nunja, sowas kam ja nicht oft vor. Meist bekam es auch niemand mit. Wenn ich jedoch Schaden angerichtet habe, musste ich dafür gerade stehen. Ist auch richtig so. Die meiste Zeit handelte ich Gefühle im Stillen mit mir selbst aus. Wurden Depressionen zu heftig, kam ich in die Klinik. Aber wie gesagt, Gefühle kommen und gehen schnell wieder. Früher beschrieb ich das als Wasserdamm. Der bricht, dann gibt es eine kurze Flut und dann ist alles wieder gesetzt oder normal, wie ich zu sagen pflegte.
Achja, damals versuchte ich das kurze Zeit auch mal mit Ritzen zu kontrollieren. Leider keine gute Idee gewesen. Meine Regeln waren eben, ehe ich anderen ungewollt weh tue, oder Sachen kaputt mache, lasse ich es besser an mir aus. Diese Regeln gelten bis heute, ohne Ausnahme.

Zitat von kritisches_Auge:
Bemühst du dich heute um Kontrolle?
Natürlich. Deswegen entstanden auch diese Regeln. Lieber schade ich mir selbst dadurch, als mein Umfeld. Ansonsten versuche ich sehr stark, in jedem Zustand die rationale Kontrolle zu bewahren. Oder eben noch besser, ich versuche Emotionen erst gar nicht zuzulassen. Wie jetzt z.B. Mir geht es überhaupt nicht gut. Unterdrücke aber jedes Gefühl. Spüre nur, wie mein Körper unter sehr starker Spannung ist und die Muskeln schwach sind und kalt. Ist die Spannung zu groß, stehe ich auf, gehe durch den Raum, hin und her, und setze mich wieder. Oder ich drehe auf dem Stuhl hin und her, oder wippe die Beine hin und her, oder drückte mit einer Hand in den Oberschenkel oder drücke mit der Hand mit aller Kraft die andere fest zusammen. Um die Spannung wieder abzubauen, ohne dabei etwas kaputt zu machen oder sonstigen Unsinn.

Kontrolle bewahren. Aushalten, bis es wieder weg ist.

Die Mods kann ich nicht anschreiben. Habe Angst davor.

#11


kritisches_Auge
Ich muss einmal nachdenken.

Du musst doch keine Angst haben die mods anzuschreiben, sie werden das sicher gerne tun.

#12


Zephyr
Nun, ich habe die Angst überwunden und eine Moderatorin angeschrieben. Ich hoffe, jetzt passiert nichts schlimmes. Ich habe wirklich Angst davor. Ich bin auch etwas sensibel, denn das Thema triggert mich selber etwas. Eigentlich bin bemüht darum, Vergangenes vergangen sein zu lassen.

#13


kritisches_Auge
Dein Beitrag ist nicht editiert, alles steht noch genauso da.
Eine spezielle Moderatorin gibt es nicht, es gibt nur ein Team, wohin hast du deine Bitte geschickt?

#14


Zephyr
An Leuchtturm. Angeblich Moderatorin. Aber ich kann es ja morgen weiterleiten. Bin heute zu geschafft nach langer Arbeit. * Viel Sonne. Cool

#15


S
Anscheinend hast du es nicht weitergeleitet, denn es ist noch nicht editiert.
Nicht gut.

#16


kritisches_Auge
Ich habe mich darum gekümmert, soleil, und die Moderation auch angeschrieben.

x 2 #17

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Zephyr
Ich habe das Team nun direkt angeschrieben. Ich entschuldige, dass ich das nicht zu dem Zeitpunkt tat, den ich versprochen hatte. Das ging nicht, da ich zu der Zeit noch eine dafür notwendige Distanz zu der Angelegenheit aufbauen musste, um wieder möglichst rational agieren zu können. Anbei danke ich Auge, dass sie sich eigenmächtig darum gekümmert hat. Das ist nicht selbstverständlich, deswegen ein um so größerer Dank meinerseits dafür!

Letztendlich greift es das Thema wieder auf. Jetzt aber mehr in rationaler Hinsicht. Denn ich vertrete die Auffassung, dass das "Ich" nicht etwas ist, was einfach so als eine Einheit existiert, sondern sich aus vielen Teilen unseres Unterbewusstseins zusammensetzt. So wie man eben sagt, "Das Kind in mir". Obgleich kein Erwachsener mehr ein Kind ist, ist in ihnen dennoch etwas, was weiter Kind ist. Ein Teil bleibt das Kind in uns, egal wie alt und weise wir auch werden sollten.

Meine Auffassung ist, dass es eben sehr viele Teile in uns gibt, welche unser "ICH" bilden. Man könnte sagen, es gibt nicht nur das "ICH", sondern es gibt sehr viele "Ichs" in uns. Wieviele? Keine Ahnung. Aber sicher mehr, als wir denken. Das "ICH", mit welchen wir gerade immer im Moment agieren, ist dabei nur die Summe aller "Ichs", die in uns sind.

Dabei differenziere ich jedoch noch weiter zwischen dominanten und rezessiven Teilen ("Ichs"). Bei mir ist es so, dass ich einen dominanten Teil habe, der sehr rational und gefühlslos ist. Diesen Teil bezeichne ich als "Ratio". Dieser Teil möchte alles sehr detailliert, systematisch und logisch erfassen, erklären, definieren und letztendlich danach entscheiden. Diesem Teil geht es eben nicht um irrationale Gefühle, sondern rein um das, was Sache ist. Wäre dieser Teil alleiniger Herrscher über mein "ICH", müsste man mich ohne jeden Zweifel als einen absoluten Psychopath einstufen.

Auf der anderen Seite gibt es die dominante "Emotio" - so bezeichne ich diese. Diese ist meiner Einschätzung nach der "Ratio" etwas unterlegen, so dass sie deutlich weniger oft die Dominanz für sich behaupten kann. Doch wenn sie es kann, ist sie nicht weniger mächtig und meiner Einschätzung nach sogar viel gefährlicher als die "Ratio".

Wir sprechen hier aber nur über jene zwei Teile, die ich als besonders dominant erkennen könnte. Da es aber viele Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte Teile gibt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass nur ein Teil - sei er noch so dominant, am Ende das "ICH" bilden kann. Kein Teil hat die absolute Kontrolle, sondern nur die Summe aus allen Teilen. Sprich selbst wenn die "Ratio" extrem mächtig und stark ist, wirken noch dutzende schwächerer Teile im Kollektiv dagegen, so das das Resultat, sprich das "ICH", eben nicht das ist, was die "Ratio" als ein Teil ist.

Trotzdem bestimmen meiner Erfahrung nach die dominanten Teile den allgemeinen Kurs. Ratio und Emotio sind zwei gegensätzliche Extreme. Doch keine erachte ich dabei als böse oder gut, sie sind einfach nur so, wie sie sind. Beide Seite, oder besser gesagt alle Teile haben ihren Daseinsberechtigung. Daher bekämpfe ich ungern etwas, was nur ein Teil Meiner ist.

Viel eher versuche ich nur, alle Seiten zu befrieden. Denn selbst wenn es dominante Teile gibt, sind diese machtlos, wenn diese hunderten anderen gegenüberstehen. Dabei bin ich der Ansicht, dass es innerhalb der Teile auch Gruppenbildungen gibt. Sprich manche Teile folgen mehr der "Ratio", manche mehr der "Emotio". Manch andere bilden vielleicht eine eigene Gruppe, um durch den Zusammenschluss, dominant sein zu können, wenngleich jener Zusammenschluss in sich eher fragil sein dürfte.

Ich vermute sogar, dass es einen dritten Teil geben müsste, der dominant ist, aber dann eher sehr schwach dominant. Vermutlich ist es jener Teil, der gerade jetzt dafür sorgt, das gegenwärtige "ICH" zu bilden.

Mir ist bewusst, dass nun manche sehr schnell an Schizophrenie denken. Aber ich garantiere, dass ich gewiss keine Paranoia habe, keine Stimmen höre und keinen magischen Beziehungsideen folge. Ebenso ist eine MPS ausgeschlossen, da kein Teil unabhängig vom anderen ist. Kein Teil kann in sich als etwas eigenständiges existieren. Zumindest ist mir dies nicht bekannt.

Jener dritte Teil, ohne Namen, welcher vermutlich ebenso dominant ist, könnte sich möglicherweise aufgrund früherer Erlebnisse entwickelt haben. Aber das spielt kaum eine Rolle.

Mit diesem Modell lässt sich jedenfalls erklären, warum Gefühle für mich viel zu stark werden. Oder ganz allgemein, warum sie so intensiv erlebt werden und ich nicht nachvollziehen kann, warum ich so agierte, wie ich es tat.

Es erklärt vielleicht auch die Angst, die ich tief in mir spüre, möchte ich tiefer in diese Materie gehen. Es ist Angst davor, missverstanden zu werden, Angst davor, eingesperrt zu werden, aber auch Angst vor mir selbst.

Hier kennt ja niemand mein bisheriges Leben. Nur kleine Ausschnitte, die schockierte, weil der Rahmen nicht bekannt war, wieso es dazu kam.

Es wäre sicher ähnlich, würde ich jetzt sagen - Achtung: Möglicher Trigger

ich habe mich einst genau 5 mal mit einem Brotmesser auf einer Party tief in den linken Arm geschnitten, lief hinaus ins Freie und legte mich mitten in der Nacht ins offene feuchte Feld. Die Narben kann man heute noch gut sehen. Gut möglich, dass ich daran hätte sterben können.. -.-

Möglicher Trigger Ende

Niemand kann damit etwas anfangen, kennt man die Hintergründe nicht. Ich möchte das aber auch nicht vertiefen. Es ist zwar Teil meiner Geschichte, aber solange niemand den Kontext versteht und ebenso nicht die Wirkung der Vergangenheit auf das Heute erkennt, bringt es wenig, davon zu erzählen.

Aber sicher ist, dass auch das Teile von mir und in mir sind und immer bleiben werden. Auch wenn ich aufgrund jener einen Erfahrung in der Nacht dem Ritzen absagte, da ich leben will und gewiss nicht durch so eine Dummheit sterben möchte, wird immer die Gefahr bestehen bleiben, dass ich wieder zurückfalle.

Deswegen denke ich, dass es wichtig ist, dass ich bewusst emotional vorerst leiden muss. Ich erhoffe mir dadurch einfach nur, mehr zu verstehen und zu lernen. Es erscheint mir zumindest besser zu sein, als das einfach nur zu ignorieren und zu unterdrücken.

Ich weiß jedoch noch nicht, wie. Wie ich das hier in der gegebenen Welt anstellen soll.

#18


Zephyr
Nebenbei geht es immer um Kontrolle und ebenso um Neugier. Ich kenne alle Gefühle und Empfindungen sehr gut, die ich hatte, als ich in verschiedenen Zuständen in meiner früheren Zeit war. Ich fühle sowohl deren destruktive als auch deren scheinbar übermächtige Gewalt, die jene Gefühle in sich zu trugen schienen. Ich spüre auch die Verzweiflung und Emotionen, die darin wohl vorhanden waren. Mit den richtigen Triggern und Schlüssel für diese Wahrnehmung und Empfindungen, kann ich all das ziemlich genau zurückholen - zumindest in meiner Empfindung und Wahrnehmung, wie ich sie zu jener Zeit erlebte.

Aber ich möchte das nicht. Es ist nicht gut, dass ich das mache. Daher beende ich das Thema!

#19


B
Hier Zephyr,

Danke für die Gedanken zu Deiner Problematik. Deine Interpretation mit den "vielen Ichs" hört sich für den Laien halbwegs schlüssig an, doch wenn Du diese Theorie zu Ende denkst, kommt irgendwann die Frage auf: Wie kam es zur Entwicklung dieser "Ichs"?

Wenn man an Ichs denkt, hat "der, der denkt" ja wieder eine Ich-Erfahrung, sozusagen auf einer höheren Warte. Kapiert?

Mein Vorschlag wäre, diese Theorie mal für einige Zeit zu "entlassen", denn Du begibst Dich dadurch definitiv in eine Opferrolle. Wärst Du dazu bereit und könntest Du Dir vorstellen, ohne diese Theorie zu leben?

Falls ja, gib Bescheid.

Noch eine Anmerkung: Zur Hypersensibelität sollte doch logischerweise auch Empathie gegenüber anderen Lebewesen gehören, oder?

x 3 #20


A


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