Pfeil rechts
2

Hallo.

Ich habe ein Problem, welches ich schon seit bestimmt 10 Jahren habe und welches nur wenige verstehen: obwohl ich schlank und sportlich (trainiere 2x die Woche 1,5 Stunden Kampfsport) bin, fühle ich mich oft zu pummelig und bekomme innerlich eine halbe Krise. Ich bin 1,65m groß und wiege rund 60 Kilo - habe also einen BMI von 22, was eigentlich total super ist. Seit ich vor drei Jahren begonnen hatte Medikamente gegen meine damaligen Panikattacken zu nehmen (Mirtazapin), habe ich 10 Kilo zugenommen (damals wars wirklich etwas wenig Gewicht). Das Medikament nehme ich jetzt nur noch in Minimalstdosis (3,5mg). Zudem habe ich eine Schilddrüsenunterfunktion, die mir das abnehmen nicht gerade erleichtert.
Mein Problem ist, dass ich schon immer zu den "Dünnen" gehört habe. Eine Essstörung habe/hatte ich keine! Deswegen war ich ein Gewicht von ca. 54 Kilo gewöhnt. In meiner Familie sind alle sehr schlank und extrem sportlich. Meine Mutter übertreibt es manchmal, sie macht fast jeden Tag Sport und hat richtig Angst zuzunehmen. Vielleicht kommt meine Angst daher?

Habt ihr einen Tipp für mich? Obwohl ich relativ gut aussehe, schaffe ich es nicht, kleine Gewichtsschwankungen nach oben zu akzeptieren. Manchmal verbiete ich mir dann für kurze Zeit Süßigkeiten usw. und stehe dann phasenweise unter starker innerer Unruhe.

Eine Therapie mache ich übrigends. Die hat mir schon viel geholfen...

25.11.2016 21:03 • 21.04.2020 #1


3 Antworten ↓


Ich kann dir da total nachfühlen. Ich war zwar selten sportlich, aber immer schlank (bei 1,62 zwischen 50 und 52 kg). Ich habe auch eine Schilddrüsenunterfunktion, Hashimoto.

Seitdem es mir aber so schlecht geht (Beginn vor ca. 6 Jahren, "zu viel" Stress, resp. ich konnte wegen Ängsten nicht damit umgehen, resp. Hatte Ängste, was dann zu einer chronifizierten Depression führte und dann zu einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode) habe ich 13 kg zugenommen, bin jetzt also 65 kg. Im Januar war ich noch 60 kg, aber auch da habe ich mich unwohl gefühlt damit (jetzt ist es ganz schlimm gerade).

Mein Tip wäre, dies sicherlich bei der Therapie anzusprechen. Es geht viel über die Selbstakzeptanz. Die gängigen Ideale und das Streben nach Luxuskörpern mit Waschbrettbauch, selbst bei Frauen, machen dies natürlich nicht gerade leicht. Also gar nicht erst hingucken dabei, ade Social Media, Instagram,Twitter, Facebook, oder zumindest sich nicht davon beeinflussen lassen. Vergiss also schonmal die Voratellung einer Frau mit einem Waschbrettbauch: das ist total unnatürlich und habe ich so bei z.b. Urvölkern (als Mass für die Natürlichkeit) noch nie gesehen.

Arbeite daran dich lieben zu lernen. Du bist ein Geschenk, ein wahres Wunder, nur schade, das wir das nicht erkennen können (schliesse mich da mit ein). Aber trotzdem bist du es, ob du es erkennst oder nicht. Genau richtig so, mit deinem individuellen Gewicht. Wir sind nun mal nicht alle Äpfel, sondern auch Birnen und anderes Obst

25.11.2016 23:21 • x 1 #2



Fühle mich zu dick obwohl ich es nicht bin!

x 3


Schön wenn mich mal jemand versteht. Wenn man das Problem anderen erzählt, wird man immer schief angesehen. Weil man ist ja nicht "so dick".
Ich weiß auch nicht wieso ich mich da nicht "akzeptieren" kann. Jedes Mal wenn ein Kleidungsstück in Größe S weniger gepasst hat habe ich einen halben Tobsuchtsanfall bekommen. Jetzt bin ich bei Größe M (und das ist ja eigentlich voll normal).

Gleichzeitig bin ich aber auch so ein Genussmensch, mit einem guten Essen kann man mir eine riesen Freude machen. Ich will mich nicht immer schlecht fühlen wenn ich mal eine zweite Portion gegessen habe... -.-

25.11.2016 23:47 • #3


Odradek
Hilft es irgendeiner Frau, wenn ich mal ganz deutlich sage, dass dünne Mädchen für mich unattraktiv aussehen, aber Frauen, an denen "ein bisschen was dran ist" und die Oberschenkel nicht dürr sind, am attraktivsten wirken? Der Bauch sollte überhaupt nicht ganz flach sein. Es gibt nichts Schöneres als einen leicht gewölbten Bauch bei Frauen. Wenn ich Mädchen wie Lena Meyer-Landrut sehe, weckt das bloß meinen Vater-Instinkt: Kind, iss doch mal anständig, hast du Sorgen?! Aber ich ahne, dass solche Bekundungen nicht gut durchkommen ... Wir sollten schauen, worüber wir uns Bestätigung holen, und wie es um die Selbstliebe bestellt ist, ja absolut.

21.04.2020 13:12 • x 1 #4