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Ist es nicht komisch?

Der Mensch macht Fehler und Menschen sind gescheiter in der Vergangenheit.
Manche Menschen sind so oft gescheitert das Sie die Welt mit einer Erfindung verändert haben.

Warum haben wir Menschen (ich) Angst vor dem Scheitern im Beruf?

Was wäre wenn einfach alles gegen die Wand fahren würde? Meine IT Projekte sind mehr oder weniger mit Schweis, Trennen und Dramen ans Ziel geführt worden. Mein Nervenkostüm wurde dabein immer ordentlich durchgeschüttelt.
Selbst das beschissenste Projekt habe ich am Ende Irgendwie ans Ziel geführt, keies ist wirklich krass gescheitert.

Dennoch habe ich trotz mehrerer Jahre Projekterfahrug vor neue Projekt wieder panische Angst.

Wie seht Ihr das?

Seit Ihr berflich gescheitert und wie ging die Story für Euch aus?

15.10.2025 20:15 • 20.10.2025 x 1 #1


11 Antworten ↓


Hallo Rimski ,

bei mir war es etwas anders.

Ich war beruflich so erfolgreich, dass ich immer weiter aufgestiegen bin, bis meine Ängste so groß wurden, dass ich nicht mehr konnte.

Dann kam eine Strukturveränderung und ich sollte in die 2. Führungsebene des Konzerns.

Da war es Zeit die Notbremse zu ziehen, sonst wäre ich dran kaputtgegangen.
Ich verweigerte mich und ging in die 4. Ebene, was mich aber glücklich machte, weil ich genau dahin wollte.
Meinen eigentlichen Beruf als Technologe wieder mit ganzer Freude am Machen ausüben und raus aus dem Managementgebabbel. Da hatte ich keine Angst mehr vor beruflichen Herausforderungen.

So ein Rückzug ist schwer durchzuziehen, einmal wegen seines eigenen Stolzes und zum anderen enden solche Sachen meist mit Verlust des Jobs.
Aus der Sicht war die Strukturänderung ein Segen.

Auch da wieder sehr erfolgreich gab es als Lohn Respekt und Anerkennung. Das spüre ich heute noch, wenn ich zur betrieblichen Weihnachtsfeier gehe.

So ging ich dann auch mit allen Ehren in den Vorruhestand und bin heute so ziemlich psychisch gesund und komme ohne Medikamente wieder gut zurecht.

Vielleicht fehlt dir genau die Anerkennung für deine Projektarbeit und das versetzt dich in Angst und Zweifel?

A


Fehlerkultur/Scheitern auf der Arbeit

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Zitat von Rimski:
Warum haben wir Menschen (ich) Angst vor dem Scheitern im Beruf?

Bei mir war es rein der finanzielle Aspekt. Ohne Arbeit kein Geld, Armut und sozialer Abstieg.

@Schlaflose Interessant, man kann sagen die Angst war der Treiber ganz platt gesagt.

Für manche ist Angst lähmend, für manche treibend so habe ich das Wahrgenommen für mich ist es etwa wie
(60 = Lähmend /40 = Treibend)

@Logo Interessanter Aspekt. Du schreibst bis meine Ängste so groß wurden, dass ich nicht mehr konnte.

Darf ich Fragen, wie machte sich das Bemerkbar bei dir?

@Rimski Ich hatte Angst auf Arbeit zu gehen und vor allem, dass ich bei Totalausfall meine Familie nicht mehr versorgen kann.

@Logo
Diese Sorgen tragen mich tatsächlich nicht.

Jedoch sehe ich da bei mir ein anderes Problem, nämlich Selbsteinschränkend zu leben.

Nach dem Motto - Keine Frau, keine Kinder - Keine Verantwortung -- Weniger Druck und Angst.

Ist warhscheinlich auch nicht der goldende Weg.

@Rimski
Bei mir ist es die Angst vor Ablehnung und vor Versagen wenn ich Fehler mache.
Ich wurde in meiner Kindheit und Jugend nur beachtet oder geliebt, wenn ich allen gerecht wurde und funktioniert habe.
Schwächen oder Fehler wurden kaum akzeptiert.
Nun lerne ich auch, dass ich mich selbst trotz Fehler und Schwächen lieben kann.
Deswegen versuche ich nicht mehr nach Perfektionismus zu streben.

In meiner neuen Abteilung/Büro ist der Umgang mit Fehlern relativ locker. Nach dem Motto: Wo gearbeitet wird fallen Späne.
Unser Chef gibt uns Rückendeckung und wir schauen dann nach kreativen Lösungen. Kommt ja auch drauf an, ob man immer den selben Fehler macht und wie oft usw.

Ich möchte gerne von meinem Umfeld mit meinen Schwächen und Fehlern angenommen werden, daher sage ich mir jeden Tag Ich darf Fehler machen.
Funktioniert nicht immer, ist nur ein Denkansatz von mir um den Druck rauszunehmen.

Gescheitert bin ich in der Vergangenheit nicht an der Arbeit, sondern an den Personen und Gegebenheiten die den Arbeitsplatz ausmachten. Ich habe als Empfangskraft bei einer Physiotherapeutin gearbeitet (u. a. auch Rezeptwesen über ein Praxisprogramm) und wurde dort vor 14 Jahren gekündigt, weil ich angeblich zu viele Fehler gemacht hatte. Diese Fehler hatte meine damalige Chefin zu 60 % mitverursacht aufgrund mangelnder Einarbeitung und Fehlinformationen. Ich wurde vor Patienten vorgeführt. Mit meinen Vorgängerinnen hatte die Dame die gleiche Masche abgezogen, dass hatte ich durch einen Erfahrungsaustausch mitbekommen.
Ich hatte noch bis 2 Jahre danach etwas daran zu knabbern. Dann hatte ich diese Erfahrung verarbeitet und wieder draus gelernt, dass ich nicht in einem Team mit nur 1 Person als Chefin arbeiten möchte. Da braucht man ein gutes Vertrauensverhältnis.

LG Nordlicht

Wir haben das Problem dass wir Scheitern als was sehr Negatives anschauen und weil wir das tun wird es zu einem Riesen Problem und wenige sprechen gerne darüber, es gibt Länder die gehen etwas anders damit um, weniger dramatisch, eher als man hat was versucht und nun kommt halt was anderes, es ist nicht so vernichtend.

Zitat von Elemente:
Wir haben das Problem dass wir Scheitern als was sehr Negatives anschauen und weil wir das tun wird es zu einem Riesen Problem und wenige sprechen gerne darüber, es gibt Länder die gehen etwas anders damit um, weniger dramatisch, eher als man hat was versucht und nun kommt halt was anderes, es ist nicht so ...

Genau, das ist eine gute Perspektive
In Nordamerika z. B. wird es als Weiterentwicklung betrachtet. Man wächst daran

Zitat von Nordlicht49:
Genau, das ist eine gute Perspektive In Nordamerika z. B. wird es als Weiterentwicklung betrachtet. Man wächst daran

Finde ich auch eine gute Einstellung , ist nur nicht immer so einfach das umzusetzen weil man ja mit ganz anderen Werte aufgewachsen ist. Ich hab auch mal so etwas gehört, die machen das tatsächlich besser.

@Elemente Also in meinem Betrieb ist folgende Kultur gegeben.

Verantwortung wird dir übertragen Du machst nach besten Wenn es nicht läuft - Fingerpointig auf dich

Fehlerkultur vergeblich, aber nach Außen Kommuniziert

A


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