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MrsAngst
Ich verzweifel so langsam, ich hab angefangen bei h&m zu arbeiten und bin wie in all meinen Jobs unglücklich.
Ich bin wirklich aus diesem naiven gedankenleben raus, allerdings sehne ich mich nach einem Beruf der sinnvoll ist für mich persönlich.
Ich hab das Gefühl ich KANN nicht in einem für mich Sinn freien Beruf arbeiten. Ich weiß dass viele unzufrieden sind mit ihrer Berufswahl aber ich hab nicht dieses Durchhaltevermögen wie diese Menschen.
Es gibt so viele Berufe die ich tatsächlich machen mag, allerdings hab ich kaum einstiegschancen da man die Ausbildung selber zahlen muss zb.
Pass ich überhaupt noch in dieses System?

07.06.2014 12:22 • 16.06.2014 #1


27 Antworten ↓


Was würdest du denn gerne lernen? Und hast du dich mal genau erkundigt, wo du finanzielle Unterstützung bekommen kannst?

Manchmal ist ein Job, der keinen Spaß macht, auch eine Erfahrung und man kann Durchhaltevermögen auch trainieren. Wobei letzteres leichter fällt, wenn du eine Perspektive hast, auf die du hinarbeitest.

Während des Studium hab ich alle möglichen und unmöglichen bescheidenen Jobs gemacht. Was mir dabei immer geholfen hat, war der Gedanke, dass ich irgendwann fertig bin und dann das nicht mehr machen muss.

07.06.2014 12:29 • #2



Eine sinnvolle Arbeit

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MrsAngst
Ich würde sehr gerne tiertherapeutin werden oder meinen Hund zum Therapie hund ausbilden lassen. Beides wird nicht bezahlt aber beim Therapie hund muss ich einmal sozialen Beruf erlernen.
Mein schulabschluss ist allerdings zu schlecht, dies kann ich irgendwann nach holen und oder mit solchen Fernstudien Geschichten machen. Ich wollte auch unbedingt Heilpraktikerin für Psychotherapie machen aber NUR um den kleinen hp zu machen muss ich 25 Jahre alt sein und es ist insgesamt zu teuer.

Bei mir ist so schnell leider kein ende in Sicht

07.06.2014 12:34 • #3


Mrs. Angst

als Ausgleich zu deinem ungeliebten Job kannst du doch etwas tun was die echt Spaß macht, dann wird es leichter.

Eine Ausbildung brauchst du auch nicht immer.

Unser Hund geht manchmal mit ins Seniorenheim , der rennt da rauf und runter und die Leute haben Spaß.

Die würden sich freuen wenn öfter jemand mit Hund käme, frag doch mal nach.

Ausbildung brauchts da nicht, hauptsache lieb und läßt sich gern streicheln.

07.06.2014 12:40 • #4


MrsAngst, ich würde an deiner Stelle deine Berufswünsche noch einmal realistisch hinterfragen. Zum einen bist du noch sehr jung und zum anderen selbst im Moment eher instabil.

Ich glaube nicht, dass man selbst frei sein muss von Problemen, um anderen helfen zu können - anderen helfen ist immer leichter, als sich selbst zu helfen, aber denke schon, dass man eine gewisse Stabilität und auch Lebenserfahrung mitbringen muss, um anderen eine Stütze und Hilfe zu sein. Nicht zuletzt belastet das, was von anderen mitbekommst auch dich selbst wieder und das musst du abfedern können.
Was nicht heissen soll, dass du deinen Berufswunsch aufgeben sollst, aber vielleicht erstmal auch gedanklich aufschieben.

Im Moment klafft da eine Riesenlücke zwischen dem Job, den du machst und dem Beruf, den du erlernen willst. Und diese Lücke macht dich unzufrieden, weil du sie spürst und weil du eigentlich auch spürst, dass dein Berufswunsch jetzt erstmal noch nicht wirklich sinnvoll ist.

An deiner Stelle würde ich anfangen jetzt erst einmal kurzfristig zu denken, deinen Schulabschluss nachzuholen, dich um dich zu kümmern und dir selbst den Weg zu ebnen, damit dein Berufswunsch eines Tages tatsächlich auch realistisch wird oder werden kann.

07.06.2014 12:44 • #5


MrsAngst
@primavera ja daran hab ich auch schon gedacht, die Menschen dort haben ja oft nicht viel zu tun!

@AJPsychic ach hinterfragt hab ich das oft genug es ist auch nicht so das ich nicht viel Jobs gehabt hätte zum rumprobieren. Wie gesagt für mich muss ein persönlicher Sinn dahinter stecken um langfristig etwas machen zu wollen. Aufgrund meines schulabschlusses sind dir Möglichkeiten die ich habe begrenzt. Wie ich es drehe, will ich nicht der einfachen arbeitsklasse angehören muss ich einen komplizierten weg gehen.

Ich hab das Gefühl das diese Berufswahl die ich momentan getroffen habe, mich viel unglücklicher macht als alles andere. Ich hab keinen tieferen Sinn in dem Beruf außer Kleidung sotieren und sobald man fertig ist von vorne anzufangen. Mode interessiert bin ich auch nicht. Eher im Gegenteil mit der materiellen und kosumwelt komme ich gar nicht zurecht. Ich bin da wie ein Fremdkörper.

Meine erste Anlaufstelle ist nicht mehr zwingend Menschen helfen zu wollen, sondern Tieren oder Menschen zu helfen mit einem Tier.
Ansonsten wäre Heimbetreuerin interessant für mich da ich selber im Heim aufgewachsen bin.

07.06.2014 13:13 • #6


Zitat von MrsAngst:
@AJPsychic ach hinterfragt hab ich das oft genug es ist auch nicht so das ich nicht viel Jobs gehabt hätte zum rumprobieren. Wie gesagt für mich muss ein persönlicher Sinn dahinter stecken um langfristig etwas machen zu wollen. Aufgrund meines schulabschlusses sind dir Möglichkeiten die ich habe begrenzt. Wie ich es drehe, will ich nicht der einfachen arbeitsklasse angehören muss ich einen komplizierten weg gehen.


Wäre es nicht dann sinnvoll genau da anzusetzen und als erstes deinen Schulabschluss zu wiederholen/nachzumachen und vielleicht bekommst du dabei soviel Lust auf das Lernen, dass du gleich weitermachst?

Zitat von MrsAngst:
Ich hab das Gefühl das diese Berufswahl die ich momentan getroffen habe, mich viel unglücklicher macht als alles andere. Ich hab keinen tieferen Sinn in dem Beruf außer Kleidung sotieren und sobald man fertig ist von vorne anzufangen. Mode interessiert bin ich auch nicht. Eher im Gegenteil mit der materiellen und kosumwelt komme ich gar nicht zurecht. Ich bin da wie ein Fremdkörper.


Du machst keinen Beruf, sondern einfach einen Job, der ein bisschen Geld bringt, einen regelmäßigen Tagesablauf und in dem du grundständige Skills trainierst. Durchhaltevermögen, auch wenn du gerade keinen Sinn siehst, soziale Interaktion mit Kollegen - alles Dinge die dir mal mehr mal weniger in jedem Job begegnen werden.

07.06.2014 13:20 • x 1 #7


MrsAngst
Ja aber durch meine arbeitsunfähigkeit die ich hatte muss ich erst arbeiten und "bewiesen" das ich durchhalten kann bis ich da staatliche Unterstützung bekomme.

Du hast recht! Mir geht es ein wenig besser nachdem ich mich gerade beim fressnapf beworben hab. Kann da mehr anfangen denk ich und wenn die mich nehmen bin ich raus aus dem h&m.

07.06.2014 13:52 • #8


Hast du denn schon was gehört von Fressnapf?

11.06.2014 22:23 • #9


Lindas wars
Hey zu alt gibt es nicht ich ich lerne Ergotherapeutin ist ein schöner Beruf eine Kollegin im meiner Arbeits stelle hat mit 27 sozialeassistenz gemacht dann heilerziehungspfleger ein paar Jahre gearbeitet und macht jetzt ihren heilpädagogischen zu erwähnen ist sie ist borderline krank . Also ich würde Dir es wirklich wünschen wenn es dass ist was du machen möchtes und die sache mit den Therapie hund es gibt viele soziale Ausbildung die ein bis 2 Jahre dauern da macht man viele Praktika und du kannst schauen ob es was für dich ist bin in 2 Jahr und dass erste lief bei mir über Reha da bekommt man noch unterstützung vielleicht kannst du ja was für dich entnehmen LG Linda

11.06.2014 22:41 • #10


nostromo
Hallo MrsAngst, ich finde es sehr wichtig und richtig für dich, das zu thematisieren. Du machst das sehr gut. Das schemenhafte Bild, welches ich aufgrund deiner mir bekannten Beiträge von dir habe, paßt gut mit dem zusammen, was du als Selbsteinschätzung schreibst. Und ... wie soll ich das am besten formulieren ? ... die H&M-Geschichte paßt da auch gut rein. Ich glaube wie du, dass ein sozialer Beruf für dich passender wäre und warum sollte das nicht früher oder später klappen, wenn du es mit Ausdauer verfolgst. Wir haben bereits heute einen Mangel an Personal im sozialen Sektor und die Zeit spielt deiner Generation in die Hände ... Ich hoffe, das ermutigt dich ein wenig ... man kann übrigens eine "Plage" auch als Ermutigung sehen und es gibt fast immer mehr als nur einen Weg, sie los zu werden. Grüße (:

13.06.2014 00:33 • x 1 #11


MrsAngst
Danke für deine lieben Worte
Das stimmt, dass Mitarbeiter im sozialen Bereich Mangelware sind, liegt aber auch am schlecjten verdienst. Aber da lege ich nicht all zu viel wert drauf. Solange ich nicht jeden Cent 10 mal umdrehen muss ist alles gut.
Habe nun probearbeiten bei fressnapf, dass ist als Job denke ich wesentlich besser, dort passe ich auch mehr rein und meinen Hund darf ich auch mitnehmen!

13.06.2014 17:04 • #12


nostromo
Hallo, das freut mich für dich. Du hast den schönen Titel "Eine sinnvolle Arbeit" gewählt dazu möchte ich dir und allen, die mitlesen, ein kritisches Interview-Gespräch empfehlen, dass 2 bekannte Journalisten vor einigen Monaten mit Götz Werner geführt haben:



[Man kann die ersten 19 Minuten des Videos überspringen, wenn man möchte ...]

Der Inhalt ist anspruchsvoll und vielleicht ist der Zusammenhang nicht einfach erkennbar. Aber für mich steckt viel guter Rat genau zu diesem Thema und auch speziell an junge Leute gerichtet, in diesem Gespräch. Ich finde es bemerkenswert, wie das Gespräch sich entwickelt und wie G.W. die jungen Zuhörer immer wieder direkt anspricht und gedanklich einbezieht.

Götz Werner war übrigens in der Schule schlecht hat kein Abi ... ich glaub nicht mal einen gescheiten Realschulabschluß ... @MrsAngst das könnte ihn für dich nochmal interessanter machen ... Habt einen schönen Tag.

13.06.2014 17:54 • #13


Götz Werner ist ein ganz sympathischer Mann, ich habe sein Buch "Einkommen für alle" gekauft und kann es jedem empfehlen.

13.06.2014 18:49 • #14


MrsAngst
Ich ärgere mich gerade so über mich selber!
Dadurch das ich krank war (Klimaanlage) hab ich noch mehr gemerkt, wie wenig Spaß mir die Arbeit macht bei h&m. Ich will und kann da nicht mehr hin!
Jetzt wollte ich heute mal was gutes tun und hingehen und was mach ich? Melde mich krank!
Ich hab so ein furchtbar schlechtes gewissen ich kann aber nicht mehr hin... es macht mir sowenig Spaß dass ich sogar Zuhause nach der Arbeit noch völlig geknickt bin weil ich muss am nächsten tag wieder hin...
Aber ich bin auch enttäuscht von mir selbst, ich wollte ja wieder arbeiten um wieder langsam in ein normales Leben zu kommen. Es geht nicht um meine beruflichen träume sondern allein darum wieder zurück zu kehren ins volle leben. Raus aus der krankheitsangst!
Und jetzt? Hab ich Idiotin einen Job ausgesucht der mir eh keinen Spaß macht (was mir hätte klar sein sollen) und ich mich deswegen feige drücke.

Zumindest hab ich morgen probearbeiten in einem Job der mir wesentlich mehr Spaß machen dürfte. Darauf freue ich mich und sollte ich den bekommen kündige ich meine jetzige Arbeitsstelle!

16.06.2014 06:13 • #15


Hallo

Das Spiel, das du da gerade spielst, kenne ich seit über 30 Jahren, du denkst man verbringt soviel Zeit auf der Arbeit, und das könnte so schön sein wenn man seinen Traumjob hätte, findet man aber nicht, selbst wenn du dein Hobby zum Beruf machen würdest, hättest du da auch schlechte Tage, an denen es gar keinen Spaß macht, und wenn du Pech hast, hast du danach weder einen Beruf noch ein Hobby.

Das Zauberwort heißt auch hier Akzeptanz, akzeptieren das man arbeitet um zu leben, das Geld verdient um sich ein schönes Leben zu machen.

Ich hoffe du kapierst das schneller als ich, siehst dir nicht ein Leben lang andere an und beneidest sie um ihre tollen Jobs.

Trotzdem hoffe ich das dich dein nächster Job, zufriedener macht, viel Glück

16.06.2014 06:58 • #16


MrsAngst
Hm, ja da ist was wahres dran. Mir ist bewusst das Arbeit immer Arbeit macht und nie DER TRAUM schlecht hin sein wird, aber den Job den ich momentan mache War tatsächlich ein extremer Reinfall. Mode... pfft ich bin froh das ich weiß wie man das Wort buchstabieren kann

Danke das hoffe ich auch, es geht ja nur darum ins Arbeitsleben wieder einzusteigen und soll nicht gleich der traumjob sein. Um das zu machen was ich gerne machen will muss ich erst mal eine Ausbildung in dem Bereich machen.

16.06.2014 07:02 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich meinte ja auch nicht das du das weiter machen sollst, aber suche dir langsam mal ein Ziel aus
und verfolge es konsequent, egal welches, Tunnelblick auf das zu erreichende Ziel, und alle anderen Beschwerden werden sich gleich mit verabschieden.

Lass dich nicht wie ich Jahrzehntelang treiben, das ist Mist.

16.06.2014 07:07 • #18


MrsAngst
Danke ich gebe mein bestes bin gerade so auf der zielfindungssuche aber merke langsam immer mehr das ich was soziales machen möchte langfristig und eventuell möchte ich das mit was tierischem koppeln

Aber momentan geht's nur um nen Job. Einfach mal arbeiten, der angst die Zähne zeigen

16.06.2014 07:18 • #19


Zitat von MrsAngst:
Danke ich gebe mein bestes bin gerade so auf der zielfindungssuche aber merke langsam immer mehr das ich was soziales machen möchte langfristig und eventuell möchte ich das mit was tierischem koppeln

Aber momentan geht's nur um nen Job. Einfach mal arbeiten, der angst die Zähne zeigen


Sozialen Beruf, sehe ich bei dir, wie bei mir auch eher kritisch, les dir mal durch was AJ mir zum Thema helfen geschrieben hat, mich hat das nachdenklich gemacht, und du bist auch immer am helfen, ich denke du brauchst mal eine Portion Egoismus.

Zitat von AJPsychic:
Zitat von darkdays:
@PamukPrenses & mattes

warum reißen wir den immer die Initiative an uns, machen Sachen die uns belasten für Menschen die uns wenig bedeuten, mit einer Erklärung auf diese Frage, währe die Lösung in Sichtweite.

Das haben wir alle schon 100 mal gemacht und sind damit immer auf die Schnauzte gefallen, weil wir dadurch die Erwartung haben
es würde sich ja auch mal einer um uns kümmern wenn es nötig währe.

Ihr wisst genau wie ich, das es aber nicht so ist, und macht es wie ich auch immer wieder.

Dabei ist es doch so einfach, das Zauberwort das uns erlösen kann ist.........NEIN

So und jetzt ihr


Ihr wollt um jeden Preis gemocht werden. Anderen Menschen unangenehme Dinge abzunehmen, die sie eigentlich selbst tun könnten und müssten, ist nicht anderes, als sich Zuneigung und Anerkennung zu erkaufen. Der sichere Weg. Weil ihr unsicher seid, ob ihr überhaupt gemocht werdet, wenn ihr es nicht tut. Und davor habt ihr eine Heidenangst.
Ihr mögt euch selbst nicht genug, um "nein" zu sagen. Dabei ist das Blödsinn - von jedem, der hier in diesem Strang gepostet hat, lese ich so viele positive Eigenschaften, von denen ich mir wünschte, ihr könntet sie an euch auch sehen. Klugheit, Selbstironie, Warmherzigkeit, Witz und jede Menge Geist.

Wer euch nicht mag, weil ihr auch mal "nein" sagt, der ist eure Zuneigung und euer Kümmern auch auch nicht wert. Seid mutig, scheut keine Konfrontation und glaubt nicht, ihr müsstet euch für das "nein" sagen auch noch rechtfertigen.
.

Ansonsten, beiß zu.....

16.06.2014 07:51 • #20



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