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Hier ein Artikel den ich heute gefunden habe und der nicht nur meine Situation gut beschreibt sondern wohl die eines Großteils der Beschäftigten.

http://chaosmitsystem.blogspot.de/2013/ ... k.html?m=1

04.10.2016 21:16 • 19.01.2018 x 2 #1


29 Antworten ↓


Hotin
Für mich braucht es keine Artikel, um die Situation auf den deutschen Arbeitsmarkt zu beschreiben.

Nach meiner Meinung tragen Großunternehmen durch Gewinnmaximierung und Steuerbetrug wesentlich zu einer
Verschlechterung der Bedingungen bei.

Aber auch ein großer Teil der Arbeitnehmerschaft hilft durch fehlende Zivilcourage, fehlende politische Meinung,
fehlende Meinung überhaupt, Angst vor Arbeitsplatzverlust und Ja-Sagerei hierbei kräftig mit.

Wer verhält sich nun weniger sozial? Die Arbeitgeber? Oder die Arbeitnehmer?

Bitte nicht wieder mit der Politik anfangen. Politiker haben fast immer zu wenig Ahnung, meisten die Hosen voll,
und fast nie eine echte Einflussmöglichkeit.

07.10.2016 22:42 • x 5 #2



Arbeit macht krank

x 3


Tja, man hört ja immer immer wieder, mann solle heutzutage froh sein arbeiten zu dürfen.

08.10.2016 00:11 • #3


Wir werden alle nur belogen. Arbeit hat nichts mit Erfüllung und sinnstiftender Tätigkeit zu tun. Es ist schlicht und ergreifend ein Tausch von Arbeitsleistung gegen Geld. Siehe folgenden Artikel:

http://www.spiegel.de/karriere/volker-k ... 36254.html

20.10.2016 19:26 • #4


Zitat von Intimidator:
Wir werden alle nur belogen. Arbeit hat nichts mit Erfüllung und sinnstiftender Tätigkeit zu tun. Es ist schlicht und ergreifend ein Tausch von Arbeitsleistung gegen Geld. Siehe folgenden Artikel:

Hatte auch niemals andere Vorstellungen davon, was Arbeit ist oder sein soll. Es heißt doch auch "Arbeit" und nicht "Hobby". Der Zweck jeder Art von Arbeit ist eben das Geldverdienen. Sonst würde niemand arbeiten (gehen).

20.10.2016 19:51 • #5


Erzähl das mal bei Vorstellungsgesprächen. Hab ich sogar mal in der Art gesagt. Kam ganz schlecht an. Die erwarten, dass du für den Laden brennst, dich aufopferst, unbezahlt bis zum Umfallen Überstunden schufftest... Alles immer unter dem Deckmantel der Phrasen "unternehmerisch Denken" und "eine Herausforderung suchen". Herausfordernd ist z. B. beim Burgerbrater ja wohl höchstens, den öden monotonen, stressigen Tag zu überstehen.

20.10.2016 20:00 • #6


Bei Vorstellungsgesprächen muss man natürlich lügen, keine Frage. Und im Büro ebenfalls, gute Miene beim evtl. schlechten Spiel machen, sich verstellen, ein anderer Mensch sein. Das alles gehört zum Geschäft dazu wie das Leid zu der Liebe.

20.10.2016 20:32 • x 1 #7


@Maro

Na bei der Liebe kann aber wenigstens schneller das "Game over" einläuten, bei der Arbeit benötigt man erstmal guten Ersatz, schließlich will man ja nicht vom Regen in die Traufe stolpern...

20.10.2016 20:40 • x 1 #8


alfred
Zitat
Hatte auch niemals andere Vorstellungen davon, was Arbeit ist oder sein soll. Es heißt doch auch "Arbeit" und nicht "Hobby". Der Zweck jeder Art von Arbeit ist eben das Geldverdienen. Sonst würde niemand arbeiten (gehen).

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Hallo!
Man geht arbeiten um leben zu können.
Früher mußten die Menschen jagen .....dann auf dem Feld arbeiten ...um ihr tägliches Brot zu haben.
Arbeit kann aber auch Erfüllung sein...Spaß machen...mit netten Menschen zusammen.
Die falsche Arbeit und die falschen Kollegen können aber auch krank machen.
Man kann es nicht so einseitig sehen.
Natürlich ist es heute nicht mehr so einfach...
Aber wer wählt schon die richtige Partei oder geht überhaupt zur Wahl.
Es wird immer gemeckert aber in einer Demokratie kann man mit seiner Stimme vieleicht auch mal etwas verändern....
Es gab noch nie in Deutschland so viele faule Wahl-Bürger.
Wenn aber die Stromleitung oder die Asylunterkunft neben dem Villenviertel errichtet werden soll dann aber bekommt man es mit der
geballten kraft des Wutbürgers zu tun.
Ja so ist es halt..je höher die Bildung um so öffter gehen die Menschen zur Wahl.
Die aber denen es eh schon nicht so gut geht die verschenken ihre Stimme und dann wird gemeckert was das zeug hält.
Das nur mal so am Rande.
Mfg

20.10.2016 21:05 • x 5 #9


Zitat von alfred:
Arbeit kann aber auch Erfüllung sein...Spaß machen...mit netten Menschen zusammen.

Mir macht alles Spaß, was Kohle bringt. Gleiches gilt für die Arbeit. Geld ist Freude, Licht und Leben! Die simpelste aller Wahrheiten.

20.10.2016 21:26 • #10


Entwickler
Ich habe (leider) den kollektiven Wahnsinn zum privaten Erfolgsmodell umgebogen: Ich springe überall da kurzfristig ein, wo Mitarbeiter ausgebrannt sind, was immer öfter vorkommt, und lasse mir das gut bezahlen. Quasi ein Notarzt für verunglückte kaufmännische Abteilungen. Da deren Arbeitsplätze aber nicht umgestellt werden, sondern genauso stressbelastet bleiben, rationalisiere ich soweit es geht, ein paar Abläufe, und wenn es schlimmer wird, hinterlasse ich noch mehr verbrannte Erde. Man muss die asozialen Arbeitgeber mit ihren eigenen Waffen schlagen.

20.10.2016 21:28 • #11


Hotin
@ Maro

Zitat:
Mir macht alles Spaß, was Kohle bringt. Gleiches gilt für die Arbeit. Geld ist Freude, Licht und Leben!
Die simpelste aller Wahrheiten.


Ist es tatsächlich die simpelste aller Wahrheiten? Garantiert nicht.
Der kleine Fehler an der Betrachtung ist, das es keine Wahrheit ist und direkt
in eine Angststörung hineinführt.

Bernhard

20.10.2016 21:46 • x 2 #12


DanPanic
Ich kann mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, Geld alleine mache glücklich und sei die Quintessenz des Lebens.

Klar verschafft Geld Freiheit, aber viel Geld bringt unbedingter Weise auch wieder neue Probleme mit sich. So eine einfache Antwort zu dem Thema wird es wohl nie geben...

20.10.2016 22:00 • x 2 #13


alfred
Geld macht bestimmt nicht glücklich.
Wenn ich mir alles kaufen könnte..keine Wünsche mehr hätte ..eine gruselige vorstellung.
Nach einiger zeit ist der Ferrari auch nur noch ein Auto.
Ich halte es mit dem Fischer von Heinrich Blöll...... schmunzel

Viel Spaß beim lesen.



http://www.aloj.us.es/webdeutsch/s_3/tr ... _trans.pdf



Grüße Alf

21.10.2016 08:28 • #14


Luna70
Zitat von alfred:
Viel Spaß beim lesen


Hatte ich, vielen Dank dafür.

21.10.2016 09:23 • #15


Es gibt zwei Wege, um glücklich zu sein: man verringert seine Wünsche oder man vergrößert seine Mittel. Wenn du weise bist, wirst du beides gleichzeitig tun.
(Benjamin Franklin)

21.10.2016 20:03 • #16


Im Leitartikel (Editorial) des Javamagazin 9.2016 steht u. a. "Wer Teams Entscheidungsfreiheit verspricht und ihnen dann doch alles vorschreibt, hat schon verloren." Dort wird propagiert, loszulassen und Freihet zuzulasssen. In Jobs mit komplexen Aufgaben bringe führe das dazu, dass die Mitarbeiter motiviert sind, bessere Arbeit machen und es keinen Dienst nach Vorschrift mehr gibt. Wie auch, wenn es keine/kaum Vorschriften gibt. Warum kommt diese Einsicht einfach nur nicht bei den Unternehmen und Vorgesetzten an?

24.10.2016 19:32 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Entwickler
Zitat von Intimidator:
Warum kommt diese Einsicht einfach nur nicht bei den Unternehmen und Vorgesetzten an?

In dem Buch "Bin ich denn hier der Depp?" wird hervorragend herausgearbeitet, warum Unternehmen heute (und vielleicht schon länger nicht mehr) kein Interesse daran haben, langjährige Mitarbeiter zu haben. Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Hauptgründe sind Verhinderung der Aneignung von Macht u.a. durch "Expertenwissen" (jemand will sich unentbehrlich machen), steigendes Gehalt mit jedem Jahr und steigende Abfindungsansprüche.

Ich arbeite gerade in einem Projekt in einem Unternehmen, wo in der Produktion 75% der operativen Kräfte Zeitarbeitnehmer sind. Denen wird zwar immer die Wurst vor die Nase gehalten, aber übernommen werden nur um die 10% im Jahr. Denn wenn es mehr wären, würde sich die Praxis rumsprechen, und eine Revolte starten. Die Mitarbeiter taten ihren Unmut schon dadurch kund, dass bei der Sommerfeier nur 1/4 der eingeladenen Leute kamen. Das war selbst dem Geschäftsführer unangenehm.

Als Zeitarbeit noch nicht so populär war wie heute, haben Unternehmen Vertriebsmitarbeiter gerne damit gelockt, was sie für hohe Provisionen kriegen können. Dabei wurden ihre Ziele so hoch gesteckt, dass es de facto unmöglich war, diese zu erreichen. Ich habe so viel Dreck gesehen, dass ich nicht mehr daran erinnert werden darf. Und das schlimmste jeweils ist: Die Damen in der Personalabteilung sahen die Willkür nicht. Für sie waren es alle Luschen, die nichts taugten. Wer da Fragen stellt, gilt ganz schnell als Nestbeschmutzer.

24.10.2016 20:36 • #18


In der zeitschrift steht was über die bei uns angwandte agile methodik scrum, was voll und ganz meine meinung trifft und ich auch im mitarbeitergespräch geäußert habe.

Dort steht "stellen sie sich vor jeder würde sich um alles kümmern - oder in alles einmischen - und nichts besonders gut machen"

25.10.2016 12:53 • #19


Hab mal was zum Lachen zum Thema gefunden. Die 10 "besten" (schaurigsten) Arbeitgeberbewertungen, passend zu Halloween:

http://news.kununu.com/10-bewertungen-m ... g_10249768

Z.B.
"Das Gespenst der Umstrukturierung verunsichert die Mitarbeiter"
"Wenn du einen Fehler machtst dann gibts Saueres"
"Wer hier arbeitet kann in der Hölle Urlaub machen"

27.10.2016 20:42 • #20



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