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Piper22
Guten Morgen zusammen

Ich muss euch mal was fragen, seit einem Monat bin ich in einem seelischen Tief. Angefangen hat es wahrscheinlich schon in den Sommerferien. Ich war sehr müde und konnte die Ferien nicht so geniessen wie letztes Jahr. Dann aus den Ferien zuück, ging ich arbeiten. Ich arbeite an einer Schule als Schulasisstentin seit bald 4 Jahren und es hat mir immer gefallen, klar gibt es auch Tage an denen man nicht so gerne arbeiten geht, aber ich war sonst immer richtig zufrieden. Jedes Jahr wird man in neue Klassen eingeteillt und ich war neu in der Oberstufe. Es war für mich eher langweillig und ich fühlte mich nicht so wohl weill ich lieber in der Mittelstufe gewesen wäre. Keine Ahnung ob da schon ein Anzeichen der Depressiven Episode da war. Es war ja für mich nichts neues in der Oberstufe zu sein nur finde ich es schöner in der Mittelstufe. Nach 1 Woche dann der totale Zusammenbruch. Es ging nichts mehr. Ich musste das ganze Wochenende weinen und ich fühlte mich als Versager, die Freude an Dingen die mir gefiehlen waren schon in den Ferien nicht mehr wirklich da nur gab ich dem nicht eine zu grosse Bedeutung. Letztes Schuljahr gab es stress mit einem Kollegen das war eher mühsam und die Stimmung war deswegen nicht gerade gut. Das hat sich jetzt aber erledigt er ist nicht mehr bei uns im Team. Dann verstarb meine Grossmutter die mir sehr am Herzen lag, aber auch da konnte ich nicht richtig trauern.
Meine Chefin war sehr verständnisvoll und lies mich krankschreiben und ich darf wieder in meine alte Klasse zurück. Ich hab in diesen 3 Wochen mein Eisen mit einer Infusion aufgefüllt, und Vitamin D3 hochdosiert genommen, es war beides im Keller. Medikamente wollte ich noch nicht erhöhen. Zu Hause mache ich was ich kann aber halt ohne Freude, es macht mir nichts mehr Spass, weine viel. Meisten gehts am Abend besser, dann kann ich manchmal auch über was lachen aber das wars auch schon. Die Lebensfreude ist weg.

Am Montag probierte ich es mit der Arbeit. Es ging am Anfang gut ich fühlte mich zwar ein wenig unsicher und eher ängsltich aber ich dachte egal du machst das jetzt. In der Pause musste ich dann die ganze Zeit weinen und dachte mir ich halte das so nicht aus die ganze Woche.

Jetzt die Frage: Ist es die depressive Episode die mich glauben lässt das ich in diesem Job nicht mehr arbeiten kann, oder ist es die Arbeit die mich depressiv gemacht hat? Ich hab auch totale Angst das ich nicht mehr voll Arbeiten kann. Diese Gedanken machen micht wahnsinnig. Wisst ihr was ich meine? Ich habe keine Antwort was denn nun das Problem ist.

Ich hatte schon auch manchmal das ich dachte: Jeden Tag aufstehen, arbeiten, nach Hause kommen, essen, tv schauen und dann alles wieder von vorne und das jeden Tag.
Aber eben wie gesagt ich kam immer zufrieden nach Hause nach dem arbeiten.
Zu Hause geht es mir aber auch nicht besser.

Ich hab jetzt mit dem Hausarzt gesprochen und er hat mir empfohlen das Fluoxetin auf 40mg heraufzusetzten. Das hab ich heute auch. In 2 Wochen kann ich in eine Hypnosetheraphie.

Was meint ihr, ist die Depression wegen der Arbeit gekommen oder kann ich momentan die arbeit nich machen aufgrund meiner Depression?
Danke für eure Antworten.

13.09.2022 09:55 • 13.09.2022 #1


13 Antworten ↓


TheViper
@Piper22 Ich denke momentan, musst du dich konzentrieren auf deine gesund bzw psyche. Den wenn die psyche nicht mit spielt, kann man selten perfekte Arbeit hinlegen. Du scheinst enrom unterdruck zustehen, das muss raus bei dir. Du hattest glaube ich garnicht die Zeit alles wirklich zuverarbeiten und scheinst damit halt deswegen restlos überfordert zusein. Ich denke schon das die Arbeit dir spass macht. Nur das es sich nicht so anfühlt.

13.09.2022 10:04 • x 1 #2



Depression / Arbeit

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Piper22
@TheViper Das Problem ist, weil dieser Zusammenbruch eben genau dann passiert ist als ich wieder arbeiten ging, denke ich mir immer, es kann nur der Job sein, weisst du was ich meine?
Und ich habe da ein solch wunderbares Team! Nur im Moment stresst es mich wenn ich wüsste ich müsste morgen wieder Arbeiten gehen, und dann kommen wieder diese Ängste und Gedanken wie: Es kann nur am job liegen, oder vielleicht bin ich zu Faul um zu arbeiten usw... das ist echt mehr als sch.!

13.09.2022 10:22 • #3


TheViper
@Piper22 Ich verstehe was du meinst, ich denke einfach das du wiegesagt so unterdruck stehst, das man dir nicht anmerkt auf der arbeit das es dir eigendlich sehr schlecht geht. Und das deswegen du auf der arbeit so reagierst. Ich gehe nicht davon aus das dass mit der Arbeit zutun hat generell, den du beschreibst es mit tollen Worten, tolles Team die Arbeit hat immer spass gemacht usw.

13.09.2022 10:25 • x 1 #4


Piper22
Wie lange dauert es bis man die erhöhung der Medis merkt? Ich musste bis jetzt noch nie erhöhen, ich nahm seit Jahren immer 20mg Fluoxetin. Seit heute 40mg. (Nebenwirkungen habe ich bis jetzt keine).

13.09.2022 10:29 • #5


TheViper
@Piper22 das geht nicht von jetzt auf gleich. Jeder Körper reagiert anders darauf. Kann ein paartage dauern bis du was merkst

13.09.2022 10:38 • x 1 #6


Piper22
@TheViper weisst du, ich habe echt angst davor das ich es nicht mehr fähig bin diesen job zu machen.

13.09.2022 11:17 • #7


TheViper
@Piper22 du darfst dich selber nicht so unterdruck setzen. Ich kann mir vorstellen, dass du da große Angst hast. Aber ich denke schon, das wenn deine anderen Probleme besser werden, fühlst du dich natürlich dann auch besser. Und dann kommt die Freude auch wieder zurück und die Kraft

13.09.2022 11:20 • x 1 #8


Icefalki
Du laverierst an einer Depri rum. Man kann aber auch ne Depri bekommen, wenn dem Körper Vitalstoffe fehlen. Hätte ich das nicht selbst erlebt, würde ich es als naja, könnte sein, und trotzdem nichts dagegen tun.

Und ja , alles hängt mit allem zusammen, deswegen lass mal Vitamin B, Folsäure und Vitamin D bestimmen. Ich hatte überall Mangel und gleiche ihn jetzt aus. Biomada ist eine sehr gute Adresse, wenn du dich schlau machen möchtest und hat natürlich auch gute Produkte. Haben aber andere Firmen auch, achte auf gute Bioverfügbarkeit.

Und nun zum Thema Job: in der Regel ist der Job selbst nicht schuld, wenn, dann sind das Kollegen, Chefs oder man ist über- oder unterfordert. Hier sollte man sich alles gut überlegen, was wirklich Sache ist. Und mit den Überlegungen kommst du dann der tatsächlichen Problematik auch eher auf die Spur.

Dieser ganze Mist bei uns hat unheimlich viel mit Überforderung zu tun, manchmal noch nicht mal von außen, sondern wir meinen, dass wir weit über unsere Grenzen gehen müssen, bzw. unsere Grenzen gar nicht kennen.

Nicht verzweifeln, sondern tätig werden. Das hilft.

Angst reduziert sich deutlich, wenn du weißt, was dich belastet. Wirklich belastet.

13.09.2022 11:52 • x 1 #9


Piper22
@Icefalki Das mit den Vitalstoffen kenne ich. Ich habe Eisen, Vitamin D, die Schilddrühse und B12 testen lassen. Eisen und vitamin D waren völlig im keller. Habe dann eine eiseninfusion bekommen und vitamin D3 bei robert franz bestellt. hab dann ausgerechnet wie viel ich täglich einnehmen muss um meinen Spiegel auf 70ng/ml zu steigen. Dazu nehme ich noch B-Vitamine Komlex, omega 3, k2, magnesium und zink.

Ich weiss leider eben nicht von wo es kommt, wenn es wirklich von der arbeit her wäre, dann wäre es vielleicht schon nach einem 1 Jahr so geworden und nicht erst im 4ten Jahr.....

13.09.2022 12:48 • x 1 #10


Icefalki
Zitat von Piper22:
wirklich von der arbeit her


In einer Depri ist es grauslich, wenn man funktionieren soll. Und auf Arbeit muss man das. Deshalb kann durchaus sein, dass man sich wegen der Arbeit überfordert fühlt, tatsächlich ist man das aber insgesamt. Dementsprechend liegt es nicht an der Arbeit an sich, sondern daran, dass man auf Arbeit zu funktionieren hat. Zuhause muss man das nicht unbedingt.

Und mal im Ernst, wenn das Eisen und Vitamin D dermassen niedrig ist, geht es dir auch deswegen so mies. Ich persönlich weiss jetzt nicht, wie lange es braucht, bis die Speicher wieder voll sind.

Und das AD muss ja auch noch wirken. Ich selbst ertrage dieses Deprigefühl auch viel schlechter als zu Beginn. Man hat die Schnauze so voll von den Symtomen und jeder Rückschlag fühlt sich noch schlimmer an, als der vorherige.

Wenn ich einigermaßen wieder klar denken kann, dann versuche ich, diese Krankheit anzunehmen, es als Schub zu betrachten, der immer mal wieder erfolgt und bisher auch wieder vorbeigegangen ist. Aber grausig ist das immer.

13.09.2022 16:53 • x 2 #11


Ronald47
Wirken bei dir Antidepressiva?

13.09.2022 16:58 • #12


Piper22
@Ronald47 fluoxetin 20mg hat jetzt 15 jahre gewirkt nun ist der spiegel aber bei 0.4 unten. deswegen nehme ich jetzt 40mg. Da muss ich aber noch abwarten bis die wirken....

13.09.2022 17:52 • x 1 #13


Piper22
@Icefalki Betreffend vitaminen. ich habe jetzt noch das spurenelement selen testen lassen und 26 verschiedene aminosäuren... mal sehen was dabei raus kommt.

13.09.2022 17:53 • x 1 #14



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser