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Ob es der richtige Ort für dieses Thema ist, weiß ich nicht.....
Seit meiner frühesten Kindheit leide ich unter Ängsten. Seit nun ca. 30 Jahren lebe ich mit dieser Angststörung. Bin heute anfang 40. Natürlich gesellten sich in den letzten Jahren auch mal Depressionen dazu. Um aber zu meinem Thema zu kommen....
Seit ich denken kann habe ich "Probleme" mit dem Essen. Auf die unstillbahre Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit bzw. Sicherheit reagiere ich bis heute mit ständigem Essen.
Dank mehrer Therapien weiß ich , worum es bei mir geht, aber diese "Essstörung" bekomme ich nicht in den Griff. Ja natürlich habe ich "eigentlich" gelernt mich selbst zu lieben und auf mich zu achten. Aber es hapert mit der Umsetzung.
Ich bin eine alleinerziehende Mutter und gehe arbeiten. Freunde sind nach einer Trennung auf der Strecke geblieben und die Familie ist total überfordert mit mir.
Manchmal bin ich richtig wütend oder enttäuscht von mir, das ich so Disziplinlos bin und so oft regelrecht gelähmt da sitze.
Hat hier vieleicht jemand ein ähnliches Problem oder ein paar Ratschläge?
Allerleirauh

01.08.2011 22:11 • 22.08.2011 #1


26 Antworten ↓


Christina
Zitat von Allerleirauh:
Manchmal bin ich richtig wütend oder enttäuscht von mir, das ich so Disziplinlos bin und so oft regelrecht gelähmt da sitze.
Essstörungen und Depressionen haben doch nichts mit Disziplin(losigkeit) zu tun. Wenn du dich dieser "Selbstkritik" (besser: Selbstabwertung) hingibst, hapert es noch gewaltig mit der Selbstfürsorge. Es fehlt anscheinend etwas in deinem Leben und du gleichst die Lücke mit Essen aus. Du würdest es anders machen, wenn du es anders könntest. Besser wäre es, die Lücke zu schließen, als nur am Füllmaterial herumzudoktern. Hast du denn keine Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, um dann Freundschaften aufzubauen? Isolation tut schließlich kaum jemandem gut.

Liebe Grüße
Christina

01.08.2011 22:26 • #2



Essen als Ersatz.?

x 3


Hallo Christina
Gebe zu, das mit der Selbstfürsorge klappt wirklich nicht sehr gut. Nur selten gelingt es mir mich um mich selbst zu kümmern. Dann lese ich gerne oder höre eine meiner Meditations CD`s. Und ganz selten mal male ich auch.
Ja diese Lücke zu schließen fällt mir unglaublich schwer. Dabei bin ich ein sehr geselliger Mensch, der immer einen großen Bekanntenkreis hatte und auch ein Paar Freunde gab es immer.
Kenne mich kaum wieder..... Hatte nie Probleme damit auf Menschen zu zu gehen.
Heute lebe ich mitlerweile ziehmlich zurückgezogen und habe große Bedenken noch zu vertrauen.
Ich verurteile meine Krankheit nicht. Im Gegenteil... Diese Probleme habe ich aus sehr guten Gründen und die Ängste und Depressionen gehören zu mir. Sie sind ein Teil von mir und machen mich auch ein wenig aus.
Es besser zu können..... das möchte ich schaffen....
liebe Grüße Allerleirauh

01.08.2011 22:39 • #3


.... habe sehr lange über die "Selbstabwertung" bzw. die Selbstkritik nachgedacht.
Oh je........ was dabei raus gekommen ist.....
Mein leben lang habe ich gehört, das ich nicht genüge, so nicht richtig bin. Nur wenn ich immer parat stand und für jeden hilfsbereit in den Startlöchern stand... war es richtig.
Ist wohl kein Wunder, wenn diese lebenslangen Eindrücke heute für mich maßgeblich sind.
Anderen Menschen diese "Fürsorge" entgegen zu bringen ist für mich einfach normal.
Aber ... und jetzt schäme ich mich gerade sehr.... bin das wirklich ich oder ist es nur eine "antrainierte" Gabe mich so um meine Mitmenschen zu kümmern.
Und warum habe ich solche Schwierigkeiten mir nicht selbst diese Fürsorge zu geben.
Oder, und das ist auch kein sehr angenehmer Gedanke, gebe ich das nur anderen Menschen, damit ich dadurch etwas zurück bekomme....? Also aus Berechnung.....?
Kann man wirklich so "von der Rolle" sein, nur weil man sich nach Liebe,Geborgenheit usw. sehnt?
Dieses exessive Essen einfach austauschen oder ersetzen....?
Früher hat man immer zu mir gesagt.... du brauchst jemanden, der dir ständig in den A.... tritt. Das mag im übertragenen Sinne stimmen, nur hat dieser Satz mich bis heute zutiefst verletzt.
Denn niemand hat gesagt... heute helf ich mal dir, denn du brauchst es auch. Ist die gleiche Aussage, klingt aber wesentlich besser.

Bitte entschuldigt diese "wirren" Gedanken. Versuche nur gerade aus diesem Ersatzessen auszubrechen.

02.08.2011 12:13 • #4


...... wirklich gut !!
Habe gerade hier im Forum einen Satz gelesen, der mir in meiner Hinsicht richtig gut gefällt!

Meistens ist man dann gescheitert, wenn man nicht so ist, wie andere einen haben wollen!
Dann haben die Anderen eben Pech gehabt! .....


Sicher wurde der in einem anderen Zusammenhang gepostet, Aber mir gefällt er eben richtig gut!
Ein neuer Gedanke für mein Problem....

02.08.2011 16:12 • #5


Gestern Abend war es wieder nicht so klasse....
Habe zwar mit meiner Tochter noch einen kurzen Spaziergang durch die Stadt gemacht, aber nur wenige Stunden danach ging es wieder los.
Ich fühlte mich mies und fing an zu essen. Eine Packung Schokokekse mußte dran glauben. Ok ich trinke nur Literweise Wasser und eine Tasse Kaffee am Tag aber dieses Essen und auch die ständige Suche danach ist ätzend. Irgendwann bin ich dann wie so oft frustriert zu Bett gegangen und natürlich steht man dann auch so auf......
Habe festgestellt, das es fast immer gleich beginnt. Erst das Gefühl wie gelähmt da zu sitzen und dann geht die Tigerei in der Küche los.
Auch meine Versuche bei meiner "alten" Freundin anzurufen schlugen fehl. Nöööö keine Zeit und auch keine lust...
Und die Familie..... ne, tut uns leid aber heute bitte nicht auf unserer Terasse....
Ich hasse es, wenn dann bei mir das Gefühl aufkommt, regelrecht zu betteln. Das ist "nur" mein Gefühl, aber es schleicht sich immer wieder ein.
Und jetzt ein richtig, voller Selbsmitleid, triefender Satz, der mich auch immer wieder einholt:
Warum ruft eigentlich hier niemand an und sagt, er oder sie hätte gerade an uns gedacht ....
Och menno... das wird ein wieder ein Tag, der mich vordert.
Wie geht ihr mit solchen Gedanken um?
liebe Grüße Allerleirauh

03.08.2011 10:35 • #6


Christina
Zitat von Allerleirauh:
Ich fühlte mich mies und fing an zu essen. Eine Packung Schokokekse mußte dran glauben. Ok ich trinke nur Literweise Wasser und eine Tasse Kaffee am Tag aber dieses Essen und auch die ständige Suche danach ist ätzend. Irgendwann bin ich dann wie so oft frustriert zu Bett gegangen und natürlich steht man dann auch so auf......
Sag mal, isst du überhaupt exzessiv? Oder hungerst du tagsüber und kannst abends nicht mehr? Da wäre es nämlich egal, was psychisch abgeht, da meldet sich ganz einfach der Körper mit seinen grundlegenden Bedürfnissen. Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Und 'ne Packung Schokokekse ist m.E. nicht exzessiv. Ein Schritt in Richtung Selbstfürsorge wären z.B. regelmäßige und ausreichende Hauptmahlzeiten - und zwar bestehend aus Nahrungsmitteln, die dir schmecken und auf die du Lust hast. Mengenmäßig so, dass du auf jeden Fall satt wirst und ein paar Stunden satt bleibst. Oder ginge das essstörungsbedingt nicht?

Zitat von Allerleirauh:
Und jetzt ein richtig, voller Selbsmitleid, triefender Satz, der mich auch immer wieder einholt:
Warum ruft eigentlich hier niemand an und sagt, er oder sie hätte gerade an uns gedacht ....
Och menno... das wird ein wieder ein Tag, der mich vordert.
Wie geht ihr mit solchen Gedanken um?
Hm, ich rufe eigentlich nie jemanden an, weil ich gerade an denjenigen gedacht habe, sondern weil ich was (wissen oder erzählen) will oder von demjenigen länger nichts gehört habe... Und ruft wirklich keiner an, niemals? Zu wie vielen Personen hast du näheren Kontakt, wie viele Anrufe (oder Kontaktaufnahmen) sind daher realistischerweise zu erwarten? Die Zurückhaltung der anderen ist außerdem i.d.R. nicht böse gemeint, sondern hat auch damit zu tun, dass die u.U. selbst einiges um die Ohren haben (und sich vielleicht nicht mal trauen, das zu erwähnen).

Liebe Grüße
Christina

03.08.2011 14:06 • #7


Nein ich hungere nicht den ganzen Tag. Im Gegenteil, die Gedanken drehen sich den ganzen Tag um das Essen. Eigentlich esse ich neben den Hauptmalzeiten ständig. Und dann ist so eine Packung Schokokekse nur ein Teil des ganzen Tages. Ich koche leidenschaftlich gerne. Machnmal auch mit den Kindern zusammen.
Exessiv betrachte ich es, wenn ich gerade eine Tafel Schokolade gegessen habe und dann schon wieder losrenne und das Nächste suche.Und wenn ich nicht gerade Wasser trinke dann rauche ich oder schnappe mir die nächste Portion.Das findet immer statt, wenn ich eben wie gelähmt da sitze und mich nicht "aufraffen" kann in Aktion zu gehen.
Ein Therapeut hat mal was von oraler Befriedigung gesagt....
Hab es viele Jahre mit ständigem Kaugummi kauen ausprobiert. Habe dabei aber schon mal meine Kronen verloren und mußte mich in Zahnärztliche Behandlung begeben. Bei dieser Behandlung unter Vollnarkose vor 2 Jahren habe ich leider ein neues Trauma erlitten.
Für meine Essstörung wäre es sicher sehr gut einen normalen Umgang mit Nahrungsmitteln zu lernen.
Leider klingelt hier nur das Telefon, wenn es für die Kinder ist (Ihr Vater,Freunde,Großeltern usw.) Für mich klingelt es, wenn meine Mutter etwas von mir möchte oder sie sonst irgendwie Hilfe braucht. OK es klingt vermessen zu schreiben... warum denkt nicht gerade mal jemand an mich.
Ich habe eine Schwägerin, die ab und an anruft. Dann fragen wir uns gegenseitig wie es uns geht und sprechen über unsere Familien. Sie weiß, wie alle anderen auch von meiner Angststörung und sagt aber offen, das sie es nicht verstehen kann.

Ich stelle gerade fest, das es sich alles wie gejammer anhört, was ich so schreibe.
.... Keiner versteht mich oder ist für mich da....
Bitte entschuldige diese Litanei. Scheint so, als ob ich gerade mal wieder im Selbstmitleid versinke.
Es ist zum Ko...... ! Ich schaffe es einfach nicht mir das zu geben, was ich mir von anderen so wünsche.
Und in solchen Momenten geht das Essen wieder los.....

Du hast gefragt, zu wievielen Personen ich Kontakt habe....
Näheren Kontakt habe ich zu meinen Kindern. Ich habe eine Mutter, einen Stiefvater, einen Bruder, einen Stiefbruder und meine Schwägerin. Eine Arbeitskollegin und eine "ehemalige" Freundin.
Eine Telefonfreundschaft gab es auch. Nur leider habe ich mich daraus erstmal zurückgezogen. Ich kann dieser Freundschaft nicht gerecht werden .

Deine Antwort bringt gerade so vieles in Gang.... Danke dafür!

liebe Grüße Allerleirauh

... wie kommt es, das du hier mit Rat und Tat so vielen zur Seite stehst? Und wie geht es dir?

03.08.2011 15:02 • #8


Hallo,

Wenn du so sehr unter dem Ersatzessen leidest (es scheint ja wirklich eine Ersatzbefriedigung zu sein die du fast zwanghaft ausführst) wie wäre es dann dir eine professionelle Hilfe zu holen? Das könnte eine Ernährungsberaterin sein, könnte aber auch einfach sowas wie Weight Watchers werden. Mein Onkel war jahrelang unzufrieden mit seinem Job und hat auch aus Frust Ersatz-Gegessen. Er wurde immer dicker und wog irgendwann 130kg. Erstens litt sein Selbstbewusstsein immer mehr, Zweitens auch die Gesundheit. Wer so viel Ballast mit sich rum schleppt wird auch immer träger und unbeweglicher, bei vielen Ausflügen mit uns konnte er überhaupt nicht mehr mit den Anderen mithalten. Ist ein ewiger Teufelskreis. Ihm hat dieses Gemeinschaftsgefühl bei den Weight Watchern sehr geholfen. Da musste er sich wöchentlich aufraffen und hingehen, dann hat er dort auch Bekanntschaften getroffen und Freunde gefunden. Ihm tat das sehr gut, und inzwischen hat er die 100Kilo schon geknackt Inzwischen hat er auch seinen alten Job gekündigt. Man lernt bei den WW z.B. auch leichte Rezepte zuzubereiten, wär vielleicht für dich interessant wenn du sowieso schon gerne kochst. Dann kannst du kochen, aber gesund.

Ich hab übrigens selber nachdem mein Vater gestorben war 15 Kilo zugenommen, auch weil ich versucht hab den seelischen Frust und Stress durch Essen zu betäuben. Im ersten Moment hilft das Essen aber dann kommt das schlechte Gewissen, irgendwann konnte ich mich selbst nicht mehr leiden. Ich hab zusammen mit ner Freundin abgenommen, ich finde im Alleinkampf schafft man das kaum. Man braucht immer Verbündete die einen Aufbauen oder auch mal Anmeckern wenn man sich gehen lässt

Im Fitness-Studio gibt's auch Coaches die stellen je nach Belastbarkeit und Ausdauer ein Training zusammen. Am Anfang ganz klein anfangen, dann langsam steigern. Auch dort ist man nicht allein sondern unter Anderen und lernt Leute kennen denen es Ähnlich ergeht. Für mich ist das aber nichts, ich mach Sport lieber allein und nur für mich. Deswegen hab ich mit auf youtube Cardio-Workpouts rausgesucht und in meiner Favoriten-Liste gespeichert, und wenn ich mal Lust hab mich Auszupowern dann lass ich so ein Video laufen und zieh das durch. Das tut mir dann richtig gut. Vielleicht wär das ne Lösung für dich, es gibt auch Fatburner-Workouts wo man z.B. gar keine Geräte oder Utensilien braucht. Ich kenne auch eine Hausfrau der macht Sport und Workout gar keinen Spaß, die hat sich einfach Gewichte für Handgelenke und Fußgelenke gekauft und wenn sie Hausputz macht macht sie den mit den Gewichten an Armen und Beinen. Das klingt vielleicht komisch, aber durch das Mehrgewicht kommt man ordentlich ins Schwitzen dabei und verbrennt dann Kalorien bei einer Tätigkeit die man sowieso ausführen muss. Gar nicht dumm.

Inzwischen hab ich (bin ja jetzt meine Frust-Kilos los) ein Bild von mir mit fast 80 Kilo an die Kühlschranktür gehängt, quasi als Abschreckung falls ich doch mal bedenkenlos was in mich rein stopfen will. Ich wieg mich jede Woche und trag das in eine Tabelle ein. So entsteht ein Graph wo ich genau sehe ob ich mein Gewicht halte, zunehme, oder abnehme. Sobald ich nicht mehr kontrolliere fang ich nämlich auch wieder mit bedenkenlosem Essen an, das ist leider so. (Und durch hormonelle Verhütung setzt das dann leider auch sofort an.)

Freilich soll sich Jeder selbst lieben lernen, das ist wichtig. Ich bin auch gegen dieses Bild von Hungermodelfrauen das uns die Gesellschaft suggerieren will. Fakt ist aber auch dass Übergewicht und Trägheit sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Und man soll sich im eignen Körper wohl fühlen.
Ich denke wenn du etwas verändern willst gibt es zahlreiche Möglichkeiten einen ersten Schritt zu tun. Du bist nicht, es gibt viele Anlaufstellen wo du Hilfe bekommst. Und es ist möglich etwas zu verändern wenn man mit sich selbst unzufrieden ist.
Ich hoffe ich konnte dir etwas Mut machen.

Liebe Grüße,
Bianca

04.08.2011 10:04 • #9


Hallo Bianca,
vielen Dank für deine lieben Tipps und Gedanken.
Professionelle Hilfe hatte ich im letzten Jahr ..... Durch einen totalen Zusammenbruch war ich 8 Wochen in einer Tagesklinik. Dort gab es auch eine Ernährungsberaterin.
Da ich selbst beruflich aus dem medizinischen Bereich komme, war ihr Gesprächsstoff über die richtigen Lebensmittel schnell erschöpft. Sie schickte mich wieder auf die Station, mit den Worten, das ich zwar unbedingt in die Bewegung kommen müßte aber ohne die Aufarbeitung meiner Traumata keine Besserung zu erwarten wäre. Hey, ich hab sie gefragt, ob sie mittags mit mir laufen würde, dann könnten wir weiter an der Ernährung "arbeiten". Sie lehnte ab und sagte, das sie mir über die "Wertigkeit" der Nahrungsmittel nichts mehr beibringen könnte. ...........
Zu deinen Tipps mit den WW oder einem Fitnessstudio kann ich nur sagen, das diese Dinge sehr teuer sind. Ich bin Alleinverdienend und wir leben an der unteren Grenze zum Harz 4. Aber voller Stolz eben selbst verdient und nicht abhängig vom Staat. Deinen Tipp mit Workout Clips aus dem Internet finde ich interessant. Da sieht mir wenigstens niemand zu , wenn ich meine "Massen" ins Schaukeln bringe.

Ich esse, weil ich die Leere in mir nicht ausfüllen kann. Mein Leben lang bekam ich so etwas "Ähnliches" wie Zuneigung, wenn ich den sogenannten Anforderungen der Menschen entsprach. Und wenn ich dann Hilfe brauchte, war da nichts mehr.......

Zur zeit versuche ich einen neuen ambulanten Therapieplatz zu finden.......
Ich schaffe es einfach nicht mehr nähere Kontakte zu anderen Menschen aufzubauen.
Nein ich sitze nicht den ganzen Tag im dunklen Kämmerlein. Ich gehe arbeiten,einkaufen,treffe dabei auf Menschen und zeige ihnen immer ein fröhliches Gesicht.
Plaudere ein wenig oder biete meine Hilfe an. Wenn ich zu meiner Familie fahre, zeige ich auch ihnen ein fröhliches Gesicht und plaudere mit ihnen. Höre mir ihre Geschichten und Kummer an, rede mit ihnen darüber und fahre wieder zurück in unsere Wohnung. Von mir erzähl ich nichts mehr. In ihre leeren Augen zu sehen und den Satz zu hören.... Du bist auch selber schuld oder du stellst dich immer so an..... ertrag ich nicht mehr.

Deine Antwort hat mir Mut gemacht Bianca. Allein die Tatsache, das du dir die Mühe gemacht hast alles zu lesen und mir so ausführlich zu antworten, tut gut!
In ca 10 Wochen werden wir umziehen. Von der Stadt wieder aufs Land. Dort wohnt mein Stiefbruder und seine Familie in der Nähe und ich hoffe dort wieder etwas mehr Anschluß zu bekommen. Dort gibt es die Landfrauen..... die veranstalten viele Ausflüge und Informationsabende. Die Gebühren sind nicht so hoch. Vieleicht kann ich mir da ab und an mal einen Ausflug gönnen.

Ach übrigends.... seit Beginn meiner Essstörung ( begann im Teenageralter) belaste ich meinen Körper mit ca 35Kilo Übergewicht. Letzte Woche wurde mal wieder Blut abgenommmen und auch ein EKG gemacht. Aller Werte sind in Ordnung und mein Herz arbeitet zuverläßlich.

Mein erster Schritt war hier darüber zu schreiben. Das bringt schon ne Menge in Gang.
Würde mich freuen, wenn ich mich her mit euch weiter darüber austauschen könnte.

liebe Grüße Allerleirauh

04.08.2011 11:12 • #10


Christina
Zitat von Allerleirauh:
Exessiv betrachte ich es, wenn ich gerade eine Tafel Schokolade gegessen habe und dann schon wieder losrenne und das Nächste suche.Und wenn ich nicht gerade Wasser trinke dann rauche ich oder schnappe mir die nächste Portion.Das findet immer statt, wenn ich eben wie gelähmt da sitze und mich nicht "aufraffen" kann in Aktion zu gehen.
Ein Therapeut hat mal was von oraler Befriedigung gesagt....
...
Für meine Essstörung wäre es sicher sehr gut einen normalen Umgang mit Nahrungsmitteln zu lernen.
Okay, finde ich zwar immer noch nicht exzessiv (darunter würde ich z.B. Binge-Eating-Fressanfälle verstehen), aber es ist offensichtlich nicht "gesund"... Hast du das mit Ernährungsprotokollen (was, wann, wie viel, Gefühl vor dem Essen, Gefühl danach) schon durch?

Ich halte es für kontraproduktiv, deiner Essstörung mit irgendwelchen Restriktions- und Kontrollversuchen zu begegnen. Von mir kenne ich es - ohne Essstörung, aber auch mit reichlich Übergewicht - so, dass meine Gedanken bei kontrollierter und erst recht bei restriktiver Ernährung quasi nur noch darum kreisen, was ich als nächstes esse. Wenn das Essen dann auch noch eine psychische Funktion hat, muss sich dieser Effekt doch potenzieren. Da du körperlich gesund bist, kannst du es dir leisten, auf diese Kontrolle (die ja ohnehin nur sehr bedingt funktioniert) zu verzichten. Vielleicht würde das schon einige Versagensgefühle und Selbstabwertungen mindern. Und vielleicht auch das Bedürfnis nach ständigem Essen reduzieren.

Kennst du "Essen als Ersatz" von Geneen Roth? Finde ich interessant und mit sehr guten Ansätzen. Sicher wird es deiner Geschichte nicht gerecht, es geht mehr um die verbreiteten, alltäglicheren Essen-als-Ersatz-Handlungen als um "richtige" Essstörungen, aber trotzdem... Was ich auch sehr gut finde, ist "Mein Ich-Gewicht" von Maja Storch. Sie ist Psychoanalytikerin und beschreibt darin Techniken, wie man Ziele findet und konsequent umsetzt, wenn man die eigenen unbewussten Regungen mit ins Boot holt. Es ist keine Anleitung zur Manipulation des Unbewussten (was eh nicht geht), sondern eine, mit sich selbst besser in Kontakt zu kommen.

Zitat von Allerleirauh:
Leider klingelt hier nur das Telefon, wenn es für die Kinder ist (Ihr Vater,Freunde,Großeltern usw.) Für mich klingelt es, wenn meine Mutter etwas von mir möchte oder sie sonst irgendwie Hilfe braucht. OK es klingt vermessen zu schreiben... warum denkt nicht gerade mal jemand an mich.
Ich habe eine Schwägerin, die ab und an anruft. Dann fragen wir uns gegenseitig wie es uns geht und sprechen über unsere Familien. Sie weiß, wie alle anderen auch von meiner Angststörung und sagt aber offen, das sie es nicht verstehen kann.

Ich stelle gerade fest, das es sich alles wie gejammer anhört, was ich so schreibe.
.... Keiner versteht mich oder ist für mich da....
Bitte entschuldige diese Litanei. Scheint so, als ob ich gerade mal wieder im Selbstmitleid versinke.
Ich finde deine Wünsche nicht vermessen, sondern verständlich und legitim. Es ist nur eine andere Sache, ob es im Moment realistisch ist, dass dir deine Wünsche erfüllt werden. Ich meine das nicht in dem Sinne, dass du doch gefälligst nicht rumspinnen oder jammern sollst, sondern dass du dir nur selbst eine reinwürgst, wenn du Dinge erhoffst, die deine derzeitigen Kontakte nicht hergeben. Es ist, wie es ist. Das hat eine Vorgeschichte, die nichts mit Schuld deinerseits zu tun hat. Es ist besch....., wenn niemand für einen da ist, und eins deiner Therapieziele wird sicher sein, wieder kontaktfähig etc. zu werden und in Zukunft tragfähige und enge Beziehungen aufzubauen. Dass du die jetzt nicht hast, liegt aber doch nicht daran, dass du zu faul oder zu blöd warst, sondern daran, dass du es wirklich schwer hattest und auch immer noch eine Verantwortung im Leben trägst, die jeden "Gesunden" komplett auslasten würde.

Zitat von Allerleirauh:
... wie kommt es, das du hier mit Rat und Tat so vielen zur Seite stehst? Und wie geht es dir?
Ähm, weil's mich interessiert, weil ich gerne schreibe, weil ich heilfroh bin, wenn mir jemand auf Anfrage hilft, und weil es unverbindlich ist. Mir selbst geht es so weit ganz gut, ich habe weniger mit meiner Agoraphobie zu kämpfen, sondern damit, dass ich einige Therapieschäden davongetragen habe, die einen gewissen Flurschaden hinterlassen haben. Daher weiß ich, dass es hilft, wenn man akzeptieren kann, dass Dinge blöd oder richtig schlimm gelaufen sind und man u.U. mit Problemen da sitzt, die man selbst nicht zu verantworten hat, aber trotzdem lösen muss...

Liebe Grüße
Christina

04.08.2011 15:10 • #11


Hallo Allerleirauh (ich liebe dieses Märchen und diese Wortschöpfung! ),

ich will Dir erstmal nur sagen, dass es mir sehr ähnlich geht. Vielleicht schreib ich später noch was dazu...

Liebe Grüße
Annwyn

04.08.2011 16:11 • #12


... Na das war ja ein Nachmittag.....
Als ich deine Zeilen gelesen hatte, mußte ich erstmal luft holen. Vielen Dank dafür und für deine Anregungen. Komme gleich nochmal darauf zurück.
Du schreibst unglaublich flüßig und für mich sehr verständlich.
Eigentlich war heute ein typischer "Fress-Tag", es regnete schon morgens und meine Stimmung im Keller. Den halben Tag habe ich am PC verbracht (meine letzten Urlaubstage) und dann deine Antwort gelesen. Danach habe ich erstmal den PC ausgemacht und mich daran erinnert, das meine Tochter gestern abend einen Wunsch geäußert hat. Sie hat leider keine "Erinnerung" an unsere Zeit als komplette Familie. Sie war zum Zeitpunkt der Trennung von ihrem Vater sehr klein. Also setzte ich mich heute mit ihr an einen Tisch und sie holte die großen Fotokisten aus dem Regal, in denen sämtliche Fotos ihrer frühen Kindheit sind. Den ganzen Nachmittag (bis 18.30) haben wir zusammen gesessen und mit hilfe der Fotos diese Zeit für sie rekonstruiert. Sie glühte vor Begeisterung und viele schöne Momente kamen in Erinnerung. Auch mir hat das sehr gut getan! Was ich dir damit sagen möchte ist Folgendes. Ich habe den ganzen Nachmittag nichts gegessen. Als wir mit dem ersten Abschnitt ihres Wunsches fertig waren, haben wir uns ein gemütliches Abendbrot gemacht. Und ich fühle mich trotzdem nicht schlecht!

Das bringt mich zu dem Schluß, das ich mir definitiv keine Diäten mehr auferlegen werde, und mich nicht den Tag über damit beschäftige ein Ernährungsprotokoll zu erstellen. Das habe ich in den letzten, unendlichen, Jahren zu genüge getan. Und wirklich nie anhaltenden Erfolg gehabt.
Mein Kummerbauch bzw. Schutzpanzer hat seine Daseinsberechtigung und die gillt es beleuchten.
Deine Buchempfehlung werde ich mir gleich mal "googeln". Da ich sehr gerne lese, freue ich mich schon auf neuen "Stoff".
Worüber ich heute Abend nachdenken werde, ist die Erfüllung der Wünsche.
Manchmal muß man es erst von jemandem hören oder lesen, damit es zum Aha-Moment kommt. Ich weiß nicht ob du es verstehen kannst, aber es hat mir einen Teil der Schwere genommen. Wünsche können gar nicht erfüllt werden, wenn keiner da ist, der es verwirklichen könnte.
Und es fühlt sich einfach mal gut an, das man nicht nur der Depp ist.
Ein schwierigeres Problem für mich ist die Tatsache zu akzeptieren, das ich Dinge lösen muß für die ich nicht verantwortlich bin.
Nicht das ich mich davor drücken will, aber keiner der "Verantwortlichen" in meinem Leben hat sich jemals bei mir entschuldigt. Für mich eine Grundvoraussetzung als Erwachsene, sich für "Fehler" auch zu entschuldigen.

Du hast mir geantwortet, das es auch unverbindlich ist hier jemandem zu schreiben.
Deine Unverbindlichkeit hilft mir gerade unglaublich auf den Weg.
Also danke ich dir für dein Interesse und deiner Leidenschaft zum Schreiben.
Ganz egoistisch profitiere ich davon.
Von deinem Flurschaden bin ich geschockt. Was muß geschehen, das ein Hilfesuchender am Ende mit größeren Problemen dasteht ?
Ist diese Unverbindlichkeit auch für dich eine Möglichkeit mit deinem Wissen zu helfen ohne gleich Brücken zu bauen?

liebe Grüße Allerleirauh

PS: Ich habe keine "Hunger"!

04.08.2011 20:20 • #13


Hallo annwyn,
Auch ich bin von deinem Nickname sehr angetan. Habe vorhin gelesen das er mit der irischen Mythologie verbunden ist....?
Ja die Allerleirauh hat ihre Bedeutung für mich .
Freue mich vieleicht noch von dir zu hören!
liebe Grüße Allerleirauh

04.08.2011 20:26 • #14


Hallo Allerleirauh,

ich hab mich nun eine halbe Ewigkeit um eine Antwort gedrückt, um Dir jetzt zu schreiben, dass ich mich mit dem Thema im Moment nicht wirklich befassen kann...tut mir leid. Mein Stresspegel ist zur Zeit so hoch, dass ich nicht noch eine Baustelle bearbeiten kann.

Wie geht es Dir denn?

Liebe Grüße
Annwyn

10.08.2011 00:08 • #15


Hallo annwyn,
wie gut, das du so auf dich achtest. Es bringt einem nichts, wenn man sich mit mehreren Baustellen gleichzeitig auseinander setzt.
Du fragst, wie es mir geht....
Nun, schon der kurze Austausch hier über das Thema, hat bei mir sehr viel "in Gang" gebracht. Und da ich noch keinen neuen Therapieplatz habe, kämpfe ich mich allein durch.
Eigentlich habe ich genügend Information und Material, um bestimmt 3 Therapien damit zu erfüllen. Aber ein Gesprächspartner,der einem gegenüber sitzt, ist eben nicht zu ersetzen.
Auch mein Urlaub ist nun seit einigen Tagen vorbei. Der Alltag kehrt dann nächste Woche mit dem Schulstart entgültig zurück.
Zur zeit versuche ich gerade wieder richtige Kontakte zu knüpfen, indem ich Bekannte angesprochen habe, uns bei unserem Umzug zu helfen. Mal sehen ob es funktioniert.
Der unstillbare Hunger ist nach wie vor präsent. Nur kaufe ich zur zeit keine Schokolade ein.
Ich wünsche mir immer noch Liebe und Geborgenheit in meinem Leben. Aber ich habe kein Vertrauen mehr.

Danke für dein Interesse an diesem Thema. Vieleicht ja zu einem späteren Zeitpunkt noch mal... Achte weiter auf dich.

liebe Grüße Allerleirauh

11.08.2011 18:57 • #16


..... heute ist wieder so ein Tag......., die Tränen kullern und das Gefühl der Einsamkeit ist erdrückend.
Und schon seit Stunden wandere ich immer wieder in die Küche und suche nach Nahrung für meine Seele...........
Mein Kopf ist so überfüllt von Gedanken, das ich nicht mal weiß, was ich eigentlich schreiben möchte.
Gehe erstmal in mein Zimmer und versuche es mit einer meiner Meditations-CD`s.
Die Kids sind in Vorbereitung auf den ersten Schultag morgen .
Zum Telefon greifen und Jemanden anrufen....? Nein... keine Lust auch noch zu stören. Kein Vertrauen mehr...........
Allerleirauh

14.08.2011 13:31 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Die CD hat leider nicht viel geholfen. Das Gedankenkarussel dreht in voller Fahrt seine Runden. Und wenn ich nicht gleich die Notbremse ziehe, dann ergießt sich der Rest des Tages in Traurigkeit und Enttäuschung. Das macht mich auch richtig wütend auf mich selbst.
Also geht es gleich in die Küche, die Kids haben sich ein leckeres Essen für heute gewünscht.
Das lenkt ab...........
Und später geht die Ablenkung in die nächste Runde. Eine heiße Dusche und dann auf`s Sofa.
Dieses Thema ist hier nicht so der Knaller, aber ich schreibe meine Gedanken hier einfach weiter auf. Sonst ersticke ich noch an ihnen. Bitte entschuldigt also diese Post´s.
Allerleirauh

14.08.2011 16:40 • #18


Hey,
ich schreib Dir jetzt,weil ich Dich gut verstehe!
Ich habe heut Geburtstag,und weil ich auch kaum noch Freunde hab,spielt sich da nicht viel ab.
Wohne auch auf dem Land,aber erst seit 4Jahren, hab aber kein Interesse hier
groß bekannt zu werden,also auch wirklich nicht das Bedürfnis.
Wenn ich dann manchmal rauche,oder auch esse,weiß ich auch,dass es ein
Ersatz ist,für Dinge,die grad besser für mich wären,aber, es ist okay,sind grad mal nicht zu haben. Kann aber alles besser werden,ich bin wenigstens gar nicht hoffnungslos,
und ich will mich auch nicht unter Druck setzen:
Z.B.: wenn ich nun heute keinen Bock hab,die Kodderbude aufzuräumen,
dann hoffe ich,dass es mich vllt. morgen begeistert!
Es ist dann durchaus positiv,dass keiner da ist,für den ich mich verpflichtet fühlen müßte.
Das ist doch was.
Okay,das kannst Du Dir nicht so leisten,mußt ja für Deine Kids Vorbild sein,
meinen Katzen ist das Gott sei Dank wurscht,die finden es viel schöner,wenn ich mit ihnen auf dem Sofa sitz und schreibe.
Ich versuche wirklich, die weniger guten Dinge im Leben von mehreren Seiten zu beleuchten, und kann dann auch manchmal Vorteile entdecken.
Was mir sehr gut tut: Habe mich bemüht,eine SHG zu finden,und hatte Glück.
Es sind sehr,sehr liebe Menschen dort,obwohl es eine Depressionsgruppe ist,haben wir auch viel Spass miteinander. Keiner braucht mehr eine Fassade,dadurch sind alle
sehr entspannt. Vllt. guckst Du,ob Du auch so eine Gruppe finden kannst.
Da Du ja wohl sehr kommunikativ bist,könntest Du gut zu uns passen!
Wir sind gaanz offen, ich freu mich sehr,die Leute kennengelernt zu haben.
Also: Kopf hoch, es kommen bestimmt auch wieder gute Zeiten!
LG, Nelly.

14.08.2011 17:16 • #19


Hey Nelly55,
herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag !
Und vielen Dank, das du mir von dir erzählst. Es gibt sicher Gründe dafür, das du nicht so das Bedürfnis hast Anschluß zu finden. Aber das du eine Selbsthilfegruppe gefunden hast finde ich klasse. Ich selbst hatte eine SHG letztes Jahr ins Leben gerufen. Nur leider waren das alles ehemalige Mitpatienten aus der Tagesklinik. Es stellte sich schnell heraus, das sie in mir ihren Ersatztherapeuten sahen. Das hat mich klar überfordert.
Na ich hoffe, dort wo wir hinziehen,eine neue Gruppe oder andere Kontakte zu finden.
Hey, auch ich kann gerne mal über die "Kodderbude" hinweg sehen. Das stört meine Kids nicht wirklich.
Ja, den weniger guten Dingen etwas abgewinnen und sie von mehreren Seiten betrachten. Das ist ein guter Satz.
Und die Hoffnung stirbt zuletzt......
Deine Einstellung ist gar nicht so schlecht und du schreibst von herzen.
In Gedanken schicke ich dir eine Geburtstagskerze....puste sie aus und wünsch dir was...
liebe Grüße Allerleirauh

14.08.2011 18:17 • #20



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