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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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Phoebe2022

Phoebe2022
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Liebe Mitglieder,

Wie ihr seht bin ich neu hier. Ich habe seit langem Probleme mit meinem Gedankenkarussel, meiner Psyche, meinem Kopf und Körper.
Ich erfand für mich selbst immer wieder Ausreden warum es mir nun wieder nicht gut geht, es war alles möglich,nur keine Depression, schließlich bin ich seit jeher ein starker Mensch der jede Hürde gemeistert hat.
Nun wurde es aber zunehmend schlimmer, mein Körper rebellierte nun immer öfter und diese "Phasen" schienen sich abzuklatschen.
Mein Hausarzt nahm nie was ernst, konnte ich doch auch vieles überspielen.
Nach mehreren kurzaufeinander tretenden Panikattacken (ich denke man kann es so betiteln), sah ich es selbst ein. Ich kam nicht mehr aus diesem Loch. Zuviel war in den letzten Monaten passiert, was mich brechen wollte und augenscheinlich hat es das Leben geschafft. Ich kann nicht mehr. psychisch aber auch körperlich.
So saß ich nun vor meinem Arzt, versuchte mich zu erklären und bat nun endlich um Hilfe. Die bekam in Form von Antidepressiva (unfassbar schlimme Nebenwirkungen lt berichten) und einem Überweisungsschein zum Psychologen. Dort bekomm ich frühstens im halben Jahr einen Termin.
Ich kann nicht mehr und bin verzweifelt, deshalb meldete ich mich in diesem Forum an, mit der Hoffnung, hier ein wenig Unterstützung zu erhalten schließlich kann ich mich nicht weg schließen und muss wenigstens offiziell so gut es geht funktionieren.
Was soll ich nun anfangen?
Tabletten trau ich mir nicht zu nehmen, psychologische Hilfe aktuell nicht in Sicht und ich merke selber, wie mein altes starkes Ich immer mehr verblasst....

24.09.2023 x 6 #1


52 Antworten ↓
E

Ex-Mitglied
Gast

Zitat von Phoebe2022:
Mittlerweile weiß ich, das ich gewisse Dinge ändern muss aber ich weiß nicht wie oder wo ich anfangen soll...

Einen neuen Job suchen? Ich habe Angst vor dieser Herausforderung, schließlich bin ich in letzter Zeit sehr oft krankheitsbedingt ausgefallen und wie lange schaut sich ein neuer Arbeitgeber das an?

Meine Ehe bedeutet auch, immer wieder zu kämpfen da wir Eine schlimme Krise hinter uns haben...

Mein jüngster ist mitunter ein kleiner terrorkrümel der mich tagtäglich auf die Probe stellt...

Zeit für mich ist rar, zeit zu zweit ist übersichtlich und zu allem kommen noch finanzielle Probleme...

Du zählst einige Dinge, die u.a. Auslöser für Deine psychischen Probleme sind, selbst gut auf.
Das passende Wort dazu lautet FREMDSTEUERUNG. Das ist einer der Hauptgründe für viele von uns hier, warum wir unsere früheres, tolles Ich (das hattest Du oben gut beschrieben und bei mir war es ganz genauso) "verloren" haben. Ich werde vermutlich bald einen eigenen Thread eröffnen zu dem sehr wichtigen Thema FREMDSTEUERUNG mit Beispielen, Tipps und auch Erfahrungen von uns allen hier, in dem man sich dann austauschen kann.
Manche bezeichnen das Thema auch oft als "Hamsterrad". Die Welt ist mittlerweile sehr schnell, hektisch, druckvoll und mit zu viel Input für uns Menschen. Manche "Gehirne" ertragen dieses Tempo/diesen Druck irgendwann nicht mehr und dann entstehen psychische Störungen, oft eben als "Burn-Out" bezeichnet.


Zitat von Phoebe2022:
aber ich persönlich sehe es nicht als Weiterentwicklung an

Du stehst ganz am Anfang. Das ist verständlich, dass Du Deine jetzige Lage nur als schrecklich und negativ ansiehst. Du wirst es mir der Zeit verstehen.
Die Entwicklung ist so gemeint, dass Du mehr und mehr verstehen wirst, dass Dein früheres, tolles Ich, der sich verändernden Welt um Dich herum nicht mehr gewachsen war oder Du irgendwo doch in diesem alten Ich nicht die Kraft oder das Selbstbewusstsein hattest, die aufkommende Fremdsteuerung von außen abzublocken oder so zu steuern, dass es FÜR DICH ok ist. Wenn Dein altes Ich nämlich wirklich genug Kraft gehabt hätte, dann wäre es wohl nicht soweit gekommen. Daher bewundere ich auch heute noch die wenigen Leute, die es wirklich schaffen, alles total locker und lässig zu sehen, auch mal spontan nein zu sagen zu anderen und sich dabei innerlich gleichzeitig nicht schlecht zu fühlen oder Druck zu verspüren.
Wir können aber alle wenig dafür, weil wir meist durch unsere Kindheit / Eltern etc unterbewusst so geprägt wurden. Das kann man nicht einfach per Schalter umstellen. Man kann aber lernen, besser damit umzugehen. Dazu gehört eben, den gesamten Prozess zu verstehen, warum wir so sind, wie wir sind (Wahrnehmung, Gefühle, Reaktionen usw).

23.09.2023 10:51 • x 3 #42


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Endlich Mut gefunden es auszusprechen

x 3


M

moo
Mitglied

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Willkommen Föbe zwinkern ,

Zitat von Phoebe2022:
Tabletten trau ich mir nicht zu nehmen, psychologische Hilfe aktuell nicht in Sicht und ich merke selber, wie mein altes starkes Ich immer mehr verblasst....

man erkennt das "alte" Ich erst, wenn es verblasst, nicht wahr? Gewohnheiten sind aber nicht das Ich, sondern lediglich etablierte geistige und körperliche Abläufe.

Dein jetziger Zustand ist nicht notwendigerweise ein Verlust des alten Ichs, sondern eher eine Rekapitulation, die eigentlich bei jedem Menschen früher oder später ansteht. Sie markiert m. E. einen wesentlichen Schritt in der Entwicklung. Die (Ver)wicklung löst sich und das ist ungewohnt.

Bedenke, dass dieses (vermeintlich) starke Ich zu dem jetzigen Punkt geführt hat. Das bedeutet nicht, dass Dein Leben bisher "falsch" lief, aber doch, dass eine Wechselbeziehung zwischen "früher" und "heute" besteht.

Sehe diese jetzige Phase bitte nicht als "Kampf zurück ins Leben" sondern als Fortschritt im wortwörtlichen Sinn. So seltsam es klingt, aber ich denke, ganz viele Fories können bestätigen: Genau hier beginnt das bewusste(re) Leben.

Alles Gute Dir!

22.09.2023 16:27 • x 3 #35


Zum Beitrag im Thema ↓


I
Vielleicht zunächst mit Atemübungen oder Entspannungstechniken, Meditation jeglicher Art wie Klang, Gang, Sitzmeditation, Atemmeditation und und und...Yoga, Qi Gong, Achtsamkeitsübungen... es gibt viele Möglichkeiten, was die richtige für dich selbst ist, kannst du nur herausfinden, indem du probierst.

Ich habe meine Ängste/Panik mit Meditation weg bekommen, Medikamente halfen mir nicht (über 13 verschiedene) und ich habe an dem Kernproblem gearbeitet.

Dein starkes Ich wird wieder kommen, gib dir Zeit und habe Geduld. 🙂

x 2 #2


Phoebe2022
Wie kann ich am besten solche Wege probieren? Mit Hilfe von Youtube?

#3


I
Kannst du. Ich hatte mit Peter Beer (Achtsamkeitsacademy) begonnen.
Dann mit Hörbüchern über Achtsamkeit und mit Erklärvideos aus dem Shaolin Temple Europe.
Aber anfangs erst nur mit Atemübungen, um erst mal zur Ruhe kommen zu können.

x 1 #4


E
Zitat von Phoebe2022:
Wie kann ich am besten solche Wege probieren? Mit Hilfe von Youtube?

Erst einmal willkommen.

Lies Dich mal hier ein bisschen ein. Vielleicht hilft Dir das.
agoraphobie-panikattacken-f4/was-mir-geholfen-hat-hilft-t120718.html

Dein Schritt, die Erkrankung zu akzeptieren, war ein wichtiger, erster Schritt.

x 1 #5


Phoebe2022
Vielen Dank für eure Antworten. Atemübungen versuche ich immer wieder, aber die Wirkung is von kurzer Dauer. .. Vielleicht mach ich es falsch... wann war ich das letzte mal richtig entspannt? Ich weiß es nicht... . irgendwie fühlt es sich an als wäre ich unter Dauer Strom.... Danke für den link, ich werde dann gleich ein Auge darauf werfen....

#6


Phoebe2022
@Hicks und die Erkrankung akzeptiert, hab ich glaub noch immer nicht so ganz.... da mich selbst mein Hausarzt nicht ganz verstanden hat bzw für voll nimmt....

#7


I
Zitat von Phoebe2022:
als wäre ich unter Dauer Strom.

Das war bei mir ähnlich, es war so schlimm, dass ich nicht mehr allein in meiner Wohnung bleiben konnte. Ich durfte dann bei meinen Eltern schlafen. Ich kam einfach nicht zur Ruhe, wochen-monatelang. Es war für mich damals die Hölle und habe mich gefragt, wann das endlich aufhört.

Ich habe die Atemübungen immer und immer wieder gemacht täglich mehrmals über Wochen und Monate. Zeitgleich hatte ich recherchiert und mir viele Videos angesehen mit vielen hilfreichen und aufschlussreichen Inhalt für mich und somit wurde es Schritt für Schritt besser.

Ich habe wirklich intensiv an mir gearbeitet, etwa drei Jahre hat es gedauert.

Es wird sicher besser werden, es ist aber keine schnelle Lösung.
Auch den Geist/die Gedanken habe ich mit Achtsamkeit wieder umlenken können, das war natürlich ein großer Auslöser, da die Stimme im Kopf den ganzen Tag mir etwas einreden wollte, was ich aber nicht bin. 🙂

x 1 #8


Phoebe2022
Da hast du einen sehr harten und anstrengenden Weg hinter dir... Respekt. Ich muss gestehen das ich nicht weiß ob ich dafür noch die Kraft finde... ich muss vieles ändern, vorallem an mir selbst arbeiten aber dazu müsste ich mir Zeit nur für mich nehmen, und da liegt das erste grundlegende Problem an mir selbst. Ich stell mich immer hinten an, vorallem ganz weit nach meinen Kindern um die ich mich mehr oder weniger allein kümmern muss....

#9


I
@Phoebe2022
das ist natürlich nicht einfach, ich habe keine Kinder und bin in Rente, deshalb hatte ich wirklich die Zeit.
Aber vielleicht kannst du Abends vor dem Einschlafen eine Entspannungstechnik anwenden.
Es gibt eine Atementspannung, mit welcher ich anfangs immer vor dem Einschlafen gearbeitet hatte.
Es war diese hier, aber die wiederholt sich, geht also keine komplette 55 Minuten, sondern der erste Teil eher ungefähr 20 Minuten. Falls es für dich interessant klingt: Alles Gute für dich und gute Besserung

x 1 #10


Phoebe2022
@-IchBins- tatsächlich werde ich es direkt heut austesten...
Von Herzen Dankeschön

x 1 #11


E
Zitat von Phoebe2022:
wann war ich das letzte mal richtig entspannt? Ich weiß es nicht... . irgendwie fühlt es sich an als wäre ich unter Dauer Strom..

Das Markierte Wort ist ein so Wichtiges.
Die meisten Symptome kommen, weil wir nicht entspannt sind die meiste Zeit.
Wenn Du es schaffst, die Balance zu finden zwischen dem nicht vermeidbaren Alltags-Stress-Dingen und totaler Entspannung, dann hast Du schon extrem viel geschafft.
Auch Deine Atmung hat mit dieser Sache zu tun (Stichwort: Chronische Hyperventilation).


Zitat von Phoebe2022:
und die Erkrankung akzeptiert, hab ich glaub noch immer nicht so ganz.... da mich selbst mein Hausarzt nicht ganz verstanden hat bzw für voll nimmt....

Das ist auch ein riesen schwerer Schritt. Ich habe manchmal sogar hier im Forum den Eindruck, dass einige das immer noch nicht akzeptiert haben. Das dauert immer ein bisschen.
Es gibt gute und schlechte Ärzte. Wichtig ist, dass Du immer total offen bist zu jedem Arzt ab jetzt in dieser Sache. Verheimliche niemals Deine psychischen Probleme, sonst kann kein Arzt passend entscheiden.
Außerdem wünsche ich Dir, dass Du einen sehr guten Therapeuten findest, der zu Dir passt (das ist auch ganz wichtig!).

x 1 #12


Schlaflose
Zitat von Phoebe2022:
Die bekam in Form von Antidepressiva (unfassbar schlimme Nebenwirkungen lt berichten) und einem

Welches denn? Ich nehme seit über 24 Jahren welche und hatte keine Nebenwirkungen, außer am Anfang die üblichen Einschleichsymptome wie Schwummrigkeit, etwas Kopfschmerzen, erwas Übelkeit u.ä.

#13


Phoebe2022
@Hicks Dankeschön für deine aufbauenden Worte... ja, ich weiß das ich ganz viel an und mit mir arbeiten muss, sonst kann mir kein Therapeut der Welt helfen.... ich muss es nur umsetzen. Ich danke dir

x 1 #14


Phoebe2022
@Schlaflose für den Tag escitaloptam 10 mg und für die Nacht trazodon Hydro 100mg
Je 1 Tablette, aber die trau ich mir nicht zu nehmen nachdem ich mich mit Wirkung und Nebenwirkungen befasst habe...
Ich bin allgemein doch recht empfindlich, selbst eine anti baby Pille mit angeblich sehr wenig Nebenwirkungen hat mich umgehauen... Sad

x 1 #15


Phoebe2022
@Hicks wegen dem offen sprechen... ich habe zb eine heiden Angst vorm Zahnarzt und hatte Mittwoch bei einem recht simplen eingriff ne Panikattacke... sollte ich mich dort erklären?

#16


I
Zitat von Phoebe2022:
Zahnarzt und hatte Mittwoch bei einem recht simplen eingriff ne Panikattacke... sollte ich mich dort erklären?

ich gebe mal meinen Senf dazu 😉
Ich habe das bei sämtlichen Ärzten gemacht, bisher hatten sie alle Verständnis, manche kenne ich schon lang, manche nicht. Ich habe aber die Erfahrung machen dürfen, dass es meistens verstanden wird, wenn man das im Vornherein bespricht.

x 1 #17

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E
Zitat von Phoebe2022:
Escitalopram 10 mg

Das ist eines der am häufigsten verschriebenen AD weltweit.
Ich kenne unzählige Leute, die es nehmen und das schon seit Jahren. Meine Mutter ist z.B. eine davon, die nimmt das seit knapp 10 Jahren und kommt sehr gut damit zurecht.
10mg ist so die Standard-Dosis und nicht besonders hoch.
Du brauchst da echt keine Angst davor haben. Wenn Du es nicht vertragen solltest, kann man es auch wieder absetzen.

x 1 #18


Löwenzähnchen
Du könntest schauen, ob der sozialpsychiatrische Dienst deiner Region vielleicht zeitnah Termine frei hat. Das ist immer eine gute Überbrückung bis zur Therapie.

Ich hatte beim Zahnarzt auch schon eine Panikattacke. Haben alle sehr nett reagiert.

x 1 #19


E
Zitat von Phoebe2022:
ich habe zb eine heiden Angst vorm Zahnarzt und hatte Mittwoch bei einem recht simplen eingriff ne Panikattacke... sollte ich mich dort erklären?

Ja, auch ein Zahnarzt sollte das wissen.
Du brauchst da keine Angst davor haben. Fast jeder hat Verständnis dafür.

x 1 #20


A


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