Ich weiß gar nicht genau,wo ich mich hier unterbringen soll,da mich sooo viele "Ar." plagen, welche Art Angststörung ich habe und wo ich anfangen soll,darüber zu berichten.
Ich verspreche mir hier ein Wenig Verständnis und Mitgefühl,da es meiner Familie etwas schwerfällt,mit meinen Problemen umzugehen
Am ehesten wäre die somatome Störung,denke ich (heisst das so?)
Im Januar hatte ich aufgrund einer Leitungsbahnstörung im Herzen eine supraentrikuläre paroxysmale Tachycardie.Dieses Leiden ist mir bekannt und ich habe diese Anfälle immer mal wieder (Dauer und Häufigkeit variieren). Damals war es sehr extrem,so dass ich tatsächlich ärztliche Hilfe brauchte,um den Anfall zu durchbrechen.Aber ich hatte zum 1. Mal Todesangst.
Dann stellten sich immer mehr Symptome ein,Panikattacken nahmen ihren Lauf und ich steckte in einer Spirale fest. Symptome fördern die Gedanken,die Gedanken die Angst,die Angst die Panik und immer mehr Symptome kamen hinzu...ein fieser Kreislauf. So extrem,dass ich jeden Tag dauerhafte Panikzustände hatte,mich eine innere Unruhe fast zur Verzweiflung brachte und ich fast durchdrehte.
Ein normaler Tagesablauf war nicht mehr machbar,ich kümmerte mich permanent um meinen Zustand.Mehrere Notaufnahmebesuche folgten (ganz klassisch). Eine Ärzteodyssee folgte - ohne nennenswerte Ergebnisse. Mein Zustand verschlechterte sich zusehens,arbeitsfähig bin ich seit März nicht mehr. Autofahren undenkbar,einkaufen etc ebenso,selbst meine sichere Insel,mein Zuhause,war bedrohlich. Ich kam aus meinem Dauerpanikzustand nicht heraus.Zusätzlich Depersonalisierung,Derealisation - aber dauerhaft,vielleicht mal einige Minuten etwas erträglicher...Schwindel,Nacken,Schluckprobleme,Ohrensausen,plötzliche Hitze,dann frösteln und und und....
Ich lag nur rum,hatte Panik aufzustehen und zur Toilette zu gehen,oder zu duschen - Hölle!War nur noch ein Schatten meiner selbst.Antidepressiva verschlimmerten alles - ich versuchte Lasea.Es half,ich konnte es kaum glauben.Ich empfand Freude und meine allumfassenden Sorgen um mich und die Welt nahmen ab! Ein tolles Gefühl,ich konnte es kaum glauben! Das Ganze hielt jedoch nur 2 Wochen und die ersten Symptome stellten sich wieder ein. Herzklopfen Extrasystolen,aufsteigende Hitze.Ohja,jetzt nicht wieder zurückfallen war mein einziger Gedanke.Wieder volle Konzentration auf mich - ein Grauen,denn ich will das alles nicht.
Ich mache ständig Yoga (soweit ich dazu in der Lage bin) und Entspannungsübungen...es hilft für den Moment ein Wenig-leider nur für den Moment..
Jede noch so klitzekleine Unebenheit in meinem Körper läßt die Maschinerie wieder anspringen.Ich bin eigentlich routiniert im Umgang mit Panik und Angst,aber ich bekomme es einfach nicht richtig in den Griff - das enttäuscht mich!
Die Tage,an denen ich etwas besser drauff bin, verpuffen und geben den schlechten zuviel Raum!
Magenprobleme folgten, erbrechen,Übelkeit,appetitlos,Gewichtsabnahme. Soziale Isolation,körperliche Schwäche,nicht mehr belastbar etc.
Ein Krankenhausaufenthalt wegen meines Magens folgte,auch ohne Ergebnis...Dass die Psyche mich so fertig macht,war kaum zu glauben
Termine in einer Klinik,Termine natürlich erst in Wochen (mittlerweile ein Gespräch gehabt und den Termin zur Vorstellung dort Anfang August)