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S

schneematsch
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Hallo zusammen,

ich habe ein Problem und weiß nicht, wie ich es handhaben soll. Demnächst habe ich ein Bewerbungsgespräch und ich soll vorab ein Bewerbungsbogen ausfüllen. Eine Frage handelt von Krankheiten, die mich in der Arbeit beeinträchtigen könnten.

Nun möchte ich nicht lügen, aber auch mein ganzes Leben nicht preisgeben. Ich habe eine sehr ausgeprägte soziale Phobie und kann kaum mit Menschen zusammenarbeiten. In dem Beruf ist aber sehr häufig Teamarbeit gefragt.

Was soll ich tun?

Was tut ihr in solchen Fällen?

Liebe Grüße
Schneematsch

28.02.2019 x 1 #1


40 Antworten ↓
HeikoEN

HeikoEN
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Halten wir aber doch einmal fest, DASS Du aktuell schon in dem Beruf drin bist, den Du auch studiert hast.

Und na klar, Du bist eine Junior und keine Senior Entwicklerin, somit muss das auch jedem Arbeitgeber klar sein. Softwareentwicklung (wenn Du wirklich in dem Feld bleiben willst), hat viel mit Erfahrung zu tun. Es kommt nicht auf die Programmiersprache an und es ist ein höchst kreativer Job, aber das wirst Du schon wissen alles.

Und auch ein Senior Softwareentwickler wird, wenn Windows 2023 rauskommt, erst einmal schauen müssen, wie dort nun die Firewall konfiguriert wird oder wenn eine neue Bibliothek kommt, "lernen" müssen, wie man mit dieser die Datenbank anspricht. Der technologische Fortschritt bedingt, dass man "nur" noch in Teilbereichen Fachfrau werden kann. Alles andere ist ein Irrglaube, der ggf. im Studium nicht so ganz vermittelt wurde...wenn das Pferd bei Dir Softwareentwicklung heisst, brauchst Du dich um Serverkonzepte, Firewalltechnologien usw. nicht kümmern, sondern nur "grob" wissen, wozu es da ist, was man damit macht usw.

Ein Allrounder kann NIE die Tiefe erreichen, wie ein Spezialist für eine bestimmte Technologie.

Mir scheint, da ist Dein Super-Ego, der innere Kritiker, sehr aktiv bei Dir! Auch was so die vorherigen Aussagen angeht.

Stoppe ihn.

Mache Dir klar, dass Du z.B. das Studium überhaupt geschafft hast!
Dass Du einen Job hast!
Und dass Du offenbar auch sozial mit Kollegen, Chefs usw. einigermaßen klar kommst.

Denn perfekt ist niemand und das wäre auch langweilig. Will damit sagen, der Weg ist das Ziel. Was machst Du denn, wenn Du plötzlich oder irgendwann Chef-Entwicklerin bist mit 10 Mitarbeitern. Bist Du dann am Ziel oder tauchen dann neue Probleme, Zweifel, Zielvorgaben auf bei Dir?

Du musst NICHT perfekt sein bzw. werden!

Du musst auch NICHT dem Bild einer idealen Softwareentwicklerin entsprechen, welches die Branche, die Gesellschaft aufbaut (die Eltern verlangen?) und Du glaubst erfüllen zu müssen.

Nein, Du wirst auch so geliebt Smile

Und ja, Du bist auch so wichtig für die Gesellschaft bzw. den Arbeitsmarkt und wie oben schon geschrieben, geht es ggf. am Anfang der Karriere darum, herauszufinden, in welchem Teilbereich der Informatik Du dich "siehst". Es muss ja nicht Softwareentwicklung sein...

04.04.2014 08:56 • x 1 #30


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A


Bewerbungsgespräch - Angststörungen nennen?

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Luna70

Luna70
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Hast du dich auf die üblichen Fragen vorbereitet und dir Antworten "zurechtgelegt"? Es ähnelt sich ja doch, was gefragt wird, was den Vorteil hat dass man sich zumindest darauf einstellen kann. Laut üben finde ich auch gut, vielleicht auch mit dem Handy mal sich selbst filmen und schauen, wie es wirkt. Oft kann man mit einer bewusst aufrechten Haltung schon deutlich was verbessern und man sieht erst im Video dass man eher dazu neigt wie ein zusammengesunkenes Fragezeichen auf dem Stuhl zu sitzen. Wink

Zitat von catwhistler0407:
Ich kann ja auch etwas.


Sage dir das ruhig noch viele Male bis zum Termin. Dann kapiert dein Gehirn es hoffentlich auch. Wink

Für mich persönlich ist in solchen Situationen immer ganz wichtig, dass ich wirklich top angezogen bin. Sonst bin ich gar nicht so auf Klamotten fixiert, aber bei solchen Gelegenheiten gibt es Frau doch Auftrieb, finde ich zumindest.

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg bei deinem Gespräch.

26.02.2019 14:18 • x 1 #36


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A
denkst du, dass der job dann für dich geeignet ist? unabhängig vom bewerberbogen, das wird schon rauskommen. was für ein job ist das denn? wenn du es erwähnst, wird man dich höchstwahrscheinlich nicht einstellen (würde ich als arbeitgeber nicht tun, obwohl ich selbst betroffen bin). die zahl der krankmeldungen wg. psyche steigt und steigt und steigt. wenn du teamworker sein mußt und das nicht packst, dann wirst du die probezeit nicht überstehen. das wäre dann wahrscheinlich sogar für alle das beste. von daher: ist dieser job wirklich was für dich?

#2


S
Danke für deine Antwort. Der Job ist in der IT-Branche. Ich habe das studiert und ich möchte nicht umsonst studiert haben. Ich würde mich wegen psychischen Problemen auch nicht krankschreiben lassen, ich bin es gewohnt Außenseiter zu sein. Aber ich könnte mich in Teamarbeit nicht richtig einbinden, fürchte ich. Tatsächlich weiß ich es nicht, aber viele Erfahrungen sprechen gegen mich.

#3


I
Ich finde diesen Fragebogen sehr seltsam. Das ist viel zu intim und mich würde es nicht wundern, wenn diese Frage vom Arbeitsrecht her verboten ist. Daher würde ich die Ängste nicht angeben, denn das geht den Arbeitnehmer nichts an. Und mal ehrlich, wenn du in einem Bewerbungsgespäch mit psychischen Erkrankungen ankommst, dann nehmen die dich sowiso nicht. Ich würde es verheimlichen.

#4


B
Huhu schneematsch

Diese "Gesundheitsfragen" werden oft aus versicherungsrechtlichen,
aber auch aus Sicherheitseigennutz gestellt.

Ich würde diese Frage im Bewerbungsgespräch/Bewerbungsbogen
erst einmal nicht (oder mit nein) beantworten.

Sollte es später, wenn man sich besser kennt, doch zu Teamproblemen
kommen, dann lässt sich das immer noch besprechen.

Liebe Grüsse, Beo

#5


kalina
Eines ist doch klar: Wenn Du die Wahrheit sagen würdest,

stellen Sie Dich eh nicht ein. Dann brauchst Du Dich sowieso nicht

bewerben. Also ich würde davon nichts erwähnen!

Falls Du im Team durch Deine Zurückgezogenheit auffällst, kannst

Du auch sagen, dass Du etwas schüchtern bist.

#6


S
Danke für eure Antworten.

Also das Vorstellungsgespräch ist nun passé. Die Frage nach der Gesundheit ist versicherungstechnisch oder so begründet. Ich habe die genaue Begründung vergessen, aber irgendeine Kasse möchte mögliche Ausgaben durch Krankheit vermeiden.

Ich habe die Frage übrigens nicht beantwortet. Ich hätte das bei Nachfrage erläutert, aber ich mochte mich auch nicht selber denunzieren.

#7


S
Grüß Dich,

das ist wirklich ein Problem und nicht leicht zu lösen.

Einerseits solltest Du nicht lügen, anderseits ist es für den Job ein Kriterium, das nicht unwichtig ist.

Bin mir auch nicht ganz sicher ob das dann der richtige Job ist für dich?

Einen richtigen Lösungsvorschlag hab ich auf Anhieb noch nicht, werde mal weiter überlegen.

Wenn es deinen Zeit vor dem letztlichen Gespräch noch zu lässt, rede mal mit deinem Hausarzt darüber, vielleicht gibt es da einen Mittelweg, damit Du mit den neuen Kollegen auskommen kannst und nicht gleichzeitig in Panik ausbrichst !

So kannst Du vielleicht 2 Fliegen mit einer Klappen schlagen.

Mehr kann ich momentan nicht sagen ! Sorry

VLG
Schinkencrossiant

#8


R
Hallo zusammen,

Lügen ist natürlich immer schlecht! Vor allem, wenn es um bestimmte Interessen Deines Arbeitgebers geht, welche Deinen Sachbereich bzw. Deine Aufgaben im Unternehmen selbst betreffen. Du solltest bei solchen Dingen immer einen Fachanwalt für Arbeitsrecht hinzu ziehen Smile

Liebe Grüße

#9


A
Ich hätte es auch nicht angegeben.
Lass dich nicht entmutigen. Wenn das dein erster Job ist musst du eh erstmal herausfinden was für dich geht und was nicht, nutze die Chance.
Und Teamarbeit ist ja ein erstmal nur ein Wort, dass in fast jeder Stellenausschreibung vorkommt. Oft ist es so, dass auch der Menschenscheueste in so einem "Team" dann irgendwo seinen Platz findet.
Ich arbeite auch in der IT Branche und gerade da gibt es so viele menschenscheue Leute, vielleicht fällst du überhaupt nicht negativ auf.

#10


S
Einen Fachanwalt für Arbeitsrecht hinzuziehen, weil ich mich irgendwo bewerben möchte? Du hast ja Ideen...

@Anna-Maria: Danke für deine Antwort. Smile

#11


B
Zitat: Ein Personaler darf nach Krankheiten fragen, durch die (nach BAG 7.6.84) entweder die Eignung für die vorgesehene Tätigkeit eingeschränkt ist, Ansteckungsgefahr für künftige Kollegen/Kunden besteht oder in absehbarer Zeit mit einer Arbeitsunfähigkeit zu rechnen ist (z.B. wegen geplanter Operation). Dasselbe gilt uneingeschränkt für die Frage nach der Schwerbehinderteneigenschaft .“
Ich frage mich ernsthaft, was das Argument "Krankenkasse" damit zu tun hat Wink Auf mich wirkt der Arbeitgeber - wer immer das sein mag - eher nicht vertrauenswürdig und ich finde, wenn das Vorstellungsgespräch passé ist, ist das sicher gut so!

Zitat von schneematsch:
Danke für eure Antworten.

Also das Vorstellungsgespräch ist nun passé. Die Frage nach der Gesundheit ist versicherungstechnisch oder so begründet. Ich habe die genaue Begründung vergessen, aber irgendeine Kasse möchte mögliche Ausgaben durch Krankheit vermeiden.

Ich habe die Frage übrigens nicht beantwortet. Ich hätte das bei Nachfrage erläutert, aber ich mochte mich auch nicht selber denunzieren.

#12


S
Hallo BerlinerMama. Danke für deine Antwort. Smile
Den Arbeitgeber halte ich eigentlich für recht seriös. Er entwickelt Sicherheitstechniken für öffentliche Einrichtungen. Vielleicht hat das ja die Frage berechtigt? Das Gespräch ist mittlerweile aber schon sehr lang her und ich kann mich nicht mehr 100%ig daran erinnern.

#13


S
Hallo schneematsch.

Hattest du in zwischenzeit noch andere Bewerbungsgespräche?! Und was wurde aus dem einen?!

LG

#14


S
Beim beredeten Arbeitgeber wurde ich leider nicht genommen. Später hatte ich tatsächlich noch andere.

#15


S
Zitat von schneematsch:
Beim beredeten Arbeitgeber wurde ich leider nicht genommen. Später hatte ich tatsächlich noch andere.


Und? Hats bei einem geklappt? Ich finde es schon toll, das du zu den Bewerbungs Gesprächen gehen konntest. Ich kenne da einige, die selbst bei dem Schritt einen Rückzieher gemacht haben. Und selbst wenn es vielleicht nocht nicht bei dir geklappt haben sollte, bist du mitlerweile in Übung. Ich weis, klingt blöd. Aber man sollte die Flinte nicht ins Korn setzen, selbst wenns 100 mal nach hinten los geht. Irgendwann klappt es. Ich drück dir alle Daumen, die ich finden kann.

#16


S
Ja. Einmal hat es geklappt.

Vielleicht wäre es sogar schwerer nicht zu einem Bewerbungsgespräch zu gehen. Dafür ist der Druck beim Arbeitsamt zu groß. Denn wenn man das nicht tut, bekommt man da wieder Ärger. Und das mit einer sozialen Phobie? So kann man das ja auch sehen.

#17

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S
Außerdem will ich ja Arbeit. Ich will endlich ein von der Familie eigenständiges Leben führen.

#18


K
Hast du denn deinen Job wieder verloren? Du hattest ja wo angefangen als Programmierer und dort gab es einige Probleme. Chef hat dich direkt auf deine Leistung angesprochen und so. Wie ging das weiter? Viele Grüße

#19


S
Danke der Nachfrage. Es fällt mir extrem schwer auch nur an die Arbeit zu denken bzw. darüber zu schreiben. Mir geht es da sehr schlecht und ich komme nicht zurecht. Ich fahre jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit und sitze dort mit Bauchschmerzen am Platz. Wie es dort weitergeht weiß ich nicht.

#20


A


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