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windrunner
Hallo liebes Forum,

nach langer Zeit kommt mal wieder ein Beitrag von mir - ich hoffe, er ist hier an der richtigen Stelle, ich wusste das Thema nicht so ganz einzuordnen.
Ich habe nun endlich mein altes Gewicht wieder (in dem Sinne, dass ich endlich zugenommen habe). Vor gut 5 Jahren wog ich zuletzt 53 kg bei einer Körpergröße von 168 cm. Ich hatte damals also eigentlich schon Untergewicht, es war immer sehr knapp an der Grenze zwischen Unter- und Normalgewicht.
Dann habe ich aus irgendeinem Grund abgenommen auf 48, teilweise sogar 46 kg, einfach so. Ich hab jahrelang versucht, zuzunehmen, aber aufgrund meiner Phobie fiel es mir teilweise sehr schwer, genug zu essen. Manchmal hatte ich wochenlang kaum Appetit gehabt, und manchmal konnte ich essen, essen, essen. Aber mein Gewicht "hielt" sich bei 46-49 kg.
Jetzt habe ich aus irgendeinem Grund wieder zugenommen, und wiege nun 53 kg. Eigentlich das, was ich die ganze Zeit wollte, weil ich mich mit dem Gewicht früher schon viel besser gefühlt habe und, ganz ehrlich gesagt, so dürr zu sein ist auch nicht mehr attraktiv.
Ich fühl mich an sich gut, bis auf meine psychischen Weh-wehchen, die aber mit dem Gewicht sicher nichts zu tun haben, trotzdem fühl ich mich ganz seltsam.

Ich glaube, wenn man jahrelang so dürr war, ist es zur Normalität geworden - denn jetzt fühle ich mich tatsächlich breit. Ich denk "Wo ist meine Hüfte hin", dabei bin ich ja IMMER NOCH im Untergewicht, eigentlich.
Ich weiß, dass ich dünn bin, aber ich fühl mich nicht so... ich fühl mich aber auch nicht dick oder so, aber einfach... breit. Und aus diesem fremden Gefühl, was ich vorher niemals hatte, machen sich zwei Ängste breit: Zum einen habe ich Angst davor, wieder abzunehmen, zum anderen habe ich Angst, mit dem zunehmen nicht mehr aufhören zu können (der Moment, vor dem mich alle Erwachsenen immer gewarnt haben), die Angst geht teilweise soweit, dass ich denke "Ich muss mein Gewicht jetzt aber echt im Auge behalten, ich sollte vielleicht weniger essen."

Bin ich jetzt vollkommen dicht oder ist es normal, dass man sich an so etwas "gewöhnen" muss? Ist jemandem sowas schonmal passiert oder kann mich da irgendwie nachvollziehen?

Liebe Grüße,
windrunner

05.03.2017 17:22 • 07.12.2018 x 1 #1


9 Antworten ↓


TheCheshireCat
Hallo, mir geht es da echt ähnlich!

Wiege zurzeit um die 47kg und bin 1,64m groß. War jahrelang auch immer so knapp an der Grenze, also so um die 50kg, mal mehr mal weniger. Ich schaffe es auch kaum, genug zu essen und selbst wenn ich mal wieder meiner Schokisucht verfalle, tut sich eigentlich nix!

Man wollte mir schon eine Essstörung (Magersucht) aufdrücken, inoffiziell ist es bei einer atypischen Essstörung geblieben (ich vergesse zu Essen bzw. verspüre selten das Bedürfnis).

Wenn ich dann doch zunehme, bin ich irgendwie "enttäuscht", selbst wenn ich immer noch im Untergewicht bin. Wobei wenn ich dagegen die 46kg-Grenze erreiche, ich mich einfach nicht mehr gut fühle - energielos, keine Kraft, Umkippen etc.

Ich habe ein (relativ!) breites Becken, zumindest im Vergleich zur Taille, daher komme ich mir teilweise auch breit vor

Ich würde das ein deiner Stelle im Auge behalten. Nicht, dass sich da was böses draus entwickelt (hat man mir auch geraten, weil ich offenbar viele Symptome zeige, die das Risiko von Magersucht erhöhen), und ansonsten - versuchen, zu essen, vielleicht mal die Milch mit 3,5 als mit 1,5% Fett (als Beispiel), und nicht den Kopf verlieren.

Solange du nicht reaktiv anfängst, noch weniger zu essen, und dich jeden Tag auf die Waage stellst oder sogar erbrichst, würd ich mich mal nicht verrückt machen. Bleib nur aufmerksam und höre auf deinen Körper. Der weiß meistens schon, was richtig ist.

05.03.2017 17:35 • x 1 #2



Angst wegen Gewicht - gestörte Selbstwahrnehmung

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windrunner
Danke für die Antwort!
Ja, Magersucht hat mir mein Arzt auch immer unterjubeln wollen, immer so ganz empathisch nachgefragt, ob bei mir alles in Ordnung ist, und ob ich nicht psychologische Hilfe bräuchte, weil er ja ganz vorsichtig auf Magersucht tippen wollte.. Und ich immer "Neiiiin, ich bin nicht."

Na gut, ich behalte es im Auge. Ich hoffe, es bleibt jetzt einfach so, wie es ist, damit geht es mir gut.

05.03.2017 17:58 • #3


TheCheshireCat
Das ist doch das wichtigste

Ich war erst vor Kurzem in teilstationärer Behandlung und da u.a. auch in einer Gruppe für Frauen mit Ess- und Körperschemastörungen, was ich da von einigen gehört habe war echt grausig
Vorallem bzgl Laxantienabusus, über Jahre hinweg mit Darmentzündung und Blutungen zur Folge... Das ist nicht schön und es ging niemandem wirklich "gut" mit der Störung, weshalb sie sich ja auch behandeln lassen (was ich anerkennenswert finde), viele vertuschen es ja auch und wollen es nicht ändern weil die Maschine im Kopf zu laut "Nein Nein Nein" rattert.

Also seien wir froh, dass uns zumindest das erspart bleibt... Ich würde das niemandem wünschen, ob es nun in die Anorexie oder in die Binge-Eating Richtung geht. Das waren alles tolle junge Frauen die so furchtbar unzufrieden mit sich waren.

05.03.2017 18:17 • #4


windrunner
Oh je, das ist natürlich alles andere als schön.. Ne ne, in diese Schiene möchte ich auch niemals rutschen.
Lasst uns froh und munter sein, ob dick, ob dünn, ob groß und klein...

06.03.2017 16:05 • x 1 #5


...interessant ist doch der Fakt das wer auch immer so was ein BMI erfunden hat das wer auch immer sagt das sei zu dünn oder zu dick und noch interessanter mag es sein das wir den ganzen Blödsinn auch noch glauben. Wieso glauben wir eigentlich diesen Blödsinn? Ganze Industrien richten sich danach und versuchen uns mit tollen Werbungen und noch tolleren Sendungen das Ideal zu zeigen und nur wenn du den absurdesten Unsinn einer Frau Klum folgst könntest du Top Model werden. Wenn man manche Dinge mal aus einer ganz anderen Sicht betrachtet wird uns schnell so mancher erfundene Blödsinn auffallen und das doller an der Sache wird sein das tatsächlich eine Masse dem Blödsinn folgen echt ihre Probleme haben wenn sie jetzt nicht gerade so oder so aussehen oder dies oder das Gewicht haben. Ist schon eine irre Welt oder ?

Das von dir beschriebene Problem ist in diesem Forum nur eines von vielen anderen Problemen die scheinbar zu echten Probleme führt. Gehen wir zur Ursache das ist diese oft eher reine Erfindung. In deinem Fall also salopp die Figur oder die Ideal Figur. Wir denken das wohl jeder anerkennen muss das die Sache mit der Ideal Figur im Ursprung doch echt reiner Unsinn ist. Es ist egal wie wer aussehen mag. Willst du anders aussehen kannst du daran arbeiten so auszusehen das es dir gefällt. Es gibt Leute die salopp dick aussehen wollen und echt daran arbeiten. Ist doch ok. Ja und womöglich liegt dein Problem nicht an dir selbst sondern an schlicht falsche Denkweisen also das du womöglich an besagte Erfindungen klammerst. Wenn du dich so wie du bist wohl fühlst soll dir doch ein BMI und anderen Blödsinn schlicht egal sein inkl. dem was andere dazu sagen.

17.03.2017 06:41 • x 2 #6


Cloudsinthesky
Hallo
Ich weiß nicht, ob es hier rein passt, aber ich schreibe jetzt mal, da es sich ja um eine Phobie handelt.
Ich hatte viele Jahre Magersucht und seit September etwa versuche ich wirklich zuzunehmen. Hatte immer so um die 55kg bei 173. Jahrelang.
Jetzt habe ich u. A. "This is food" entdeckt, das hat 500kcal und ersetzt eine Mahlzeit. Da ich immer nur kleine Portionen schaffe, dachte das ist ganz gut zur Ergänzung.

Ich schätze, dass ich so auf höchstens 1500 kcal am Tag komme. Da ich dauerhaft müde bjn, hatte ich mir auch mehr Energie erhofft von einer Zunahme. Das ist nicht der Fall! Blutwerte sind gut.

Das ist mein größter Albtraum, noch immer. Unendlich zunehmen und nicht wirklich wissen, warum.
Wobei ich das Getränk in "Verdacht" habe.

Ich fühle mich einfach grässlich. Habe jetzt 59kg und meine Hosen sind zu eng, ich fühle mich unwohl ohne Ende.

Wenn es mir wenigstens gut ginge, aber nix. Müde, wenig Energie, Schmerzen und jetzt noch so starke Zunahme von Oktober bis jetzt 2.7kg

Ich hasse es. Danke fürs Lesen. Gibt sicherlich keine Lösung, aber ich musste es raus lassen

07.12.2018 11:09 • #7


Hallo,

lass das Getränk weg. Allerdings solltest Du auf Nährstoffe achten. Um sicherzugehen, habe ich z. B. etwas im Kühlschrank, dass wirklich alles an mir wichtigen Vitaminen und Spurenelementen abdeckt, davon nehme ich jeden 2. Tag einen Esslöffel voll. Und Energie habe ich eine Menge, manchmal - für mein Alter - fast zuviel.

07.12.2018 15:27 • x 1 #8


Cloudsinthesky
Danke, aber wenn das weglassen würde, hätte ich ein Problem, weil ich ja nicht wirklich schaffe, was zu essen. Ich mag auch nicht essen...

Was nimmst du denn da für die Energie?

07.12.2018 22:33 • #9


Es ist ein bestimmter Saft, für den ich hier aber keine Werbung machen möchte.

Sorry, dann hatte ich bei Dir etwas falsch verstanden.

07.12.2018 22:40 • x 1 #10



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