Coco21

12
2
hi ihr lieben,

wie man meinem titel ablesen kann, bin ich gerade ziemlich verzweifelt.
ich besuche seit diesem monat die 12 klasse des abendgymnasiums (die elf blieb mir zum glück erspart). ich dachte dies wäre ein neuer anfang, ich könnte neu durchstarten und mein abitur bei einem zweiten anlauf endlich erreichen, aber meine angst ist immer noch sehr präsent, genauso wie damals, bevor ich das abi wegen ihr geschmissen habe...

ich weiß echt nicht mehr, was ich machen soll. ich komme nach der schule nach hause und verkrieche mich in mein zimmer und weine, weil ich das alles nicht verstehe und nicht aushalte. warum habe ich diese angst? jedes mal denke ich mir zu hause, das kann doch nicht sein! das macht mich alles so fertig und ich versuche mir jedes mal aufs neue vorzunehmen, es anders anzugehen, d.h. ruhiger zu atmen, nicht darüber nachzudenken, und und und. ich versuche immer herauszufinden, wie diese angst zustande kam, aber ich komme nicht dahinter. alles fing ungefähr an, als ich 13 war und seit dem auch immer dies selbe sitaution, die selbe reaktion, einfach der selbe ablauf....ich versteh das alles einfach nicht. es sind doch nur blöde wörter auf einem baltt papier! wenn die anderen mitschüler lesen, denke ich mir, das kannst du auch, wo ist das problem? wenn ich zu hause bin und lese, dann läuft es ganz normal, ich lese sogar gerne zeitungsberichte vor, die ich in dem moment sehr interessant finde, aber in der schule? oooh mann, das regt mich soo auf! das kann doch nicht sein?

vorgestern noch in deutsch: die lehrerin teilt arbeitsblätter aus und ich achte immer fixiert darauf, wieviele blätter sie uns jetzt verteilt und wieviel text darauf zu sehen ist. und wenn ich textblöcke sehe, dann fängt mein herz schon an zu rasen. ich hoffe dann immer, dass sie uns den text alleine lesen lässt, damit ich ja nicht vor den anderen lesen muss, wenn ich dran komme! meine befürchtung bewahrheitete sich; sie nahm eine mitschülerin einfach so dran und mein herz fing an zu rasen, ich zietterte und schweiß brach aus...dann nahm sie ihre nachbarin dran und mein herz raste schneller und fester...als die zweite fertig war, merkte ich, dass ich wohl die nächste sein müsste und während, die lehrerin mit den anderen das bisher gelesene besprach, herrschte in mir ein durcheinander. ich frage mich, was ich jetzt machen soll. ich hob meine hand, die lehrerin grinst mich an und erwartet einen beitrag, doch mir fiel nichts besseres ein, als zu sagen, dass ich ins sekretäriat müsste! meiner nachbarin erzählte ich das ich migräne hätte (sie kennen mich ja nicht lange) und fragte sie vorher, ob sie vllt. ne aspirin hätte, hatte sie nicht und ich wollte mir welches aus dem säkretäriat holen- vonwegen, ich stand wie´ne bekloppte im flur der schule und habe überlegt, was ich nun mache. lange weg bleiben konnte ich auch nicht. nach 2 minuten bin ich wieder ein und tat so als ob mir der kopf wehtat. ich kam zum glück nicht mehr dran beim lesen. den rest des textes sollten wiralleine zuende lesen.

ich will nicht wieder versagen! vorallem kann ich nicht wieder alle enttäuschen. keine weiß von meiner angst! wer würde es denn verstehen?

ich höre lieber auf! ich könnte natürlich noch viel mehr schreiben (ich wünschte ich könnte genauso viel im unterricht beitragen!), da ich ich noch von vielen solcher angstsituationen berichten könnte...

wenn ihr fragen habt, fragt- beantworte sie gerne!

liebe grüße eure angstplagende coco21

24.08.2009 22:57 • 13.09.2009 #1


18 Antworten ↓


Ella 222


Hallo kleines,

ich darf dich doch so nennen.

Ich habe einen Satz für dich.
Mit große Auswirkung.


Du setzt Dich einfach unter Druck, denn der Druck im Kopf,
Du musst5 es schaffen, sonst sind die anderen Traurig oder wüten auf dich.

Ein hast du Recht, wenn du jemand darüber reden würdes, Sie würden es nicht verstehen.

Hier bei uns in den Forum, können wir dich alle verstehen.

Ein Tipp noch....

Versucht doch mal mit eine Verhaltentherapie, in die arbeit man Trick raus, die man anwenden kann.


Ich werde mir noch etwas ausdenken, was Dir jetzt etwas helfen kann.


Du macht das Abi für dich ganz alleine, weil du es MÖCHTES.

Und nicht für die anderen.

Schreib hier im Forum alles rein, was dich belasetet.

Das befreit, du darf auch ein Brief an dich selber schreiben, in den du schreibt was du unbedingt erreichen möchtet.

Schreib erstmal drei sachen auf.

sonst überforder du nicht und der Schluß kann nach hinten los gehen.

Ich bin auch gerade dabein mich zur überfordert.


Ella

25.08.2009 08:38 • #2


Melancholie


8
1
Hallo coco!

Ich besuche derzeit auch eine Schule des Zweiten Bildungsweges und habe exakt das gleiche Problem wie Du.
Die Lehrerin teilt Blätter aus, ich überfliege schnell, wie viel Text, wie ist die Einteilung und bekomme Panik. Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche. Wenn ich dann drankomme, ist das Lesen eine einzige Katastrophe, meine Stimme zittert, ich stocke immer wieder. Ich versuche auch immer, dem Lesen zu entgehen, z.B. trinke ich immer einen großen Schluck, wenn ich merke, die Lehrerin will jemand Neuen zum Lesen aufrufen. Das klappt zwar bei ihr, sie nimmt mich dann nicht dran, aber das kann man ja nicht in allen Fächern machen.

Hast Du schlechte Erfahrungen beim Vorlesen in der Schule gemacht? Ich z.B. habe einen Sprachfehler, ich lisple etwas, daher kommt bei mir die Angst vor dem Vorlesen. Ist so etwas ähnliches bei Dir auch der Fall?

Liebe Grüße
Melancholie

25.08.2009 08:39 • #3


Ella 222


Ein liebes Hallo,


So jetzt seit Ihr zur zwei, ich finde es super von euch das ihr schon bereit sein.
Hier zu schreiben.

Mir ging es nicht anders.

Ich habe ein Sprachfehler und hatte auch oft keine Note im Deutsch gehabt.

Ich weiß noch, von Oma wurde immer meine Cosine vorgezogen.

In der Schule wurde es mir zu bunt, das Sie mich immer geärgert haben.

Da bin ich in der 5 Klasse nach vorne gegangen und habe erzählt das ich ein Sprachfehler habe, da mein Kiefer nicht richtig mitgewachsen war.

Und wer ein blöden Kommar abgeben wollte, sollte es jetzt tut.

Denn sonst werde ich keine Antwort mehr drauf geben.

Sie waren alle so platt, das war richtig schön gewesen und sei den.
fing ich an zu lesen und mehr gesottert und falsch doch das hat mich nicht mehr aus gemacht.

Ella

25.08.2009 11:19 • #4


Coco21


12
2
danke für eure lieben antworten und für euer verständnis

@ella 222

darfst du

ABER: wenn es wirklich der druck ist, es schaffen zu "müssen", dann frag ich mich, ob ich als 13-jährige auch schon so unter druck stand, aber ich denke nicht- nein.
ich selber will es ja auch schaffen, weil ich ein ziel habe und dazu brauche ich mein abi...ich würd diese tortur schule/lesen niemals ohne grund/freiwillig durchmachen wollen.
ich frage mich echt jeden tag, seit ich merke, dass sich seit dem letzten abiabbruch, angstmäßig nichts getan hat, was ich eigtl hier (in der schule) mache. warum tue ich mir das an? ich muss ja gar nicht! aber ich will einnfach mein ziel erreichen. ich will mir meine zukunft von so´ner angst nicht kaputt machen.
klar, meine familie erwartet jetzt erst recht, dass ich es durchziehe. ein zweites mal einfach so abbrechen, das kann ich nicht bringen.
ach, ich finds so unfair!! von außen würde niemand denken, was in mir tatsächlich vorgeht- niemals!
ich meine, ich habe diese angst jetzt schon sooo lang für mich behalten können "wer hat denn schon angst vorm vorlesen".

womit überforderst du dich, wenn ich fragen darf?



@melancholie

da scheine wir beide ja etwas gemeinsam zu haben?

darf ich fragen, wie du zu dem zweiten bildungsweg gekommen bist? ich mache es ja, wie du lesen konntest- weil ich den ersten start abi geschmissen habe...hast du auch die schule abgebrochen?

so wie du deine situation beschreibst, ist es bei mir nicht anders. ich habe dann oft das gefühl, WENN ich gebeten werde etwas vorzulesen, keine luft zu bekommen...das gefühl ist so so schrecklich!!
wie du das mit dem trinken machst, mache ich das mit dem naseputzen.

das schlimme ist ja, ich habe deutsch-leistungskurs! ich musste deutsch nehmen, das haben bei uns alle, weil wir zu wenige schüler sind, um mehrere kurse zu bilden. das ist die hölle!
die lehrerin meinte neulich zu uns, wir sollten doch lieber etwas abgeben, falls wir mündlich nicht so viel beitragen...das war aber allegmein an alle gerichtet, weil mündlich ja 50/50 zählt...ich bin heute nach der stunde zu ihr, weil ich die einzige war, die nichts beigetragen hatte zu einer gruppenarbeit, und habe sie nach schriftlichen aufgaben gefragt, die ich dann bitte abgeben möchte. ich habe bei ihr iwie den eindruck, dass sie was vermutet...

eigtl. habe ich früher ziemlich gerne vorgelesen, habe sogar an klassenwettbewerben mitgemacht (buch vorstellen und etwas daraus vorlesen), aber es muss wohl iwann eine situation gegeben haben, wo ich mich nicht wohl gefühlt habe oder wo iwas passiert sein muss (ursache), die in mir diese angst auslöst!! ich weiß aber nicht was!!

ich habe eigtl. keinen sprachfehler. ich rede manchmal zu leise und zu undeutlich (habs schon mit´nem korken versucht), aber sonst eigtl. nichts...ich habe oft das gefühl, ich atme falsch oder rede auch zu schnell.

liebe grüße coco

26.08.2009 00:14 • #5


Ella 222




ich mache mir den Druck um alles in der Reihe zu bekommen.
Klappt auch nicht, ich habe mir eine Liste angefertig.

Na klar kannst du mit 13 Jahre auch den Druck habe, gerade Kinder wollen, den Eltern alles Recht machen.

Fragt dich doch, warum du diese Angst hast und was wäre so schlimm daran fehler bei Lesen zu machen.

Das Lesen ist bei Dir eine Schäche, weil du Glaubt du kannst es nicht.

Also heißt es, dran an den Feind und lasse Ihr nicht dein ganzen Leben versauten...

Lese doch jeden Tag ein Std laut vor und achte nicht darauf ob es richtig ist oder nicht.

Frag deine Lerherin ob Sie weiß, wie man es angehen kann.
Bitte Sie um ein Gespräch und fragt nach, wie man es angehen kann.

Ich wünsche Dir viel Kraft und den Mut dazu.

Ella.....

26.08.2009 08:03 • #6


Melancholie


8
1
Liebe coco,

wir haben noch mehr gemeinsam: Ich besuche auch den Deutsch-LK. Allerdings freiwillig. Ich weiß noch, als ich mich für diese Schule angemeldet habe (da waren es noch zwei Jahre zur Kollegstufe), stand für mich fest, dass einer meiner beiden LK´s Deutsch sein wird. Als es dann an die LK-Wahl ging, habe ich zwar sofort Deutsch eingetragen, aber der Gedanken, dass man da mit Sicherheit viel vorlesen müsste, hat mich nicht losgelassen.
Ich habe mir dann gesagt, na gut, in den anderen Fächern wird nicht so viel vorgelesen und der LK umfasst ja nicht mehr als 15 Leute. Versteh mich nicht falsch, 15 Leute sind für mich viel, auch bei Referaten bekomm ich das vor 15 Leuten nicht hin. Aber davor waren wir ja knapp 30 in der Klasse.
Nunja, ich habe nur noch ein Jahr vor mir und das werde ich schon irgendwie hinbekommen, denke ich mir immer.
Allerdings habe ich auch einige Kurse, in denen ich aufgrund meiner Mitschüler keine Referate halten werde.
Eigentlich seltsam, weil ich weiß, niemand wird mich auslachen. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand bei einem Referat oder beim Vorlesen ausgelacht wurde, es sei denn, derjenige hatte irgendeinen witzigen Versprecher. Und selbst da lacht man ja nicht über die Person.

Seltsam, dass man das alles weiß und trotzdem so wahnsinnige Angst vor solchen Situationen hat.

Zu deiner Frage, wie ich auf diese Schule gekommen bin:
Ich komme von der Hauptschule und habe danach eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht. Für mich stand dann schon während der Ausbildung fest, dass ich danach wieder zur Schule gehen möchte. Ursprünglich war die BOS geplant, jedoch bin ich dort mit den Fächern nicht zurecht gekommen (BWL, Englisch nicht ablegen können, innerhalb von einem Jahr die zweite Fremdsprache lernen, wenn man die Allgemeine Hochschulreife haben möchte, etc.). Deshalb habe ich mich dann auf einem Kolleg beworben. Nunja, und da bin ich jetzt.
Ich war auch jahrelang auf der Sonderschule, bevor ich wieder auf die Hauptschule gehen konnte. Ich wollte / will mir einfach beweisen, dass ich "mehr" kann. Und so bin ich dann auf dem Kolleg gelandet
Meine Noten sind zwar nicht die Besten, aber ich hoffe trotzdem auf ein 2,9-3,0 Abi. Mal sehen

Wie sieht es bei dir aus? Wie lange gehst du denn noch aufs Abendgymnasium? Macht es dir ansonsten Spaß? Kommst du mit den Leuten dort zurecht?

Liebe Grüße
Melancholie

26.08.2009 12:46 • #7


hagebutte


3
1
Hallo Coco21,

ich habe wegen sozialer Ängste auch manchmal Panik zu zittern oder ähnliches in öffentlichen Siutuationen. Manchmal hilft mir ein kleiner Trick der vielleicht ein bißchen albern erscheint. Ich versuche, während ich rede, öffentlich lese oder ein Blatt halte, mit meinem Fuss einen Rythmus zu wippen und konzentriere mich darauf, während ich lese oder in einer Gesprächssituation bin.
Manchmal hilft mir das, mich nicht auf meine Angst zu konzentrieren und wenn der Anfang erstmal gemacht ist, ist dann eine Blockade gelöst.

LG
hagebutte

26.08.2009 13:44 • #8


Coco21


12
2
das muss ich loswerden:
ooh gott, ich könnte gerade wieder anfangen zu heulen. ich habe das gefühl, dass es mit meiner angst schlimmer wird.

ich kann mich im unterricht nicht mehr konzentrieren und bringe die leichtesten aufgabenstellungen nicht auf ein blatt papier!!
gestern in deutsch und heute in bio (übrigens auch leistungskurs).
ich wurde von beiden lehrern dran genommen (ich habe den endruck, sie lieben es meinen namen zu benutzen ) und bei beiden habe ich gesagt, ich will nicht vorlesen, weil ich entweder nichts habe oder weil ich meine lösung nicht als richtig empfand- was man auch als arbeitsverweigerung abstempeln könnte. mein bio-lehrer hat darauf auch gleich eine standpauke gehalten. was soll ich machen? als wir dann noch im buch etwas gelesen habe und ich merkte, dass er die reihen durchgeht, bin ich aufgestanden und habe gefragt ob ich aufs klo dürfte- durfte ich, klar (gott, habe ich gezittert)! ich bin dann 10 min. weg gewesen und habe mir auch gleich eine ausrede zusammengebastelt, falls ich doch noch gebeten werde etwas vorzulesen, wenn ich wieder drin bin. das ist erst meine zweite woche in dieser klasse und ich falle jetzt schon "negativ" auf!!
am liebsten würde ich nur noch zu hause bleiben und für mich lernen und nur für die klausuren in der schule vorbeischauen.

ich spiele ernsthaft mit den gedanken, die lehrer darauf anzusprechen, aber ich weiß nicht wie! ich habe bisher niemandem von meinem problem erzählt! boah leute, ich fühl mch richtig schei.. ich heule mir die letzten tage, auf dem nachhauseweg die augen aus und zu hause angekommen, tu ich wieder auf happy. ich glaube ich werde morgen und übermorgen nicht zur schule gehen...ich weiß, so löse ich das problem auch nicht, aber ich weiß einfach nicht weiter...und ich glaube dieses dauernde herzrasen vor angst, tut mir auf dauer auch nicht gut (hatte früher herzrythmusstörungen) ! ach mann

@ella
danke!
fragen tu ich mich ständig, warum ich diese angst habe, aber ich komm nicht dahinter...die lehrerin würde ich gerne darauf ansprechen, aber ich habe einfach angst davor- wie wird sie reagieren?

@melancholie
wie lange hast du die angst schon?
ich kann dich da sehr sehr gut verstehen, dass du auch vor 15 leuten deine schwierigkeiten hast. wir sind sogar nur 12! die anzahl spielt ja eigtl. nicht die primäre rolle bei der angst. es geht ja hauptsächlich um das sprechen vor anderen (,oder?- also bei mir zumindest.) ja, das blöde ist ja, ich weiß auch, das mir nichts passieren kann, weil ich mich- soweit ich das schon nach fast zwei wochen sagen kann- mit meinen mitschülern recht gut verstehe! ich bin nicht die offenste person, die sofort auf alle zugeht, aber ich weiß mich schon irgendwo zu integrieren. das ist echt seltsam, wie die angst auch!! wie kann man nur angst vorm lesen haben?
ich finde deine einstellung top...von der sonderschule auf die hauptschule und nun das abi. diesen ehrgeiz und vorallem den willen, hat nicht jeder!! hut ab! wie alt bist du?

ich bin jetzt in der 12en und habe somit noch zwei jahre. dadurch, dass ich ein jahr "übersprungen" habe, von null direkt in die 12, muss ich vieles nachholen. da stehe ich auch etwas, naja viel unter stress/druck...wenn die angst gerade nicht so präsent wäre, dann würde es mir spaß machen. ich müsste mich ehrlich gesagt auch nicht mit den anderen anfreunden, ich würde einfach mein ding machen, d.h. mein ziel verfolgen und gut ist, aber ich versteh mich relativ gut mit denen, aber die angst raubt mir den spaß an der ganzen sache und die motivation und schwindet, gleichzeitig verblasst auch mein ziel, was ich vor schulbeginn, noch ganz klar vor meinen augen gehalten habe!!

@hagebutte
das mit dem wippen hört sich so simple an, aber ich glaube meine angst ist da zu groß...mein herzklopfen nimmt schon den gang eines feraris ein, sobald ich die zettel/den text sehe...dann kann ich gar nichts mehr richtig steuern, nicht meine gedanken und auch nicht mein tun
ich glaub ich bin ein hoffnungsloser fall.
hast du die angst so wirklich im griff? wie hat sich deine angst, wenn du diesen trick nicht angewendet hast, denn gezeigt?

liebste grüße coco21

26.08.2009 23:50 • #9


hagebutte


3
1
Liebe Coco21,

tut mir leid, dass Du gestern so einen beschissenen Tag hattest. Es kommen aber auch wieder andere, bessere, Tage, an denen man Mut schöpfen kann!

Nein ich habe die Angst so nicht wirklich im Griff. Es ist nur ein Trick für mich, um mich durch eine Situation zu bringen in der ich Angst habe, die Kontrolle zu verlieren. Meine soziale Angst zeigt sich in Gesprächssituationen oder öffentlichen Situation (z.B. einem Meeting auf der Arbeit). Ich bekomme dann Hitzewallungen, schwitze, mein Herz stolpert manchmal. Ich habe dann auch sofort Fluchtgedanken (Raum verlassen, weg hier), und dann kommt mitunter auch die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Ich denke dann, ich müßte schreien oder ähnliches. Der Trick mit dem Wippen in einem Rythmus hilft mir dann, mich kurz auf etwas anderes zu konzentrieren, wenn Flucht nicht geht. Ich kann damit die Angst manchmal etwas runterfahren, und es gelingt mir in der Situation bleiben zu können. Oft legt sich die Angst auch etwas, wenn man dann in der Situation länger bleibt und den Raum nicht verlässt. Das ist dann eine gute Erfahrung.

Ich finde Deine Idee, einer der Lehrerinnen von Deinem Problem zu erzählen (das Schlimmste ist die Angst, vorlesen zu müssen, oder?) ganz gut. Du könntest Sie um ein Gespräch nach der Stunde bitten und ihr ganz konkret sagen, dass Du mit dieser speziellen Situation große Ängste verbindest. Ich glaube, dass sie weder lachen wird, noch mit totalem Unverständnis reagieren wird. Vielleicht könnt ihr eine "Schonzeit" in dieser Hinsicht für den Anfang vereinbaren, so dass Du für die nächste Zeit etwas befreiter zu Schule kommen kannst und Dir den Schulbesuch auch wieder zutraust.

Davon abgesehen, hast Du schon mal dran gedacht, es mit einer Psychotherapie wegen der Ängste zu versuchen? Das ist ja keine Schande. Als ich nach meiner jetzigen Therapeutin gesucht habe waren viele ausgebucht und ich hatte kurz den Eindruck, die ganze Stadt wäre in Therapie.

Ganz liebe Grüße
hagebutte

27.08.2009 10:08 • #10


Melancholie


8
1
Liebe coco!

Wir haben an unserer Schule eine super Vertrauenslehrerin. Habt ihr auch so Jemanden? Ich habe schon des Öfteren mit ihr gesprochen, wenn auch nicht über dieses Problem. Aber mir hat es immer wieder geholfen. Es muss ja nicht unbedingt der Vertrauensleher sein, wenn du nicht möchtest. Aber vielleicht ein Lehrer, mit dem du gut zurecht kommst. Diese Idee finde ich ganz gut von dir, ich würde es an deiner Stelle machen. Ich würde aber vorschlagen, dass du nicht darum bittest, dich beim Vorlesen nicht mehr dran zu nehmen, sondern sie um Rücksicht bittest, z.B. dass sie dich erst einmal nur bei kleinen Textausschnitten drannehmen. Oder aber dass du dich z.B. mal freiwillig meldest, wenn du deine Hausaufgaben gemacht hast.
Versteh mich nicht falsch, ich kenne ja das Gefühl dieser Panik und ich weiß, wie es den Schulalltag erschwert und wie man sich damit fühlt. Aber manchmal muss man über seinen Schatten springen. Wenn ich dann doch mal drangenommen werde beim Lesen, zittere ich noch Minuten danach und habe noch Schweißausbrüche. Aber dann sehe ich mich im Klassenzimmer um und merke, dass niemand lacht oder doof schaut. Und nein, damit ist die Welt nicht in Ordnung. Aber die Welt ist auch nicht damit in Ordnung, dass man wegläuft (oder einen großen Schluck Wasser nimmt oder sich die Nase putzt, um nicht drangenommen zu werden )
Ich bin früher auch immer aus dem Klassenzimmer gegangen und habe mir Ausreden einfallen lassen, um nicht dranzukommen. Und wie ich ja schon davor geschrieben habe, versuche ich mich immer vor dem Vorlesen zu drücken. Aber es bringt nichts. Die Panik wird umso größer, wenn man dann doch einmal dran genommen wird. Ich habe dieses Jahr wegen einem blöden Referat mein Abitur aufs Spiel gesetzt, weil ich es nicht gehalten habe. Und wie schon gesagt, werde ich auch nächstes Jahr in bestimmten Kursen kein Referat halten. Aber ich weiß, es bringt nichts. Ich bestätige damit den Leuten aus meinen Kursen nur das Bild, das sie schon von mir haben: Die kleine, blöde, schüchterne. Dabei wäre es doch viel schöner, den Leuten das Gegenteil zu beweisen. Ich weiß nicht, wie es bei dir mit Referaten aussieht? Hast du da auch diese Panik?

Um zu deiner Frage zurück zu kommen: Ich bin 22. Aufgrund deines Nicknames nehme ich an, du bist ein Jahr jünger?

Liebe Grüße
Melancholie

27.08.2009 12:17 • #11


Coco21


12
2
hi melancholie

ob wir einen vertrauenslehrer haben, weiß ich nicht. inwiefern hat dir deine vertrauenslehrerin geholfen, wenn du mit ihr nicht über deine angst gesprochen hast? ich bin noch nicht so lange in der schule, deshalb kann ich nicht einschätzen, wem ich mich anvertrauen könnte.
ich denke mir wird nichts anderes übrig bleiben, als über meinen schatten zu springen. anders werde ich meine blöde angst ja nicht los-leider!
blöde frage, aber: wie hörst du dich an, wenn du etwas vorlesen musst? ich z.b. habe das gefühl-nein, es ist so, dass meine stimme richtig zittrig ist und ich keine wörter mehr vernünftig aussprechen kann. einfach nur schrecklich, die angst schnürrt mir die luft weg.
du hast dein abi fast aufs spiel gesetzt wegen eines referats. ich habe es aufs spiel gesetzt vor 2 1/2 jahren -wegen eines blöden referats!
das war so schlimm, alles worauf ich hingearbeitet hatte, pfutsch wegen eines referats. wie stand ich denn da? ich musste mir eine dumme ausrede einfallen lassen "will lieber arbeiten und ich habe ja mein fachabi, das reicht." ich wusste doch, dass es nicht richtig war, aber ich wusste mir nicht anders zu helfen und jetzt will ich nicht wieder so anfangen! es soll nicht wieder so enden!
damit wäre deine farge, bezüglich referate halten auch beantwortet ...

ich finde es echt toll, wie positiv du schauen kannst. mich dominiert da die angst zu sehr, als dass ich iwie nach vorn schauen kann.

jep ich bin 21.

ganz liebe grüße coco

28.08.2009 19:17 • #12


Melancholie


8
1
Hallo liebe coco,

ich dachte schon, mein "Positiv-Gerede" kommt bei dir falsch an. Schön, dass du antwortest

Ja, wenn ich vorlese, dann klingt meine Stimme zittrig, ich hole falsch Luft, wodurch die Sätze abgehackt klingen oder man mal einen Punkt oder ein Komma überliest bzw. nicht richtig betont. Dabei bin ich selbst davon genervt, wenn Andere beim Vorlesen so klingen (die Sätze nicht richtig betonen, beenden oder Satzzeichen beim Vorlesen nicht beachten, indem sie beim Komma eine kurze Pause machen, etc.). Ich weiß, das klingt komisch, einerseits bin ich bei Anderen genervt davon, andererseits lese ich selbst so vor. Ich kann das auch nicht richtig erklären. Manchmal kommt das bei mir mit dem Vorlesen auch auf die Tagesform an, wenn ich dann z.B. mal einen längeren Text vorlesen muss, komme ich mit der Zeit rein, wobei ich nie ganz gut und fehlerfrei beim Lesen bin.

Mit meiner Vertrauenslehrerin habe ich drei intensive Gespräche geführt. Einmal, weil ich das Jahr freiwillig wiederholen wollte, da ich mit meinen Leistungen nicht zufrieden war. Sie hat mich aber davon abgehalten (wofür ich ihr heute wirklich dankbar bin), indem sie mich nach meinen konkreten Gründen und nach meinen Zukunftsplänen gefragt hat. Sie hat mich auch von meinem bisherigen Lebenslauf erzählen lassen. Ich habe diese Lehrerin heute noch und das Schöne an ihr ist, dass sie mich - obwohl sie z.B. von der Sonderschule weiß - nie anders als die Anderen behandelt hat. Sprich, ich konnte überhaupt nicht in die Rolle verfallen, in der ich sage: "Ich war Jahre an der Sonderschule, ich möchte, dass ihr darauf Rücksicht nehmt." Ich kann auch nicht stolz darauf sein, jetzt auf dieser Schule zu sein und in einem Jahr mein Abi zu schreiben, weil ich für mich denke, das ist das Mindeste, was ich tun kann. Was ich damit sagen will: Ich bin schon der Meinung, dass du dich an einen Lehrer deines Vertrauens wenden solltest, aber du solltest ihn nicht um eine Sonderbehandlung bitten, indem du sagst, du möchtest nicht aufgerufen werden. Wie ich es oben schon geschrieben habe, bitte den Lehrer darum(oder wenn es mehrere sind, die du im Unterricht hast und zu denen du Vertrauen hast), dich erstmal nur bei kürzeren Abschnitten aufzurufen oder dir die Chance zu lassen, dich freiwillig zu melden. Aber wenn du jetzt darum bittest, gar nicht mehr aufgerufen zu werden (und der/die Lehrer dieser Bitte nachkommen), hat die Angst gesiegt. Das bringt dich nicht weiter, coco. Ich weiß, wie schwer es ist, wirklich, ich habe die gleiche Panik wie du. Aber es bringt dir nichts. Außer die Gewissheit, die Angst war stärker.

Um zu der Vertrauenslehrerin zurück zu kommen: Das zweite Gespräch hatte ich mit ihr über eine andere Lehrerin, mit der ich partout nicht zurecht komme und den Kurs wechseln wollte. Ich habe die Vertrauenslehrerin gefragt, wie meine Chancen stehen. Auch hier hat sie mir weitergeholfen, indem sie zugehört und objektiv beurteilt hat. Das dritte Gespräch ging um mein geplantes Studium. Sie hat einfach die Gabe, zuzuhören und objektiv zu werten. Und sie kennt dich, obwohl du vielleicht noch nicht so viel mit dir zu tun hatte. Vielleicht hast du ja auch das Glück, so einen Lehrer an deiner Schule zu haben. Schau dir die Lehrer in Ruhe an, nicht alle Lehrer können objektiv sein und dir zur Seite stehen. Es wird dauern, aber ich bin mir sicher, du wirst deine Angst irgendwann unter Kontrolle haben. Nicht vollständig, aber zumindest soweit, dass du damit umgehen kannst; soweit, dass du an einem Tag zwar nach einer Ausrede suchen und sie auch "anwenden" wirst, aber eben auch soweit, dass du es am nächsten Tag nicht tun wirst.
Die Angst wird wohl nie ganz weg sein, aber man kann lernen, sie zu kontrollieren. Man muss nur manchmal ins kalte Wasser springen

Melancholie

28.08.2009 23:10 • #13


Melancholie


8
1
Hallo liebe coco,

ich dachte schon, mein "Positiv-Gerede" kommt bei dir falsch an. Schön, dass du antwortest

Ja, wenn ich vorlese, dann klingt meine Stimme zittrig, ich hole falsch Luft, wodurch die Sätze abgehackt klingen oder man mal einen Punkt oder ein Komma überliest bzw. nicht richtig betont. Dabei bin ich selbst davon genervt, wenn Andere beim Vorlesen so klingen (die Sätze nicht richtig betonen, beenden oder Satzzeichen beim Vorlesen nicht beachten, indem sie beim Komma eine kurze Pause machen, etc.). Ich weiß, das klingt komisch, einerseits bin ich bei Anderen genervt davon, andererseits lese ich selbst so vor. Ich kann das auch nicht richtig erklären. Manchmal kommt das bei mir mit dem Vorlesen auch auf die Tagesform an, wenn ich dann z.B. mal einen längeren Text vorlesen muss, komme ich mit der Zeit rein, wobei ich nie ganz gut und fehlerfrei beim Lesen bin.

Mit meiner Vertrauenslehrerin habe ich drei intensive Gespräche geführt. Einmal, weil ich das Jahr freiwillig wiederholen wollte, da ich mit meinen Leistungen nicht zufrieden war. Sie hat mich aber davon abgehalten (wofür ich ihr heute wirklich dankbar bin), indem sie mich nach meinen konkreten Gründen und nach meinen Zukunftsplänen gefragt hat. Sie hat mich auch von meinem bisherigen Lebenslauf erzählen lassen. Ich habe diese Lehrerin heute noch und das Schöne an ihr ist, dass sie mich - obwohl sie z.B. von der Sonderschule weiß - nie anders als die Anderen behandelt hat. Sprich, ich konnte überhaupt nicht in die Rolle verfallen, in der ich sage: "Ich war Jahre an der Sonderschule, ich möchte, dass ihr darauf Rücksicht nehmt." Ich kann auch nicht stolz darauf sein, jetzt auf dieser Schule zu sein und in einem Jahr mein Abi zu schreiben, weil ich für mich denke, das ist das Mindeste, was ich tun kann. Was ich damit sagen will: Ich bin schon der Meinung, dass du dich an einen Lehrer deines Vertrauens wenden solltest, aber du solltest ihn nicht um eine Sonderbehandlung bitten, indem du sagst, du möchtest nicht aufgerufen werden. Wie ich es oben schon geschrieben habe, bitte den Lehrer darum(oder wenn es mehrere sind, die du im Unterricht hast und zu denen du Vertrauen hast), dich erstmal nur bei kürzeren Abschnitten aufzurufen oder dir die Chance zu lassen, dich freiwillig zu melden. Aber wenn du jetzt darum bittest, gar nicht mehr aufgerufen zu werden (und der/die Lehrer dieser Bitte nachkommen), hat die Angst gesiegt. Das bringt dich nicht weiter, coco. Ich weiß, wie schwer es ist, wirklich, ich habe die gleiche Panik wie du. Aber es bringt dir nichts. Außer die Gewissheit, die Angst war stärker.

Um zu der Vertrauenslehrerin zurück zu kommen: Das zweite Gespräch hatte ich mit ihr über eine andere Lehrerin, mit der ich partout nicht zurecht komme und den Kurs wechseln wollte. Ich habe die Vertrauenslehrerin gefragt, wie meine Chancen stehen. Auch hier hat sie mir weitergeholfen, indem sie zugehört und objektiv beurteilt hat. Das dritte Gespräch ging um mein geplantes Studium. Sie hat einfach die Gabe, zuzuhören und objektiv zu werten. Und sie kennt dich, obwohl du vielleicht noch nicht so viel mit dir zu tun hatte. Vielleicht hast du ja auch das Glück, so einen Lehrer an deiner Schule zu haben. Schau dir die Lehrer in Ruhe an, nicht alle Lehrer können objektiv sein und dir zur Seite stehen. Es wird dauern, aber ich bin mir sicher, du wirst deine Angst irgendwann unter Kontrolle haben. Nicht vollständig, aber zumindest soweit, dass du damit umgehen kannst; soweit, dass du an einem Tag zwar nach einer Ausrede suchen und sie auch "anwenden" wirst, aber eben auch soweit, dass du es am nächsten Tag nicht tun wirst.
Die Angst wird wohl nie ganz weg sein, aber man kann lernen, sie zu kontrollieren. Man muss nur manchmal ins kalte Wasser springen

Melancholie

28.08.2009 23:12 • #14


Coco21


12
2
hey melancholie,

ach quatsch, warum sollten deine aufmunterndenworte negativ bei mir ankommen?im gegenteil, ich finds supi, dass du dir die zeit nimmst und mir antwortest

ich glaube, man regt sich über die anderen auf, wenn sie falsch lesen, weil man weiß, dass man sich genauso anhört- vermute ich mal.
ich hatte mal zwei mitschüler in meiner klasse, die gestottert haben und jedes mal, wenn sie etwas vorgelesen haben oder etwas beitragen mussten war es für mich immer anstrengend dem zuzuhören. ich weiß nicht wieso, aber in diesen momenten hätte ich am liebsten das ruder genommen und weitergesprochen und/oder gelesen, weil mich das als zuhörerin angestrengt hat, nicht weil ich genervt war, sondern weil ich mich richtig in sie hineinversetzen konnte. ich stotter zwar nicht, aber ich konnte richtig nachempfinden, wie sie versuchen die wörter rauszukriegen, was aber nicht so leicht ging. das war aber als ich noch nicht so eine panik vorm lesen hatte.

ABER warum bist du nicht stolz auf das, was du bisher geschafft hast? das muss dir ersteinmal jemand nachmachen.

nein, ich will auf keinen fall, dass mich die lehrer schonen. das wäre erstens nicht fair gegenüber meinen mitschülern und zweitens muss ich mich ja irgendwie meiner angst stellen, um sie irgendwann in den griff zu bekommen. der wille ist ja da, aber das gefühl der angst ist so groß, dass ich immer wieder bei dem kleinsten gedanken daran, in panik gerate. ich stelle mir oft die situation lesen vor, in der ich ohne angst lese und gut lese- was ich ja eigtl. tue- und fühle mich dann wohl, aber wenn ich weiß, morgen sitze ich im unterricht und könnte einfach so von einem lehrer drangenommen werden zum lesen, dann kommen diese ganzen unangenehem gefühle hoch.

als es im gespräch mit deiner vertrauenslehrerin, um einen kurswechsel ging- durftest du den kurs schließlich wechseln oder nicht?

ich finds toll, dass du jemanden hast, mit dem du über deine schulischen angelegnheiten reden kannst. ich hoffe auch sehr, dass ich bei einem lehrer das gefühl bekomme, über meine probleme sprechen zu können.
es wird nicht leicht, weil ich bisher nie über dieses thema gesprochen habe, aber ich kann diese gedanken nicht mehr alleine mit mir rumtragen. ich denke, es muss jetzt endlich raus, sonst komme ich nicht weiter.

was möchtest du denn studieren, weißt du das schon?

liebe grüße coco

31.08.2009 22:23 • #15


Melancholie


8
1
Hallo coco!

Ich finde es super, dass du so ehrlich zu dir selbst sein kannst. Das ist ein wichtiger erster Schritt. Und ich glaube, du hast Recht. Uns nervt es, wenn Andere schlecht lesen, weil wir es selbst tun. Das ist witzig, ich denke mir auch ganz oft, dass ich jetzt lieber das Wort ergreifen möchte, weil mich das "Rumgestottere" des Anderen ganz wahnsinnig macht

Ich kann dir leider auch nur den Tipp geben, dich an einen Lehrer deines Vertrauens zu wenden. Aber wie gesagt, schau dich erst ein wenig danach um, ich hoffe, ihr habt Jemanden an eurer Schule, dem du dich anvertrauen kannst. Und wenn du ihn nicht darum bittest, dich außen vor zu lassen, sondern ihm deine Kooperationsbereitschaft zeigst, wird dieser Lehrer auch Verständnis für dich aufbringen. Ideal wäre es natürlich, wenn ein Lehrer, den du auch wirklich im Unterricht hast, dieser Ansprechpartner wäre, so wie es bei mir.
Den Kurs durfte ich damals nicht wechseln, aber das hatte nichts mit der Vertrauenslehrerin zu tun, sondern mit meiner Lehrerin eben jenen Kurses. Ich hätte zwar noch zur Direktorin gehen können, aber das hätte wahrscheinlich nichts genutzt, da der andere Kurs ziemlich voll war. Und dann hätte ich mir erst recht einen Schiefer bei meiner Lehrerin eingezogen. Zumal die beiden Kurse jetzt zusammengelegt wurden und ich genau diese Lehrerin weiter behalten werde. Aber mittlerweile ist es okay mit ihr. Freundinnen werden wir nie werden, aber das ist ja zum Glück nicht Bedingung für das Abitur.

Ja, das mit dem Studieren ist so eine Sache. Ich will auf alle Fälle Soziale Arbeit (Sozialpädagogik) studieren. Allerdings habe ich einen Schnitt von 2,9-3,0 zu erwarten und werde somit wohl kaum gleich einen Studienplatz bekommen. Aber auch das ist in Ordnung, ich fühle mich sowieso noch nicht ganz "reif" dafür. Ich werde mich ab Januar für Praktika und für ein FSJ bewerben und das dann erst einmal ein Jahr machen. Damit habe ich dann auch gleich bessere Chancen auf einen Studienplatz und habe schon einmal ein Jahr in diesem Bereich gearbeitet und "weiß" sozusagen, was auf mich zukommt. Ich möchte später aber wahrscheinlich nicht in der Betreuung von Kindern, Behinderten oder älteren Menschen arbeiten, sondern eher in der Beratung tätig sein oder Menschen in "schwierigen Lebenssituationen" helfen. Im Waisenhaus zu arbeiten könnte ich mir vorstellen. Aber die Stellen für Sozialpädagogen sind meist auf 1-2 Jahre befristet, ich denke, ich werde - sofern ich nicht wie so viele Andere arbeitslos sein werde - in mehrere Bereiche reinschnuppern können. Irgendwann - wenn ich es mir zutraue und die Zeit es zulässt - möchte ich auch mal als Streetworkerin tätig werden, allerdings wird das nicht bezahlt. Aber das möchte ich auf alle Fälle machen. Egal, wie schlecht Sozialpädagogen bezahlt werden und egal, wie lange ich auf einen Studienplatz warten muss, das MUSS sein

Du hast zwar noch etwas hin bis zum Abitur, aber hast du schon eine Vorstellung, was du danach machen möchtest? Ich habe mich erst vor Kurzem dazu entschlossen, Soziale Arbeit zu studieren, ich wusste also auch ganz lange nicht, wohin danach mit mir.
Auf dem Abendgymnasium ist es ja so, dass man tagsüber berufstätig sein muss, richtig? Darf ich dich fragen, was du arbeitest?

Liebe Grüße
Melancholie

01.09.2009 20:08 • #16


Coco21


12
2
hi melancholie

hast du eigtl. mal an eine therapie gedacht?
ich mache mir schon seit langem gedanken darüber, weil ich gerne auch wissen will, wie diese angst zustande gekommen ist. ich weiß, ungefähr, wann die angst begann, aber kann/konnte mir nie erklären "warum" und das nimmt mich mit.
einen arzt darauf anzusprechen wird ein großer hinderniss für mir sein, aber da müsste ich ja durch, wenn ich eine therapeutische hilfe möchte.
ich weiß nicht, ob du das weißt, aber gibt es auch die möglichkeit, eine therapie zu machen, ohne dass die familie etwas mitbekommt?

ich arbeite zur zeit bei meinen eltern, nehme ihnen büroarbeit ab. das mache ich seit diesem monat, also seit die schule angefangen hat. meine eltern wollten eigtl. immer, dass ich medizin studiere, das wollte ich lange zeit selber, bis mir dann die angst dazwischen kam und ich das interesse langsam daran verloren habe, nach dem motto "schaffe ich eh nicht mehr"...hatte auch meine beiden schulpraktiker in diesem bereich gemacht. jetzt spiele ich mit den gedanken international managment zu studieren, aber zwischen wollen und es dann wirklich machen, stehen auch wieder dimensionen

als was arbeitest du?

liebe grüße coco

03.09.2009 14:33 • #17


Melancholie


8
1
Hallo coco!

An eine Therapie habe ich noch nicht gedacht. Ich bin fest davon überzeugt, dass das reine Übungssache ist (bei mir). Ich glaube nicht, dass mir eine Therapie helfen würde, da ich mich in bestimmten Situationen selbst so genauestens analysiere wie nur möglich. Auch in Situationen des Vorlesens. Und wie ich ja schon mal geschrieben habe, komme ich mit der Zeit rein, die Panik wird kleiner. Wie gesagt, ich gehe bei mir davon aus, dass es reine Übungssache ist.
Was ich allerdings gerne mal machen würde, ist ein Training, das das Selbstvertrauen stärkt; ich glaube, das könnte mir wirklich helfen. Aber ich habe bisher noch nichts Passendes gefunden.

Dass das mit dem Lesen "reine Übungssache" ist, ist nicht auf dich bezogen, ich spreche nur für mich. Wenn du denkst, dass dir eine Therapie helfen könnte, dann schau dich einfach mal nach Anlaufstellen um. Glaub mir, dein Arzt (ich nehme an, du musst erst zu deinem Hausarzt, der dich dann überweist?) wird Verständnis für dich aufbringen können. Und dann wirklich mit einem Therapeuten darüber zu sprechen, ist anfangs zwar bestimmt nicht einfach, aber wenn du einen guten findest, wird sich auch diese Angst ganz schnell legen. Ich glaube, es ist auch wirklich wichtig, zu wissen, woher diese Angst kommt. Dann kann man ganz anders damit umgehen und sich eventuell sogar an die Beseitigung der Ursache wagen.
Nachdem du volljährig bist, werden deine Eltern nicht darüber informiert. Aber ich weiß nicht, ob du noch zu Hause wohnst, die Gefahr, dass der Therapeut Briefe an dich sendet (Rechnung, in manchen Fällen vielleicht auch Informationsschreiben, etc.), besteht natürlich trotzdem. Ich verstehe dich, ich war auch monatelang bei einer Logopädin in Behandlung und wollte meiner Mutter nichts davon sagen. Aber als ich es ihr dann gesagt habe, war es auch in Ordnung. Allerdings habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu ihr, ich weiß ja nicht, wie das bei dir ist. Aber wie gesagt, ich verstehe dich, selbst ich wollte es ihr nicht sagen, obwohl wir uns super verstehen.

Nachdem ich ja auf ein Kolleg gehe, dessen Unterricht tagsüber stattfindet, muss ich nicht arbeiten und tue es im Moment auch nicht. Davor habe ich nebenbei geputzt bzw. im Büro gearbeitet, habe das aber wieder aufgegeben, da das mit der Zeiteinteilung nicht geklappt hat bei mir. Aber ich suche gerade wieder Arbeit, zumindest für 1-2 Mal die Woche. Nur vom Bafög zu leben ist auch nicht gerade der Hit

Deine Bedenken wegen dem Studium ("Das schaffe ich doch sowieso nicht") solltest du dir dringend aus dem Kopf schlagen! Aber das weißt du ja selbst Mir geht es auch so ähnlich, ich glaube auch noch nicht so recht daran, dass ich das mit dem Studium schaffe. Aber du hast noch etwas Zeit bis dahin - bis dahin musst du jetzt dein Bestes geben. Und irgendein Weg findet sich immer!

So, liebe coco, ich bin heute total fertig und werde jetzt schlafen gehen.

Liebe Grüße
Melancholie

03.09.2009 21:24 • #18


Coco21


12
2
hey melancholie,

sry, dass ich jetzt erst antworte.
bei mir hat sich einiges getan, hatte viele schulische termine mit dem schuldirektor bezüglich meiner entscheidung, doch in die 11 zurückzugehen. sie können es irgendwie nicht verstehen, weil sie meinen, ich könne es doch schaffen...das sie so fst an mich glauben, obwohl ich eine ausnahme bin, was das überspringen anbelangt. naja, ich habe den dann einfach gesagt, dass ich mit dem druck nicht klar komme, mit dem stoff, den die anderen bereits in der 11en gelernt haben, nicht hinterherkomme. fands schon iwie toll, dass sie mir zutrauen, es zu schaffen, aber ich selber habe eben gemerkt, dass es nicht so einfach ist. ab morgen bin ich dann in der neuen klasse...habe auch schon einige mitschüler kennengelernt. das problem mich mit den leuten zu unterhalten und mich einzubringen, habe ich gar nicht, aber sobald diese blöde angst da ist, merke ich selber, dass ich nicht mehr so offen sein kann, wie normal und iwie nicht mehr ICH bin

ich finde es echt toll, dass du an dich glaubst und die kraft hast, es alleine zu schaffen. ich weiß nur nicht, ob die konfrontation und der richtige umgang mit der angst ausreichen. aber ich denke, dass ist bei jedem unterschiedlich.

noch bin ich relaxt, hatte die vergangene woche auch kein unterricht und konnte etwas abschalten und noch bin ich ruhig und mache mir keine großen gedanken, aber wenn ich weiß, es geht wieder los, dann...ach, ich will gar nicht daran denken...ABER ich habe für mich beschlossen, mich der angst zu stellen und dass heißt auch mich damit zu konfrontieren. ich habe echt schiss, aber es muss sein. wenn es gar nicht geht, red ich mit den jeweiligen lehrern. eigtl. hatte ich mir ja vorgenommen mit meiner deutschlehrerin, die ich ja jetzt nicht mehr habe, darübet zu sprechen...

liebe grüße coco

13.09.2009 23:51 • #19




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag