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Hallo!

ich weiß nicht genau, in welche Rubrik mein Thema passt. Im Grunde leide ich an einer Angsterkrankung mit massiven Panik-Attacken. Seit meinem letzten stationären Aufenthalt (offene Psychiatrie, November 2009) geht es aber nicht wirklich vorwärts, und ich bekomme mein Leben ÜBERHAUPT nicht in den Griff. Eine große Rolle spielt bei mir das Thema "abhängige Beziehungen", früher bezogen auf meine Mutter, und heute (zusätzlich) bezogen auf meinen Freund. Wegen meiner Angsterkrankung bin ich sowieso schon mit vielen Dingen im Rückstand, konnte unter anderem mein Studium nicht beenden und bin eigentlich nach wie vor sehr lebensunfähig und klammere mich an meinen Freund. Gestern hatte ich Geburtstag und musste mit Schrecken sehen, an welchem Punkt ich mit 34 Jahren! stehe. Ich habe kaum noch Freunde, bin total angewiesen auf etwas Liebe, Anerkennung und "Orientierung" von meinem Freund (und bin dafür total unterwürfig), habe keinen Job, dafür leider Schulden, lebe im Dauer-Streit mit meiner Mutter (immer noch ungeklärte Ablösungs-Problematik) und finde kaum irgendwo einen Rückhalt und etwas Kraft und Zuversicht. Im Grunde fühle ich mich total einsam, ungeliebt und als absolute Versagerin. Alles ist mir zuviel. Ich habe ein Fernstudium angefangen, und schaffe meine Fristen nicht. Mein Vermieter stresst, weil er seit Jahren von mir angemahnte Mängel in der Wohnung bisher nie beseitigt hat (auch, weil ich mich nie durchsetzen konnte) und jetzt wegen eines Wasserschadens irgendwelche lahmen Handwerker beauftragt hat, die nichts hinbekommen. Da meine Wohnung mittlerweile unbewohnbar ist, konnte ich also erstmal zum Anwalt rennen (hätte ich ohne Anraten meines Freundes niiie gemacht). Ich bin überfordert und sehe im Moment keine Perspektive für mich... Vielleicht hat jemand einen Rat für mich!!

Liebe Grüße, und schöne Ostertage an alle

03.04.2010 04:57 • 08.04.2010 #1


5 Antworten ↓


Hallo erstmal,

das klingt ja gar nicht gut.

Machst du den derzeit eine Therapie?

Nimmst du derzeit irgendwelche Medikamente?

Das was du da durch machst klingt für mich wie ein teufelskreis der sich immer und immer wieder um dich dreht und aus dem du nicht raus kommst ohne Hilfe.

Unterstütz dein Freund dich denn?

Alles gute nachträglich zu deinem Geburtstag.

03.04.2010 08:08 • #2



Alles läuft schief!

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Christina
Hi,

vielleicht könntest du dich nach einem Therapeuten umsehen, der Schematherapie anbietet. Das ist eine Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie, keine eigenständige Therapierichtung. Es müsste also ein Verhaltenstherapeut mit entsprechender Fortbildung sein... Von Young, einem der Entwickler der Schematherapie, gibt es auch ein Selbsthilfebuch, "Sein Leben neu erfinden" (Jeffrey E. Young & Janet S. Klosko). Der Titel ist reißerisch, das Werk trotzdem seriös, und wenn die Beziehungs- und Persönlichkeitsproblematik dominiert, könnte das ein sehr sinnvoller Ansatz sein. Es nutzt ja nichts, immer wieder an Angstsymptomen rumzudoktern, wenn das eigentliche Problem ganz woanders liegt. Und zu wissen, dass man ein Problem mit abhängigen Beziehungen hat, bringt allein auch nicht weiter - schon gar nicht, wenn die hauptsächliche Konsequenz darin besteht, sich dafür noch mehr niederzumachen.

Liebe Grüße
Christina

03.04.2010 12:44 • #3


Lieben Dank für eure Antworten!
Mit dem "Teufelskreis" hast Du wirklich recht Jessica. Ich habe vor eingen Wochen eine Verhaltenstherapie angefangen. Die Therapeutin ist sehr engagiert und nett, und es ist auch erleichternd sich mal aussprechen zu können, aber viel an praktischer Hilfe ist bisher noch nicht gekommen.

Danke für den Hinweis mit der Schematherapie Christina. Werde mich mal darüber informieren.
Muss Dir übrigens mal ein Kompliment machen, weil ich schon einige Deiner Beiträge gelesen habe und finde, dass Du die Dinge oft sehr gut erfasst und sehr hilfreiche Tips gibst!!

Liebe Grüße und schöne Ostertage!

03.04.2010 16:28 • #4


Noch ein kleiner Zusatz zum Thema "Unterstützung".
Mein Freund ist zwar immer da für mich, und will mir auch helfen. Aber trotzdem gibt es innerhalb der Beziehung vieles, was meine Probleme noch verstärkt, da er ein sehr dominanter, zeitweilig auch cholerischer und manipulativer Mensch ist, und ich dadurch oft eingeschüchtert bin und noch weniger Selbstvertauen habe...

03.04.2010 16:32 • #5


Liebe bettinaisabelle,

ich erkenne mich in vielem was du beschreibst wieder:
Ich habe auch Probleme mit Bindungen in der Hinsicht dass ich für mein Alter noch viel zu sehr an meiner Mutter hänge und ich bin schon lange mit meinem Freund zusammen und weiß nicht ob er der richtige ist, aber ich könnte mich nie trennen, weil ich Angst vorm alleinsein habe

Ich kann dich also sehr gut verstehen.
Hast du das Gefühl dass dein Feund wirklich hilft oder denkst du dass su ohne ihn eigentlic besser dran wärst, traust dich aber nicht das ganze zu beenden? Denn manipulativ und cholerisch klingt ja nicht so toll!?

Liebe Grüße

08.04.2010 17:20 • #6




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