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Dunkelbunte
Das ist dann die Trauer @Hascherl123

Und vor allem etwas suchen, was ganz viel Freude macht und gut trotz Krankheit zu machen ist.

Bei mir ist es das creative und Handarbeiten und verschiedene Handarbeitskreise.

Ich musste das Reiten aufgeben und natürlich ist es nicht ersetzbar. NICHTS kann an die Stelle treten und es erfüllt mich mit Trauer. Jetzt wo ich die Worte schreibe habe ich instant Tränen in den Augen.

Es bleibt unerfüllt.
Es bleibt dieser Schmerz, diese Trauer.

Und manchmal, wenn ich Freiheit brauche, dann stelle ich mich auf den e-Roller und düse los. Ein kurzes Zeitfenster Geschwindigkeit, Fahrtwind und meine Hüfte möge mir den unebenen Boden verzeihen.

#101


H
Ich verstehe dich sehr gut, @Dunkelbunte.
Ich wollte eigentlich noch die Alpen überqueren. War so fit wie nie zuvor. Habe sehr mühsam 18 kg abgenommen. Ich bin unendlich traurig. Unendlich traurig.

x 2 #102


A


Akzeptanz von Grenzen durch Krankheit

x 3


kleiner
Hallöchen

Ich kenne das. Ich kann nieee machen was ich möchte da ich seit meiner Jugend an schmerzen und Krankheiten leide.
Für mich fühlt es sich so an als hätte ich mein Leben verpasst.

Es fängt schon beim Job an .. Weiterbildung etc .. unmöglich...! Teilzeit wegen Krankheit, häufige Ausfallzeiten...

Reisen, tu ich mich schwer. Erstens durch meine Ängste und oberdrauf noch meine Diagnosen.

Freundetechnisch auch schwierig. Sage häufig ab oder ich mache gar nichts aus weil es sowieso nichts wird. Das hat die Folge dass sich sowieso niemand mehr meldet.

Akzeptanz funktioniert manchmal. Aber leider nicht immer. 🥲

x 3 #103


Dunkelbunte
Ich bin Ende Oktober zur ambulanten Reha. Bin ja im Widerspruchsverfahren bezüglich der vollen Erwerbsminderungsrente.

Bin echt gespannt, ob man dort sieht und anerkennt, das ich mich in sehr engen Grenzen bewegen was meine Gesundheit angeht.

Meine eigene Akzeptanz ist das Eine.
Aber vom Außen gesehen zu werden, ist auch wichtig

x 2 #104


Lokalrunde
Zitat von kleiner:
Hallöchen Ich kenne das. Ich kann nieee machen was ich möchte da ich seit meiner Jugend an schmerzen und Krankheiten leide. Für mich fühlt es sich so an als hätte ich mein Leben verpasst. Es fängt schon beim Job an .. Weiterbildung etc .. unmöglich...! Teilzeit wegen Krankheit, häufige Ausfallzeiten... Reisen, ...

Moin, die Dinge des Lebens. In der Kindheit/Jugend und dann in der Schulzeit, der Ausbildung und dem ruckartigen Ende von seinem "Zu Hause". Die extrem lange Arbeitszeit und die ganzen Probleme und Sorgen dazu, der Umgang mit seinen Kollegen. Die kleinen und größeren Freuden, die einen trafen oder auch nicht, seine Vorstellungen und Wünsche, eine eigene Familie, Kinder und später Enkelkinder, und die Erkrankungen, die einen treffen, viel zu viele Abschiede von geliebten Menschen und Verlustängste, und mit über 40/50 oder 60 stellt sich die Frage: Was hat man falsch gemacht? Konnte man viel falsch machen?

Ich werde bald 64 und habe aufgehört, mir ständig wieder diese Art von Fragen zu stellen. Es schmerzt auch zu sehr. Bei mir ist es fast immer ein „Augen zu und durch“ gewesen. Ändern kann ich rein gar nichts mehr und viel Zeit zum Bereuen habe ich auch nicht mehr. Das Wunschkonzert des Lebens, so viele diverse Dinge, die man hätte anders machen müssen, hatte man die Kraft dazu und vielleicht Unterstützer. Ich will wirklich nicht alles aufzählen, was dazwischenkam, aber bei mir begann es im Alter von 14, damals, als ich schlagartig durch ein gewisses Trauma auf mich alleine gestellt war, ganz alleine.

Und von da an hatte ich die Kontrolle über die Ruderanlage verloren. Es ging nur noch darum, ohne größeren Schaden durch den Sturm zu kommen in den nächsten sicheren Hafen. Es war ganz oft nur noch kämpfen, und ohne es wirklich zu merken, ziehen Jahrzehnte an einem vorbei. Großen Schaden konnte ich verhindern, aber vieles ist an einem vorbeigezogen, was man hätte ergreifen müssen. Aber wer weiß das schon und vielleicht war dieser Weg vorbestimmt und man kann sich auch an alles gewöhnen. Und nicht nur Krankheit setzt einem Grenzen …!

x 3 #105


E
Ich versuche es schon zu akzeptieren, doch manch mal gelingt es mir auch nicht immer, manch mal habe ich Vorstellungen oder möchte was machen und dann wenn aus dem nichts heraus wie angerührt schmerzen sich zeigen, dann ist es manch mal sehr frustrierend. Oder wenn ich wegen meinen Ängsten absagen muss, oder mein Radius nicht so groß ist wie bei anderen, ich nie locker eine weitere Fahrt machen könnte.
Ich bin froh über kleine Erfolgserlebnisse die tuen mir gut und sind mir wichtig.

Nach all der Zeit kenne ich mich und meine Einschränkungen recht gut und durch das kann ich manches besser einschätzen, aber ich versuche auch dinge immer wieder und manch mal wenn es nicht klappt ärgere ich mich darüber nicht besser auf mich geachtet zu haben, aber es hindert mich trotzdem nicht daran weil ich es vergesse oder verdränge oder einfach Augen zu und durch mir sage, weil ich so, auch ab und an gutes erleben konnte und das will ich mir nicht nehmen, weil es mir eben dann auch Angst macht, so mit habe ich Angst es könnte schief gehen, aber auch Angst ich könnte was schönes verpassen.
Ich habe trotzdem meine Pläne für die Zukunft und auch Gegenwart, auch wenn sie sich in meiner Möglichkeit bewegen, ich versuche einfach mich nicht aufzugeben.

x 3 #106





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