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Feuerschale
Zitat von Dunkelbunte:
Wie trauert man gesund um das Leben, was man sich für sich gewünscht hat aber nicht realisieren konnte?

Wie stärkt man die eigene Resillienz und akzeptiert die Situation? Nicht, weil einem nichts anderes übrig bleibt, sondern das Leben wieder Freunde macht, auch wenn es die kleinen Dinge sind.

Was hat euch geholfen?

Ok, bin noch nur bei Beitrag 1....
Also ich denke, den Prozess machen ja erstmal alle durch, egal ob wegen Krankheit oder wegen sonstigen Veränderungen - Alter, Änderungen in der Familie, Kinder groß, Freunde sterben usw....

Eigentlich finde ich es wichtig, mir die Endlichkeit des Lebens bewusst zu machen, ist bei mir auch soweit drin, weil ich schon als Jugendliche eher nachdenklich war....Dann macht man ja so im jungen Erwachsenenalter schon Erfahrungen zwischen Traum und Wirklichkeit....erfährt Grenzen...oder was auch geht....

Also SOOO viel anders find ich den Prozess jetzt auch nicht bei Krankheit. Ich hab auch starke psychische und soziale Grenzen....irgendwann lernte ich sie kennen und akzeptieren. Was nicht heißt, dass man nicht doch hier und da mal - kleine und realistische - Versuchsballons startet, was man tun kann.

Dieses Prinzip der kleinen Schritte find ich da ok....nix großes, aber mal was kleines Neues ausprobieren um neuere Erfahrungen zu machen und das Hirn fit zu halten. Klappt es gut, dann dazu den nächsten kleinen Schritt.
Auch so kann man dann theoretisch Fähigkeiten ausbauen.

Man kann sich auch Zeiten geben der Trauer, was man mal wollte aber was nicht mehr ging und nicht mehr geht.
Trauer hilft, das ganze in Akzeptanz einzubetten....klingt jetzt erstmal theoretisch das ist dann schon ein oft
schmerzhafter haariger Prozess....

Bevor es dann in Selbstmitleid und richtiger Depression endet (wenn man die nicht krankheitsbedingt hat), ist es dann glaub ich wieder wichtig, den Fokus auf das machbare zu richten, auf das Jetzt und die Möglichkeiten.

x 3 #81


Feuerschale
Zitat von Dunkelbunte:
Achtsamkeit bedeutet, sich selbst fühlen und ohne negative Bewertung darauf reagieren. Maximal flexibel. Maximal frei von Bewertung.

Ich kann Rücksicht auf mich nehmen. Maximal flexibel. Aber ich kann nicht nicht traurig darüber sein, das ich mit 47 Jahren das Leben einer 65 jährigen lebe.

Wie ist der letzte Satz zu verstehen?

Wenn man sich dessen bewusst ist dass Einschränkungen da sind, die einen dazu zwingen das Leben eines "alten Menschen" zu leben, obwohl man jünger ist, dann kann man doch traurig sein? 🤔

Wobei es ein Vergleich ist---die Norm sagt, ein jüngerer Mensch müsste....
aber der Körper und Psyche geben den Tritt vor.

Nicht alle entsprechen der Norm...manche sind noch jünger und ständig ans Bett gefesselt und andere Schicksale.

Ich denke man kann nur da anfangen wo man steht....und von da erforschen, ausprobieren, wenn man das schon oft gemacht hat und Grenzen kamen, dann akzeptieren.

Vielleicht ist in dem Hinblick auch das mit der Dankbarkeit gemeint, was in SHGs, Therapieansätzen so vorkommt, Fokus auf das was geht und was da ist.

x 2 #82


A


Akzeptanz von Grenzen durch Krankheit

x 3


Dunkelbunte
Zitat von Feuerschale:
dann kann man doch traurig sein?

Ja, genau.

Der Satzbau von mir ist unglücklich formuliert. Wegen der 2 "nicht".

Ich meinte damit, das ich es menschlich finde, das ich traurig bin wg der andauernden Umstände.


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Vllt, weil nicht jeder meine Kranken-Vita kennt, eine zeiliche Einordnung.

Ich habe durchgehend seit letztem (Ende) September Sehnen entzündet und Einschränkungen. Ich hatte eine Darm und Bauchspeicheldrüsenentzündung. Die Werte sind noch immer auffällig.
Ich hatte einen Cortison-Stoß, Spritzen in die Sehne...
Ohne Ende Tilidin.

Schmerzpatietin bin ich seit 30 Jahren und der Mist hat mich nie in die Knie gezwungen. Ich habe immer meinen Alltag entsprechend verändert und meinen Frieden damit gemacht.

Aber seit Monaten habe ich viele Baustellen zeitgleich. Psychisch, körperlich, finanziell, Ämter-Kram.

Nur kurz zur Einordnung der der Lage.

Und ich gehe super damit um. So wie ich es immer schon mache. Mein Leben lang. Ein gutes Mittelmaß zwischen Verpflichtungen, anstrengenden Sachen, Termine wahrnehmen und aber Schönes machen (geht nur mit Schmerzmittel). Unter Menschen gehen wie zb Kaffee trinken mit Freundin.

Die schönen Sachen kann ich nur machen, wenn ich mir vorher Schmerzmittel reinpfeife. Aber egal. Mache ich dann. Ich möchte es ja genießen. Selbst manchmal sogar Abends mit dem Handarbeitszeug auf dem Sofa sitzen.

Oft nehme ich abends mittlerweile Schmerzmittel, damit ich trotz nächtlichen Hüftschmerzen schlafen kann.

Das ist meine Lebenswirklichkeit.

x 3 #83


Sonnenzauber
@Dunkelbunte danke für deine Offenheit es hier zu erzählen. Ich mag dich sehr gern 😊

x 1 #84


Saina91
@Dunkelbunte

Oh man, das tut mir Leid, dass du seit 30 Jahren Schmerzen hast. Seit letztem Jahr noch mal anders stark? Oder weswegen hast Du seit 30 Jahren Schmerzen?
Ich glaube chronische Schmerzen mindern am meisten die Lebensfreude. Gibt es denn irgendwie Hoffnung darauf, dass die Schmerzen irgendwann weggehen?
Ich finde, du gehst auf jeden Fall super damit um, dass du trotzdem aktiv bleibst und Dinge tust, die Dir Spaß machen. Viel unter Menschen sein und was natürlich super gut tun würde wäre Urlaub. Einfach andere Länder sehen, Tapetenwechsel usw. Allerdings braucht man da halt Geld für. Das ist halt blöd

Welche Handarbeiten machst du so?

#85


Dunkelbunte
Zitat von Saina91:
was natürlich super gut tun würde wäre Urlaub

Ich bin im September 7 Tage auf Borkum 😊🌊🌫
Zitat von Saina91:
Seit letztem Jahr noch mal anders stark?

Oder weswegen hast Du seit 30 Jahren Schmerzen?

Ja. Seitdem ich den Rentenantrag gestellt habe geht's bergab. Ich vermute, weil ich dadurch getriggert werde... Was aus meiner Kindheit (man glaubt mir nicht..)

Ich habe Rheuma.

Zitat von Saina91:
Welche Handarbeiten machst du so?


Ich mache Kreuzstich und ab und an Diamond Painting. Und ich bastel schon mal als Geburtstagsgeschenk solch Blütenkugeln aus Servietten.
Wenn ich bis Donnerstag gesund genug bin, gehe ich auch wieder zum Creativ Café... Das ist echt schön dort 😌☕

x 1 #86


Sonnenzauber
@Dunkelbunte das kenne ich dass einem nicht geglaubt wird, die eigenen Empfindungen in Frage gestellt werden. Also auch aus der Kindheit. Ja sogar Ärzte werden in Frage gestellt, Diagnosen auch. Und dann gibt’s noch so Kommentare wie, die Medikamente machen dich krank 🙄

x 1 #87


Sonnenzauber
Finde es nach wie vor schade, dass du so um die Rente kämpfen musst. Das würde schon mal viel Druck raus nehmen. Ich habe aber auch gehört, dass du mit psychischen Diagnosen mehr Chancen hast, als mit Körperlichen. Ich hatte damals noch keine Schmerzen, und hätte sie deswegen auch nicht bekommen.

x 1 #88


Dunkelbunte
Zitat von Sonnenzauber:
Ich habe aber auch gehört, dass du mit psychischen Diagnosen mehr Chancen hast, als mit Körperlichen.

Ja, das habe ich auch schon gehört...
Ich werde jetzt mal die Beratung durch den VdK abwarten und alles versuchen, das ich die Reha ambulant durchführen darf.

Ob das alles so klappt... Keine Ahnung. Ich kann nur alles versuchen.

x 1 #89


L
Zitat:
Wie trauert man gesund um das Leben, was man sich für sich gewünscht hat aber nicht realisieren konnte?

Hallo Dunkelbunte,

danke für diesen Thread. Ich finde das eine sehr spannende Frage. Es gibt ja viele Gründe, aus denen das Leben nicht so verläuft, wie man es vielleicht mal geplant hatte, Gesundheit ist einer davon. Ich denke, bei den meisten Menschen verläuft nicht alles nach Plan, das fällt nur nicht so auf, weil man bei den meisten Menschen den ursprünglichen Plan gar nicht kennt. Wenn jetzt andere zum Beispiel das Leben leben, das du dir gewünscht hast, heißt das noch lange nicht, dass sie glücklich sind. Vielleicht sah ihr eigener Plan ja ganz anders aus.

Ich mag dieses Zitat, weiß nicht mehr, wo es herkommt: Wir müssen lernen, das Leben loszulassen, das wir geplant haben, um das Leben zu leben, das vor uns liegt.

Ich persönlich hatte tatsächlich nie einen wirklichen Plan. Irgendwie hat mich das Leben immer einfach überfallen und es war mal richtig gut, mal ziemlich sch… aber unterm Strich bin ich ein zufriedener und glücklicher Mensch geworden. Ich bin chronisch körperlich und auch psychisch krank, ich lege aber nie den Fokus auf das, was nicht geht, sondern erfreue mich an dem, was möglich ist. Ich habe zum Beispiel auch für die weitere Zukunft keine formalen Pläne, ich lasse es einfach auf mich zukommen.

Vielleicht kann es dir helfen, dich von deinen früheren Plänen ganz konkret zu verabschieden? Vielleicht mit einem Brief an dich selbst? Da darfst du auch wütend und/oder traurig sein. Vielleicht hilft es aber, bestimmte Pläne für immer zu streichen, weil sie eben praktisch nicht durchführbar sind. Bei mir sind es zum Beispiel Haustiere. Ich bin einfach auf alle „gängigen“ allergisch. Wenn ich alt bin, werde ich nie dasitzen und eine Katze auf meinem Schoß haben, geschweige denn meine Katze. Oder Hund oder Hamster oder Wellensittich. Ich könnte jetzt viel Energie reinstecken, schauen, ob es doch geht, wenn ich viel putze, das Haustier draußen halte, mir immer sofort die Hände wasche, eine Hyposensibilisierung versuchen, die bei diesen Allergenen sehr geringe Erfolgsaussichten hat. Oder ich befriede mich mit dem Gedanken, dass das nichts wird. Dass es für meine Gesundheit besser ist, ich versuche das alles nicht. Dass ich die kleine schwarze Hexen-Katze, die ich mir als Kind immer gewünscht habe, niemals haben werde. Das schafft Raum für Neues. Für Dinge, die möglich sind. Vielleicht nimmt man die schönen Dinge im Leben garnicht richtig wahr und „erlebt“ sie gar nicht bewusst, weil man im Kopf ständig denkt, eigentlich würde ich jetzt ja lieber… dadurch geht so viel Energie verloren.

Vielleicht kannst du alte Pläne als veraltet ablegen und neue schmieden? Du hast ja gesagt, es geht dir mehr um den Umgang mit den „geplatzten“ Plänen, weniger darum, dein Leben aktiv zu gestalten. Du machst ja auch so viel, wie du schreibst. Vielleicht gibt dir dein Körper folgende Möglichkeit: Du wolltest super-weit wandern, eine einzigartige Aussicht genießen, aber dein Rheuma macht dir einen fetten Strich durch die Rechnung. Alles tut weh, du raffst dich trotzdem auf, aber du kommst nur wenig weit. Du musst dich sogar hinsetzen. Doch anstatt, dass du jetzt wütend auf deinen schlecht funktionierenden Körper bist, schaust du das an, was da ist. Vielleicht eine Mini-Blume, an der du sonst vorbei gelaufen wärst. Oder ein Spatz, der versucht aus dem Kopfsteinpflaster Brotkrumen zu picken. Ohne den Stress, etwas erreichen zu müssen, hast du den Luxus, das einfach auf dich wirken zu lassen. Vielleicht willst du den Spatz malen oder fotografieren, ein Lied über ihn schreiben oder mit deinen Handarbeiten etwas passend zu der kleinen Blume gestalten. Vielleicht willst du aber auch einfach nur da sitzen. Und du kannst das tun. Vielleicht wird der Nachmittag sogar viel schöner, als die geplante Wanderung, wer weiß?

War jetzt nur so eine Idee von mir, wenn du es blöd findest, klick es einfach weg. Mein letzter Versuch zu reiten endete übrigens aufgrund meiner Allergie mit einem Notarzteinsatz. Da war ich neun. Reiten ist seitdem auch von meiner Liste.

Liebe Grüße und ich finde dein Profilbild super 😀

x 8 #90


Sonnenzauber
Wandern wäre wohl die letzte Idee die ich hätte, bei chronischen Schmerzen, in Kombination mit anderen Verletzungen wie o.g. Ich würde eher sagen spazieren gehen 😊

x 2 #91


Dunkelbunte
Zitat von Lebenswert:
War jetzt nur so eine Idee von mir, wenn du es blöd findest, klick es einfach weg.

Moin moin.

Das mit dem Brief ist eine gute Idee. Ich könnte das dann ganz zum Schluss vor Gott bringen (bin Christ).

Zitat von Lebenswert:
ich finde dein Profilbild super

Ausgerechnet gestern habe ich mein Profilbild geändert 😄 Vorher hatte ich die Möwe an der Promenade drin. Jetzt Polarlicht vor Bäumen. Ich switche öfters zwischendurch.

Ich danke dir für deinen empathischen Beitrag und den Anstoß 😊

x 1 #92


User_0815_4711
Zitat von Lebenswert:
Ich persönlich hatte tatsächlich nie einen wirklichen Plan. Irgendwie hat mich das Leben immer einfach überfallen und es war mal richtig gut, mal ziemlich sch… aber unterm Strich bin ich ein zufriedener und glücklicher Mensch geworden. Ich bin chronisch körperlich und auch psychisch krank, ich lege aber nie den Fokus auf das, was nicht geht, sondern erfreue mich an dem, was möglich ist. Ich habe zum Beispiel auch für die weitere Zukunft keine formalen Pläne, ich lasse es einfach auf mich zukommen.

Und du bist erst 37, 20 Jahre jünger als ich.
Du hast es viel besser ausgedrückt als ich, aber das ist auch genau meine Lebensweise.

x 1 #93


Tigerlilie
@Lebenswert das hast du so schön geschrieben.


Zitat von Lebenswert:
Bei mir sind es zum Beispiel Haustiere. Ich bin einfach auf alle „gängigen“ allergisch. Wenn ich alt bin, werde ich nie dasitzen und eine Katze auf meinem Schoß haben, geschweige denn meine Katze.


Bei diesem Beispiel ist mir bewusst geworden, dass auch nicht jede Einschränkung ein Problem ist. Es wird erst zum Problem, wenn es mit unseren Wünschen/Vorstellungen/Plänen kollidiert. Aber es ist halt nicht einfach, sich von diesen Wünschen abzuwenden. Da kommt dann wieder das Thema Trauer zum Tragen.

Ich habe auch allerhand Allergien. Aber das stört mich nicht, weil ich gar nicht den Wunsch nach einem Haustier habe. Nur wenn ich bei jemandem mit Haustier zu Besuch bin, stört es. Bauernhofurlaub, Reiten usw. geht alles nicht, aber ist mir auch egal.
Die
Frage ist, wie man seine Möglichkeiten mit seinen Vorstellungen in Einklang bringen kann. Wo gibt es Kompromisse?

x 2 #94


E
Manch mal fühlt man sich auch ausgeliefert, besonders dann wenn man was geplant hat und es dann nicht funktioniert wie man es sich gerade gewünscht hat. Dieses Ausgeliefert zu sein ist manch mal belastend, weil man das Gefühl bekommt, alles arbeitet gegen einen und man hat nichts unter Kontrolle, manch mal fühlt es sich auch an als ob das Schicksal einem wieder einen Strich durch die Rechnung macht, ich finde das leider immer noch frustrierend, besonders unangenehm ist es wenn ich jemand absagen muss weil nichts geht.

Immerhin bin ich wenigstens so weit, dass es mir egal geworden ist was andere über mein Leben denken, es gibt einige die gehen damit gut um kennen meine Erkrankungen und die unterstutzen mich auch und dann gibt es halt immer welche die eher Abwertend reagieren, eher subtile aber immer so dass es treffen soll, daran habe ich mich nun gewöhnt und ich kann und will mich auch nicht mehr vor gewissen Menschen rechtfertigen. Ich versuche aber immer so gut ich kann mein Leben zu leben und ich versuche auch dinge aus und ich bin froh habe ich mich da zu überwunden und mich mit anderen Kreativ zu betätigen und ein paar Stunden pro Woche damit zu verbringen, es macht Spass und es gibt mir etwas mehr Selbst Wert, zu sehen das ich es bis jetzt hinbekomme, auch wenn es mich manch mal danach fast umhaut vor Erschöpfung, auch zu sehen dass es anderen ähnlich ergeht wie mir, ich nicht alleine damit bin.

Leider lief vieles nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte und ich musste auch einiges los lassen, ganz befreit bin ich nicht, manch mal kommen noch Gedanken, aber nicht mehr so oft, es dauerte einige Jahren und es ist auch nicht einfach los zu lassen in einer Gesellschaft wo man mit Leistungen Belohnt wird, oder überall mitbekommt das Leistung alles ist was zählt und nur durch Leistungen man Anerkennung erntet und dann wird es einem auch noch in den Medien Täglich vorgezeigt, wie viele Menschen gerade Ihre Träume verwirklichen und wie toll ihr Leben ist und wie Mutig sie sind was manche alles erreicht haben. Da steht man dann schon im Schatten der Gesellschaft und muss das irgend wann akzeptieren können, dass einem selber solches nicht möglich ist und auch nicht Finanziell.

Im grossen und ganzen versuche ich so zu leben damit es mir gut geht mit all dem was mich einschränkt und natürlich versuche ich auch das zu machen was geht und trotzdem geht es nicht immer, weil alles so unbeständig ist.

#95


Feuerschale
Zitat von Lebenswert:
Vielleicht kann es dir helfen, dich von deinen früheren Plänen ganz konkret zu verabschieden? Vielleicht mit einem Brief an dich selbst? Da darfst du auch wütend und/oder traurig sein. Vielleicht hilft es aber, bestimmte Pläne für immer zu streichen, weil sie eben praktisch nicht durchführbar sind.

Ich find das ist eine gute Idee und ich hatte auch so eine Idee, für manches ein Abschiedsritual zu machen....sei es ein Brief, den man in Feuer verbrennt oder ein Wunsch den man mit Flaschenpost iwo ins Meer sendet, wo er eben nicht mehr ankommt, sondern losgelassen wird.....ich glaube so eine aktive Trauer kann schon auch helfen.

Und dann wäre es wohl gut rauszufinden,w as im Hier und Jetzt geht...
Gibt ja auch diesen Gelassenheitsspruch: Möge ich die Gelassenheit finden Dinge zu akzeptieren die ich nicht ändern kann;
den Mut Dinge zu ändern die ich ändern kann; und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.
Zitat von Lebenswert:
Ohne den Stress, etwas erreichen zu müssen, hast du den Luxus, das einfach auf dich wirken zu lassen. Vielleicht willst du den Spatz malen oder fotografieren, ein Lied über ihn schreiben oder mit deinen Handarbeiten etwas passend zu der kleinen Blume gestalten. Vielleicht willst du aber auch einfach nur da sitzen. Und du kannst das tun. Vielleicht wird der Nachmittag sogar viel schöner, als die geplante Wanderung, wer weiß?

Ich finde, das ist auch eine super Idee....offen zu sein was man bei seinen "kleinen Schritten" die möglich sind, findet.
Die Reisen und Ziele müssen nie groß sein, etwas entdeckenswertes findet man wohl überall.

x 2 #96


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