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Hallo

Ich habe schon sehr lange größere Probleme damit mich mit Menschen zu umgeben, da ich zwar nicht direkt eine sozialphobie habe, aber dennoch lieber alleine bin. Arbeiten an und für sich fällt mir absolut nicht schwer, ganz im Gegenteil. Ich liebe meine Arbeit, und habe auch die letzten 3 Jahre mich so gut eingelebt das ich meine Kollegen als eine Art Ersatzfamilie ansehe. Aber seit mitte des letzten Jahres wird es schwierig für mich. Da ich immer größere Angst davor entwickel ausgestoßen zu werden, und das völlig ohne Grund. Ich trau mich nicht mehr irgendetwas zu erzählen, aus Angst das es jemand doof finde was ich erzähle, oder das sich jemand auf den Schlips getreten fühlt. Oder ich hab ständig das Gefühl das hinter meinem Rücken über mich gelästert wird, oder meine Arbeit nicht mehr gut genug ist. Ich habe einfach Angst nicht mehr gebraucht zu werden. Je länger das ich dort bin, desto größer werden die Ängste. Ich bin am überlegen ob ich meine Ängste ansprechen soll. Aber gehört das auf die Arbeit? Was meint ihr?

03.01.2022 17:07 • 03.01.2022 #1


3 Antworten ↓


-IchBins-
Gab es denn einen Vorfall, der dich das denken lässt? Wenn es keine Grund gibt, dann sind die Gedanken völlig unnötig. Außerdem sind es nur Gedanken oder hast du auch ein Gefühl, das etwas nicht stimmt in deinem Arbeitsumfeld? Hat sich etwas verändert?
Ich würde die Ängste eher mit einem Therapeuten besprechen.

03.01.2022 17:16 • #2



Ängste erschweren Arbeitsaltag

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Grashüpfer
Lieber Zetzuna,
Ich denke auch, dass es eher Gedanken sind, die sich in deinem Kopf abspielen, aber diese Ängste wahrscheinlich unbegründet sind.

Hast du eine unbefristete Stelle? Wenn ja, ist das schon mal gut. Hast du schon einmal erlebt, dass jemandem in eurer Firma gekündigt wurde, weil er oder sie nicht mehr gebraucht wird? Wenn nicht, und wenn es keinen konkreten Anlass gibt - wie ja auch schon IchBins gefragt hat - glaube ich tatsächlich, dass es unbegründete Ängste sind, die dir einen Streich spielen. Vermutlich liegen die Gründe dafür aber tiefer. Hast du solche Ängste im Privaten auch?

Hast du eine/n Therapeuten/in, mit dem oder der du deine Schwierigkeiten besprechen kannst? Auf der Arbeit würde ich es nicht thematisieren, außer vielleicht mit einer eng vertrauten Person, bei der du sicher bist, dass es unter euch bleibt und nicht gegen dich verwendet werden kann.

Dass du dich auf der Arbeit so wohl fühlst, ist toll und sehr viel wert. Man verbringt so viel Zeit auf der Arbeit, da ist es wichtig, sich wohl und integriert zu zu fühlen.

03.01.2022 17:31 • #3


Erstmal danke für eure Antworten

Ich habe keine unbefristete Stelle, bei uns gibt es Jahresverträge. Seit ich dort bin wurde noch nie Jemand gekündigt, es haben nur 3 von sich aus gekündigt weil ihnen die Arbeit doch nicht so zugesagt hatte. Ich wurde dort auch recht herzlich aufgenommen, meine Kollegen standen mir bei als im letzten Jahr meine Mutter verstarb, und auch so herscht eine recht freundschaftliche Stimmung. Aber je länger das ich dort bin, umso mehr zweifel ich an mir selbst und meinen Nutzen. Mittlerweile ist es auch so das ich das Gefühl habe niemandem mehr vertrauen zu können, und das alle nur darauf warten das ich Fehler mache. Im letzten Jahr war es so schlimm das ich nachts nicht mehr richtig schlafen konnte weil meine Gedanken nur um den nächsten Arbeitstag kreisten. Es gab nie irgendeine Situation in dieser ich mir wegen sowas Sorgen machen musste. Ich bin immer da, mache nie krank, versuche immer zu helfen und es allen recht zu machen.

Und ja solche Ängste habe ich auch Privat, sie sind mit ein Grund weswegen bisher alle meine Beziehungen scheiterten. Auch im Familiären Bereich habe ich solche Probleme, weswegen ich auch eher den Kontakt zu meiner Schwester meide.

Eine Therapie habe ich 2019 beendet. Allerdings habe ich das Gefühl das es mir nicht wirklich was genützt hat.

03.01.2022 23:31 • #4