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boomerine
Ich hab seit langer Zeit wieder mal so richtig Angst, in die Zukunft zu blicken, meine Gesundheit ( Morbus Crohn / Rücken und Halswirbelprobleme ) Seit dem ich im Krankenhaus war, musste ich meine Ernährung umstellen, jetzt habe ich wieder abgenommen, laut Arzt, muss sich das wieder einspielen. Es ist ein Fass ohne Boden. Mein Gemüt lässt zu wünschen übrig. Ich bin im Moment nicht ich selbst. Die größte Angst besteht aber darin das ich meinen Hund verliere, er mittlerweile 13 Jahre alt und bekommt die ersten Hüftprobleme, das auf stehen fällt im schon schwer, die Gassi Runden werden immer kleiner und er schläft sehr viel, das macht mir zusätzlich Probleme wenn ich ihn so sehe und er mich anschaut. Wenn ich über dieses Thema schreibe bin ich nebenbei am heulen, also ist das mein Hauptproblem, nur wie werde ich mit fertig ? Ich bin verdammt dünnhäutig. Bei jeder kleinsten Kleinigkeit könnte ich ausrasten. Mir wurde das alt werden noch nie so bewusst wie jetzt in den Tagen. Da habe ich auch noch nie daran gedacht das das Treppensteigen mal zur Qual werden würde. Es ist zwar jetzt raus, nur leichter fühlen tu ich mich nicht.

03.11.2014 18:53 • 05.11.2014 #1


12 Antworten ↓


Hallo Boomerine,

Ich würde aber im Hinterkopf behalten, dass dich ev. auch das Cortison fertigmachen kann. Cortison kann dünnhäutig u depressiv machen.

Ansonsten Kopf hoch:
Immerhin hatte dein Hund eine gute Zeit bei dir und immer jemanden, um den sich jemand kümmert.

Das kann unser eins nicht wirklich immer von sich sagen.

03.11.2014 19:06 • #2



Älter werden / Zukunfsängste

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Hallo Boomerine,

auch Tiere werden leider älter. Ich habe 2013 meinen 12-Jährigen Rüden begleitet hinüberzutreten, 4 Tage nach seinem Geburtstag. Es war schwer, aber irgendwann kommt einfach der Punkt, wo man als Mensch dem Hund helfen muss und ihn den letzten Stunden nicht alleine zu lassen. Ich weiß, dass ich mich hier gefährlich ausdrücke, ich will dich auf keinen Fall traurig machen, denn der Verlust hinterlässt ein sehr großes Loch. Aber solange dein Mäusle noch Spaß am Leben hat, solange solltest du es noch genießen. Meine Hündin ist jetzt auch 12 und hat schon seit sie Welpe ist HD und Arthrose - sie war eigentlich IMMER das Sorgenkind. Tjah, so kann's kommen. Weißt du was uns die Ärzte damals sagten, als sie unsere Welpin gesehen hatten? Die hält nicht lange durch... Und jetzt sind's 12 Jahre später Aber auch bei ihr merkt man die Zeit... Sie schläft viel am Tag, weil sie nachts kaum schläft. Sie bewegt sich behäbig und die Gassi Runden sind einfach kleiner, sie keucht sehr viel, und die Treppen helfe ich (dazu muss ich sagen, dass ich selber fußlahm bin ) ihr hoch, indem ich sie hinten stütze. Aber sie bringt immer noch ihr Spielzeug und will reissen und zerfetzen und erfreut sich am Schnuppern beim Gassi gehen, verbellt die Leute und un dund. Sie ist geistig noch da. Und solange genieße ich jeden Tag. Auch wenn ich die Befürchtung habe, Neujahr erlebt sie nimmer.

Tjah, jetzt wollte ich aufmunternd klingen, aber irgendwie... Tut mir leid

03.11.2014 19:21 • #3


Liebe Boomerine,

bitte gib die Hoffnung nicht auf, wenn es auch sehr schwer fällt. Ich kann Dich verstehen, hänge derzeit Selbst in einem Loch fest, weil es bei mir auch gesundheitlich nicht besser wird.

Du bist halt eine Frau die sehr sensibel ist, mache Dich bitte damit nicht runter, weil Du wie Du schreibst - verdammt dünnhäutig bist. Ich denke, Du bist im Moment einfach total überfordert mit dem Ganzen und weist einfach nicht mehr was Du tun sollst. Nur bitte, tu mir einen Gefallen und auch wenn es nicht so einfach ist - akzeptiere es dass Du so bist, wie Du bist. Du bist ein sehr wertvoller Mensch und warum sollst Du dann nicht mal ausrasten? Wenn es zuviel ist, dann ist es halt mal zuviel. Du brauchst Dich da nicht entschuldigen. Ich hatte mal vor Wut meinen Kochlöffel auf den Boden geworfen und dann hatte ich 2 Teile, aber es ging mir besser dabei.

Was Deinen Hund betrifft, tja auch Tiere werden alt - doch ich bin der Meinung dass er bei Dir einen guten Platz gefunden hat und das ist doch schon sehr viel Wert. Du machst Dir Gedanken um Ihn und bist für Ihn da, was viele Andere sicherlich nicht machen. Geniese die Zeit wo er bei Dir ist und sei dankbar dass er noch lebt. Ich kenne Hunde die sind jünger als Deiner und haben nicht mal die 10 Jahres Marke geschafft - dass ist doch schon ein Glücksfall.
Nimm deinen vierbeinigen Freund mal in die Arme und sag Ihm doch einfach mal wie dankbar Du bist, dass er noch bei Dir ist und wie glücklich er Dich macht.
Tiere spüren es und glaube mir - er weiß genau was in Dir vorgeht.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du noch viele Jahre mit Deinem treuen Begleiter erleben darfst und alt, tja, alt werden wir alle.

Ganz liebe Grüße von
Mary45

03.11.2014 19:22 • #4


boomerine
ganz, ganz, liebe Dank für eure Worte. Das ist und bleibt ein heikles Thema, lieben Dank vorerst.

03.11.2014 21:28 • #5


boomerine
liebe Adama , das heißt du wirst den Weg ein zweites mal gehen müssen. Das tut mir sehr leid, über dieses Thema kann man nur mit Hundebesitzer reden. Es geht mir heute etwas besser, habe mir heute meine Vitamin B Spritze und etwas zur Beruhigung geben lassen. Das war gestern wirklich ein schei. Tag. So beschissen ging es mir schon lange nicht mehr. Setzt du dich mit dem zweiten mal schon auseinander ? Wie gehst du damit um ? Vorhin war ich nochmal mit ihm am Feld und da bleibt er dann stehen schaut und schaut, schaut dann mich an, da kommt es mir vor, als wenn er mir sagen möchte, das sehe ich alles zum letzten Mal. Sind das blöde Gedanken ? So wie du geschrieben hast, sie wird eventuell dieses Jahr nicht mehr überleben. Mensch ist das schei.. Hast du eigene Kinder ? oder ist es bei dir auch Kinderersatz ? Ich weiß, ich soll die Zeit mit ihm genießen, das tue ich auch und verwöhne ihn sehr. Im Grunde machen wir alles zusammen, bis auf hin und wieder Autofahren, denn das hat er nie gemocht. Die letzten 13 Jahre haben wir nur nach ihm ausgerichtet, wenn wir eingeladen waren, war immer mein Satz, wir kommen aber zu dritt. Es war eigentlich immer ok. liebe Adama ich danke für das zuhören, vielleicht kannst du mir nochmal antworten. boomerine

04.11.2014 17:52 • #6


@boomerine,
ich bin zwar nicht Adama, aber zu dem Thema möchte ich dir doch schreiben.

Ich bin ja auch Hundebesitzerin, bald wird mein kleiner Freund 11 Jahre alt und man fängt automarisch an, nachzudenken...
vor allem ist vor Kurzem etwas Trauriges passiert.
Meine Mutter hatte den Bruder meines Hundes,der wurde innerhalb einer Woche sehr krank,bei der Untersuchung wurde festgestellt,
dass er Metastasen an Lunge und Herz hatte.
Wir mussten ihn an Ort und Stelle einschläfern lassen,es war einfach nur furchtbar! Da sind sehr viele Tränen geflossen
und so richtig begreifen können wir es immer noch nicht.
Weil es vorher keinerlei Anzeichen gab.
Natürlich beobachte ich meinen Hund jetzt noch viel genauer und bei der geringsten Kleinigkeit,kriege ich Angst....

Aber ich habe mir geschworen,bis zur letzten Minute meinem Hund zur Seite zu stehen und wenn ich das Unvermeidliche tun muß,
dann werde ich es tun!
Niemals werde ich ihn leiden lassen,auch wenn es mir das Herz zerreisst....
ich möchte, dass er von Anfang bis Ende bei mir ein schönes Hundeleben hat.

04.11.2014 18:01 • #7


boomerine
liebe Mary 45, lieben Dank auch dir für deine Worte. Darf ich fragen in welches Loch du gefallen bist ? gesundheitlich ? Es ist wirklich etwas daran, an dem dristen November, auch wenn die Sonne scheint, aber das Wetter ist so ungut, da muss man ja sensibel und depressiv werden, da spielen wirklich alle Faktoren eine Rolle, Da reicht wirklich schon ein Haar in der Suppe. Hast du Tiere ? Mit einem Satz hast du recht, wir werden alle älter, mit dem Alter hab ich mich noch nie auseinander gesetzt, vor allen Dingen bei unseren Hund. Das wird mir jetzt erst so bewußt, wo er nicht mehr so Treppensteigen kann und das langsame, behäbige aufstehen. Wo sind die nur die 13 Jahre hingegangen ? Im nachhinein es war eine schöne Zeit, wo er uns auf Trab gehalten hat, und jetzt haben wir einen verschmusten, trägen Vierbeiner. lg wünscht dir boomerine

04.11.2014 18:05 • #8


Hallo boomerine,

Kinder habe ich (noch) keine. Die beiden waren Familienhunde, da ich noch im Elternhaus lebe. Ich werde auf jeden Fall den Weg nochmal gehen, auch wenn es schmerzhaft ist, aber es war für meine Psyche danach wirklich gut, dass ich wirklich bis zum bitteren Schluss dabei war. Ich denke momentan sehr häufig dran, und ich hoffe, es wird genauso schön - hört sich jetzt ziemlich doof an - wie beim anderen Hund. Unsere TA konnte nicht nach Hause kommen, also haben wir den Kofferraum unseres Autos hergerichtet und sind hingefahren. Im Kofferraum saßen wir alle bei ihm, knuddelnd und weinend. Aber er fand es gut und wir auch Viele Besitzer haben gar nicht die Chance so Abschied zu nehmen, so wie bei Shalimar.

Natürlich ging es mir lange nicht gut und ich breche heute noch in Tränen aus, wenn ich die Bilder von ihm sehe. Erst letztes Wochenende hab ich per Zufall ein Bild gefunden, wo die beiden Hunde noch Welpen waren Und da hab ich mich auch gefragt, wo sind denn all die Jahre hin?

04.11.2014 18:14 • #9


boomerine
liebe Shalimar, das tut weh, wenn man das liest, diesen Gang würde ich ihm und mir sehr gerne ersparen. Am liebsten, den Gedanken hatte ich schon mal, mit ihm gemeinsam zu gehen. Wenn das so plötzlich kommt muss das noch tragischer sein, man ist nicht vorbereitet und wenn es anders ist rutscht man genauso ab. Bist du jetzt ein wenig drüber weg ? darf ich das so schreiben ? Du wirst deinen jetztigen Vierbeiner noch mehr lieb haben und verwöhnen, das kann ich mir gut vorstellen, so wie ich den meinen. Die Schmuserunden werden mehr und die besonderen lekkerlis auch. Wenn du dich auch auf dem Gebiet mit mir austauschen möchtest, würde ich mich freuen. ( bei meinen ersten Zeilen an dich hat es mir Adama angezeigt ) aus diesem Grunde die Verwechslung ) hab extra nochmals nachgeschaut. lg sendet dir boomerine

04.11.2014 18:18 • #10


boomerine
Hallo Kern, lieben Dank auch für deine Worte, es ist nicht nur das Cortison, denn das wurde reduziert, es ist im Moment einfach alles. Seitdem ich im Krankenhaus war und meine Ernährung umstellen musste, gibt es schlicht und einfach keine Nervennahrung mehr. Alles was für mich Nervennahrung bedeutet, ist gestrichen das fängt bei der Schokolade an, geht über Nüsse, frischen Kuchen und Torten und hört bei diversen Müslis auf. Ich habe auch abgenommen, daher hab ich nicht mehr zum zehren. Was ich auch nicht mehr sollte, sind meine Zig., aber die lasse ich mir nicht nehmen, weil die können nicht blähen und stopfen. Vielleicht hast du eventuell noch einen Gedanken für mich über. liebe Grüße sendet dir boomerine

04.11.2014 18:52 • #11


Zitat:
Ernährung umstellen musste, gibt es schlicht und einfach keine Nervennahrung mehr. Alles was für mich Nervennahrung bedeutet, ist gestrichen das fängt bei der Schokolade an, geht über Nüsse, frischen Kuchen und Torten und hört bei diversen Müslis auf.

-Schokolade: Gibt doch auch Herrenschokolade mit einem hohen Kakaoanteil.
Dagegen dürfte es aus gesundheitlicher Sicht keine Einwände geben.
-Kuchen und Torten haben natürlich viel Zucker

Was gibt es denn gegen Nüsse oder Müslis einzuwenden?

Wenn es dir dadurch definitiv schlechter gehen sollte, würde ich ev. nur einen Kompromiss machen und einen Schritt zurückmachen oder alles sein lassen.
Letztlich soll es dir doch durch diese Umstellung besser und nicht schlechter gehen.

04.11.2014 19:06 • #12


boomerine
Hallo Kern, im Prinzip bin ich jetzt zufrieden wie es ist, nur wiegesagt mir fehlt halt irgendwie meine Nervennahrung, Schokolade und Kakao stopfen, Nüsse blähen und die Müslis liegen mir schwer im Magen, somit hab ich meine Alternative zu Honig gefunden mit Joghurt. Ich halte mich schon daran, denn so etwas brauch ich nicht mehr, und es geht mir auch um vieles besser. Mein Nervenkostüm bekomme ich schon wieder in den Griff. Auf jeden fall, ganz lieb von dir das du dir Gedanken machst. lg boomerine

05.11.2014 18:21 • #13



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