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Hallo zusammen,

Ich muss mir mal etwas von der Seele schreiben weil ich absolut verzweifelt bin, ich befinde mich momentan in mehreren lagen meines Lebens die mich absolut überfordern und ich bitte nur um ein paar Meinungen oder Anregungen. Ich versuche es so kurz wie möglich zu beschreiben muss aber etwas ausholen.

Vor etwa 2 Monaten kam meine Mutter ins Krankenhaus, sie war zuvor beim Arzt weil sie Wasser im Bauch sowie Füßen hatte, sie hatte Angst bekommen und ist zum arzt der sie umgehend ins Krankenhaus per Krankenwagen geschickt hat.
Ich bin jeden Tag zu ihr, bei Wind und Wetter, es ist meine Mutter und daher ich einen sehr guten Draht zu ihr habe, sowie ich einzelkind und scheidungskind bin hänge ich sehr an ihr.

Es ging nach ca. 2 Wochen Berg auf, sie kam wieder gesund nach Hause, während sie im KH war wurden mir zwei frontzähne gezogen, weil der Kiefer sich ständig entzündet hatte war es schon länger geplant die zu entfernen waren auch nur Kronen, das war nicht die Welt, Zähne raus Provisorium rein.... eine Woche später habe ich eine nasenebenhöhlenentzündung bekommen die sich auf die kieferhöhle ausgebreitet hat, also kieferhöhlenentzündung gleich mit, starke Schmerzen gehabt, Augen Schmerzen, Fieber, ca. 3 Wochen kein geruchssinn mehr, geschmacksinn ca 1 Woche weg... es fühlte sich sehr unnormal an, sehr stark ausgeprägt alles.
Habe 3 verschiedene Antibiotika genommen alles mögliche an andere Hilfsmittel, bis heute keine wirkliche Besserung zumal meine beiden Ohren jetzt halb taub sind und ich nicht richtig hören kann... War beim CT war alles Voll, Diagnose Operation damit alles abgesaugt werden kann.

Op war angesetzt für Anfang diesen Monat.

Nun, meine Mutter hat jetzt wieder Wasser im Bauch bekommen und ist wieder ins Krankenhaus, habe sie eines Tages normal besucht, ärzte sowie zwei Schwestern saßen bei ihr am Bett.... ich merke sofort irgendwas stimmt hier nicht.
So war es dann auch, die Leber meiner Mutter ist nicht mehr zu retten, sie hatte Hepatitis C die viruslast war zwar gering vor Jahren jedoch macht ihre Leber nicht mehr mit. Hepatitis C hat sie übrigens damals bekommen nachdem sie mich geboren hatte weil sie viel Blut verloren hatte, sie hat eine bluttransfusion bekommen die leider diese Viren enthielten. Ich jedoch habe es nicht.

Ich sollte mich setzen meinten die Ärzte und sagten mir direkt die Wahrheit das meine Mutter an leberversagen sterben wird... es schlägt nichts mehr bei ihr an, ihr Bauch wird auch immer größer das Wasser sammelt sich ohne Ende an, die können nur noch absaugen und mehr nicht. Schlimmstenfalls stirbt sie an Inneren Blutungen bestenfalls fällt sie ins Koma sog. Leberkoma.
Jetzt liegt sie seit mitte August im Krankenhaus , bin jeden Tag bei ihr merke aber das sie immer verwirrter ist, sie lässt körperlich Tag zu Tag immer mehr nach, ist sehr müde kann nicht schlafen, hat keinen Hunger usw. Dazu kommt das sie einfach nicht realisiert hat das es bald soweit ist, sie redet immer so als ob sie bald nach Hause kommt dann will sie dies und das machen... ich senke dann immer meinen Kopf weil sie es verdrängt und sage immer mach dir nicht so einen Kopf.

Die letzten Wochen waren aufgrund der Trauer die Hölle, meine nasenebenhöhlenentzündung geht nicht weg, op habe ich nun verschoben auf Mitte Oktober weil mein HNO meinte das ich psychisch nicht in der Verfassung dazu bin... meine Zähne sind immer noch nicht fertig kann kaum essen weil ich eine Brücke bekomme von über 6 Front Zähnen...

Es zieht mich alles so dermaßen runter... oh muss morgens aufstehen der Wecker klingelt und ich will und kann mich manchmal gar nicht bewegen.
Habe Schmerzen am Kopf egal ob Auge, Ohren oder Zähne.... es träumt auch jede Menge.

Jetzt Freitag bekomme ich neue Zähne auf die ich mich aber gar nicht freue.

Zumal ich die Vollmacht über meiner Mutter habe und mega viele behördengänge machen muss.
Sie kommt bald für 4 Wochen ins Pflegeheim und danach schauen die wie es weiter geht, sie baut aber immer mehr ab, wie gesagt zudem kommen noch die Schmerzen dann die Trauer... dann die ganzen Erledigungen... ich merke wie ich manches mal vor dem Zusammenbruch bin.

Sie hat nich viele Geschwister von denen sich auch alle kümmern die aber zu kämpfen haben mit der Trauer... ich habe auch Freunde die mir helfen wo sie können genau so wie meine Familie.. aber manchmal möchte ich nur noch alleine sein.... nicht reden oder sowas..

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll.. ich habe die Option die nebenhöhlen früher zu operieren mein hno war so nett und hat mir alle Türen offen gelassen... aber die Trauer kommt hinzu... was ist wenn meine Mutter verstirbt wärend ich im KH bin? Ich werde mir das ein Leben vorhalten... wenn ich meine op mache bin ich nur 2 Tage im KH aber ungerührt 3 Wochen abgeschlagen... die Ärzte haben meiner Mutter nur noch ungefähr 3 Monate gegeben wovon jetzt schon ein Monat abgelaufen ist...

Es ist einfach die Hölle zur Zeit, liege jetzt auch nur wieder im Bett war heute morgen kurz bei ihr merke aber das ich schlecht Luft bekomme und dank der Ibuprofen nun auch nich starke bauchkrämpfe dazu bekommen habe oder es schon eher psychisch ist weiß es nicht

16.09.2017 15:40 • 17.09.2017 #1


2 Antworten ↓


Ich rate dir,jetzt erstmal mehr auf Deinen eigenen Gesundheitszustand zu achten und Dich so gut es geht zu schonen.
Deine Mutter kannst Du ja trotzdem weiterhin besuchen aber halt nur,wenn Du Dich einigermassen fühlst.
Das muss ja schwer auszuhalten sein mit den ganzen Schmerzen dazu und dann noch die Trauer.
Ich drück Dich mal.

Vielleicht lässt Du Dir vom Psychiater für diese schwere Phase ein Beruhigungsmittel verschreiben,dann kommst Du auch innerlich mal ein wenig runter,was Deinem Körper und dessen Abwehrkräften denke ich auch nur gut tun kann.

Ich schick Dir Kraft!

16.09.2017 19:06 • x 1 #2


Hallo,

erstmal tut es mir wirklich leid, was du gerade durchmachen musst. Leider passieren solche Dinge immer alle auf einmal wäre ja auch zu einfach, wenn man sich um alles in Ruhe kümmern könnte...

Ich kann dir die Entscheidung zwischen OP und an Mamas Seite bleiben nicht abnehmen, aber vielleicht kann ich dir wenigstens ein paar Denkanstöße geben.

Dein HNO hat auf jeden Fall Recht, wenn er sagt, du bist psychisch nicht bereit für eine OP. Die Psyche hat einen zu großen Einfluss auf unsere körperliche Verfassung, als dass ich persönlich das (wenn auch nur geringe) Risiko einer OP eingehen würde, während ich so am Boden bin wie du momentan. Ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass es mit deinen HNO-Problemen bergauf geht, ist höher, je besser es dir psychisch geht. Oder belastet dich deine Gesundheit wiederum psychisch? Dann würde ich mich so schnell wie möglich operieren lassen.

Hast du mal mit deiner Mutter darüber geredet, dass du evtl. wegen einer OP im Krankenhaus sein könntest? Ich bin mir sicher, dass deine Gesundheit ihr wichtig ist und sie nicht wollen würde, dass du ihretwegen die OP aufschiebst. Aber das sagt sich jetzt so leicht ich an deiner Stelle hätte wie gesagt auch große Probleme, mich zu entscheiden.

Die Ärzte geben deiner Mutter noch zwei Monate. Kannst bzw. willst du so lange noch warten mit deiner OP? Denkst du, dass es dir nach ihrem Tod besser oder schlechter gehen wird als jetzt? (Klingt jetzt erstmal blöd, aber vielleicht würde es dir ja in gewisser Hinsicht sogar helfen, sie nicht mehr in diesem Zustand leiden zu sehen. Ich hoffe, ich wirke nicht unsensibel.) Im Endeffekt musst du abwägen, wann es dir am wenigsten schlecht geht und die OP auf diesen Zeitpunkt verlegen...

Ich hoffe, meine Gedankengänge konnten dir etwas helfen und wünsche dir alles, alles Gute für die kommende Zeit.

Liebe Grüße

Infinity Stone

17.09.2017 16:03 • #3