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Kristel
Schon das Thema löst Tränen aus.

Hallo, ich bin ganz neu im Forum und muss mir das ganze Elend mal von der Seele schreiben.
Ich bin von 3 Geschwistern, die Mittlere. Erst kommt das Wunschkind, dann (ich) der Unfall und 6 Jahre später das Goldkind.
Schon meine ersten Erinnerungen sind von Angst geprägt. Angst vorm cholerischen, sadistischen und manchmal auch lieben Vater. Von seinen Prügelattacken, seinen Wutausbrüchen und manchmal von seinem großen Verständnis. Man wusste nie woran man war und wie er drauf ist. In dieser Zeit hat sich mein Feingefühl, meine Empathie und Hochsensibilität und auch ein Teil innerer, grenzenloser Wut entwickelt.
Es war ein ständiger Kampf in der Familie. Jeder kämpfte gegen jeden und jeder wollte Papas Liebling sein. Geschwisterliebe kenne ich nicht. Wenn die Eltern auf Arbeit waren mussten wir täglich die kpl Wohnung putzen und wehe die haben was gefunden. Da war Strafe vorprogrammiert, wenn meine Schwester meinte sie muss mir die Arbeiten zuteilen, die sie nicht machen wollte, habe ich mich geweigert. Sie hat dann angefangen mich zu schlagen. Beschwerten sich die Nachbarn über den lauten Streit, gab's wieder Prügel für beide. . oh Gott, ich hasse mein Leben.
Meine Mutter war eine Gefühlskalte Frau. Ihre größte Sorge waren die Nachbarn, die sollten nichts von diesen Prügelattacken hören, deshalb forderte sie ihn dazwischen auf, er soll aufhören. War er nicht da, hat sie mit ihm und seinen Strafen gedroht.
Zum prügeln hat er alles genommen was er fassen konnte. Handfeger aus Holz, Staubsaugerrohr, Hausschuhe mit Gummisohlen (das zwiebelt schön), Kleiderbügel. Der Schlag mit der Hand ins Gesicht war auch mal ganz schnell ausgeführt. Einmal hat er sich so vergessen, dass ich am Sportunterricht nicht teilnehmen konnte, weil ich blau geprügelte Beine hatte.
Als ich in der Schule (ca 5 Klasse) das Thema - Fortpflanzung des Menschen hatte, erfuhr ich zum ersten Mal, dass ich ein "Unfall" bin. Bis ins Detail hat der Vater mir geschildert was sie unternommen haben um einen Abort herbei zuführen. Einzelheiten kann ich hier gar nicht machen.
"Dann kommst du auch noch als Schreikind auf die Welt, am liebsten hätte ich dich an die Wand geschmissen." . Ich fühlte mich so schuldig, meinen Eltern diesen Kummer gemacht zu haben.
Durch Fleiß, Verlässlichkeit und Nächstenliebe habe ich versucht meine Wichtigkeit in der Familie zu beweisen. Leider öffnete ich dem Familienmobbing dadurch Tür und Tor.
So viele Gresslichkeiten, die mich kaputt gemacht haben.
Der Gartennachbar, der versucht hat mich mit Gewalt in seine Gartenlaube ziehen während ich das Vieh versorgt habe, wenn die Eltern im Urlaub waren, war wichtiger als ich. "Stell dich nicht so an, es doch nichts passiert" Später die Schwester die angeblich ein Kind von meinem Freund erwartet.
Oder der Vater der mich mit 40 Jahren zum letzten Mal geschlagen und mir den kleinen Finger gebrochen hat, weil ich ihm meinen Wohnungsschlüssel nicht geben wollte. Und und und.
Durch dieses Leben habe, konnte oder wollte ich meinen beiden Kindern keine Grenzen setzen. Ich wollte eine liebe Mutter sein, die gaaaanz viel Geduld und Liebe zu vergeben hat. Leider ist das auch nach hinten losgegangen. Sie sind respektlos, nehmen nur und schreien mich auch mal zusammen wenn ihnen etwas nicht passt. Also ordne ich mich auch dort unter. Mein Schwiegersohn ist ein Narzisst, er nimmt sich mir gegenüber Rechte raus, das geht gar nicht. Ich habe versucht Respekt einzufordern, da kam es zum Knall. Meine Tochter hat den Kontakt abgebrochen und mir die Enkelkinder entzogen.
ACHTUNG! Das hat meine Urfamilie auf den Plan gerufen. Alle haben sich zusammengerottet und nun wird gemeinsam gemobbt. Meine Eltern sind die schlimmsten. Sie hetzen alle auf, weil ich ja psychisch krank bin und es ein schlimmes Ende mit mir nehmen wird. Ich habe mich komplett zurückgezogen. . Ich kranker Unmensch habe meinen 60igsten Geburtstag komplett abgesagt und nicht gefeiert. Solche Menschen gehören negiert!

Doch nun bin ich am Ende!

Ich bin nicht gläubig, aber es gibt einen Vers in der Bibel der sich wie ein Faden durch mein Leben zieht.
"Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun"

Das ich mich mit dieser Lebenseinstellung selbst zerstört habe, ist mir erst heute klar.
Im Moment kämpfe ich mit mir, den Mut aufzubringen, den Kontakt zu meinen Eltern komplett abzubrechen. Jedes Telafonat beginnt normal, da schöpfe ich Hoffnung und dann endet es in Vorwürfe und Schuldzuweisungen. Schließlich breche ich danach völlig zusammen und nehme mir vor - mich nicht mehr zu melden, jetzt ist Schuß!
Sie sind 83 Jahre und könnten morgen tot sein. Kann ich mir diesen Bruch dann verzeihen?
Das große Problem mit mir ist, das andere sagen könnten - du bist ein schlechter Mensch - und ich glaube ihnen.
Ich liebe meine Eltern, ich liebe meine Geschwister, ich liebe meine Kinder und Enkelkinder--> ich liebe nur mich nicht.
Bin ich doch eine unheilbare, kranke Kreatur?
Meinen Man? ihn hassen sie alle, weil er anprangert was Phase ist. In meiner Urfamilie wird keiner geduldet, der anders denkt. Leider ist er der Stiefvater meiner Tochter . .

Ich hoffe das ich eines Tages mein inneres Kind heilen kann. Ich wünsche mir Frieden im Kopf > ob mit oder ohne Urfamilie, ich wünsche mir meine Tochter und die Enkelkinder zurück, ich möchte ohne Angst leben, ich möchte ohne Alpträume schlafen.
Ich hätte gern mehr Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, einen hohen Gartenzaun und Mut.

-->an meine Eltern
Ich brauche keine 300Euro auf meinem Konto als Wiedergutmachung für das was ihr mir angetan habt!

Danke das Ihr euch die Zeit zum Lesen genommen habt.

09.11.2019 10:32 • 13.11.2019 x 7 #1


11 Antworten ↓


Icefalki
Hallo liebe @Kristel , willkommen in unserer Mitte. Ich bin auch 60 Jahre und hatte eine ähnliche Kindheit, muss irgendwie am Zeitgeist gelegen haben, dass damals Kinder auf diese Art und Weise geschunden wurden.

Die körperlichen Schmerzen waren das wenigste, es geht um die Zerstörung der Kinderseele, die mit diesen Zurückweisung einhergegangen ist. Also, kein Wunder, dass man da ein Leben lang mit den seelischen Wunden zu tun hat.

Sich einzugestehen, dass dieses Thema nur deshalb so existentiell für einen ist, ist dieser einzige Wunsch nach Elternliebe, und die Angst bei Widerspruch, vernichtet zu werden. Gleichzeitig wird man beinahe verrückt , dieses Dilemma nicht lösen zu können.

Hast du denn schon Therapieerfahrung?

09.11.2019 11:45 • x 5 #2


Kristel
Ja, schon einige. Befinde mich gerade in einer Gruppentherapie und arbeite mit mir selbst sehr viel.
Leider ist der Anstandswauwau "liebe und ehre deine Eltern" oft der Gewinner. Das Gehirn ist nur schwer umzuprogrammieren und eine Therapie geht nicht so lange wie es wirklich bräuchte.

09.11.2019 12:30 • x 2 #3


Icefalki
Zitat von Kristel:
"liebe und ehre deine Eltern"


Ist ja auch berechtigt, wenn sie das auch tun. Und wir reden ja nicht von belanglosen Streitigkeiten, hier geht es doch um Psychospielchen, die dir dein ganzes Leben vermasselt haben und dich zerstört haben. Dein Problem ist, dass du sie lieben und ehren möchtest, aber erwartest, dass sie das auch tun. Hier liegt dein Problem. Also wirst du dich damit auseinandersetzen müssen, ob du in der Lage bist, Liebe trotz Ablehnung, ohne Erwartungen geben zu können.

09.11.2019 13:24 • x 3 #4


Kristel
Ja, das muß ich wirklich überdenken. Ich weiß es längst. Arbeite täglich daran. Um Liebe betteln habe ich auch satt. Wenn nur das schlechte Gewissen nicht wäre.

09.11.2019 16:39 • x 1 #5


Hoffnungsblick
Liebe Kristel, heiße dich auch herzlich willkommen hier. Bin schon über 60 und habe einige ähnliche Kindheitserfahrungen gemacht.
Erst mal nachträglich herzlichen Glückwunsch zu deinem 60. Geburtstag! Schön dass es dich gibt und dass wir uns hier treffen können.
Habe selbst meine Geburtstage oft ohne meine Herkunftsfamilie gefeiert und mich im Laufe der Zeit daran gewöhnt, wenn öfter auch mit Bedauern. Diese Distanz hat mir aber auch geholfen, ebenso auch ein weitreichendes Schweigen. Als sie festgestellt haben, dass ich auf Angriffe verschiedener Art nicht mehr reagiere oder nur distanziert, so gut es ging, hat sich äußerlich vieles entspannt. Auf Telefonate habe ich mich innerlich vorbereitet. Das hat oft geholfen. Habe auch -mental- erkannt, dass ich nicht mehr erwarten kann. Das Herz will sich nicht damit abfinden. Aber trotzdem hat man ja auch noch einen Kopf. Den Eltern entgeht allerdings auch etwas. Sie haben auch ein Herz, das eigentlich Liebe will.
Auch ich stehe immer wieder vor der Herausforderung "liebe und ehre deine Eltern" und "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun." Dieser Satz aus der Bibel ist gar nicht so falsch. Verzeih, wenn ich das sage. Er trifft nämlich zu, leider oft auch für mich, weil ich auch nicht vollkommen bin...Rückwirkend erkenne ich auch Fehler und stehe dann vor der Aufgabe, mir selbst verzeihen zu müssen.
Wir wollen ja unsere Eltern lieben, aus ganzem Herzen, weil es natürlich ist und auch die Grundlage unserer eigenen Liebesfähigkeit ist. Wenn einem das verwehrt wird, hat man eine Aufgabe...
Mittlerweile sage ich mir: Sie haben das getan, was ihnen möglich war. Mehr konnten sie nicht. Hier geht dann die Arbeit für mich weiter. Auf diese Weise habe ich nun meinen Frieden mit meinen verstorbenen Eltern gemacht, die mir das Leben geschenkt haben und mich auch mit vielen perönlichen Verzichten aufgezogen haben.
Herzlich wünsche ich dir, dass du dir die Liebe und Wärme geben kannst, die dir deine Eltern nicht geben können.

09.11.2019 19:56 • x 6 #6


Kristel
Hallo Hoffnungsblick,
vielen Dank für deine Geschichte. Manchmal glaubt man man ist mit solch einem Rucksack allein auf der Welt. Aber wie man sieht, bin ich nicht allein. Für Dich und Deine Urfamilie hat jeder seinen Frieden gefunden.
Bei meinen ganzen Dilemma stehen wir noch voll drin. Ich bereite mich auch vor jeden Telefongespräch darauf vor, was könnte kommen und was sage ich dann.
Beim letzten Telefonat vor einer Woche, kam einen schweren Vorwurf von Weihnachten 2018. Er richtete sich gegen meinen Sohn und meinen Mann.
Da kannst du dich nicht drauf vorbereiten! Wieder bin ich in die Erklärungsfalle getappt, hab versucht diese fiese Behauptung richtig zu stellen,
da wars schon passiert. Ich dramatisiere, hätte schlechte Laune und bin krank im Kopf.
All die Jahre (auch heute noch) ist es so gelaufen, dass jeder sie in gewissen Abständen eingeladen hat. Sie saßen immer auf gepackten Koffern mit ganz viel Ansprüchen für eine schöne Zeit mit möglichst vielen Erlebnissen und guten Essen. Waren sie da, wurde nur gehetzt über die anderen Geschwister oder sie haben sich untereinander gestritten wer gerade Rederecht hat. Am Ende ein sehr anstrengender Besuch.
Inzwischen haben wir solche Einladungen komplett eingestellt. Diese Entscheidung haben mein Mann und ich getroffen, aber er wird über mich angefeindet und ich muss es ausbaden. An ihn oder meinen Sohn trauen sie sich nicht ran, die reden Tacheles und ziehen keine Handschuhe an. Das man als verheiratete Tochter auch Schwiegereltern hat, die schon mehr Hilfe brauchen, verstehen sie gar nicht.
" Die jammern nur und da kümmert ihr euch. Wir jammern wohl zu wenig"
Sie sind so bösartig und stellen sich nach ihren Anfeindungen als Opfer hin.
Lg

10.11.2019 07:07 • #7


survivor3
Liebe Kristel,

aus deinen Zeilen lese ich soviel Schmerz,Ungerechtigkeit und deine Zerbrechlichkeit.
Dir ist viel Schlimmes wiederfahren und es gibt kaum einen Trost den ich dir geben koennte.
Aber es gibt etwas ,was ich dir raten koennte.
Wie waere es ,wenn du dir im Moment nicht den Kopf darueber zerbricht,wie du deinen Eltern entgegentreten sollst,sondern
einfach mal dir eine unbefristete Kontaktpause nimmst?
Das gibt dir Zeit,erstmal deinen Standpunkt zu finden und nicht unter Druck zu reagieren.
Auch koenntest du ins Feld fuehren,ggfs per Brief,dass du jetzt Zeit fuer dich und deinen Mann brauchst und dass du dich meldest wenn es dir wieder etwas besser geht.

10.11.2019 07:26 • x 2 #8


Hallo Kristel, ich habe deinen Beitrag gelesen und es tut mir unendlich Leid wenn Menschen als Kinder so behandelt wurden wie du. Es macht mich unfassbar traurig, wie die Lebensgeschichten anderer mein positives Weltbild immer wieder auf die Probe stellen weil man machtlos dagegen ist und einfach nur zuschauen kann.

Es ist wie Einstein sagte:
"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt."

Zitat von Kristel:
Ich hätte gern mehr Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, einen hohen Gartenzaun und Mut.


Du kannst nichts für die grausamen Erfahrungen in deiner Kindheit, die dich geprägt haben. Auch wenn dir immer wieder gezeigt wurde nicht geliebt oder ungewollt zu sein, nichts kann daran ändern das auch du wertvoll bist.

Ich kann nur erahnen wie schwer es dir fällt den Mut aufzubringen und daran zu glauben.
Es ist so schwer wenn einem das Glück geliebt zu werden verwährt blieb.

So grausam und hart dein Weg war, Du warst nie alleine Kristel.
Auch wenn es dir sehr schwer gefallen ist, du hast dich immer begleitet und dich niemals aufgegeben weil du diesen Kampf wert bist.

Zitat von Kristel:
Ich hoffe das ich eines Tages mein inneres Kind heilen kann. Ich wünsche mir Frieden im Kopf


Auch wenn ich nichts tun kann, hoffe ich das dein Wunsch in Erfüllung geht.

10.11.2019 10:52 • x 1 #9


Hoffnungsblick
Liebe Kristel, auch weil es mir in mancher Hinsicht ähnlich ging, berührt mich deine Geschichte sehr. Aber nicht nur negativ, denn ich sehe auch die tapfere Frau in dir, die trotz allem nicht aufgegeben hat, menschlich gehandelt hat ("Vater vergib ihnen...") Wärme und Verständnis sucht und ihre Trauer teilt.
Wenn ich auch auf meine Weise meinen Frieden mit meiner Herkunftsfamilie gefunden habe, so heißt das natürlich nicht, dass nicht jeder Beteiligte für seine Handlungen und Taten verantwortlich ist.
Zwar haben dir deine Eltern das Leben geschenkt und sie haben dich auf ihre Weise groß gezogen, ganz nach ihrer monemtanen Liebesfähigkeit. Aber das rechtfertigt nicht, dass sie (dein Vater) dir sagen, dass sie dich als "Unfall" sehen. Diese Aussage empfinde ich als eine große Lieblosigkeit, für die sie selbst verantwortlich sind. Sie hätten es, wenn es so ist, das für sich behalten können. Oder sie hätten dich als Geschenk sehen können, das sich jeden Tag neu entfaltet, was du ja bist. Dein Vater ist auch selbst dafür verantwortlich, wenn er dich geschlagen hat.
Wir können unseren Eltern danken dafür, dass sie uns das Leben geschenkt haben. Wenn wir lachen und uns an etwas freuen können, verdanken wir es indirekt auch ihnen und es ist auch ein Pluspunkt für sie. So ehren wir sie. Aber wir tragen nicht die Verantwortung für ihre Fehler uns gegenüber. Die müssen sie selber tragen.
Habe für mich selbst festgestellt, dass es mich belastet, wenn ich nachtragende Gedanken und Gefühle habe. Dadurch bin ich an die Personen gebunden, denen diese Gedanken und Gefühle gelten. Sie haben dann immer noch Macht über mich. Darum sage ich mir, was meine Eltern angeht: Wie schade, sie konnten es nicht besser. Aber ich danke ihnen im gleichen Atemzug für alles Gute, das sie mir gegeben haben. Wenn es mir gelingen kann, auch für das "Schlechte" ("...sie wissen nicht, was sie tun") zu danken, dann sehe ich, dass das meine Aufgaben und Themen sind, die ich bearbeiten muss, um weiter zu kommen.

Wie waere es ,wenn du dir im Moment nicht den Kopf darueber zerbricht,wie du deinen Eltern entgegentreten sollst,sondern
einfach mal dir eine unbefristete Kontaktpause nimmst? (Zitat Survivor)

Das finde ich auch gut. Solche bewussten Kontaktpausen haben mir immer sehr geholfen.

10.11.2019 15:58 • x 1 #10


Hoffnungsblick
Liebe Kristel,
muss hier noch etwas ergänzen. Meine Geschichte war so, dass ich nur mit viel Abstand meinen Frieden gefunden habe. Leider ist dadurch auch zwischen meinen Geschwistern und mir eine Distanz entstanden, die ich bis heute nicht wirklich überbrücken kann. Da ist immer noch Schmerz und auch die Erkenntnis, dass für mich nicht jede Erfahrung mitteilbar ist.
Für dich hoffe ich, dass du Wege findest, die langfristig für alle heilsam sind.

12.11.2019 16:51 • x 1 #11


Sells1234
Zitat von Kristel:
Schon das Thema löst Tränen aus.Hallo, ich bin ganz neu im Forum und muss mir das ganze Elend mal von der Seele schreiben. Ich bin von 3 Geschwistern, die Mittlere. Erst kommt das Wunschkind, dann (ich) der Unfall und 6 Jahre später das Goldkind. Schon meine ersten Erinnerungen sind von Angst geprägt. Angst vorm cholerischen, sadistischen und manchmal auch lieben Vater. Von seinen Prügelattacken, seinen Wutausbrüchen und manchmal von seinem großen Verständnis. Man wusste nie woran man war und wie er dragutenuf ist. In dieser Zeit hat sich mein Feingefühl, meine ...
guten Morgen ich bin 57 keine Geschwister doch das andere was du schreibst könnte von mir sein.

13.11.2019 09:20 • x 1 #12




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