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Hallo,
leide seit 2001 mit Unterbrechung( Schwangerschaft & Babyjahr) unter Panikattacken & Angstzuständen.
War auch schon einmal in Therapie (habe sie aber abgebrochen). Natürliche Beruhigungsmittel Johanniskraut,Badrian haben bisher geholfen.
Die Angst war meist in Kaufhäusern, im Stau u.s.w.
Leider erlebte ich diesen Heiligabend die Schlimmste Angst die ich je hatte und diese dauert immer noch an (mit Unterbrechungen).
War beim HA der verschrieb mir Lorazepam ( will sie aber wegen den Nebenwirkungen nicht nehmen). Soll auch zum Neurologen.
Leider steht mein Mann nicht hinter mir, und meine Kinder haben sehr zu leiden (da ich nicht ich selbst bin,ständig Angst habe und sehr schnell aus der Haut rase).
Mein Mann und mein Grosser sind beim Eishockey und ich sitze hier mit meinem Kleinen und fühle mich so schlecht.
Gibt es noch andere Mamas denen es so geht?
Würde mich gerne austauschen.[color=red][/color]

02.01.2008 21:10 • 04.01.2008 #1


10 Antworten ↓


Hallo
Auch ich habe 2 Kinder und Angstzustände seid 3 Jahren.Im moment geht es mir wieder so lala.Ich hab in denletzten Monaten hohen psychischen stress gehabt und jetzt wo es ruhig wird merke ich meine Angst wieder hoch kommen.Allerdings scheine ich seit silvester einigermassen die kurve bekommen zu haben.Ich würde dir empfehlen erst einmal nachzusehen was in deinem leben nicht richtig läuft.Ausserdem natürlich eine Therapie.Natürlich hast du es sehr schwer wenn dein partner nicht richtig hinter dir steht.Zum Psychologen würde ich auf alle fälle gehen und wenn es nicht anders geht hab keine Scheu medikamente zu nehmen sonst wird der druck für dich vielleicht zu hoch.Mir hat ein bestimmtes Buch sehr gut geholfen."Angstfrei Leben"Lucinda Basset
Ich wünsch dir alles gute und weiss das du es schaffen wirst.
Des weiteren bist du glaub ich hier in diesem Forum sehr gut aufgehoben.

02.01.2008 21:18 • #2



43 Jahre weibl. 2 Kinder 3 /11 Jahre und starke Angstzuständ

x 3


Hallo!

Ich habe auch 2 kleine Kinder (2/fast6). Leide seit ca. 13 Jahren darunter. Und mein Partner steht auch nicht hinter mir. Kenn ich. Man muss die Angst schon verstecken bzw. überspielen.
Ich an deiner Stelle würde ein Therapieplatz suchen. Für den Fall das es garnicht mehr geht würde ich Antidepressiva nehmen und keine Benzodiazipine. Die Wirkung dauert zwar man wird aber nicht süchtig. Was sagt den dein Mann genau wenn du eine Attacke hast?

maja76

02.01.2008 22:33 • #3


Hallo ankanibo,

Baldrian oder Johanniskraut helfen m.E. bei einer Angsterkrankung nicht. Gehe nicht zum Hausarzt, sondern gleich zum Neurologen. Es gibt gute verträgliche Medis (Citalopram, Tagonis). Erst durch Medikamente bin ich erst therapiefähig geworden.
Neben dem Besuch beim Neurologen würde ich dir eine Psychotherapie empfehlen, Antrag bei der Krankenkasse stellen!
Du schaffst das schon!
Vor allem denke ich, ist es wichtig, dass dein Mann versteht, dass eine Angsterkrankung eine Krankheit ist, die heute ganz gut behandelt werden kann. Erzähle ihm doch einfach von unserem Forum, damit er sieht, wie viele Menschen an Panikattacken und Angsterkrankungen leiden.
Ich bin seit über 15 Jahren Angstpatient. Mir geht es seit 1/2 Jahr echt gut, so dass ich das Citalopram im März absetzen werde.
Nur Mut, Information über die Angst ist der erste Schritt.
Da kann ich dir auch das Buch in der linken Leiste von Dr. Doris Wolf
"Ängste verstehen und überwinden" wärmstens empfehlen.

Stelle dich deiner Angst!

Es grüßt dich ein "alter Angsthase"
50 J., verheiratet, 14 jähriger Sohn,

Herzlich
Michael

03.01.2008 22:23 • #4


Hallo Michael,
habe heute einen Termin beim Neurologen bekommen. Leider erst am 13.1.
Was macht der eigentlich ?
Eine Therapie machte ich schon mal, die leider nicht anschlieg.
Die Medikamente die du aufzählst, sind die rezeptpflichtig ?
Heute morgen nahm ich eine halbe Lorazepam und siehe nach einer halben Stunde, ging es mir super. Musste es auch, denn meine 2 Söhne halten mich beide auf Trap. War sogar ohne Angst nachmittags Einkaufen(Schön)
Toll das du das alles geschafft hast, alle die es schaffen hauchen mir einen Hoffnungsschimmer zu.
Es gibt nur wenige Ehemänner die mit so einer "Krankheit" zur Recht kommen, kenne noch mehrere.
Leider kann ich meinem Mann das alles nicht näher bringen.
Aber ich kann auch alle verstehen, die damit nicht zu Recht kommen.
Eine Grippe oder ein Beinbruch sind eben eine richtige Krankeit, aber An gst in ihren Augen nicht.
Gruss aus Frankfurt

03.01.2008 22:40 • #5


Hi ankanibo,

also Citalopram und Tagonis sind rezeptpflichtige Medis.
Keine Angst vorm Neurologen. Der unterhält sich mit dir um das richtige Medikament herauszufinden. Bitte keine Medis ohne ärztliche Anweisung nehmen.
Citalopam o. Tagonis wirken erst nach ca. 3-4 Wochen, machen aber körperlich nicht abhängig.
Mach zusätzlich noch eine Psychotherapie. Was war an der alten
Psychoth. so falsch? Was hat der Psychologe unternommen?

Noch'n tipp: Wenn die Angst kommt, einfach zu ihr sagen: Also, da bist du ja wieder, dich kenn ich schon, du gehst auch wieder vorüber ... und versuchen, in der Angstsituation zu bleiben, nicht zu vermeiden, dabei bewußt atmen, ruhig, wenn du es kannst, mach die Bauchatmung, die Angst geht weg, garantiert! ... und wenn du es ausgehalten hast, dich mit der Atmung beruhigt hat, welch ein gutes Gefühl, das hat was von Sieg!

Nur Mut
herzlich
Michael

03.01.2008 23:18 • #6


Hy,
dein letzter Absatz macht ja richtig Mut.
Manches mal hat mir das auch geholfen.
Leider ist das was ich seit HEiligabend habe, nicht mehr so leicht wegzukriegen.
Schlafstörungen und ein (wie nasser Fleck) am Bein habe ich seit ein paar Wochen. Leider kam kurz vor dem Tag ,aufgerissene Mundwinkel, 2 dicke Lymphknoten hinter den Ohren dazu. Und seitdem habe ich diese Angst, wie ich sie noch nie hatte.
DER HA meinte = Lippen schmieren, Knoten evtl.Virus.
So bin ich am 27.12 nachhause, und zweifelte wieder an allen Docs.
Heute sind die Lippen immer noch aufgerissen, dazu noch ein dicker Pickel an der Lippe. Und habe 2 Tabl. genommen gegen die Angst.
Die damalige Pschoth. sass mir immer nur gegenüber, hörte sich meinen Alltag von einer Woche an, gähnte ein paar mal.. ja und das wars.
Den Grund meiner Attacken konnte sie leider nicht feststellen. Bin wahrscheinlich ein schwerer Fall :-).
So nun genug gejammert.
Ciao

03.01.2008 23:30 • #7


Zitat von ankanibo:
Hy,
dein letzter Absatz macht ja richtig Mut.
Manches mal hat mir das auch geholfen.
Leider ist das was ich seit HEiligabend habe, nicht mehr so leicht wegzukriegen.
Schlafstörungen und ein (wie nasser Fleck) am Bein habe ich seit ein paar Wochen. Leider kam kurz vor dem Tag ,aufgerissene Mundwinkel, 2 dicke Lymphknoten hinter den Ohren dazu. Und seitdem habe ich diese Angst, wie ich sie noch nie hatte.
DER HA meinte = Lippen schmieren, Knoten evtl.Virus.
So bin ich am 27.12 nachhause, und zweifelte wieder an allen Docs.
Heute sind die Lippen immer noch aufgerissen, dazu noch ein dicker Pickel an der Lippe. Und habe 2 Tabl. genommen gegen die Angst.
Die damalige Pschoth. sass mir immer nur gegenüber, hörte sich meinen Alltag von einer Woche an, gähnte ein paar mal.. ja und das wars.
Den Grund meiner Attacken konnte sie leider nicht feststellen. Bin wahrscheinlich ein schwerer Fall .
So nun genug gejammert.
Ciao


hi,

ich bin 35 jahre alt verheiratet habe eine fünfjährigen sohn und vollzeit berufstätig. mein mann hat verständnis aber ich glaube uns kann nur der verstehen der es hat oder hatte
es tut mir manchmal sehr leid für mein kind wenn ich wieder so eine akute phase habe aber ich kämpfe und gebe nicht auf!! wir schaffen das!! ganz bestimmt!!

04.01.2008 10:24 • #8


hallo ankanibo,
die tatsache, dass deine letzte pt nicht bei dir angeschlagen hat, heisst doch nicht, dass du ein besonders schwerer fall bist. ich habe nach vielen jahren angstzuständen ebenfalls eine pt gemacht (vor zwei jahren), die mir nicht geholfen hat.
durch zufall habe ich das buch "angstfrei leben" von lucinda bassett in die hände bekommen (und natürlich auch gelesen ). jetzt, nach der hälfte des buches, weiß ich, dass die pt bzw. die methoden des therapeuten einfach nicht bei mir angekommen sind, vielleicht, weil es die falschen waren, vielleicht auch, weil ich für die pt noch nicht bereit war. jedenfalls stellt sich mir jetzt im buch alles viel klarer dar, ich denke auch, dass ich die übungen umsetzen kann, weil ich die zusammenhänge viel besser verstehe!
also, kopf hoch, so wird es bestimmt auch bei dir sein! suche dir einen anderen therapeuten und gehe die sache nochmal an! hilfreich wäre es, wenn du (z.b. durch lektüre des o.g. buches) schon einige vorkenntnisse hättest.
ach ja, und denk nicht, ich würde eine verkaufsprovision oder sowas von der autorin bekommen - das buch ist wirklich gut!
liebe grüße aus dem bayernland
peter

04.01.2008 11:28 • #9


Hallo Ankanibo,
auch ich habe 2 Kinder, allerdings nicht mehr so klein wie deine Kiddis. Meine Tochter wird 20 und mein kleiner wird 12. Ich habe seit ich 14 bin (nun bin ich 40) Panikattacken, leider erst sehr viel später erkannt.
Mein Ratschlag an dich, such dir einen Therapeuten. Da einen guten zu finden, kann schon etwas länger dauern, du siehst ja, dass du bei der Ersten nicht den gewünschten Erfolg hattest. Wie in jeder Berufsgruppe , gibt es auch dort gute, weniger gute und sehr gute.Wichtig ist, dass du dich dort sicher fühlst und auch den Wunsch verspürst, dir all den Druck von der Seele zu reden.Es muss eine Vertrautheit da sein, sonst ist der Erfolg der Thera eben gleich 0.
Auch ich habe lange gebraucht die richtige Thera zu finden, um so glücklicher war ich als es mir dann gelang und ich endlich die lang ersehnten Fortschritte spürte.
Sag dir nicht so Sätze, wie "Ich bin ein besonders schwere Fall". Das bringt dich wirklich kein Stück weiter und bremst deine Energie zum kämpfen enorm aus.Hört sich vielleicht klugscheisserisch an aber es ist wirklich so.
Du willst doch auch nicht nur für deine Kinder dein "altes" Leben zurück, sondern in erster Linie für dich!
Setz dich auch am Abend ,wenn die Kids im Bett sind hin,red mit deinem Mann. Sag ihm wie du dich fühlst, frag ihn was er nicht verstehen kann , beantworte ihm ggf. seine Fragen.Vielleicht ist er ja auch einmal bereit dich zu einer Therastunde zu begleiten. Auch wenn das für Männer eher schwierig ist.
Mein erster Mann war mir in Sachen Angst absolut keine Hilfe, im Gegenteil, er stempelte mich immer als Simulantin ab, später sagter er sogar mal, "es wäre besser, du würdest nun endlich mal sterben, dann hat das ein Ende".
Mein jetztiger Mann, mit dem ich nun fast 12 Jahre zusammen bin, ist das komplette Gegenteil. Er sagt mir zwar,das es ihm scherfällt, sich da rein zu denken, aber er ist immer da wenn es mir mies geht,er redet stundenlang mit mir, nimmt mich in den Arm, tritt mich auch mal in den Hintern, wenn ich drohe ins alte Muster zu verfallen.
Meine große Tochter ist auch immer da, wenn es nicht mehr geht. Gerade in der Neujahrsnacht, als ich die fiese Attacke hatte, saß nie neben mir und hat meine Hand gehalten.
Nur bei meinem kleinen muss ich aufpassen, dass er nicht alles mitbekommt. Er ist eh so ein kleine Angsthase und diese Anfälle mitzuerleben macht ihm noch mehr Angst.
Ich wünche dir viel Kraft auf deinem Weg, der sicher steinig wird, aber zu schaffen ist.
LG Kathi

04.01.2008 11:34 • #10


Hallo zusammen. ich habe mich hier nicht registriert also schreibe ich mein anliegen einfach mal hier mit dazu. Ich habe mir die Beiträge hier durchgelesen und bin erstmal beruhigt das ich mit meinen Problemen nicht allein da stehe
Ich habe folgendes Problem.
Ich war ein sehr lustiger und lebensfroher mensch, hatte zwar mit 14 meinen ersten nervenzusammenbruch aber mehr war nicht. Vor knapp 4 Jahren brachte ich meinen sohn zur welt, bin alleinerziehend.
Seit fast 11 Jahren liebe ich einen Mann, der mich aber nicht mehr will, wir waren mal 4 Jahre zusammen dann trennte ich mich und nach 2 Jahren merkte ich das ich ihn wirklich liebe seit dem kämpfe ich um ihn ohne erfolg.
Aufjedenfall, hatte mein kleiner letztes Jahr die Rotaviren, 5 tage KH.
das war wohl der auslöser für den anfang meiner Angst.
mitlerweile ist es so schlimm, das ich mit meinem Kind einen großen bogen um viele Menschen mache, mich vorher vergewissere das keiner Krank ist, erst dann gehe ich hin.
Jetzt wo die Medien wieder vor dem Norovirus warnen, laufe ich hier amok.Ich habe panische Angst davor mich und den kleinen Anzustecken.
Das ist aber noch nicht alles, ich bekomme Angst wenn ich Tabletten nehmen muß, und lese mir die beilage 5 mal durch und nehme sie dann trotzdem nicht. Ganz schlimm ist es bei antibiotika,da ich auf penicilin allergisch bin.ich habe angst davor mein kind in den kindergarten zu schicken,er könnte ja krank werden oder es könne ihm etwas passieren.Habe ich Kopfschmerzen, oder Husten, oder...steigere ich mich derart rein, das ich schweißausbrüche, magenkrämpe, schwindelanfälle, oder sontige beschwerden bekomme.
Die ganzen ängste bis auf die Angst vor der Magen Darm grippe, begonnen am 20. April 2007.da war ich nach Jahren mal wieder aus und traf genau den Mann den ich all die Jahre liebte. es war ein schöner abend aber der brachte wohl mein seelenleben völlig aus dem Gleichgewicht.
Nun weiß ich nicht mehr weiter.
Ich bin mit meinem Kind völlig alleine, habe Angst das ich mal ins KH muss, wer ist dann für ihn da,bzw. er bleibt bei niemanden.
Da ich Angst habe, abends allein zu sein mit dem Kleinen,wenn er krank wird, oder ne magen darm grippe bekommt, schlafe ich schon seit einem halben jahr bei meinen eltern.Aber das soll doch auch keine dauerzustand sein. Ich kenne mich nicht mehr wieder, wer kann mir helfen oder wer hat die selben oder ehnliche Ängste. Ich bin für jede antwort dankbar.
Da ich hier nicht so oft rein schaue, meine e-mail rose761at t-online.de

04.01.2008 12:33 • #11



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Dr. Hans Morschitzky