Lilian1

Gibt es die denn?
Das frage ich mich eigentlich schon ziemlich lange...

Kann das rein psychosomatisch hervorgerufen werden?
ich meine man könnte schon sagen dass ich ziemlich "sensibel" und "ängstlich" bin, um es mal salopp auszudrücken.
Aber ich kann mir nicht vorstellen dass es nur daran liegt, es wird ja auch durch Wärme verstärkt bzw. hervorgerufen.

Meine Eltern meinten dass wir erstmal gar nichts machen ( anscheinend glaubt mir niemand dass das eine große Belastung ist)...solange die Ursahce nicht geklärt ist; da man ja so nur u.U die Symptome bekämpft nicht aber die Ursache.

Kann es vielleicht auch daran liegen dass ich eine Skoliose habe ( Wirbelsäulendeformität) ?
man hört ja manchmal dass Menschen die sich bei einem Unfall an der Wirbelsäule verletzt haben Hyperhidrosis bekommen haben.

Was kann man denn im Alltga tun um der hyperhidrosis etwas entgegen zu wirken?
In der letzten zeit trinke ich Salbeitee zu Massen, aber leider hilft das auch net. Deos schon lange nicht.
Vielleicht ein Medikament namens Sweatosan?
Nehmen das vielleicht bald mit der ALCL Salbe in Angriff, aber bei mir hatschon die Iontophorese und Botoxtherapie fehlgeschlagen, da bin ich eher skeptisch dass das nun hilft.

danke schonmal im Vorraus!

24.02.2003 19:32 • 01.03.2003 #1


6 Antworten ↓


Hans7


Hallo Lilian,

das ist mal eine sehr gute Diskussion, die Du da eröffnest!

Habe hier schon berichtet, dass ACL mir unter den Achseln gut geholfen hat, aber der Schweiß wird bei mir offensichtlich nur woanders hin "gedrückt" worden ist. Es ist klar, dass man lieber den Holzhammer auspackt - chemisch mit ACL oder sogar operativ - wenn man so verzweifelt ist, wie viele von uns.

Irgendwo ist es aber typisch für unsere Medizin, an den Symptomen herumzudocktern, statt nach den Ursachen zu forschen. Diese sind sicherlich nicht einfach zu ergründen und ich weiß nicht, wer wo im medizinischen Bereich daran zur Zeit forscht. Typisch ist aber, dass die meisten von uns von Hautärzten behandelt werden; für die wirklichen Ursachen wären aber wohl eher die Neurologen zuständig.


Aber die Sache mit der Wirbelsäule ... dass Unfallgeschädigte plötzlich HyHi-Probleme bekommen, fand ich auch sehr überraschend. Du erwähnst Deine Wirbelsäulendeformierung, ich habe auch eine ordentliche und vielleicht machen wir hier mal eine kleine Statistik?

Gruß

Hans

24.02.2003 21:17 • #2


Gast


Also ich habe eine leichte Skuiose (seitlich verkrümmung der Wirbelsäule

25.02.2003 07:32 • #3


Gast


Hallo!

Ich habe auch eine Skoliose, aber ob es damit zusammen hängt...?
Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, bin aber gespannt wieviele es noch haben!

Die Frage nach der Ursache habe ich mir schon oft gestellt.
Ich denke die Psyche spielt eine große Rolle. Ich bin auch eher ein ängstlicher, sensibler Typ. Meide sogar schon Situationen, wo ich weiß dass ich Schweißausbrüche kriege.
Ich hatte letztes Jahr mich riesig gefreut, dass ich diese Seite gefunden habe. Hab gedacht, jetzt wird alles gut, und ich krieg die HH weg.
Hab dann Odaban ausprobiert (unter den Achseln), das hat auch ca eine Woche geholfen. Bloß dann kam der Hammer, ich hab dann nicht nur unter den Achseln geschwitzt sondern am Rücken, Bauch , sogar etwas im Gesicht! Es war echt ein schei. Sommer für mich. Das kompens. Schwitzen hat zwar jetzt etwas nachgelassen, aber in Stresssituationen, schwitz ich auch an den Stellen heute noch.
Ich hab bei mir fest gestellt, dass ich morgens mehr schwitze, und es zum Abend hin nachläßt (aber immer noch da ist!!).

Ich denke, Lilian, wir sollten eher uns mit unserer Psyche auseinandersetzen.
Damit können wir wahrscheinlich das Schwitzen nicht wegbekommen(eindämmen vielleicht), aber unser Selbstbewußtsein steigern und lockerer mit der Sache umgehen.
Habe mir z.B. eine Bachblütenmischung anfertigen lassen und versuche wenn ich Zeit habe Entspannungsübungen zu machen. Hab da so mehrere CDs zur Selbsthypnose und Tiefenentspannung.

Hab mir auch schon überlegt es mit Sormodren zu probieren, aber weiß ich´noch nicht...

seid lieb gegrüßt, Anna

25.02.2003 11:29 • #4


Gast


Das mit der Wirbelsäule ist ja komisch.

Ich habe eigentlich keine Probleme mit dem Rücken, hab mich aber auch noch nicht wirklich untersuchen lassen. Jedoch weiß ich von meinem Bruder, der auch an HH leidet, dass seine Wirbelsäule auch verkrümmt ist.
Kann natürlich auch sein, dass es sich hier nur um ne Volkskrankheit handelt...

Übrigens bin ich auch mehr der schüchterne, ängstliche Typ. Ich glaub schon, dass das (auch) damit zusammenhängt. Aber Selbstbewusstsein ist nun mal eine Eigenschaft, die man sich nicht über Nacht zulegt.

25.02.2003 16:46 • #5


Gast


Nachfolgend einige Ursachen für Hyperhidrose aus diversen Publikationen:

Hyperhidrose ist vererbbar

Übermäßiges Schwitzen stellt oftmals eine starke Belastung für die Betroffenen dar
Bislang war die genaue Ursache der Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) nicht bekannt. Als mögliche Auslöser für die Schweißattacken wurden besondere Situationen wie Angst, Schmerz oder Stress formuliert. Wissenschaftler der University of California at Los Angeles haben in einer Studie herausgefunden, dass die primäre Hyperhidrose von den Eltern an die Kinder weitergegeben, also vererbt wird.

Die Studie umfasst insgesamt 58 Hyperhidrose-Patienten; bei 49 von ihnen wurde eine ausführliche anamnestische Befragung durchgeführt. Im Ergebnis fanden sich bei 65 Prozent der befragten Patienten familiäre Häufigkeiten. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass die primäre Hyperhidrose vererbt werden kann bzw. eine genetische Ursache zugrunde liegt. Das wahrscheinliche Risiko, an vererbter Hyperhidrose zu erkranken, liegt nach ihren Angaben bei 28 Prozent.

Das Krankheitsbild der Hyperhidrose ist weit verbreitet. Ob und wann ein Mensch das übermäßige Schwitzen aber als störend empfindet, ist immer eine individuelle Entscheidung. Für den einen ist die vermehrte Schweißproduktion vielleicht noch tolerabel, während ein anderer unter dem gleichen Erscheinungsbild sehr leiden kann.

Ist ein Mensch von der Hyperhidrose betroffen, ergeben sich mehrere Probleme. Die übermäßige Schweißproduktion erleben die Patienten als etwas äußerst unangenehmes, da dieses Phänomen Auswirkungen auf das gesamte soziale Umfeld haben kann. Vor allem Patienten, deren Krankheitsbild sich an den Händen manifestiert, fühlen sich in ihrem sozialen wie beruflichen Leben stark eingeschränkt. Der enge Kontakt zu anderen Menschen wird gemieden aus Angst, unangenehm aufzufallen und abgelehnt zu werden. Einfachste Dinge des alltäglichen Lebens wie z.B. jemandem die Hand zu geben, werden zu einer unüberwindlichen Hürde. Auch der Umgang mit feuchtigkeitsempfindlichen Materialien wie Papier gestaltet sich als großes Hindernis.

Häufig haben die Betroffenen eine ganze Reihe von Ärzten konsultiert, bevor die Krankheit als solche anerkannt wird. Es folgen in der Regel mehrere Behandlungsversuche, die erst spät zu einem gewünschten Erfolg führen. Mittlerweile gibt es spezielle Kliniken, die sich auf die Behandlung von Hyperhidrose-Patienten spezialisiert haben. Den Ärzten stehen dabei vielfältige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung


Ursachen
Die Gründe für eine vermehrte Schweißproduktion mit Krankheitswert sind vielfältig:

Primäre Hyperhidrose
Bei der primären Hyperhidrose ist die genaue Ursache nicht bekannt. Sie tritt häufig bereits in der Pubertät auf. Besondere Situationen wie Angst, Schmerz oder Stress können dann die vermehrte Schweißproduktion auslösen.

Sekundäre Hyperhidrose
Symptomatisch als Folge von endokrinen Erkrankungen: Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Phäochromozytom (seltener, katecholaminproduzierender Tumor), sonstige Störungen des Hormonhaushalts oder bei neurologischen Erkrankungen wie z.B. Schädigung des Sympathikus, familiäre Dysautonomie. Medikamentös bedingt z.B. durch die Einnahme von Parasympathomimetika, Kortikoide oder Salicylsäure. Als Folge psychiatrischer Leiden.

Symptome
Das Ausmaß der Hyperhidrose variiert von Patient zu Patient und ist abhängig von der jeweiligen Lokalisation. Allen Hyperhidrose-Formen gemeinsam ist das Gefühl der unangenehmen Feuchtigkeit, die sich je nach Situation bis zu einer regelrechten Feuchtigkeitsansammlung ausweiten kann. Das Wasser "tropft vom Körper ab" und lässt entsprechend der Lokalisation große nasse Flecken auf der Kleidung oder im Schuhwerk entstehen.


Therapie
Handelt es sich um eine sekundäre Hyperhidrose, so konzentriert sich die Behandlung zunächst auf die Grundkrankheit.

Für Patienten mit primärer Hyperhidrose oder solchen, bei denen die Behandlung der Grundkrankheit nicht in befriedigendem Maße zur gewünschten Reduzierung der Schweißproduktion führt, gibt es verschiedene therapeutische Möglichkeiten.

Die Behandlung der Hyperhidrose kann konservativ und chirurgisch erfolgen.

Als letzte Möglichkeit vor allem für das Ganzkörperschwitzen bietet sich die ETS an, die Endoskopische transthorakale Sympathektomie.
Prophylaxe
Für viele Formen der Hyperhidrose sind allgemeine Maßnahmen empfehlenswert, die das Auslösen einer verstärkten Schweißproduktion vermindern können.

Vermeiden Sie Kaffee, Alk., Zig. und vor allem scharfe Gewürze. Stress als schweißtreibender Faktor kann nur sehr individuell gehandhabt werden. Entspannungsübungen, ein Überdenken der aktuellen Lebenssituation, das Erstellen von Zeitplänen können hier hilfreich sein. Achten Sie auf atmungsaktive Kleidung, z.B. aus Baumwolle. Textilien aus Polyacryl u.ä. geben das Schwitzwasser nicht nach außen ab.

25.02.2003 17:03 • #6


Gast


mangelndes selbtbewusstsein ist oft eine ursache.
ich arbeite mit einem therapeuten.
es hilft.

lg

spirit

01.03.2003 14:21 • #7




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