App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

36

S

Skygirl77
Mitglied

Beiträge:
101
Themen:
3
Danke erhalten:
56
Mitglied seit:
Guten Tag,

Ich bin psychisch zur Zeit angeschlagen, weil ich seit 2,5 Jahren mit chronischen Schmerzen und Symptomen zu tun habe.

Ich will jetzt gar nicht so ins Detail bei den Erkrankungen eingehen, es ist faktisch so, dass mich die permanenten Symptome aktuell an den Augen, sehr belasten. Ich habe das Gefühl von Kontrollverlust und dass ich es gar nicht beeinflussen kann. Trotz Tropfen etc.

Mir ist auch bewusst, dass es durch den chronischen Verlauf nie ganz erledigt sein wird. Dennoch hatte ich im Frühjahr ein symptomfreies Jahr. Jetzt ging es, vermutlich durch die Einnahme von Antidepressiva, wieder los. Ich arbeite mit Kunden und viel am Rechner und habe Angst, das nicht mehr gut zu schaffen. Es ist halt auch ein sehr sensibles Organ, das Auge.

Ja, es fällt mir unheimlich schwer, die Symptome und Schmerzen zu ignorieren bzw. auszublenden. Und dass es mir so schwer fällt, setzt mir psychisch unheimlich zu.

Eine ganz beklemmende Situation innerlich. Ich will mein Leben nicht von Krankheitssymptomen dominieren lassen.

Was kann ich tun, um besser damit zurecht zu kommen?

19.07.2021 #1


28 Antworten ↓
M

moo
Mitglied

Beiträge:
5878
Themen:
27
Danke erhalten:
12142
Mitglied seit:
Zitat von Skygirl77:
Was eigenartig ist, dass ich 6 Monate gar nichts mehr hatte und dann kam es wieder.

Zitat von Skygirl77:
Ich hatte in der Zeit anhaltende Schmerzen in anderen Körperregionen. War sehr angespannt wegen Trennung und Angst vor der Zukunft.


Wenn ich das richtig deute, "verschwanden" Deine Augenprobleme just in dem Zeitraum, als andere Probleme dominierten? Deshalb würde ich, wie oben schon von anderer Seite angeregt, diesen Zeitraum äußerst aufmerksam rekapitulieren:

Da lt. Literatur das Sicca-Syndrom oftmals mit Allergien und/oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten einhergeht, könnte eine in diesen 6 Monaten evtl. veränderte Ernährung (aus Frust, Sorge, etc.?) dafür verantwortlich gewesen sein.
Hast Du in dieser Zeit eventuell mehr getrunken, weniger Glutenhaltiges gegessen, Alk./Kaffee reduziert, ein Medikament weggelassen oder zusätzlich eingenommen?

Auch wenn Sicca bislang per Schuldmedizin als "unheilbar" gilt, würde ich mich mal parallel um alternative Heilmethoden bzw. körperliche "Nebenschauplätze" belesen, denn die neuronale Steuerung von Tränendrüsen wird z. B. in der TCM bzw. der traditionellen abendländischen Naturheilkunde völlig anders interpretiert und entsprechend anders korrigiert. Auch eine Belastung des für diese Steuerung zuständigen Hirnareals durch z. B. Schwermetalle könnte möglich und somit aufhebbar sein. Auch die weitestgehend unbekannte Darm-Hirn-Achse sollte Aufmerksamkeit wecken, besonders was Deine psychischen Probleme angeht.

Sämtliche von der Schulmedizin als unheilbar eingestufte "Krankheiten" sollten m. E. von den Betroffenen nicht einfach so hingenommen werden. Gerade bei solch seltenen Leiden wie Sicca wird aufgrund der geringen Erwartung von Umsätzen (Forschungszuschüsse, Therapien, Pharmaprodukte etc.) idR nicht groß weiter gehandelt, da die Zahl der Patienten schlicht zu gering ist. Auch wenn absehbar ist, dass eine Therapie eher durch "persönliches Investment" des Patienten (Ernährung, Bewegung etc.) zu bewerkstelligen ist, wird sich kein Mitglied des Leitlinienrates groß bemühen, Ursachen und Vorgehensweisen zu kommunizieren. Das ist einfach ein Kosten-Nutzen-Problem...

18.07.2021 12:28 • x 3 #25


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Chronische Erkrankung - Problem mit Symptomen / Schmerz

x 3


M

moo
Mitglied

Beiträge:
5878
Themen:
27
Danke erhalten:
12142
Mitglied seit:
Zitat von Skygirl77:
Darf ich Dich fragen, womit Du gesundheitlich zu tun hast?


Vorwiegend mit mir selber zwinkern... Nein, im Ernst - die Baustellen waren zahlreich und einiges bleibt sicher auch noch zu tun. Allerdings komme ich beruflich mit vielen chronischen Krankheitsfällen in Kontakt und bekomme dabei die unterschiedlichsten Verläufe mit - je nachdem, wie intensiv und nachhaltig sich die Betroffenen (und deren Behandler!) damit auseinandersetzen.

Die Akupunktur in der TCM ist inzwischen relativ bekannt in Deutschland, jedoch die Dekokte (Heilteemischungen) und die Ernährungsschiene wird leider noch etwas stiefmütterlich behandelt. Gerade in diesen beiden Bereichen sähe ich bei Dir u. a. mögliche Ansätze.

Zitat von Skygirl77:
Ich denke, Geduld ist wichtig und dass sich nicht alles darum dreht. Es fällt mir noch schwer, auch nach fast 2 Jahren, diese Symptome sein zu lassen, ohne ständig tropfen zu wollen/müssen. Ich möchte dem Ganzen einfach nicht so viel Raum geben.


Ich glaube, das ganze Leben ist ein Symptom - und das meine ich nicht als Metapher. Geduld ist das A&O, absolut. Die Abwägung zwischen Krücken benutzen (Augentropfen) und vermeintlicher Freiheit (Raum zurückgewinnen) ist ein ständiges Thema für sich und eindeutig charakterbildend, das erkenne ich auch so. Ich versuche immer eine Überschrift im Kopf zu behalten, die Subtexte jedoch sachbezogen zu gestalten. Die Überschrift "gesund werden" kann, wenn man es zu fixiert anstellt, wahrlich eine Barriere sein. Man kann nicht einen 4000er binnen einer Stunde besteigen - da kann der Gipfelblick noch so verlockend und dringend wirken. Die Krücken jedoch einfach wegzulassen um dann festzustellen, dass man sie eigentlich noch bräuchte, habe ich als äußerst demotivierend erlebt.

Sich auf dem Irrweg zur individuellen Lösung im alltäglichen Kleinklein zu verhaspeln ist eine allgegenwärtige Gefahr. Deshalb habe ich mir angewöhnt, immer das akute Problem "per Krücke" zu behandeln und gleichzeitig mittel- und langfristige Ideen zu entwickeln, wo das oder die Grundursachen zu suchen sind. Diese Ideen speisen sich aus Gesprächen mit Behandlern, die über den Tellerrand gucken (und dieser ist z.T. sehr breit...) und in noch größerem Umfang aus der Lektüre von Fachbüchern. Natürlich nehme ich das Internet auch hie und da zu Hilfe, wenn es um Details geht, die schnell zumindest "über´n Daumen" verstanden werden müssen. Ob diese Ideen dann tragfähig sind, ergibt die Umsetzung in die Praxis, wofür ebenfalls ein langer Atem nötig ist. Allerdings kann die gelassene (!) Beschäftigung mit derlei Themen auch richtig Freude und Einsicht in subjektiv Wesentliches generieren.

Mir fällt immer wieder auf, dass sehr viele Allgemeinwissensstände hinsichtlich spezieller Erkrankungen einfach nicht für Jeden und Jede stimmen müssen. Andererseits kann man nicht von jedem Behandler verlangen, dass er sich im Rahmen seiner begrenzten Zeit (was ja auch eine finanzielle Frage für alle Beteiligten ist) mit jedem Fall tatsächlich individuell auseinandersetzt. Trotzdem habe ich solche Behandler schon kennengelernt und derlei Kontakte veränderten auch meine Sicht auf "Krankheiten" insgesamt.

Zitat von Skygirl77:
Ich habe jetzt zum Glück eine Augenärztin gefunden, die auch Psychosomatikerin ist. Weil die Probleme durch psychische Anfälligkeit leider oft verstärkt werden.


Genau solche Leute meine ich - jede(r) liefert mir einen Baustein für meinen Weg, den ich gehe.

19.07.2021 09:10 • x 2 #28


Zum Beitrag im Thema ↓


Hallo2020
Das wichtigste ist sich von den Symptomen nicht runterziehen zu lassen und weiter seinem Alltag nachzugehen. Sonst gibt man den Symptomen und der Krankheit zuviel Raum und es wird nur schlechter als besser. Natürlich gibt es irgendwo auch einen cut, wenn es dir viel zu schlecht geht musst du natürlich auch auf deinen Körper hören und dir Ruhe geben. Mir hilft es am besten das Symptom nicht als etwas böses anzusehen (angenommen natürlich es ist ärztlich abgeklärt) sondern es einfach da sein zu lassen und zu akzeptieren.

x 1 #2


M
Hallo Skygirl77,

Zitat von Skygirl77:
2,5 Jahren mit chronischen Schmerzen und Symptomen

Zitat von Skygirl77:
Ja, es fällt mir unheimlich schwer, die Symptome und Schmerzen zu ignorieren bzw. auszublenden.


Wer hat Dich davon überzeugt, dass es sinnvoll ist, Schmerzen und Symptome zu ignorieren?

Zitat von Skygirl77:
Und dass es mir so schwer fällt, setzt mir psychisch unheimlich zu.


Aus meiner Sicht ist es ein gutes Zeichen, dass Du Dich nicht mit den Schmerzen und Symptomen abfinden magst!

Zitat von Skygirl77:
Ich will mein Leben nicht von Krankheitssymptomen dominieren lassen.


Na also!

Zitat von Skygirl77:
Was kann ich tun, um besser damit zurecht zu kommen?


Meinst Du damit, was Du tun kannst, um die Schmerzen/Symptome weiter ignorieren bzw. unterdrücken zu können? Oder eher, welche Maßnahmen Du ergreifen kannst, um die Ursachen anzugehen?

x 1 #3


Hallo2020
Naja sie schreibt hier kaum was davon welche Erkrankung sie hat und wie sie damit im allgemeinen umgeht. Es gibt chronische Schmerzstörungen ( so wie ich eine habe) da kann man die Symptome nie so ganz los werden , man kann nur etwas dagegen arbeiten und sich nicht von den Symptomen/Schmerzen beeinflussen lassen.

x 1 #4


S
@Hallo2020 Danke für die Antworten. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich auch eine chronische Schmerzstörung habe.

Das Daseinlassen von Symptomen ohne was zu unternehmen, fällt mir total schwer. Deshalb habe ich auch so Probleme.

Ich wünschte, ich hätte mehr Gelassenheit damit.

Es ist im Prinzip nichts Schlimnes aus augenärztlicher Sicht. Sicca-Syndrom. Bedeutet trockene Augen. Aber es gibt Menschen, bei denen sich die Symptome häufen und von unangenehm zu Schmerzen werden.

x 1 #5


Hallo2020
Ah ok dann leiden wir ja quasi zusammen. Hast du denn Mal ein Schmerztagebuch geführt? Geschaut wann und wie die Schmerzen sich verhalten und was du machen kannst um es besser zu machen ?

x 1 #6


S
Darf ich Dich fragen, welche körperliche Krankheit bei Dir zugrunde liegt?

Ich habe so ein Schmerzragebuch danals geführt für die Klinik, konnte aber daraus leider keine Erkenntnisse ableiten. Leider kann ich mamchmal auf das Symptom gar keinen Einfluss nehmen.

#7


S
@moo

Danke für Deinen Beitrag!

Ich meinte eher Symptome behandeln. Leider klappt das nie.

Diese Erkrankung ist deshalb schwierig, weil sich am Auge medikanentös so gut wie gar nichts machen lässt.

Ich habe manchmal wirklich Angst, dass es gar nicht besser wird. Obwohl ich schon viele spezielle Behandlungen gebucht habe, fie an der Ursache, verstopfte Drüsen am Lidrand, ansetzen.

Was eigenartig ist, dass ich 6 Monate gar nichts mehr hatte und dann kam es wieder.

x 1 #8


Hallo2020
Eine chronische Schmerzstörung bzw somatoforme Störung. Ich nehme Schmerzen und Symptome wahr die garnicht wirklich da sind.

So ein Schmerztagebuch hat mir geholfen zu verstehen wann es um welches Symptom am schlechtesten steht bzw was es ausgelöst hat. Sicherlich werden bei mir auch manche Symptome/Schmerzen durch die Psyche ausgelöst. Also bereits emfpundende Schmerzen in einer bestimmten Situation einfach nochmal abgespielt.

So kann ich es auf jeden Fall besser bei Seite legen in meinem Kopf und es hinnehmen. Allerdings hilft mir Musik und Ablenkung halt auch sehr gut. Körperliche Belastung auch.

x 1 #9


S
@Hallo2020 ah ja, verstehe. Es gibt in dem Sinne keine körperliche Erkrankung, sondern diese somatoforme Störung.

Die habe ich auch, aber sie setzt sich sozusagen auf bestehende Erkrankungen drauf. Trockenheit der Augen muss nicht weh tun, bei mir leider schon.

Was mir auch hilft, ist ein TENS-Gerät. Ich bin damit gut abgelenkt. Musst du manchmal Schmerzmitttel nehmen?

Am schlimmsten ist bei mir immer die Angst, dass es gar nicht mehr weggeht bzw besser wird. Dabei war es ja schon mal komplett weg.

Als die Sache mit den Augen ausbrach, wollte ich sie nur weghaben und bekämpfen. Die Kunst ist jetzt, damit leben zu lernen.

#10


Hallo2020
Zitat von Skygirl77:
@Hallo2020 ah ja, verstehe. Es gibt in dem Sinne keine körperliche Erkrankung, sondern diese somatoforme Störung. Die habe ich auch, aber sie setzt ...

Sorry hab das ganz überlesen. Schmerzmittel nehme ich mittlerweile fast kaum mehr , da sich die mit meiner Pille nicht so gut vertragen. Früher habe ich evht viel genommen. Komme mittlerweile ganz gut klar damit , man gewöhnt sich an alles.

x 1 #11


S
Verstehe. Das ist auch auf lange Frist tausendmal besser für den Körper.

Mir geht es richtig schlecht. Jeden Tag heftige Augenschmerzen und ich möchte zurück in ein möglichst beschwerdefreies Leben.

Ich habe 2020 so hart gekämpft, dass diese Schmerzen weggehen und jetzt wieder bei Null. Die Ärzte sagen nur, ist halt chronisch. Muss man mit leben.

#12


Abendschein
Zitat von Skygirl77:
Was eigenartig ist, dass ich 6 Monate gar nichts mehr hatte und dann kam es wieder.

Kannst Du sagen, was in den 6 Monaten anders war, als jetzt?


Ich weiß mittleirweile, das die Psyche zu allem im Stande ist. Sie kann auch Schmerzen machen.
Ich habe es erlebt.

x 4 #13


S
@Abendschein

Ich hatte in der Zeit anhaltende Schmerzen in anderen Körperregionen. War sehr angespannt wegen Trennung und Angst vor der Zukunft.

Ich habe jetzt auch große Angst, dass die Schmerzen so bleiben.

Wie sind deine Erfahrungen?

x 2 #14


Abendschein
Zitat von Skygirl77:
@Abendschein Ich hatte in der Zeit anhaltende Schmerzen in anderen Körperregionen. War sehr angespannt wegen Trennung und Angst vor der Zukunft. Ich habe jetzt auch große Angst, dass die Schmerzen so bleiben. Wie sind deine Erfahrungen?

Ich habe eine Zeitlang gedacht ich habe MS. ich hatte wirklich alle Symptome einer MS, über mehrere Monate.
Habe mich auch ständig darauf konzentriert und konnte an nichts anderes mehr denken, hatte immer Angst davor,
immer die Gedanken daran. Ist das auch so bei Dir?

x 2 #15


A
Bei mir kommen die Schmerzen auch von der Psyche....wenn ich Stress habe.....sind die Schmerzen schlimmer

x 2 #16


S
@Abendschein oh nein, wie fürchterlich. Ja, bei mir ist es leider so, dass ich sie gar nicht ausblenden kann. Immer darauf konzentriert bin. Ein Albtraum.

x 2 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

S
Ich habe Angst, dass mir dieser Mist mein Leben kaputt macht.

#18


S
@Annalehna das ist richtig ätzend. Sind es immer die gleichen Schmerzen?

x 1 #19


A
Ja ,es sind immer die gleichen Schmerzen...es hilft nichts dagegen...leider....deswegen meide ich Stress

x 3 #20


A


x 4


Pfeil rechts



App im Playstore