Theophanus
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1. Strophe:
Ich bin mit meinem Truck auf Achse
immer gerade entlang einer Zeitachse
die Richtung ist unsere Vergangenheit
ich bin für diese Tour allzeit bereit.
Ich höre immer wieder wie fabelhaft sie war
bis zum heutigen Tag war sie für mich unnahbar.
Viele wollen zurück in einer früheren besseren Zeit
ich wünsche mir zu sehen manch Sehenswürdigkeit.
Ich sehe viele freudlose Gesichter
und so mannigfaltige Vernichter.
In jeder menschlichen Epoche tauchen sie auf
und Schlachten und Kriege stellen sich ein zuhauf.
Wo ist die schöne alte Zeit
ich erfahre haufenweise Leid.
Es gibt auch mancherorts Lichtblicke
doch sind es meist nur Augenblicke.
2. Strophe:
Gerade auf diesem Kontinent Europa
erzählt hat es mir schon mein Opa
gab es kaum eine Verschnaufpause
und selten ein idyllisches zu Hause.
Umweltfrevel gab es auch schon
ist das eine unschöne Halluzination.
Dieser Ort liegt im heutigen Deutschland
nicht in einer Wüste im anderen Land.
Wo sind die Wälder hin
fast alle Bäume sind dahin.
Deswegen heißt das Mittelalter
eigentlich auch das Holzzeitalter.
Menschen sind oft unmenschlich
ich bin so was von unglücklich.
Wenn ich mir ansehe die vielen Schlachten
kann ich die Menschheit dafür nur verachten.
3. Strophe:
Man kann diese Kriege gar nicht aufzählen
man wird sich leider dabei nur verzählen.
Denn es gab sie leider viel zu viel
die Geschichte ist oft ein Trauerspiel.
Mannigfaltige Menschen wurden umgebracht
und das kurzgefasst fast nur aus Niedertracht.
Fast jede Schlacht entsteht durch schiere Bosheit
der Frieden gewinnt leider selten an Festigkeit.
Es gibt nie einen unbestreitbaren Gewinner
jeder errungene Sieg geht mit Tränen einher.
So viele Tote und Missbrauchte sind zu beklagen
diese Lasten sind auf allen Seiten zu ertragen.
Man fühlt sich wie im Hamsterrad
immer mit dem gleichen Resultat.
Erst kommt der Krieg und dann der Frieden
doch irgendwo fängt es wieder an zu sieden.
4. Strophe:
Hinzu kommen noch all die Verfolgungen
angezettelt von frevelhaften Engelszungen
die meinen Gutes damit zu erreichen
wenn Leid zugefügt wird ohnegleichen.
In unsere traurigen Geschichte
gibt es vielschichtige Berichte
über verheerende Verfolgungen
die oft aus Neid entsprungen.
Ob grausame Hexenverfolgung
oder vernichtende Judenverfolgung
die schnell entfachte Feuerbrunst
wurde gestärkt durch die Missgunst.
Frauen mussten viel Leid aushalten
sie durften sich nur selten entfalten
Kinder empfand man oft als Last
sie wurden als Vagabunden gehasst
5. Strophe
Ich will zurück in meiner Zeit
die EU brachte uns Friedenszeit
mit überreichlicher Bürokratie
aber auf Basis der Demokratie.
Nie war es schöner bei uns zu leben
doch es entstehen die ersten Beben.
Natürlich ist die EU fehlerhaft
aber trotzdem schon musterhaft.
Auch die Demokratie ist noch nicht perfekt
sie ist aber um so weniger mit Blut befleckt.
Fürchte dich vor Linke und Rechte
denn sie hassen die Menschenrechte.
Ich höre die markerschütternde Schreier
sie reisen durch Europa kreuz und quer.
Sie sind sehr stolz auf Land und Fahne
und legen dabei Feuer wie ein Pyromane.
Ich höre nur eines daraus Krieg
ja sie sind hungrig nach Krieg.
Sie sind so stolz auf die Vergangenheit
weil sie Angst haben vor Besonnenheit.
Sie mögen keine Volksherrschaft
sie lieben eine Alleinherrschaft.
Ich bin der Demokratie angetan
und der EU bin ich sehr zugetan.
Ich habe die Friedenszeit in mein Herz geschlossen
es wurde schon zu häufig Menschenblut vergossen.
• • 18.08.2024 x 2 #1
