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Hallo liebe Forumsmitglieder und Gäste!
Ich wollte euch meine Erfolgserlebnisse Punkto Ängste und Panikattacken mitteilen und was mir half, denn ich bin seit über 2 Monaten frei von dem Zeug!
Seit 2013 habe ich eine schlimmer Psychose entwickelt, mit Paranoia, Verfolgungswahn usw..Dann kamen die schlimmen Ängste, von morgen bis Abend plus PAs mehrmals pro Tag. So lief es mehrere Jahren ab!
Bei mir war die Ursache dieser Ängste und PA's die Psychose. Ich wurde medikamentös sehr gut eingestellt, auch wenn ich Benzos täglich (noch) nehmen muss, muss sie erstmal ausschleichen, geht es mir wesentlich besser.
Was habe ich noch gemacht, denn die Medis sind nicht alles:
Ich habe mich mit meiner Angst konfrontiert.
Z.B konnte ich in keine Kaufhäuser gehen, wo viele Menschen sind<-- bin dann extra hingegangen und bewusst dort rumgelaufen, in die Läden gegangen, mit Verkäufern gesprochen, dabei zitterte ich vor Angst.
Oder ich konnte kaum mit den Öffis fahren<-- angeschlossen sein, viele Menschen, viele Geräusche. Ich habe mich überwunden und extra jeden Tag in die Stadt gefahren.
Dann sah ich nach und nach: mir passierte nichts! So machte ich mindestens ein paar Monaten. Jeden Tag ein Schritt weiter.
Ich will mit meinem Beitrag bloß Mut machen, von allen denjenigen, die gerade täglich PAs haben und glauben, dass es nie besser sein wird.
Vor allen Menschen, mit anderen psychischen Problemen, so wie bei mir, die Psychose. Oft liegt ja die Ursache darin begraben.

18.03.2017 23:10 • 21.03.2017 x 4 #1


17 Antworten ↓


Vonnie006
Hallo JPreston,

Vielen Dank für deinen Beitrag! Das macht Mut! Und toll das du es geschafft hast dich deinen Ängsten zu stellen!
Wenn ich es richtig verstanden habe, bist du die Ängste und PAs nicht los geworden trotz das du die Psychose in den Griff bekommen hast?

Liebe Grüße
Vonnie

19.03.2017 17:02 • x 1 #2



Seit ber zwei Monaten Angst und PA frei

x 3


Doch, ich lebe seit ein paar Monaten ohne Ängste und PA's.
Klar, habe ich normale Ängste immer noch wie jeder´: ich finde keinen Job usw...Aber die Angst in den Öffis zu fahren oder sich in einem Kaufhaus zu befinden, ist , Gott sei Dank weg.
Noch vor kurzem traute ich mich ja kaum aus dem Haus. Jede Fahrt zum Arzt z.b. wurde zu einer Qual. Ständig Angst vor der Angst und die PA's, mitten in der Stadt, wo ich dachte, ich kippe gleich um.

Leider bin ich immer noch depressiv, aber auch das ist schon wesentlich besser geworden..Mich plagen eher momentan die Leere, Der Frust wegen der Arbeitslosigkeit und solche Dinge..Unfähigkeit eine Tagestruktur mir aufzubauen ohne Job.
Aber zumindest habe ich diese schreckliche PA's nicht mehr, die mich manchmal mehrmals am Tag heimsuchten..

19.03.2017 18:36 • #3


Vonnie006
Das diese Situation bestätigend ist, kann ich absolut verstehen. Ich bin in derselben Situation. Zumindest was die Arbeit betrifft. Aber ohne PAs zu sein und die Psychose im Griff zu haben, ist schon ein mega Erfolg! Wenn man keine Tagesstruktur hat, keine Arbeit und keine wirkliche Aufgabe, kann man schon depressiv werden. Vllt verbessert sich dieser Zustand wenn du wieder einen Job gefunden hast! Als ich vor kurzem mal wieder kurzzeitig arbeiten war, ging es mir was die Depris betrifft auch besser. Auch mit den PAs kam ich zum Glück dort gut klar.

20.03.2017 00:05 • #4


BellaM85
Hey!
Freut mich für dich das es dir viel besser geht du machst das richtig das du dich der Angst stellst bringt auch nichts sich immer davor zu verstecken
Weiter so und viel Glück noch

LG

20.03.2017 07:13 • #5


Danke Bella!

Ich habe es mir auch gedacht, als es ganz schlimm wurde: ist es mit Deinem Leben schon vorbei? War es jetzt?
Das machte mir noch mehr Angst.
Ich bin gläubig und hab sehr viel zu Gott auch gebettet, dass er mir hilft. Es hat mir geholfen, irgendwie erleichtert, unterstützt, Trost gespendet.
Es sind die Überbleibsel noch da , aber mehr als die Angst, ist es jetzt die Depression.
Aber ich bin guter Ginger, und glaube sie auch mit der Zeit zu überwinden.

Vor allem, wie Vonnie schrieb, dass es mit der Depression besser ging, als sie einen Job hatte.
@Vonnie006 Warum hast Du mit dem Job aufgehört, wenn ich fragen darf?

20.03.2017 07:36 • x 1 #6


BellaM85
Hey!
Ich denke auch das wird schon wieder und wenn man sich deine Diagnosen so anschaut kannst du echt stolz auf dich sein das du mitlerweile so weit gekommen bist
Den Rest wirst du auch noch in den Griff bekommen wahrscheinlich wirklich spätestens wenn du einen Job hast das lenkt nämlich gut ab und den wirst du auch noch bekommen
Viel Glück weiterhin

20.03.2017 07:44 • #7


jerry
Super ich freue mich sehr für dich finde es toll wie du dich deinen Ängsten stellst und dafür kämpfst wieder dein Leben zu leben.
Einen Schritt nach dem anderen jetzt kannst du schon wieder aus dem Haus gehen, das vereinfacht die Job suche und wenn du so weit bist zu arbeiten bekommst du automatisch einen geregelten Tagesablauf und die Depris werden besser, da bin ich mir sicher.
Ich drück dir auf jedenfall die Daumen, du kannst jetzt schon Stolz sein was du dir selber erabeitet hast.
MIr geht es im Moment auch einigermasßen gut (trau dem Frieden noch nicht ) bekomme alle 14 Tage nochmal so einen Angstschub wie ich es nenne, aber denke das liegt auch an den Hormonen, schleiche auch gerade meine Opis aus und hab es mir schlimmer vorgestellt.

Ich drück uns beiden die Daumen

20.03.2017 08:03 • #8


Vonnie006
Zitat von JPreston:
@Vonnie006 Warum hast Du mit dem Job aufgehört, wenn ich fragen darf?


Klar darfst du

Ich war ziemlich lange krankgeschrieben und habe dann dadurch meinen Job mit einem Aufhebungsvertrag verloren. Durch meine PAs wäre ich nicht mal ansatzweise in der Lage gewesen dorthin zu kommen. Dann bekam ich einen Job hier ganz in der Nähe und als mein Chef von der Erkrankung erfahren​ hat, hat er mich in der Probezeit 'gekündigt'. Das Team hat nichts von meinen PAs mitbekommen, alles hat Super geklappt. Als ich dann auf ein Seminar fahren sollte, musste ich davon erzählen. Zunächst war er total verständnisvoll, sagte sei alles kein Problem, ich würde hier super Arbeit leisten. Ne Woche später war ich dann ein 'wirtschaftliches Risiko'... Mir wurden noch andere Dinge an den Kopf geworfen, Vorwürfe gemacht.... Man wollte mich zwar als 450€ Kraft behalten, aber nach diesem Gespräch teilte ich mit das ich auf dieser Basis nicht weiter für ihn arbeiten werde. Da fielen so Aussagen wo ich mich echt fragte, für wie blöd er mich hält. Keine Basis für eine Zusammenarbeit.

20.03.2017 14:21 • #9


@Vonnie006

Wahnsinn und ganz blöd gelaufen und schade!
Ich wurde auch übrigens im September in der "Probezeit" gekündigt. Grund hat man mir allerdings nicht genannt. Ich befürchte man hat entweder etwas an meinem Verhalten gemerkt, oder man hat irgendwie herausgefunden, dass ich an Psychose erkrankt bin. Ein Wunder, dass ich zu damaligen Zeit es überhaupt schaffte zu Arbeit zu fahren...

Und was jetzt, suchst Du Dir was Neues, so wie ich?

20.03.2017 14:33 • #10


Vonnie006
Im Nachhinein bin ich ganz froh das es so kam, ich hatte von Anfang an ein ungutes Gefühl dort. Aber ich war einfach froh wieder arbeiten zu können. Aber es hatte auch etwas positives, ich habe gemerkt das ich es wieder schaffe Arbeiten zu gehen. Das habe ich vorher angezweifelt. Mein Freund eröffnet im Mai seine eigene Firma, dort werde ich dann angestellt sein.

Das ist bei dir aber auch doof gelaufen. Und vor allem wenn man nicht mal gesagt bekommt was der Grund ist. So könnte man ggf. Beim nächsten AG etwas anders machen. Denkst du denn das sie was von deiner Psychose bemerkt haben könnten? Ich kenne mich damit nicht so aus und weiß nicht inwiefern sich das äußert. Vllt hatte es auch gar nichts mit deiner Erkrankung zu tun, sondern du hast vllt einfach nicht ins Team gepasst. Ich weiß, klingt doof, könnte aber auch sein, also das es gar nicht an dir selbst lag! Fühlst du dich denn jetzt wieder bereit eine Arbeit aufzunehmen?

20.03.2017 14:52 • #11


Vielleicht haben sie das bemerkt, vielleicht nicht, mein Ex sagte mir, dass er schon merken würde, dass ich nicht so wie immer bin. Kam vielleicht aber auch durch Tabletten, jetzt ist es nicht mehr so, mein Körper hat sich daran gewöhnt, also bin ich nicht mehr so müde, wie früher.
Ja, ich suche derzeit nach einem Job und zwar ganz verzweifelt, denn die Decke fällt mir ohne Tagesstruktur auf den Kopp.
Jetzt, glaube ich, hätte ich die Kräfte dazu, da meine PAs zum Glück nicht mehr vorkommen, bin ich bloß sehr deprimiert, dass ich arbeitslos bin.

Finde ich super, dass Du demnächst bei Deinem Freund in der Firma arbeitest. Da fühlst Du Dich sicher wohl.

20.03.2017 15:36 • #12


lottimaryp
Herzlichen Glückwunsch! Wünsche dir viel Kraft beim ausschleichen der Benzos, habe das schon hinter mir ! : D

20.03.2017 18:43 • #13


Zitat von lottimaryp:
Herzlichen Glückwunsch! Wünsche dir viel Kraft beim ausschleichen der Benzos, habe das schon hinter mir ! : D


Danke Dir. Das mit den Benzos schaffe ich noch nicht ganz ohne auszukommen. Aber langsam ausschleichen werde ich sie wohl auf jeden Fall.

20.03.2017 19:55 • #14


lottimaryp
Zitat von JPreston:
Zitat von lottimaryp:
Herzlichen Glückwunsch! Wünsche dir viel Kraft beim ausschleichen der Benzos, habe das schon hinter mir ! : D


Danke Dir. Das mit den Benzos schaffe ich noch nicht ganz ohne auszukommen. Aber langsam ausschleichen werde ich sie wohl auf jeden Fall.

Ja versteh ich habe beim Xanor auch zwei Anläufe gebraucht und jetzt nun 5 Monate benzofrei! Ich habe aber einen kalten Entzug durchgezogen, empfehle ich keinen aber sowas wirkt bei mir besser! Wichtig Probier es mit Magnesium dazu!

20.03.2017 20:23 • #15


Vonnie006
Zitat von JPreston:
Vielleicht haben sie das bemerkt, vielleicht nicht, mein Ex sagte mir, dass er schon merken würde, dass ich nicht so wie immer bin. Kam vielleicht aber auch durch Tabletten, jetzt ist es nicht mehr so, mein Körper hat sich daran gewöhnt, also bin ich nicht mehr so müde, wie früher.
Ja, ich suche derzeit nach einem Job und zwar ganz verzweifelt, denn die Decke fällt mir ohne Tagesstruktur auf den Kopp.
Jetzt, glaube ich, hätte ich die Kräfte dazu, da meine PAs zum Glück nicht mehr vorkommen, bin ich bloß sehr deprimiert, dass ich arbeitslos bin.

Finde ich super, dass Du demnächst bei Deinem Freund in der Firma arbeitest. Da fühlst Du Dich sicher wohl.


Aber sie kannten dich nicht vor deiner Erkrankung oder? Sodass sie nicht darauf schließen konnten das du eine Psychose hattest? Aber wenn du dich Jetzt bereit dazu fühlst, dann wirst du das auch sicher schaffen Ich drücke dir jedenfalls für Mittwoch ganz feste die Daumen dass das Gespräch so verläuft wie du es dir vorstellst! Darf ich fragen was du beruflich machst?

20.03.2017 22:00 • #16


Nein, vor meiner Erkrankung kannte mich keiner von dorthin. Aber mein letzter Arbeitgeber wusste davon und dass ich Behindertenausweis habe..Ich lasse lieber die paranoiden Gedanken sein, dass die sich von den alten Arbeitgeber die Infos geholt haben..

Danke fürs Daumen drücken. Ich suche mir einen Job im Bereich Export/Import, Logistik, Spedition..

21.03.2017 07:42 • x 1 #17

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Vonnie006
Genau! Letzten Endes ist es auch egal! Fakt ist, das du dich jetzt stärker fühlst einen Job nachzukommen.
Oh, ja, da braucht man wohl wirklich mehrere Sprachen! Zumindest wäre das bestimmt von Vorteil! Ich finde dad echt mega eenn Menschen mehrere Sprachen beherrschen, hab da einen riesen Respekt vor! Um nicht zu sagen, ich bin neidisch

21.03.2017 14:20 • #18



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