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Rosa-Blume
Hallo an alle da draußen!
Und mal wieder ist heute so ein Tag wo ich einen Termin ab sagen muss,weil einfach nix geht,die Angst und alles andere mich ans Sofa fesselt und mir eine Stimme im Kopf sagt...NEIN...du bleibst schön zu Hause!Alles dagegen an zu kämpfen bringt gar nichts!Bei sehr wichtigen Terminen für mich,die ich dann ab sage verfalle ich in einen tierischen Selbsthass!Ich könnte mich dafür Ohrfeigen das ich den Termin nicht wahr nehme,und bekomme Schuldgefühle!
Denn eigentlich würde ich ja sooo gerne den Termin wahr nehmen aber ich bin wie blockiert!Ich könnte stundenlang deshalb in Tränen aus brechen!
Wenn ich aber spontan und frei ganz alleine entscheiden kann was ich tun und lassen möchte,macht es mir viel weniger Probleme!
Kennt jemand soetwas?Was kann man dagegen tun?
Ich bin wirklich verzweifelt

16.10.2015 12:12 • 17.10.2015 #1


22 Antworten ↓


Hotin
Hallo Rosa-Blume,

Zitat:
Denn eigentlich würde ich ja sooo gerne den Termin wahr nehmen aber ich bin wie blockiert!Ich könnte
stundenlang deshalb in Tränen aus brechen!


Spar Dir bitte Deine Tränen. Du hast doch einen Grund, warum Du zu den Terminen nicht hingehst.
Und den kennst Du ganz allein.

Zitat:
Was kann man dagegen tun?


Spreche Deinen Grund einfach mal offen und ehrlich aus. Das hat vermutlich
irgend etwas damit zu tun, das Du Angst hast vor Fremden Entscheidungen zu treffen, oder Angst
Fehler zu machen oder Dich zu blamieren.
So etwas solltest Du eigentlich bald lösen können. Also kein Grund zu verzweifeln.

So lange Du Deine Probleme weiter versteckst, wirst Du Dich noch blockiert fühlen.

Viele Grüße

Hotin

16.10.2015 12:24 • #2



Die Angst Lähmt mich frei zu leben,dadurch Selbsthass!

x 3


Rosa-Blume
Danke für deine Antwort Lieber Hotin!

Ich verstehe nur deine Aussage nicht ganz ,was meinst du damit das mein Problem sicherlich bald gelöst sein müsste?und ich einen Grund dafür habe Termine immer ab zu sagen.......

Ich selber kann es mir nicht erklären warum,was kann ich denn tun damit ich weiß warum ich so reagiere?

16.10.2015 14:12 • #3


Hotin
Hallo Rosa-Blume,

danke für Deine Nachfrage.
Also ich vermute, das Du eine normale Frau bist und kein Roboter.
Das bedeutet, Du wirst nicht von irgend woher ferngesteuert.
Für Dein Verhalten bist Du folglich selbst verantwortlich. Dies muss Dir
bisher nicht bewusst sein.
Wenn Du sehr lange überlegst, wird das mit der Angst, irgendwo hin zu gehen,
langsam irgendwann angefangen haben. Ich behaupte immer noch.
Unbewusst wirst Du das selbst wissen, warum. Du hast es aber vor Dir selbst versteckt.
Irgendwann warst Du vermutlich nicht so richtig ehrlich zu Dir selbst.
Und wenn Du Deine Angst vor etwas immer versteckst, hast Du irgendwann einen großen Haufen
von Angst vor der Tür. Der ist dann so groß, das Du ihn nicht mehr verstecken kannst. Und Du nennst
das dann "Ich habe ein Problem."
Jetzt kannst Du selbst herausfinden, warum Du das machst. Oder Du suchst
Dir eine Psychologin, die Dir mit Gesprächen hilft, das heraus zu finden.
Bist Du auch in den Gesprächen mit einer Psychologin nicht ehrlich genug,
bleibt Dein Problem vermutlich. Weil keiner kann Dir in den Kopf schauen
und nachsehen, was und wo Du etwas beim Denken versteckt hast.
Und umprogrammieren kann Dich auch keiner.
Also sind wir wieder bei Dir selbst.

Zu kompliziert, was ich schreibe?

Viele Grüße

Hotin

16.10.2015 14:49 • #4


Icefalki
Liebe Rosa-Blume, ich kenne das auch. Ob das das gleiche ist, wie bei dir, sehen wir ja.


Termine, die mir "aufgedrückt" werden, mag ich auch nicht.

Ich habe mich dann gefragt, warum ist das so. Ich hasse es, wenn man mir sagt, was und wo und wie ich was zu tun habe.

Das kommt von meiner Kindheit und von meinem Freiheitsdrang. Ich will mich nicht einsperren lassen, niemand soll über mich bestimmen.

ABER, wenn ich das merke, dass es wieder mal soweit ist, dann schalte ich meinen Kopf an. Ich sortiere dann.

1. warum kotzt mich das jetzt an
2. was hat das jetzt wieder für einen Ursprung?
3. wie wichtig ist dieser Termin, sprich, warum habe ich ihn überhaupt angenommen, und was bringt er mir
4. ich kann bewusst und gewollt entscheiden, was ich tun will
5. und trage dann die Konsequenzen.

Soviel zum Termin.

Oder deine Angst verhindert den Termin, weil du Angst vor der Angst hast.

Dann wäre die Frage, was könnte dir passieren, wenn du den Termin wahrnehmen würdest?

16.10.2015 15:30 • #5


rainbow2
Zitat von Icefalki:
liebe icefalki die Fragestellung finde ich gut.
1. warum kotzt mich das jetzt an
2. was hat das jetzt wieder für einen Ursprung?
3. wie wichtig ist dieser Termin, sprich, warum habe ich ihn überhaupt angenommen, und was bringt er mir
4. ich kann bewusst und gewollt entscheiden, was ich tun will
5. und trage dann die Konsequenzen.

Soviel zum Termin.

Oder deine Angst verhindert den Termin, weil du Angst vor der Angst hast.

Dann wäre die Frage, was könnte dir passieren, wenn du den Termin wahrnehmen würdest?

Ich nehme auch manchmal Termine an und ärgere mich dann über mich selbst, weil ich genau weis, sie tun mir nicht gut. Das hinterfragen ist glaube ich sehr wichtig. LG

16.10.2015 15:35 • #6


Icefalki
Liebe Rainbow, das hinterfragen ist bei uns das A und O. Dafür müssen wir ehrlich zu uns selbst sein. Irgendwie machen wir Dinge, die wir nicht wollen. Dadurch werden wir krank.

Wenn wir das mal wissen, dann können wir uns kontrollieren, in dem wir unsere Probleme bewerten.

Schon allein die Frage, vor was haben wir denn eigentlich Angst? Bringt uns weiter.

Nicht diese schei. Symptome sind wichtig, sondern WARUM. Was unterscheidet mich von anderen, die das nicht haben? Und Angst hat doch was mit weglaufen und kämpfen zu tun? Also, vor was will ich weglaufen oder gegen was kämpfe ich in mir?

Und darum kann man, wenn man begonnen hat, sich zu hinterfragen, auch zu Lösungen und/oder Strategien kommen, die wiederum Erleichterung bringen.

Mir geht es jetzt so gut, weil ich, am Beispiel der Termine jetzt, gelernt habe, meinen Kopf einzuschalten, mich kenne und dann klipp und klar mich mit mir auseinandersetze.

Zumindest diese Arbeit an mir hat mich befreit. Würde ich das nicht tun, würde ich wieder in die Angst abgleiten. Immer noch, weil ich so "programmiert" bin. Aber mein Programm kenne ich jetzt und daher kann ich es auch überschreiben.

16.10.2015 16:11 • x 2 #7


Schlaflose
Mir geht es ähnlich. Aber es sind nicht die Termine an sich, die das Problem darstellen, sondern, dass Termindruck bei mir dazu führt, dass ich schon mehrere Nächte davor nicht schlafen kann bzw. nur mit Schlaftabletten, manchmal noch nicht einmal damit.
So habe ich z.B. von vornherein abgesagt, morgen zur Hochzeit meiner Freundin zu fahren. Es ist 250 km entfernt und wäre auch noch mit einer Übernachtung verbunden. Das würde mich mindestens eine Woche Schlaf kosten.
Ich habe dann allerdings keinen Selbsthass, sondern Hass auf das Schicksal bzw. wenn ich Termine wahrnehmen muss und nicht schlafen kann, auf die Personen, die mir das einbrocken.

16.10.2015 16:13 • #8


Hotin
Hallo Schlaflose,

Zitat:
Ich habe dann allerdings keinen Selbsthass, sondern Hass auf das Schicksal bzw. wenn ich Termine
wahrnehmen muss und nicht schlafen kann, auf die Personen, die mir das einbrocken.


Darf ich mal etwas dazu sagen? Ich habe folgende Vermutung.

Wunderbar, wenn Du keinen Selbsthass entwickelst. Aber Du kennst Dich ja
sehr gut mit Deinen Ängsten aus.
Nur das Schicksal oder die Personen brauchst Du auch nicht hassen. Hass oder
Ärger ist hier völlig überflüssig. Wir reden doch hier über Ängste (also unsere Gefühle)
und Dein Gefühl kannst du gar nicht hassen. das kommt einfach.
Dein Schicksal bist zu mehr als 70% Du selbst. Das darfst Du Dir aber nicht eingestehen. Weil dann
würde Dein Satz; "Ich habe dann allerdings keinen Selbsthass"; nicht mehr stimmen.
Du kannst oder möchtest mit, Dir unbekannten Situationen einfach nicht
zusammentreffen. Wenn das für Dich so ok ist, dann lass es so.

Andere würden vermutlich etwas vermissen im Leben. Du eben nicht.
Sicherheit geht bei Dir eben vor.

Viele Grüße

Hotin

16.10.2015 16:43 • #9


Schlaflose
Zitat von Hotin:
Du kannst oder möchtest mit, Dir unbekannten Situationen einfach nicht
zusammentreffen.


Das hat damit nichts mehr zu tun. Am Anfang war das so, dass es in Situationen auftrat, vor denen ich Angst hatte oder die mir unbekannt waren. Aber es hat sich im Laufe der letzten 30 Jahre auch auf alle positiven Situationen ausgeweitet.

16.10.2015 16:56 • #10


Rosa-Blume
So ist es bei mir auch!Selbst positive "Termine" kann ich sehr sehr schwer wahr nehmen!Es setzt mich einfach zu sehr unter Druck ......und die Angst kommt auf......
Und wie ihr sagt.....man soll sich hinterfragen......WARUM ist das so,bzw reagiere ich so,das wälze ich mittlerweile auch hoch und runter!Aber zu einem Ende bin ich noch nicht gekommen.....damit es mir klarer wird!
Es ist versammt schwer!

16.10.2015 17:22 • #11


Icefalki
Klar, ist es schwer..aber beginnt mal mit deinen Terminen. Was empfindest du, wenn jetzt einer anstünde? Was geht dir dabei durch den Kopf?

16.10.2015 17:27 • #12


Rosa-Blume
Wenn einer anstünde hätte ich Angst vor dem ungewissen,zB das mir etwas passiert,oder ich generell nicht weiß was kommt evtl auf mich zu!
Ich sehe mich schon im Voraus ,kurz bevor der Termin an steht,in dieser Situation Termin Situation.....und ich denke dann ich schaffe das nicht!Selbst wenn es eig etwas schönes für mich wäre!

16.10.2015 17:49 • x 1 #13


Icefalki
Ok, bleib mal bei deiner Angst vor dem Ungewissen. Was könnte da wirklich passieren?

Geht es dir ums Versagen, also körperliche Aussetzer, oder Psychische Probleme wie Blamage, usw.

Oder, dass was auf dich zukommen würde, das du nicht in der Hand hast..

Vielleicht hast du ein typisches Beispiel für uns. Ich habe es noch nicht so ganz verstanden.

16.10.2015 17:56 • #14


Rosa-Blume
Ich habe Angst davor das ich nicht so funktioniere wie ich es gern hätte,also vom körperlichen her!Das ich die Situation nicht aushalte oder nicht schaffe ,ich schwach werde,einfach so!Vielleicht sogar um Kippe......und ich aus der Situation dann nicht schnell genug heraus flüchten zu können!

16.10.2015 18:01 • x 1 #15


Icefalki
Hast du diese Angst nur bei Terminen? Ich hatte die am Schluss überall.

Und warum darfst du dich nicht blamieren, oder umkippen, oder dich sonst wie anstellen?

bist du ein Mensch, der gerne funktioniert und alles unter Kontrolle hat. Und hat er das nicht, dann bekommt er Angst?

Warum ist es dir so wichtig, zu funktionieren?

16.10.2015 18:28 • #16


Hotin
Hallo Schlaflose,

Zitat:
Das hat damit nichts mehr zu tun. Am Anfang war das so, dass es in Situationen auftrat, vor denen
ich Angst hatte oder die mir unbekannt waren. Aber es hat sich im Laufe der letzten 30 Jahre auch
auf alle positiven Situationen ausgeweitet.


Das kann ich mir so gut vorstellen. Durch Dein nicht dagegen angehen hast Du es vermutlich
kultiviert. Du hast Dich vermutlich in "Dein Schicksal" gefügt.
Ich finde das Schade, gerade, weil Du gern mehr und besser schlafen würdest.
Aber es zählt nicht das, was ich denke.
Es ist Dein Leben und Du bist eine kluge, erfahrene Frau.

Beste Grüße

Hotin

16.10.2015 19:20 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Rosa-Blume
Liebe icefalki

Die Angst vor Terminen überwiegt und überrollt mich regelrecht,ohne das ich mich wehren kann!Aber ja mittlerweile ist die Angst nicht nur bei Terminen da...sondern oft einfach so ohne Grund! aber bei Terminen empfinde ich es als sehr unangenehm!

Und ja du hast recht,ich bin sehr kontrollierend,nichts darf(am besten)aus der Reihe laufen!Ich mag es auch nicht wenn wer über mir steht,habe das Gefühl müsste mich prophilieren,um andere klein zu halten,oder um das "ansehen"nicht zu verlieren,oder um klein und blöd da zu stehen!
Und ich Funktioniere gerne,ja!Bei mir ist das immer ein denken zwischen ich "will"und ich "muss"!

Ich hoffe du hast ein wenig verstanden wie ich es meine,wobei ich wohl ein bisschen verwirrend geschrieben habe
Und ob mir mein "verhalten"Angst macht weiß ich nicht,generell weiß ich mittlerweile nichts mehr!es geht soviel durch den Kopf ....vor allem Warum?

Wie genau bist du denn deine Ängste los geworden?

16.10.2015 20:16 • #18


Rosa-Blume
Und mir fällt gerade noch ein,das ich seid Jahren mit einem aufgesetzten Lächeln durch die Gegend laufe,um wie ich schon oben beschrieben habe,nach außen immer alles perfekt und nach stark aus sieht!Also im Endeffekt schäme ich mich davor zu versagen!Ich hinterfrage mich oft wie komme ich jetzt bei meinen Mitmenschen an,mache ich alles richtig,sage ich nichts falsches,denkt der gegenüber ich bin dumm?usw usw.....sowas alles geht mir durch den Kopf.......

16.10.2015 20:33 • #19


Icefalki
Liebe Rosa-Blume, ja, über diese Dinge darfst du dir den Kopf zerbrechen. Denn irgendwann hast du es ja erlernt. Woher kommt dieses Denken?

Ich jage dich hier schon ganz schön therapeutisch durch den Thread. Und du wirst noch ein bisschen brauchen (ich musste das auch lernen), warum du meinst, dass du so reagieren musst, denn da liegt die Ursache.

Da du perfekt sein "musst" und dann diese unperfekte Angst bekommst, beweist, dass ein extremer Missklang in dir steckt.

Jetzt heißt es ergründen, verstehen, akzeptieren, verändern. Und dann wirst du wieder ein Leben haben, das weitaus besser ist, als vorher.

Glaube mir. Wir müssen uns selbst erstmals verstehen lernen, unsere erlernten Mechanismen verändern, immer wieder überprüfen ob das was wir tun, auch mit dem übereinstimmt, was wir in Wirklichkeit sind.

Es ist sehr schwer, und darum braucht es Therapie, um bei diesen Gedankengängen geleitet zu werden. Manchmal, so wie bei mir, mussten erstmals medis gegen diese extremen Ängste wirken, weil die Symptome mich nicht in Ruhe ließen.

Die Wege sind unterschiedlich.
Du hast irgendwann gelernt dieses "falsches" Leben zu führen, bzw. eine Fassade zu errichten, weil .................?

Wenn du dir das erklären kannst, können Veränderungen in dir stattfinden. Aber dazu bedarf es viel Zeit und Willen, und eine Liebe zu dir selbst. Die lächelnd auf dein, dann nicht so perfektes Selbst, blickt.

16.10.2015 21:03 • x 1 #20



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