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Früher war das mein Lieblingslied - heute hört es meine Tochter und ich versuche mich immer noch daran zu halten und mir diesen Satz zu sagen.

Letzten Donnerstag in der Nacht hatte ich eine PA - heftig wie nie und vorallem - seit 6 Monaten war es wieder die erste..., mit Schwindel und Herzrasen usw.. Ich wollte mich nur noch verkriechen. Aber ich lass mich nicht mehr unterkriegen. Gestern war ich in der Stadt mit meiner Tochter und obwohl ich eigentlich davon laufen wollte - weil ich Angst vor der Angst hatte - bin ich weitergegangen und es hat funktioniert.

Heute war ich einkaufen UND in der Stadt. Zuerst hatte ich schon wieder dieses Unwohlsein - aber dennoch bin ich weiter vorwärts gegangen und nicht davon gelaufen.
Habe zwar Notfalltabletten aufgeschrieben bekommen und diese auch immer in der Tasche, aber bisher habe ich sie nicht benutzt und vll - hoffentlich - schaffe ich es auch ganz ohne. Ich will nicht mehr in dieses schwarze Loch zurück!

24.07.2010 14:46 • 21.08.2010 #1


20 Antworten ↓


jadi
ich glaub die brauchst du auch nicht...ich hatte meine auch immer in der tasche und nie benutzt...nur zur sicherheit waren sie dadrin....nun habe ich auch sie aus meiner tasche verbannt......und uch wenn ich PAs bekomme ich bereue es nicht...um so weniger hilfsmittel wir haben um so freier werden wir....klasse mach weiter so...lg

24.07.2010 14:55 • #2



Ich schaff das schon.!

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Danke dir erstmal Jadi für deine Worte =)

Im Moment versuche ich einfach weiter zu machen und das ungute Gefühl schwindet langsam wieder. Gesten war ich mit meiner Tochter lange auf dem Spielplatz - heute regnet es ja leider wieder =/

Dafür war ich heute nochmal beim Zahnarzt - trotz der ewig langen Wartezeiten dort. Zuerst war mir etwas mulmig (was wäre, wenn ich da eine PA kriege?) Aber im Endeffekt musste ich sowieso irgendwann nochmal durch. Hat ganz gut geklappt.

Morgen - wenn es nicht mehr regnet - werde ich mit meiner Tochter eine Radtour machen, dass hab ich ihr schon lange versprochen.

S

26.07.2010 15:37 • #3


Heute war ich sehr mutig und ich habe etwas erstaunliches festgestellt.

Vor meiner letzten PA hatte ich ja immer so Probleme, dass ich überall eine Toilette haben musste - sonst ging bei mir gar nix mehr..
Anscheinend hat sich das jetzt geändert.. Habe meine Tochter eben zum Kindergarten gefahren - alleine. Und danach hab ich gedacht: Testen wir mal... und bin durch die ganzen kleinen Dörfer zurück gefahren, wo ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr war. Und siehe da! Kein Problem.. keine Angst das ich auf Toilette müsste, obwohl da definitiv nur Feld und sonst nix ist...

Hat die eine Pa jetzt meine Angst aufgehoben? Oder war das nur der Anfang von etwas neuem? Fürchte ich jetzt etwas anderes? *seufzt*

Morgen wieder zur Psycho - mal gespannt was die dazu zu sagen hat^^

27.07.2010 13:32 • #4


hallo zur späten abendstunde
...du schaffst das schon...

eine wirklich sehr gute einleitung und wie du schreibst bist du auf einem guten weg. denke die pa`s werden immer wieder kommen, doch um so besserdu sie kennst und so weniger du vermeidungsargumente du findest, dann bist du wahrlich auf einen guten, sehr guten weg. pa´s sind wirkliche erfahrungen in die tiefe der seele.

dir einen sehr guten weg.

27.07.2010 22:56 • #5


Puh, heute war wirklich ein anstrengender Tag. Habe von meinem Vermieter den Schlüssel für meine neue Wohnung bekommen - und das hat ca. 2 Std gedauert. Mir war schon ganz schön mulmig mit den ganzen Leuten da durch Haus und Garten zu laufen. Und auch der Drang auf Toilette war wieder da - aber ich habe ihn schön weggeatmet und habe es so auch geschafft nicht zu müssen. War aber echt anstrengend.

Hoffentlich klappt das die nächsten Male auch.

Dienstag habe ich nämlich ein Vorstellungsgespräch, was ca. 1 Std dauern soll.. Puh und ich mach mir jetzt schon Gedanken darüber, dass ich da mit ner fremden Person im Raum bin und nicht schnell raus kann wenn ich Panik kriege =/

01.08.2010 20:22 • #6


jadi
schau mal:
für alle angsterkrankten und panikattackern.....:
-- Die Angst in dir ist selbst gemacht.

-- Es ist die Angst VOR einer Angst - nämlich vor den Panikattacken (Befürchtung, Erwartungsangst).

-- Ohne die Angst vor ihnen können sie nicht existieren.

-- Um die Angst zu verlieren, musst Du vollständig bereit sein, sie in ihrer schlimmsten Form zu erleben, wie lange sie auch dauert. (nicht ABWARTEN....sondern BEREIT und WILLENS sein, die Gefühle bedingungslos zu erleben). Mit anderen Worten, KEIN VERSTECKEN.

-- Du musst geradewegs auf sie zugehen und WILLENS sein, die schrecklichste Erfahrung deines Lebens zu machen! Du SAGST dir das nicht einfach nur, du musst es GLAUBEN „100%ig und es muss dir egal sein was mit dir geschieht!

01.08.2010 20:24 • #7


Die schrecklichste Erfahrung meines Lebens habe ich schon gemacht, die Hölle auf Erden schon erlebt - deswegen habe ich ja die PA´s. Die Angst ist nicht wirklich selbst gemacht - jemand hat mir Angst gemacht... Und die (Todes)Angst war auch durchaus berechtigt.
Wie soll mir also egal sein was mit mir passiert? Wo ich nen kleines Kind habe was immer dabei ist....?

02.08.2010 07:56 • #8


Völlig unabhängig davon was war, kann dir JETZT nichts passieren. Du bist NICHT in Gefahr.
Panikattacken sind unangenehm, aber NICHT gefährlich. Auch nicht für dein Kind.

Arbeitest du denn in der Therapie das Vergangene auf? Hört sich an als wärst du stark traumatisiert. Deine PAs haben ja anscheinend ganz klaren Bezug auf Erlebtes.

02.08.2010 08:22 • #9


Meine Therapeutin ist zur Zeit im Urlaub.. Ab nächster Woche starten wir in die Tiefenpsychologie um alles aufzuarbeiten.. bin schon gespannt, ob das dann auch so einfach funktioniert..

Ja und ich bin schon stark traumatisiert.. merke ich leider immer wieder =/

Aber deinen ersten Absatz werde ich mir rausschreiben und mich immer dran erinnern. Wenn ich das irgendwann mal einfach tief in mir sitzen habe, dann kann ich das auch wirklich begreifen glaube ich..

02.08.2010 08:37 • #10


Sich so eine Ruheformel aufzuschreiben ist sehr sinnvoll. Ich sage mir immer: Es ist nur unangenehm, nicht gefährlich. Lass es einfach kommen und vorüberziehen. Hilft mir.

02.08.2010 09:13 • #11


Zitat von Vida:
Sich so eine Ruheformel aufzuschreiben ist sehr sinnvoll. Ich sage mir immer: Es ist nur unangenehm, nicht gefährlich. Lass es einfach kommen und vorüberziehen. Hilft mir.

Liebe Vida eine wirklich und sinnvolle gute Idee und das machst du total gut und richtig so,,

lg biggi knuddler

02.08.2010 09:23 • #12


Nachdem ich es gestern ohne Probleme geschafft habe meine neue Wohnung auszumessen hab ich mir heute etwas gegönnt: Eine Mass. =D Das war echt toll, werde ich mir jetzt auch einmal im Monat gönnen zur Belohnung. Entspannung pur!

Heute geht es los mit den Renovierungsarbeiten - puhhh... Aber wird schon irgendwie alles funktionieren =)

03.08.2010 08:56 • #13


Das ist ein guter Vorsatz mit der Mass.. Das entspannt so schön.

03.08.2010 10:11 • #14


Puh, heute war wieder ein Tag mit unverhofften Erlebnissen.. Wo ich normalerweise in Panik ausgebrochen wäre..

Nachdem ich heute morgen meine Tochter in den Kindergarten gebracht habe wollte ich wieder auf dem kürzesten Weg zurück - Pustekuchen..
Mitten auf der Strecke war ein Unfall, musste umdrehen weil beide Fahrbahnen gesperrt waren.. Und daraufhin musste ich dann die lange Strecke über Land fahren.. Ohne Geschäfte oder irgendetwas.. Nix.. ein Schlenker von 15 Minuten.. Hab es aber gut überstanden und keine Panik gehabt =D

04.08.2010 19:42 • #15


Heute beginnt endlich meine Tiefenpsychologische Therapie um alles aufzuarbeiten - und ich hab irgendwie wahnsinnige Angst davor -.- Was da alles ans Licht kommen wird, wo ich bisher Angst hatte drüber zu reden..
Die letzte Nacht war wieder schlimm. Konnte schon schlecht einschlafen und bin mitten in der Nacht mit einer PA wach geworden..
Dank einiger Dinge, die ich mittlerweile gelernt hab, hatte ich die PA aber gut unter Kontrolle... Hab mich nicht reingesteigert und mir den Satz den ich von Vida hab vorgebetet. (Ist nur unangenehm, nicht gefährlich. Lass es einfach auf mich zukommen.) Konnte dann nach 10 Minuten auch problemlos wieder einschlafen.. Naja das mulmige Gefühl ist aber nicht weg. Wird wohl auch noch bis nachher anhalten..

Naja, gleich gehts dann los..

11.08.2010 07:31 • #16


Guten Morgen

Schön, dass du dich etwas runterkochen konntest. Du musst dir aber auch immer vor Augen führen, dass ungute und mulmige Gefühle – auch Angst – NORMAL und GUT sind vor solch wichtigen Terminen. Das kannst du zulassen, ohne in Sorge zu sein. Klar, wird das Aufarbeiten kein Spaziergang, aber wenn du dem Erlebten noch mal fest in die Augen schaust, wird es weniger mächtig in dein Leben eingreifen. Und das ist doch etwas, wofür sich der schwere Schritt lohnt, oder? Du schaffst das!

LG Vida

11.08.2010 07:44 • #17

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Danke dir für deine Worte =)

Also war echt gut heute. Hat zwar alles so richtig aufgewühlt (ich gebs zu, ich bin echt heulend da raus..) aber es war so erleichternd endlich reden zu können.. Und ansonsten auch alles gut..

11.08.2010 20:12 • #18


Puh, echt stressig heute.. Umzugstag - mit fremden Menschen, die helfen auch noch....
Hat aber alles super geklappt. Totaler Stress, totales Chaos - aber keine Probleme gehabt.. Morgen gehts weiter..

14.08.2010 19:43 • #19


Hallo =)
Heute war bisher ein wirklich guter Tag.

Heute morgen bin ich mit meiner Tochter zu Fuss zum Spielplatz gegangen. Es ist so schönes Wetter draussen. Weil das so gut geklappt hat, sind wir hinterher noch weiter gelaufen zum Laden um einzukaufen - auch kein Problem. Und von da aus schließlich wieder zu Fuss zurück nach Hause. Alles in allem waren wir wohl 2 Stunden zu Fuss unterwegs und es ging ohne irgendwelche Anzeichen von Angst.

Heute nachmittag habe ich wieder Therapie und dieses Mal freue ich mich wirklich darauf, weil es endlich voran geht und ich endlich alles wirklich verarbeiten kann.


Vielleicht gönne ich mir dann auch noch ein Eis, so als Bonus =)

Wünsche euch allen einen schönen Tag!

Lg

20.08.2010 11:27 • #20



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