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28

S

Stormborn
Gast

Hallo,

nun werde ich in wenigen Tagen 21 & kann deshalb nicht von jahrelanger/lebenslanger Einsamkeit reden. Auch wenn es sich so anfühlt als stünde mir das bevor. Ich bin seit ich 16 oder 17 bin in SH-Foren unterwegs und suche so traurig/erbärmlich wie das klingt nach Freunden. Seit ich 19 bin hab ich nicht einmal mehr Schulfreunde und bin sozial völlig inkompetent. In all der Zeit ist mir eine Person geblieben. Wir schreiben glaub ich seit 4 Jahren, aber haben uns noch nicht getroffen. Obwohl wir schon so lange schreiben habe ich nicht das Gefühl dass ich ihm viel bedeute. So ist das eben bei mir. Ich bedeute nie jemand etwas. Nun ist es so dass ich frisch aus einer Phase komme in der ich mit vielen bedeutungslosen Kontakten ein Gespräch geführt hatte. Es war ein guter Zeitvertreib und lenkte für einen Moment ab. Und als das wollte ich es auch sehen nach all den Fehlschlägen und Enttäuschungen. Als reiner Zeitvertreib weil eine richtige Freundschaft (zumindest für mich) online nicht zu finden ist. Mittlerweile habe ich viele Chats gelöscht und Kontakte abgebrochen weil es nicht funktioniert hat. Und ich fühle mich aufgrund dessen noch leerer und einsamer als ohnehin schon. Mir ist aber auch klar geworden dass das so nicht weiter gehen kann. Ich hab in Foren jetzt noch mal einen halbherzigen Versuch gestartet Kontakte zu finden mache mir da aber keine Hoffnung zumal ich immer das Gefühl habe diejenige zu sein die das Gespräch am laufen hält und im Moment habe ich nicht die Kraft dazu. Auch bei Leuten die sich länger nicht melden und dann erst antworten verliere ich das Interesse. Mir ist klar dass ich im echten Leben Freunde finden muss. Und diese 0815-Ratschläge mit Vereinen etc finde ich ohnehin total blödsinnig. Vor allem wenn man soziale Ängste hat. Ich hab mich jetzt für's Bogen schießen angemeldet aber nur Interessehalber. Auf der Abend Schule ist auch niemand mit dem ich mich anfreunden könnte. Sonst gibt's auch keine Möglichkeiten. Ich muss mit dieser Einsamkeit jetzt umgehen lernen. Bloß weiß ich nicht wie. Ich fange am 22.7 zwar eine Therapie an aber mache mir da keine großen Hoffnungen. Ich hab wieder vermehrt Suizidgedanken. Sehne mich nach Veränderung in die negative Richtung. Ich weiß einfach nicht was ich tun soll und sehe mich mit 40 alleine in meiner Wohnung versauern. Zumindest hab ich in der Vorstellung einen Beruf der mir Spaß macht^^"

Gibt es hier vielleicht Leute die schon sehr lange mit der Einsamkeit leben (heißt für mich keine Freunde haben. vielleicht sogar auch keine Familie)? Und die damit leben gelernt haben? Wenn ja wie?

LG

21.07.2019 #1


33 Antworten ↓
Lokalrunde

Lokalrunde
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Hi @Stormborn

Bei mir selber fing dies auch sehr früh an durch einige Begebenheiten in der Familie, mit 15 mehr oder weniger auf mich selber gestellt ohne irgendeinen halt. Damals schon in Ängste gefangen versucht ich mein bestes um wie jeder andere auch um die Runde zu kommen, ein Schulabschluss und Ausbildung, mit nicht einmal 18 eine eigene Wohnung, macht mehr oder minder mein eigenes Ding und merkte da nicht wie isoliert ich schon war. Damals fühlte ich mich auch nicht Einsam obwohl ich fast alles alleine machte. Aus diesen frühen Anfängen heraus habe ich bis zum heutigen Tag drei wahre Freunde gehabt, ich bin heute 56 Jahre und zwei meiner Freunde sind verstorben, zum dritten hatte ich bis vor 7 Wochen keinen Kontakt (25 Jahre) obwohl ich ihn seit 1978 kenne. Derzeit schreiben wir uns manchmal.

Mehr oder minder war ich also seit meinem 18 Lebensjahr alleine bis ich mit 48 Jahren also 30 Jahre später eine Beziehung anfing, die hielt dann auch bis Ende 2018 und dauerte 8 Jahre. So bekam ich das erste mal in meinem Leben eine Familie geschenkt mit zwei Kindern (nicht meine eigenen) und die 30 Jahre davor konnte ich mir nicht erklären. Nur das Gefühl das diese Zeit verlorene Zeit war, mit 18 hat man normal schon seine erste große Liebe im Leben die ich nie hatte oder besser erst drei Jahrzehnte später.

Natürlich war es schwer mich zu orientieren und anzupassen und ich machte sehr viele Fehler, auch mein Verhalten manchmal konnte man als merkwürdig einstufen, ganz große Probleme hatte ich auch mit meiner eigenen Intimität (also dem S*x) wo ich mich nicht identifizieren konnte was mir Spaß macht. Das gab deswegen die meisten Probleme in der Beziehung, kannst dir vorstellen dass Frau nicht nur einen lieben Kumpel/Freund/Vertrauten möchte sondern eben auch guten S*x.

Es kam in den 8 Jahren deswegen oft zum Crash und zu 4 Trennungen, immer wieder neue Anläufe und ganz viele Meinungsverschiedenheiten und Ärger. Ich hatte ja ansonsten alles was man(n) sich wünscht wie gut bezahlte und feste Arbeit, zwei Urlaube im Jahr, du weißt was ich meine (mein dies, mein das, mein jenes). Aber auch Probleme mit ihren Kindern wo es manchmal Sorge gab und ich mich wohl falsch verhalten habe, mit allem vermutlich dass eingefleischt 30 jährige Single da sein, ich wollte mir nicht sagen lassen wie ich Leben soll.

Heute ist es so das ich wieder alleine Leben muss und ich so viel bedauer aber nun nicht mehr ändern kann. Da kamen die Verlustängste hoch und die Einsamkeit, mir rennt die Zeit davon mit fast 57. Gern bin ich nicht mehr alleine wie damals habe aber derzeit auch keinen Mut etwas zu ändern. Natürlich wünsche ich mir wieder eine Familie und eine Beziehung schaffe es aber nicht aus dem Kielwasser zu schwimmen. So offen habe ich mich aber auch noch nie geäußert über meine Lage in meinem Leben, nicht einmal als ich noch in Therapie war, und da gebe ich einem User hier recht der geäußert hatte dass man auch mit Therapeuten kaum etwas an Einsamkeit ändern kann, nur die auslösenden Symptome und Ursachen wären Behandlungsbedürftig. Aber dies würde zumindest meinen Rahmen sprengen weil es bei mir zu lange Zeit aufgebaut war.

Ich habe so viel versucht meinen Trott zu ändern, von zieh dich selbst aus dem Dreck bin hin zu hilf dir selbst dann hilft dir Gott. Irgendwann denkt man das die Schuld dafür nur bei mir liegen kann, die Erscheinung das Aussehen dass Verhalten, und darunter leidet ganz extrem dass Selbstwertgefühl und man baut eine Minderwertigkeit auf, heute denke ich dass man sich in erster Linie einem "selber mögen" lernen muss um etwas an allem zu ändern. Nur wer sich selber mag strahlt etwas aus welches andere spüren und was dafür verantwortlich ist das die anderen einen mögen.

Das hört sich jetzt gerade an wie bei einem Flirt Couch und kommt ausgerechnet von mir. In meiner Beziehung hätte aber auch keine Paartherapie geholfen, dass übel lag ja wohl nur auf meiner Seite, zu Einsamkeit kann ich nur noch aussagen dass ich sie nicht mag und auch noch nie mochte, ich bin kein Einzelgänger aber irgendwie dazu gezwungen. Dies Geheimnis werde ich vielleicht nie lüften im Leben, und so viel Zeit dafür habe ich nicht mehr, leider.

Mache deinen Weg und ändere dein Derzeitiges Verhalten um nicht weiterhin diesen einsamen Weg zu beschreiten. Viel Glück dafür für dich und allen anderen. -

21.07.2019 10:36 • x 5 #34


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Wie geht ihr mit jahrelanger Einsamkeit um?

x 3


Strawberry11

Strawberry11
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Hallo zusammen,

ich hänge auch in so einer Zwickmühle fest. Einerseits suche ich immer nach Ruhe, andererseits würde ich gerne ein lockeres Leben mit vielen Menschen leben wollen.
Ich fühle mich auch sehr oft alleine und auch einsam. Teils genieße ich es, teils bin ich sehr traurig. Je nach Stimmung.
Ich habe an mir festgestellt, dass ich mit Menschen schnell überfordert bin, sehr sensibel und mitfühlend bin UND mir wird daher schnell vieles an Stimmungen und Reizen zu viel.
Also hänge ich dazwischen. Wenige gute Freunde habe ich, wenn auch quer in Deutschland. Leute kennenlernen ist das eine, das halten auch von der Gegenseite das andere.
Den passenden Weg für mich hab ich noch nicht gefunden, ich weiß manchmal selbst nicht, wann ich was und wieviel möchte. Daher ist Planung gut und teils überfordernd.

Ich denke hinter Isolation und dem sich lange zurück ziehen steckt eine große Verletzung und Angst. Angst erneut Verluste erleben zu müssen und damit einhergehend die Angst vor neuen Verletzungen. Dann resigniert man und zieht sich noch mehr zurück und leidet sehr.

Wenn man weiß, warum man sich so zurück zieht, welche Ängste und Sorgen dahinter stecken, dann kann man sich dafür Hilfe suchen und in kleinen Schritten den Berg hinauf gehen.

Ich klettere auch ständig diesen Berg hoch, rutsche aufm Po wieder runter, mal besser mal schlechter. Nur vorm Berg sitzen zu bleiben und es nicht erneut zu versuchen, macht noch trauriger. (Ich weiß wovon ich spreche, mit sozialer Phobie und viel Mobbing kämpfe ich echt ständig!)

Leicht ist das alles nicht, aber ich habe auch bemerkt durch völligen Rückzug, dass ich den Umgang mit Menschen fast wieder neu erlernen musste. Ja man verlernt es. Wie alles im Leben, es ist und bleibt eine Übung.

Wenn dein Druck so stark ist und du da raus möchtest, dann fange doch mit einer Selbsthilfegruppe an. Unter Gleichgesinnten übt es sich leichter und in solchen Kreisen lernt man sich einfacher kennen und kann sich vielleicht auch mal locker auf 1Std zum Kaffee treffen.

Also A) Hilfe suchen und B) nach Selbsthilfegruppe Ausschau halten und C) Üben üben üben! Smile

18.07.2019 17:26 • x 4 #22


Zum Beitrag im Thema ↓


F
Wie kam es denn dazu, dass du seit Jahren keine Freunde mehr hast?
Mit 21 kannst du ja noch viel ändern und versuchen wieder Kontakte zu knüpfen.
Sich damit abfinden, dass man alleine ist und lernt so zu leben, halte ich für den falschen Weg.

x 1 #2


S
Also ich bin echt schon jahrelang alleine. Will auch eine gute Freundschaft fimden üü0am besten. Mit meinen alten Freunden hab ich schon jahrelang nichts mehr wirklich zu tun ausser jetzt wieder ständige Fussball Nachrichten. Sind da in einem online manager Spiel zusammen und dazu gibt's ne whatts App Gruppe. Eigentlich totaler Schmarrn. Schwer alles zu erklären. Lieben Gruß

#3


S
Zitat von FEARtheREAPER:
Wie kam es denn dazu, dass du seit Jahren keine Freunde mehr hast?Mit 21 kannst du ja noch viel ändern und versuchen wieder Kontakte zu knüpfen.Sich damit abfinden, dass man alleine ist und lernt so zu leben, halte ich für den falschen Weg.


Ich hab die Schule gewechselt und hab keinen Anschluss mehr gefunden.
Und klar bin ich noch jung und kann das dagegen machen aber ich wüsste echt nicht mehr was. Ich hab schon Sachen versucht und bin immer gescheitert. Da verliert man schnell den Mut.

#4


S
Zitat von Straighter:
Also ich bin echt schon jahrelang alleine. Will auch eine gute Freundschaft fimden üü0am besten. Mit meinen alten Freunden hab ich schon jahrelang nichts mehr wirklich zu tun ausser jetzt wieder ständige Fussball Nachrichten. Sind da in einem online manager Spiel zusammen und dazu gibt's ne whatts App Gruppe. Eigentlich totaler Schmarrn. Schwer alles zu erklären. Lieben Gruß


Na ja. Aber der Kontakt ist wenigstens vorhanden.

#5


S
Nicht wirklich. Hab von denen seit Jahren niemanden gesehen. Und Kontakt kann eventuell auch ungut sein.

#6


F
Mit Einsamkeit geht glaube jeder anders um.
Wichtig ist denke ich auch eine Beschäftigung zu suchen die einem spaß macht.
Dadurch können auch Kontakte und Freundschaften entstehen.
Vereine ist ja bei uns jungen Menschen nicht mehr so üblich, außer Sportvereine.

x 1 #7


S
Ich bin auch schon lange allein, Kontakte außerhalb der Familie hab ich nicht. Am Anfang hab ich die Isolation selbst nicht so schlimm gefunden, aber seit 3-4 Jahren hab ich echt daran zu knabbern.

#8


Lottaluft
Ich bin selbst nicht wirklich einsam aber fühle mich manchmal auch umgeben von Menschen einsam.
Ich denke aber wenn man jahrelang eher isoliert von sozialen Kontakten ist macht das ganz viel mit der Psyche und man sucht zwangsläufig das Problem bei sich selbst und eine soziale Phobie wird immer stärker was ich sehr traurig finde da so viele Menschen aus gründen alleine sind für die sie absolut nichts können

x 1 #9


E
Zitat:
Gibt es hier vielleicht Leute die schon sehr lange mit der Einsamkeit leben (heißt für mich keine Freunde haben.


Ja das gibt es. Und er hilft (mir) zumindest hier in diesem Forum zu sehen, dass ich nicht der einzige bin mit dem Problem.
Ich habe zum Glück eine Familie, aber sonst keine Freunde.
Die 0815- Ratschläge -darauf bin ich selber allergisch. In Vereinen war ich auch schon aber da sind keine Freundschaften entstanden.

Ich wünsche Dir auf jedenfalls viel Kraft und heiße dich herzlich willkommen hier im Forum.
LG

x 1 #10


J
Zitat von Stormborn:
Gibt es hier vielleicht Leute die schon sehr lange mit der Einsamkeit leben (heißt für mich keine Freunde haben. vielleicht sogar auch keine Familie)? Und die damit leben gelernt haben? Wenn ja wie?


Hallo Stormborn, ich kann durch mich selbst gut nachvollziehen, wie es dir geht.
Vieles was du geschrieben hast ist bei mir genau so, die Suche nach Kontakten aus denen eine Freundschaft werden könnte, aber es war immer nur flüchtig oder oberflächlich. Als ob die andere Person gar kein richtiges Interesse hätte, sich Mühe zu geben. Während man sich selbst jedes Mal viel Mühe gibt, was auch anstrengend ist.

Damit leben lernen will ich nicht, für mich würde das bedeuten das ich aufgebe.
Es ist heutzutage generell schwer, ernsthafte Kontakte zu finden, mit gegenseitigem Interesse für eine lang haltende Freundschaft. Das liegt nicht an dir, der überwiegende Teil der Gesellschaft ist oberflächlicher geworden, Kontakte sind nur flüchtig, so wie man es gerade braucht.
Die wenigen Menschen, die nicht so sind und verlässliche, ernsthafte und langfristige Kontakte suchen, haben es einfach schwer, die wenigen anderen zu finden, denen es genau so geht.

Ich habe nach langer Zeit des Scheiterns und der verzweifelten Suche für mich gelernt: Zum Einen, mit Menschen die nicht so sind wonach ich suche, nicht meine Zeit unnötig weiter zu vergeuden. Und zum Anderen, das Freundschaften manchmal auch aus ungewöhnlichen Kontakten entstehen können.
Manchmal gibt man Kontakten, wo ein großer Altersunterschied besteht, oder wo man es sich gar nicht vorstellen kann, überhaupt keine Chance. Aber vielleicht findet man genau da den Kontakt, den man sucht.

LG Jillyan.

x 1 #11


J
Ich muss wohl oder übel damit leben, und das seit über zehn Jahren. Damals verlor ich durch meine Krankheit meine Freunde. Mit der Herkunftsfamilie besteht seit etwa 25 Jahren kein Kontakt mehr. Partner? Nie gehabt. Seit 7 Jahren arbeite ich nicht mehr, sodass auch Kollegen wegfallen.

Wie lebe ich mit dieser völligen Isolation? Indem ich versuche, der Situation auch was Positives abzugewinnen. Ich habe immer meine Ruhe und muss mich nach niemandem richten. Sicher ist das zum Teil nur ein Schönreden einer miserablen Situation. Aber immer nur trauern hilft halt nicht. Manchmal rätsel ich, was denn an mir so falsch ist, dass sich nie mehr jemand fand, der mich mag. Komme da aber auf keinen grünen Zweig, auch Therapien halfen nicht. So musste ich mich halt damit abfinden und wie gesagt versuchen, auch einen Gewinn daraus zu ziehen.

x 1 #12


Abendschein
Zitat von Stormborn:
Hallo,nun werde ich in wenigen Tagen 21 & kann deshalb nicht von jahrelanger/lebenslanger Einsamkeit reden. Auch wenn es sich so anfühlt als stünde mir das bevor. Ich bin seit ich 16 oder 17 bin in SH-Foren unterwegs und suche so traurig/erbärmlich wie das klingt nach Freunden. Seit ich 19 bin hab ich nicht einmal mehr Schulfreunde und bin sozial völlig inkompetent. In all der Zeit ist mir eine Person geblieben. Wir schreiben glaub ich seit 4 Jahren, aber haben uns noch nicht getroffen. Obwohl wir schon so lange schreiben habe ich nicht das Gefühl dass ich ...


Es gibt Freunde, echte Freunde. Warum suchst Du diese immer im Internet? Gehe hinaus ins Leben. Immer wieder schaust Du im Internet, in Foren nach. Das reale Leben findet Draußen statt. Du bist sozial völlig inkompetent? Ja mit dem Internet kann man nicht wirklich reden. Versuch es einmal anders. Viel Glück dabei.

#13


melody75
Hallo Stomborn, ich hatte so eine Phase als ich neu in eine Stadt gezogen bin. Ich würde es mit persönlichem, aber strukturiertem Kennenlernen versuchen. Also: Selbsthilfegruppen, die sich im realen Leben treffen, und vor allem Ehrenamt, also sich für eine Sache oder für andere Menschen engagieren, da gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Ich persönlich haben alle meine Freunde in der neuen Stadt durch eine Aktion kennen gelernt, bei der eine Gruppe von Menschen verschiedene soziale Aktionen geplant hat. Es hat Jahre gedauert bis aus den losen Treffen Freundschaften geworden sind, und am Anfang sieht man das nicht, aber mit der Zeit war es der richtige Weg.

x 1 #14


Hotin
@juwi

Hallo juwi,

in einer Situation, in der Du Dich isoliert fühlst ist es nicht einfach.
Leider geht es immer mehr Menschen genauso. Und jeder denkt, es liegt nur an
ihm selbst.
Aus der Einsamkeit herauskommen ist selten einfach. Du hast ja beschrieben, wie Du
hineingekommen bist. Es gibt einige Wege, sich selbst zu befreien. Dafür ist es
notwendig oft dorthin zu gehen, wo sich Menschen in ihrer Freizeit aufhalten.
Zitat:
Manchmal rätsel ich, was denn an mir so falsch ist, dass sich nie mehr jemand fand, der mich mag. Komme da
aber auf keinen grünen Zweig, auch Therapien halfen nicht. So musste ich mich halt damit abfinden und wie gesagt versuchen, auch einen Gewinn daraus zu ziehen.


Mit Sicherheit ist an Dir überhaupt nichts falsch. Im Gegenteil. Du wirkst offen und freundlich. Allerdings hast
Du Dich jahrelang vermutlich freiwillig zurückgezogen. Dies war hier im Forum ähnlich.
Dieses Verhalten umzudrehen ist am Anfang selten leicht. Deswegen finde Dich nicht damit ab, dass Du
immer so wenige Kontakte behältst. Wenn Du das wirklich möchtest, kannst Du dies ändern.

Viele Grüße

Bernhard

x 3 #15


E
Zitat von juwi:
Damals verlor ich durch meine Krankheit meine Freunde.

Das kann man dann wohl kaum Freunde nennen , die dich wegen eine psychischen Krankheit
fallen lassen.
Und ansonsten kann ich mich @Hotin nur anschließen.
Für mich kommst du als sympathischer , offener und kluger Mensch rüber.

x 2 #16


Hotin
Hallo Stormborn,
Zitat:
Gibt es hier vielleicht Leute die schon sehr lange mit der Einsamkeit leben (heißt für mich keine Freunde haben. vielleicht sogar auch keine Familie)? Und die damit leben gelernt haben? Wenn ja wie?


Wenn Du das möchtest, kannst Du lernen, überwiegend allein zu leben.
Allerdings plane bitte nicht einsam zu leben, also ohne regelmäßige Kontakte
zu anderen Menschen.
Das Internet hat viele Vorteile aber einen sehr, sehr großen Nachteil. Durch das
Internet und das Handy verlernen wir Menschen persönliche Kontakte zu anderen aufzubauen.
Deswegen sprechen viele von Einsamkeit.

Dein ganzes Leben liegt noch vor Dir. Unzählige Chance wirst Du bekommen mit
tollen Menschen Kontakt zu bekommen. Aber nur wenige davon kannst Du
später auch als Freunde bezeichnen.


Zitat:
Mir ist klar dass ich im echten Leben Freunde finden muss. Und diese 0815-Ratschläge mit Vereinen etc finde ich
ohnehin total blödsinnig. Vor allem wenn man soziale Ängste hat. Ich hab mich jetzt für's Bogen schießen
angemeldet aber nur Interessehalber.


Das ist toll, wenn Du zum Bogenschießen gehst. Schau Dir an, ob Dir das Spaß macht.
0815 Ratschläge sind kein Blödsinn. Wenn Du soziale Ängste hast, geht es nur über
den Weg, dass Du Deine sozialen Ängste kleiner machst.
Bitte vergiss nicht! Auch andere Menschen haben die gleichen sozialen Ängste wie Du.
Die eine mehr, die andere weniger.

Kontakte schließen bedeutet:
Menschen finden, die ähnliche Interessen haben, sodass sie ihre sozialen Ängste
gegenseitig verkleinern.


Zitat:
Ich weiß einfach nicht was ich tun soll und sehe mich mit 40 alleine in meiner Wohnung versauern.


Am besten ist es, wenn Du nicht so viele Jahre vorausschaust, sondern überlegst,
wo und wie Du auf andere zugehen lernst. Da können auch 0815 Empfehlungen
eventuell helfen.
Zitat:
Ich fange am 22.7 zwar eine Therapie an aber mache mir da keine großen Hoffnungen.


Was erwartest Du denn von dieser Therapie?

Viele Grüße

Bernhard

x 1 #17

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S
@Hotin
Es ist ja nicht so als hätte ich nie versucht aus der Einsamkeit zu kommen und mich nur auf das Internet versteife... Bloß sind die Versuche alle fehlgeschlagen und jetzt hab ich genug.
Und was ich von der Therapie erwarte weiß ich noch nicht so genau.

#18


N
Isolation zieht sich durch mein ganzes Leben. Dadurch verlernt man leider auch den sozialen Umgang (Geduld mit anderen, Zuhören, Gespräche führen und Interesse haben) und man sollte nicht vergessen, dass es mitunter an einem selbst liegen kann, wenn man keine Freundschaften aufrecht erhalten kann. Das musste ich zB. lernen und lerne es noch.

Ich hatte immer mal wieder Freunde, ganz enge und auch oberflächliche. Während meiner Suche kamen und gingen viele. Doch die meiste Zeit fühlte ich mich immer einsam und war 24/7 im Monat isoliert.
Da mir das, was für mich eine Freundschaft ausmacht, immer (langfristig) fehlte: sich regelmäßig sehen/verabreden, zusammen Dinge unternehmen, über alles mögliche reden können. Ich wünschte mir immer eine Art Clique mit vernünftigen Jungs und Mädels. Wollte das auch mal erleben und haben. Denn ich glaube das ist echt toll. Very Happy

Ich habe mittlerweile die Schnauze voll von sinnlosen Hintergrundkontakten, mit denen ich weder was zu reden habe, noch mich mit ihnen treffen kann. Daher brach ich vor ein paar Monaten zu zweien davon den Kontakt ab.
Aktuell habe ich 4 Freunde: meine beste Freundin und meinen langjährigen Kumpel seit 2014, mit denen ich heute aber leider kaum Kontakt habe aufgrund ihrer eigenen Probleme.
Mein bester Freund seit einem Jahr, mit dem ich das Gesamtpaket einer Freundschaft haben kann (momentan leider nicht mehr so aktiv).
Und eine neue Freundin seit ein paar Monaten, mit der ich mich sehr gut verstehe und versuche nach und nach eine Freundschaft aufzubauen. Sie weiß aber von meiner sozialen Inkompetenz Laughing
Denn ich habe auch oft Phasen, wo ich schnell das Interesse an Kontakten verliere, weil ich dafür manchmal einfach keinen Nerv habe. Deswegen dürfen es auch nie mehrere neue Kontakte auf einmal sein (wegen dem reinen Input an Infos über diese Person), da bekomme ich die Krise Rolling Eyes

Und übrigens: 99% meiner Freundschaften lernte ich über das Internet kennen.
Nur meine beste Freundin, die kenne ich aus der Klapse Mr. Green

x 1 #19


S
Zitat von Narandia:
Isolation zieht sich durch mein ganzes Leben. Dadurch verlernt man leider auch den sozialen Umgang (Geduld mit anderen, Zuhören, Gespräche führen und Interesse haben) und man sollte nicht vergessen, dass es mitunter an einem selbst liegen kann, wenn man keine Freundschaften aufrecht erhalten kann. Das musste ich zB. lernen und lerne es noch.Ich hatte immer mal wieder Freunde, ganz enge und auch oberflächliche. Während meiner Suche kamen und gingen viele. Doch die meiste Zeit fühlte ich mich immer einsam und war 24/7 im Monat isoliert.Da mir das, was für mich eine ...


Das hab ich mit meinem Beitrag nicht gemeint...

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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