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Hallo,

ich habe aufgrund von Depressionen und starker Antriebslosigkeit über zwei Jahre lang nur rumgelegen, und damit meine ich wirklich, dass ich teilweise drei Wochen lang nicht rausgegangen bin, nur im Bett am Handy lag und ansonsten nur in der Wohnung in die Küche oder ins Bad gegangen bin.

Irgendwann hat sich das körperlich gerächt, mit starken Rückenblockaden, Kreislaufbeschwerden im Sommer, und Abbau von Muskelmasse.
Ich war davor oft aktiv und hab Kickboxen gemacht.
Nun habe ich Sorge, dass ich meinen Körper durch diesen Bewegungsmangel organisch irreversibel geschädigt habe. Man liest ja alles an, Herzinfarkt und Schlaganfall durch Mangel an Bewegung.

Ich möchte jetzt wieder mit dem Sport und Jogging anfangen. Die Angst ist groß, dass ich mein Herz plötzlich überlaste, sodass ich mich gar nicht traue rauszugehen und zu laufen
Klar, dass ich auf die Muskeln aufpasse um mir keine Zerrung zu holen, aber um mein Herz mach ich mir echt Sorgen.
Wie fängt man an?

Meine Blutwerte wurden letzten Herbst wegen was anderem überprüft, aber da war nichts auffälliges.

09.08.2021 19:04 • 10.08.2021 #1


11 Antworten ↓


Ranibo
Ich würde mit zügigem Walking oder Schwimmen anfangen. Da kannst du die Belastung mit am besten regulieren, ohne den Körper oder dein Herz zu überlasten, machst aber immer noch was für deinen Kreislauf und deine Muskulatur.

Eine Möglichkeit dein Herz im Auge zu behalten, wäre ein entsprechendes Fitnessband (gibt es ja in allen möglichen Ausführungen) Damit kannst du, je nach Modell, auch deinen Herzschlag und noch viel mehr im Auge behalten.

09.08.2021 19:11 • x 1 #2



Jahrelanger Bewegungsmangel - Nun Sport?

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Genauso wie beim Joggen, fang langsam an u steigere Dich.

Wie kommt es, dass Du jetzt glücklicherweise wieder Antrieb hast?

09.08.2021 19:12 • x 1 #3


Zitat von xxnadxx:
Die Angst ist groß, dass ich mein Herz plötzlich überlaste, sodass ich mich gar nicht traue rauszugehen und zu laufen


Nein. Hab ich hinter mir. Du wirst mehr schwitzen aber das ist auch alles.

09.08.2021 19:13 • x 1 #4


Es lag an meiner Arbeitslosigkeit.
Dadurch hatte ich nicht mal Bewegung im Job.
Jetzt hab ich Aussicht auf eine neue Ausbildung, und das (+ Gesprächstherapie) steigert meine Laune etwas.

09.08.2021 19:15 • x 1 #5


Super, dass du jetzt etwas für dich tun willst! Wenn du tatsächlich erst 24 bist und keinerlei bisher nachgewiesene körperliche Diagnosen hast, die gegen Sport sprechen, würde ich sagen: geh es einfach an! Aber langsam und achtsam mit dir, aber ein bisschen anstrengend darf es schon sein, sonst hast du kaum Trainingseffekt. Ich würde mit Spaziergängen starten, ruhig täglich, die ich peu a peu in Länge und Geschwindigkeit steigern würde. Zusätzlich würde ich Stretching oder leichtes Yoga machen.
Je kräftiger/fitter du wirst, dann das Training ausweiten. In deinem Alter wirst du sehr schnell Erfolge haben!
Viel Spaß!

09.08.2021 19:16 • x 2 #6


Dann würde ich gleich morgen den Weg zum Bahnhof, den ich sonst mit dem Bus vor meiner Tür fahre, zu Fuß gehen, das sind 30 Minuten etwas zügiges Gehen, ist das ein akzeptabler Anfang?

Würde mir mein Körper das mitteilen, wenn es zu viel wird, bevor ich irgendwas überlaste ?

09.08.2021 19:19 • #7


Kaische
Hallo,

diese Angst hatte ich auch jahrelang.
Allerdings war ich vorher auch nie sportlich, hatte immer leichtes Übergewicht, habe stark geraucht und der Bewegungsmangel durch die Depressionen kam noch oben drauf. Damals war ich so mitte-ende Zwanzig.

Ich habe das damals alles meinem Arzt erzählt und der sagte mir, dass mein Denken genau falschrum war.
Der Bewegungsmangel schaden meiner Gesundheit, aber nicht so dass ich mich mit Sport dann übernehme, sondern der Sport tut meiner Gesundheit gut. Nur wenn ich weiter liegen bleibe schadet das meiner Gesundheit irgendwann.

Wenn ich das richtig gesehen habe, müsstest du auch so alt sein, wie ich damals? So mitte 20?
Und da auch deine Blutwerte gut sind, scheint doch wirklich alles in Ordnung zu sein.

Ich habe damals wirklich mit dem kleinstmöglichen angefangen und bin die Treppen bei mir einmal hoch und runter. Waren vielleicht 100 Stufen rauf und runter. So konnte ich mir selbst wieder zeigen: Bewegung ist gesund.
Irgendwann hat sich das Denken dann bei mir gefestigt und ich kann nicht mal sagen, wann das war. =D


Mittlerweile gehe ich Stundenlang wandern und mache mir so gut wie keine Gedanken mehr dadrüber.

09.08.2021 19:19 • #8


Zitat von xxnadxx:
Würde mir mein Körper das mitteilen, wenn es zu viel wird, bevor ich irgendwas überlaste ?


Sicher. Meine Ärztin sagt immer: wer rastet, der rostet oder no pain, no gain und das stimmt ja auch.

09.08.2021 19:42 • #9


AnnaBlack
Zitat von xxnadxx:
Dann würde ich gleich morgen den Weg zum Bahnhof, den ich sonst mit dem Bus vor meiner Tür fahre, zu Fuß gehen, das sind 30 Minuten etwas zügiges ...

Da ist ein sehr guter Anfang, und bloß keine Angst bekommen wenn der Puls höher geht und die Puste ausgeht, das ist normal wenn man lange nichts gemacht hat

09.08.2021 20:35 • #10


Hallo,
dass Beste was es gegen Depressionen usw. gibt, ist Fahrradfahren also nicht mit einem E-Bike sondern mit einem Fahrrad.
Fahrradfahren ist ein Wundermittel.

09.08.2021 21:10 • #11


Schlaflose
Zitat von EndlessSoul:
Hallo, dass Beste was es gegen Depressionen usw. gibt, ist Fahrradfahren also nicht mit einem E-Bike sondern mit einem Fahrrad. Fahrradfahren ist ein Wundermittel.

Bei mir war Joggen am besten. Ausdauersport generell ist gut.

10.08.2021 06:19 • #12



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Dr. Matthias Nagel