Hallo zusammen,
ich hänge auch in so einer Zwickmühle fest. Einerseits suche ich immer nach Ruhe, andererseits würde ich gerne ein lockeres Leben mit vielen Menschen leben wollen.
Ich fühle mich auch sehr oft alleine und auch einsam. Teils genieße ich es, teils bin ich sehr traurig. Je nach Stimmung.
Ich habe an mir festgestellt, dass ich mit Menschen schnell überfordert bin, sehr sensibel und mitfühlend bin UND mir wird daher schnell vieles an Stimmungen und Reizen zu viel.
Also hänge ich dazwischen. Wenige gute Freunde habe ich, wenn auch quer in Deutschland. Leute kennenlernen ist das eine, das halten auch von der Gegenseite das andere.
Den passenden Weg für mich hab ich noch nicht gefunden, ich weiß manchmal selbst nicht, wann ich was und wieviel möchte. Daher ist Planung gut und teils überfordernd.
Ich denke hinter Isolation und dem sich lange zurück ziehen steckt eine große Verletzung und Angst. Angst erneut Verluste erleben zu müssen und damit einhergehend die Angst vor neuen Verletzungen. Dann resigniert man und zieht sich noch mehr zurück und leidet sehr.
Wenn man weiß, warum man sich so zurück zieht, welche Ängste und Sorgen dahinter stecken, dann kann man sich dafür Hilfe suchen und in kleinen Schritten den Berg hinauf gehen.
Ich klettere auch ständig diesen Berg hoch, rutsche aufm Po wieder runter, mal besser mal schlechter. Nur vorm Berg sitzen zu bleiben und es nicht erneut zu versuchen, macht noch trauriger. (Ich weiß wovon ich spreche, mit sozialer Phobie und viel Mobbing kämpfe ich echt ständig!)
Leicht ist das alles nicht, aber ich habe auch bemerkt durch völligen Rückzug, dass ich den Umgang mit Menschen fast wieder neu erlernen musste. Ja man verlernt es. Wie alles im Leben, es ist und bleibt eine Übung.
Wenn dein Druck so stark ist und du da raus möchtest, dann fange doch mit einer Selbsthilfegruppe an. Unter Gleichgesinnten übt es sich leichter und in solchen Kreisen lernt man sich einfacher kennen und kann sich vielleicht auch mal locker auf 1Std zum Kaffee treffen.
Also A) Hilfe suchen und B) nach Selbsthilfegruppe Ausschau halten und C) Üben üben üben!
