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Feuerschale
Zitat von User_0815_4711:
Aber ich bin nicht schüchtern, das ist wieder etwas ganz anderes.

Ja, ich denke, da wird oft vieles vermengt.
Introvertiert ist nicht schüchtern.

Sowie sozial vermeidend auch nochmal ein anderes Ding ist, wo Menschen mehr stressen, man es aber dennoch ggf wollen und vermissen könnte, aber es sehr viele Neurosen auslöst.
Das sind so Fälle von "du musst es nur machen, dann wirds irgendwann besser oder macht Freude".

Das war bei mir z B eher nicht der Fall wenn es um Parties oder soziale Aktivitäten geht.
Es gibt auch noch das schizoide, da wird Nähe z B wohl fast gar nicht vermisst, kann ich aber auch nichts so genaues zu sagen.

Was mir noch einfällt, ich mag konzentrierte Nähe....also wenn es ruhig, strukturiert und gesammelt läuft irgendwie.
Ein eher ruhiger Rahmen. Weniger Smalltalk, mehr so in sich ruhen oder Selbstreflektion o ä.
Wobei auch ab und an mal Blödsinn labern, eher kreativ oder gar nicht so nachdenken auch mal schön sein kann.

Und bei dem ruhigen Rahmen, müssen es auch keine Problemgespräche sein, können auch sonst irgendwelche Erkenntnisse sein, die was eröffnen an Raum.
Selbst danach mag ich aber auch wieder Zeiten alleine, das sacken lassen, wirken lassen und alleine auch verarbeiten.

x 3 #41


Gaulin
Zitat von cats49:
Für mich ist die Hoffnung,die Erwartung von Lob,das natürlich nie
kommt, der einzige Antrieb zum tun,aktiv werden.

Davon könntest du dich etwas lösen. Denn es ist eine Abhängigkeit von anderen. Du selbst bist dazu in der Lage dir diese Bedürfnisse zu erfüllen. Die Verantwortung dafür sollte kein anderer tragen müssen für dich. Das lässt sich aber gut bearbeiten bzw trainieren.

#42


A


Was fehlt euch am meisten, wenn ihr euch einsam fühlt?

x 3


cats49
Zitat von Gaulin:
Davon könntest du dich etwas lösen. Denn es ist eine Abhängigkeit von anderen. Du selbst bist dazu in der Lage dir diese Bedürfnisse zu erfüllen. Die Verantwortung dafür sollte kein anderer tragen müssen für dich. Das lässt sich aber gut bearbeiten bzw trainieren.

Ok,schon verstanden. Bin ja schon still.
Einen Wert als Mensch könnte mir nur das Außen durch Aufmerksamkeit und Aufwertung verleihen.
Gelobt werden das wäre alles,alles,alles. Da würde mein Wert durch die Decke schießen.
Dann und nur dann wäre ich endlich wer,wichtig,wertvoll und liebenswert.
Schön das ihr das alle könnt eure Bedürfnisse selbst befriedigen,euch selbst glücklich machen.
Ich kann es nicht und will es auch nicht müssen.
Dafür wären andere zuständig.
Selbstwert,Selbstliebe,die eigenen Bedürfnisse gefälligst selbst befriedigen,sich selbst
glücklich machen das ist Augenwischerei,der verlogene scheinbare Trostpreis für die die
im Außen egal sind,die nicht zählen.

#43


Gaulin
Zitat von cats49:
Ich kann es nicht und will es auch nicht müssen.

Ja ok, das entscheidest du selbst für dich. Alles Gute 🍀

#44


apfeltasche0815
@AnnnaB
gefühle mitzuteilen

#45


Feuerschale
Zitat von cats49:
Einen Wert als Mensch könnte mir nur das Außen durch Aufmerksamkeit und Aufwertung verleihen.
Gelobt werden das wäre alles,alles,alles. Da würde mein Wert durch die Decke schießen.

Ich verurteile nicht, es liest sich für mich eher etwas beklemmend, eindimensional, abhängig.
Als ginge es nur um ein bestimmtes Bild. Ein Tunnelblick.

Und als würden bestimmte Ebenen fehlen....z B eigenes Körpergefühl, psychisches Gefühl, kreatives und Spiel, Freundschaft und geben, Erkennen, Neugier, von mir aus auch spirituelles oder anderes.

Ich glaube, du meintest auch mal, dass du mit einem narzisstischen Elternteil aufgewachsen bist, vielleicht hat es damit zu tun, dass man irgendwie einem Bild, Lob und Anerkennung hinterherrennt? 🤔

x 1 #46


Elisabeth71
@Peekay
Mir geht es auch nicht besser.
Es gibt hier in Österreich das sog. Plaudernetz. Ich schäme mich nicht mehr , dort anzurufen , um eine menschliche Stimme zu hören , die für mich da ist. Es ist aber keine Therapiestunde , sondern ein menschlicher Austausch.

x 2 #47


Peekay
@Elisabeth71 schön wenn du davon profitieren kannst. Für mich wäre das nichts, ich könnte mit Fremden nicht so einfach reden.

x 2 #48


Schlaflose
Zitat von cats49:
Gelobt werden das wäre alles,alles,alles. Da würde mein Wert durch die Decke schießen.

Tust du denn etwas, wofür du gelobt werden könntest?

x 1 #49


cats49
Aus Sicht der anderen nicht. Für die sind das alles nur Peanuts,nicht
erwähnenswerte Selbstverständlichkeiten.
Ich empfinde selbst tun,selbst aktiv werden als Zumutung,als lästige
Anstrengung.
Dafür mir alles abzunehmen,mich zu bedienen und zu verwöhnen sollten
eigentlich meine schon lange nicht mehr vorhandenen Bezugspersonen
zuständig sein.
Wenn ich mich denn mal aufraffe ist aus meiner Sicht Lob die mir dafür
das ich mich angestrengt,abgerackert habe,im worst case ins Schwitzen
gekommen bin die mir zustehende Belohnung.
Ich tue das ja nicht weil mir das Spaß macht,weil ich es gern mache
sondern um gut da zu stehen,für aufwertendes Lob,dafür meinen
Menschen zu gefallen,damit sie stolz auf mich sind.
Lob kommt nie.
Meine Leistung,meine Anstrengung wird nie gesehen.
Tun ist sinnlos.
Ohne Lob fühle ich mich betrogen,vera...,bin sauer und gekränkt.
Mein Problem nicht das der anderen.

#50


User_0815_4711
Zitat von Peekay:
Für mich wäre das nichts, ich könnte mit Fremden nicht so einfach reden.

Das ist sehr interessant und dürfte bei verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich sein.

Manche öffnen sich viel leichter gegenüber fremden Menschen, am besten noch anonym.
Und tun wir das alle nicht auch hier? Fremd und anonym?

x 4 #51


Schlaflose
Zitat von cats49:
Aus Sicht der anderen nicht. Für die sind das alles nur Peanuts,nicht
erwähnenswerte Selbstverständlichkeiten

Das ist bei mir nicht anders. Dafür muss man sich selbst loben. Immer wenn ich etwas erledigt, was mir zuwider ist oder wovor ich Angst habe, sage ich mir hinterher "Das hast du gut gemacht". Z.B. so banale Dinge wie behördliche Anrufe tätigen oder Sachen erledigen oder Tanken gehen. Mir lag schon seit Jahren im Magen, dass ich bis Ende 25 meinen Führerschein tauschen musste. Nachdem ich das im Oktober erledigt hatte, war ich stolz auf mich wie Oskar. Oder alles zu erledigen, was zu meinem Rentenantrag gehört hat. So etwas gibt mir Riesenauftrieb.ich rede dann auch mit dem Foto meiner Mutter und stelle mir vor, wie sehr sie mich für solche Sachen loben würde und stolz auf mich wäre, dass ich mein Leben ohne sie gut hinkriege.
Um Lob und Anerkennung von außen zu bekommen, muss man schon aus sich rausgehen und Dinge tun, die über das Alltägliche hinausgehen. Ich hatte ja schon meine Backkünste erwähnt. Dafür ich stelle ich mich im November 2 Wochen lang täglich im die Küche und backe tonnenweise Plätzchen, die ich an mein Umfeld verschenke. Dafür bekomme ich immer viel Lob, auch wenn ich es nicht darauf abgesehen habe.

x 2 #52


cats49
Ich sehe jedes Tun als große Leistung von mir für die ich eben Lob,gerne überschwängliches
Lob erwarte.
Ich kann mich nicht selbst aufwerten das müssten schon die anderen tun.
Genauso wenig wie ich mich selbst glücklich machen,meine Bedürfnisse selbst befriedigen
kann.
Gutes muss von außen kommen sonst ist es nichts wert.
Nichts was ich mir selbst gebe ist irgend etwas wert.
Ja,ich habe es auf Lob abgesehen,darauf gut da zu stehen,zu gefallen,mich beliebt
zu machen,das man mich endlich positiv sieht.
Ohne Hintergedanken zwinge ich mich ganz sicher nicht zum verhassten,anstrengenden
Tun das so gar keinen Spaß macht.
Die Belohnung Lob am Ende die ist mein Ziel.
Meine Mutter hat mich niemals gelobt,die war enttäuscht von mir,weder stolz auf
mich noch hat sie mich geliebt.
Für sie war ich stinkfaul,eine Niete,ein Totalversager.

#53


iquique
Wenn ich mich einsam fühle, ist das Gefühl meistens gepaart mit einer Art innerer emotionaler Kälte und Verlassenheit. Außerdem spielt auch das Gefühl des Abgelehntseins eine Rolle. Ich fühle mich dann von der Gesellschaft irgendwie ausgegrenzt oder abgelehnt.

Oft bin ich auch einfach allein. Wenn ich allein bin, aber mich nicht einsam fühle, dann kann ich das Alleinsein auch genießen bzw. ich schätze es, dass ich selbst entscheiden kann, was ich mache und wann ich es mache.

Es ist also so, dass ich mich nicht immer einsam fühle (im negativen, unangenehmen Sinne). Aber wenn ich mich einsam fühle, fühlt es sich ein wenig so an, als ob die (emotionale) Heizung ausgefallen wäre, und ich fühle mich fröstelig und leer.

x 3 #54


Peekay
@User_0815_4711 stimmt, wir sind hier anonym und kennen unseren Gegenüber nicht. Aber, hier schreiben wir, ob wir dabei lachen oder weinen, die Emotionen bleiben grösstenteils verborgen. Wenn ich aber am Telefon bin und zb weinen muss hört man es, hat ja was mit Scham zu tun.

x 2 #55


Cbrastreifen
Zitat von Peekay:
Aber, hier schreiben wir, ob wir dabei lachen oder weinen, die Emotionen bleiben grösstenteils verborgen.

Lustig, mich hat es immer schon gewundert, wie viel Emotionen doch durch so anonyme Foren fließen, selbst damals schon, alles alles noch ohne Bilder war.
ll

#56


Feuerschale
Zitat von Elisabeth71:
@Peekay Mir geht es auch nicht besser. Es gibt hier in Österreich das sog. Plaudernetz. Ich schäme mich nicht mehr , dort anzurufen , um eine ...

Das klingt auch gut.

Kennt man sich irgendwann oder ist immer jemand anderes dran und ist anonym.
Bei der Telefonseelsorge in D ist das so.

#57

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Feuerschale
Zitat von User_0815_4711:
Manche öffnen sich viel leichter gegenüber fremden Menschen, am besten noch anonym.
Und tun wir das alle nicht auch hier? Fremd und anonym?

Ja das kann schon manchmal helfen, auch hier.

x 1 #58


Feuerschale
Zitat von iquique:
Aber wenn ich mich einsam fühle, fühlt es sich ein wenig so an, als ob die (emotionale) Heizung ausgefallen wäre, und ich fühle mich fröstelig und leer.

So kenn ich das auch, da ist nach innen irgendwie die Verbindung weg.

Das andere was mir die Tage noch aufgefallen ist, ist dass Nähe mit einer besonderen Person fehlt, emotional und im Sinne Zuneigung, sowas wie ein Dasein und geben/Austausch. Eher so romantisch, das war bei mir schon immer so ein Ventil. Eher aber auch in der Phantasie, real war das ja immer eher wie Kraut und Rüben. 🙃
Das sind manchmal fast schmerzliche Anfälle. Oder wie so Entzug.

Und dann geht's oft wieder vorbei wie es gekommen ist. 🤷‍♀
Komisch manchmal.

#59


Feuerschale
Zitat von Cbrastreifen:
Lustig, mich hat es immer schon gewundert, wie viel Emotionen doch durch so anonyme Foren fließen, selbst damals schon, alles alles noch ohne Bilder ...

Manchmal schon, wenn ich denke wie oft ich mich schon aufgeregt hab über iwen...und fast alle blockiert ne Zeitlang.

Aber auch sonst, Mitgefühl wenn jemand mit was zu kämpfen hat, Schwierigkeiten mit Kind oä.

#60


A


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Dr. Reinhard Pichler
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