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Ich denke, man sollte erstmal den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit klarstellen.
Einsamkeit beruht nicht auf Freiwilligkeit sie beruht auf der Gefühlsebene.
Sie entsteht aus dem Bedürfnis oder Wunsch, mit anderen Personen in Kontakt zu sein, aber man kann dies aus irgendeinem Grund nicht umsetzen.
Oder die Situation ermöglicht vielleicht den sozialen Kontakt, aber man fühlt sich unsicher, was zu dieser Einsamkeit führt oder dazu beiträgt.
Möglicherweise fühlst man sich auch nutzlos, zurückgewiesen, unmotiviert, hyperaktiv und es fällt sogar schwer, Blickkontakt herzustellen. Mit anderen Worten, die Einsamkeit ist unfreiwillig. Sie ereignet sich vielmehr, weil du dich nicht in der Lage fühlst, dich sozial zu engagieren.
Alleinsein ist eher physischer Natur und kann auch freiwillig gewählt werden und durchaus positiv empfunden werden.
Ich fühle mich selten einsam und kann Alleinsein durchaus auch genießen.
Man kann mal alles machen, worauf man sonst aus Rücksichtnahme auf andere besser verzichtet.
Allerdings, wenn es zu lange oder zu oft ist, dann schlägt es auch in Einsamkeit um und der Wunsch und das Bedürfnis, z.B. nach Zweisamkeit kommt immer stärker durch und macht gefühlt traurig.
Mit anderen Worten, mir fehlt dann mein Herzensmensch, mit dem ich gemeinsam unser Leben gestalte.