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Zerdenker
Ich fühle mich oft wie ein Fremder in einem Schaukasten. Menschen können wie ein Schlüssel sein, die mich aus diesem gläsernen Gefängnis holen, sie können mich aber auch darin einsperren.

x 1 #201


iquique
Zitat von RainmanX:
kannte mein ganzes Leben eigentlich immer nur einzelne Leute, wenn überhaupt..und das nur temporär..

Das ist bei mir auch eigentlich immer so gewesen. Ich war eigentlich nie Mitglied in einer Freundesgruppe oder Clique und kannte immer noch einzelne Leute. Und so gut wie alle "Freundschaften" verschwanden immer wieder nach einer Weile. So richtig kapiert habe ich nie, woran es lag, aber irgendwie fehlte mir da immer das Talent, Freundschaften so zu pflegen, dass sie stabil bleiben.

x 1 #202


A


Was fehlt euch am meisten, wenn ihr euch einsam fühlt?

x 3


User_0815_4711
Zitat von iquique:
So richtig kapiert habe ich nie, woran es lag, aber irgendwie fehlte mir da immer das Talent, Freundschaften so zu pflegen, dass sie stabil bleiben.

Ist bei mir ähnlich.
Inzwischen brauche ich keine Freunde mehr.
Ein paar Bekannte mit ähnlichen Interessen reichen.
Leider sind alle älter als ich.
Naja, vielleicht sterbe ich ja auch vor ihnen, was weiß man schon.

x 1 #203


iquique
Zitat von User_0815_4711:
Inzwischen brauche ich keine Freunde mehr.

Ich hätte schon gern ein paar Freunde, aber ich habe es inzwischen aufgegeben, aktiv danach zu suchen, da ich aus Erfahrung "weiß", dass sich auch neue Freundschaften nicht stabil halten lassen.

Zum Glück kann ich mich auch allein gut beschäftigen, und Freunde sind nicht zwingend nötig, um meine Zeit angenehm zu gestalten. Aber ich hätte auch nichts dagegen und verschließe mich neuen Bekanntschaften nicht.

x 1 #204


User_0815_4711
Ich habe nie aktiv nach Freundschaften gesucht, dafür bin ich viel zu viel Einzelgänger.
Bekanntschaften / Kollegen haben sich ergeben und wieder gelöst.
Zwei meiner drei jetzigen Fach-Bekannten sind schon ziemlich groggy, einer noch sehr fit. Aber sie - und ich auch ich - tun, was wir tun müssen 😉

#205


iquique
Bei mir kommt übrigens auch mein eigenes Minderwertigkeitsempfinden dazu, womit ich mir selbst ein Bein stelle. Ich gehe oft schon automatisch davon aus, dass ich es eigentlich gar nicht wert bin, mit mir befreundet zu sein. Deswegen kontaktiere ich nicht aktiv andere Leute (weil ich denke, sie würden sich sowieso nicht freuen, wenn ich es tun würde). Die anderen Leute hingegen interpretieren das wahrscheinlich als Desinteresse oder Gleichgültigkeit, aber das steckt von meiner Seite nicht dahinter.

x 2 #206


User_0815_4711
Zitat von iquique:
dass ich es eigentlich gar nicht wert bin, mit mir befreundet zu sein

Solche Gedanken habe ich mir nie gemacht.
Freundschaften sind einfach nie wichtig genug gewesen.

Ich bin gerne viel alleine, auch Unternehmungen immer am liebsten alleine.
Zum reden brauche ich keinen.
Und für alles andere gibt es Profis unter den entsprechenden Nummern.

#207


iquique
Zitat von User_0815_4711:
Ich bin gerne viel alleine, auch Unternehmungen immer am liebsten alleine.

Das geht mir auch so, zumal ich mich dann nicht nach irgendwelchen anderen Interessen und Bedürfnissen richten muss. Wobei es schon Menschen gibt, mit denen ich gut klar komme, und mit denen ich mich ganz gut synchronisieren kann.

x 1 #208


C
@Lina60
Ja, das kann ich so nachvollziehen und empfinde das Gleiche. Einfach nur Nähe - das ist ein tolles Gefühl. Das schätzt man nicht genug, wenn man's hat - aber wenn dieses Gefühl fehlt - da vermisst man es ..

x 1 #209


R
Zitat von iquique:
Das ist bei mir auch eigentlich immer so gewesen. Ich war eigentlich nie Mitglied in einer Freundesgruppe oder Clique und kannte immer noch einzelne Leute. Und so gut wie alle "Freundschaften" verschwanden immer wieder nach einer Weile. So richtig kapiert habe ich nie, woran es lag, aber irgendwie fehlte mir da immer das Talent, Freundschaften so zu pflegen, dass sie stabil bleiben.

Ich hab das für mich über viele Jahre teilweise herausgefunden..ich wusste als junger Mensch z. B. (bis ca. 35) nicht mal, dass ich hochsensibel bin, und hab mich auch selbst (in jungen Jahren) viel zu kritisch und negativ gesehen (bin eigentlich bis heute mein größter Kritiker) - bin da vom Elternhaus erheblich vorbelastet - also dachte immer, ich wäre "uninteressanter" oder dümmer als andere, mittlerweile weiß ich, dass es eigentlich eher umgekehrt ist (mein IQ liegt knapp bei 130), und das waren letztlich u.a. auch zwei der Gründe, warum ich mich mit vielen Menschen längerfristig nicht wirklich verstanden habe, ich kann mit jeglicher Oberflächlichkeit, mit wenig Reflektionsfähigkeit und ausgeprägtem Konformismus halt so gar nicht umgehen. Letztlich ist das wohl für die meisten Menschen ein teilweise lebenslanger Weg, nämlich herauszufinden, wer "man wirklich ist", "wohin man gehört", und in dem Zusammenhang zu lernen, eigene Prioritäten, Vorstellungen, Empfindungsstrukturen und Denkweisen besser einschätzen und auf andere Menschen abstimmen zu können, aus meiner Sicht ein unfassbar kompliziertes und schwieriges Unterfangen, das mich bis heute extrem beschäftigt..

x 1 #210


Aponi
Ich bin ein Einzelgänger. Mein „Freundeskreis“ ist minimal. Eigentlich suche ich keine Freunde aus Angst enttäuscht zu werden. Aber ich wünsche mir mehr Freunde, Bekannte.

x 2 #211


iquique
Zitat von RainmanX:
bin da vom Elternhaus erheblich vorbelastet

Dass ich mich selbst mein Leben lang negativ wahrgenommen habe, liegt auch an meiner Mutter. Denn sie hat mich in meiner ganzen Kindheit und Jugendzeit fast permanent abgewertet: "Du taugst nichts, du kannst doch sowieso nichts, aus dir wird nie etwas, was soll nur aus dir werden, du wirst in der Gosse landen", und so weiter.

Auch wenn ich als Erwachsener eigentlich realisieren könnte, dass meine Mutter nicht recht gehabt hat, haben sich diese Sätze tief in mein Unterbewusstsein eingebrannt und bestimmen bis heute meine Selbstwahrnehmung.

(Das macht es mir auch schwer, mich um meine inzwischen hochbetagte und pflegebedürftige Mutter angemessen zu kümmern, da ihre damalige permanente Abwertung wie eine Kluft zwischen uns steht, und ich mich im Umgang mit ihr immer gestresst und angespannt fühle).

x 2 #212


R
Zitat von iquique:
Auch wenn ich als Erwachsener eigentlich realisieren könnte, dass meine Mutter nicht recht gehabt hat, haben sich diese Sätze tief in mein Unterbewusstsein eingebrannt und bestimmen bis heute meine Selbstwahrnehmung.

Ja, das kenn ich. Ich hab von beiden Elternteilen keine wirkliche, authentische Liebe erhalten, und dementsprechend sind für mich Selbstzweifel und mangelndes Selbstwertgefühl seit jeher feste Bestandteile meiner Persönlichkeit, selbst jahrelange Psychotherapie konnte da bei mir nie wirklich etwas daran ändern..es gibt leider psychische Wunden, die so tief sind, dass sie sich mehr oder weniger ein Leben lang nicht schließen lassen..

x 4 #213


iquique
Zitat von RainmanX:
dass sie sich mehr oder weniger ein Leben lang nicht schließen lassen..

Viele Nichtbetroffene können das nicht nachvollziehen. Unzählige Male habe ich mir schon anhören müssen, dass ich mich jetzt als Erwachsener doch nicht mehr an den Worten meiner Mutter orientieren müsse und nun selbständig entscheiden könnte. Dass das aber nicht so einfach ist, wenn solche "Glaubenssätze" tief ins Unterbewusstsein eingesunken sind, können sie nicht verstehen.

x 4 #214


Tobbi
Ein Herzensmensch 🌸😊

x 4 #215


E
Das teilen von Erlebnissen weil man sie zusammen erlebt hat, mit jemanden verbündet sein, gegen seitig zuhören, so richtig kann ich es noch nicht sagen, es kommen immer mehr dinge die ich merke die mir fehlen, ich bin aber auch gerne mit mir alleine, also ich benötige auch Zeit für mich, aber trotzdem fehlet jemand der gerne mal was unternimmt und verbündet mit mir ist und auch gemeinsame Interesse teilt.

x 3 #216


Merlin85
Jemand bei dem ich mich nicht verstellen muss, weil mich die Person genauso haben möchte wie ich bin. Echte Zuneigung die von Herzen kommt und nicht an Bequemlichkeiten oder an Eigennutz gebunden ist. Jemand bei dem die Frage „wie geht es dir?“, keine Floskel, sondern ehrliches Interesse ist. Jemand mit dem Schweigen keine unangenehme Stille ist, sondern ein Ausdruck von Vertrauen in dem Wissen gut genug zu sein.

x 3 #217

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Schlaflose
Zitat von Christian_81_:
Einfach nur Nähe - das ist ein tolles Gefühl.

Für mich ist Nähe ein Horror.

#218


Dunkelbunte
Zitat von Schlaflose:
Für mich ist Nähe ein Horror.

Seitdem du deine Katzen hast, lebst du auch Nähe 🤗
Und bist im Forum viiieeeel geschmeidiger unterwegs 😄
Ich zumindest habe dich seitdem noch nal ganz anders kennen gelernt.

#219


Dunkelbunte
Ich bin seit über 6 Jahren Single und habe seit 3 Jahren keine Katzen mehr.

Nähe fehlt sehr.
Kuscheln, emotionelle Verbindung, körperliche Nähe...

Irgendwann werde ich auch wieder eine Katze haben ❤😌

Und was Partnerschaft betrifft... Ich suche nicht. Ist mir zu anstrengend und zu viele seltsame Menschen die mich an vielem zweifeln lassen würden.

Watt kütt, dat kütt.

x 1 #220


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Dr. Reinhard Pichler
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