Zitat von Ryu: In letzter Zeit merke ich immer öfter, dass ich mich häufig einsam fühle. Es liegt nicht nur daran, dass ich keine Partnerin habe, sondern auch daran, dass ich nur wenige Freunde habe, mit denen ich die Dinge des Lebens wirklich teilen kann. Manchmal gelingt es mir tagsüber, mich mit der Arbeit oder anderen Aktivitäten abzulenken. Aber dann gibt es wieder Momente, in denen dieses Gefühl stark zurückkommt. Mir wird bewusst, dass mir die Möglichkeit fehlt, mit jemandem tiefgründig zu sprechen, für jemanden wichtig zu sein und eine Person zu haben, mit der man einfache Momente teilen kann – zum Beispiel zusammen ausgehen, sich vom Tag erzählen oder Pläne für die Zukunft machen.
Das kann ich gut verstehen, hatte das Gefühl in meinen 30ern auch ziemlich stark.
Man hatte da das Gefühl, andere sind in Familie, Partnerschaft ect eingebunden und man selber ist irgendwie Zaungast
und bei wichtigeren Sachen dann eher ausgeschlossen (z B Weihnachten o ä)
Also nicht dass Weihnachten wirklich wichtig ist aber so für das eigene Gefühl war es dann so, dass die andere da "ihres" haben mit Menschen die zu ihnen gehören...
Bin dann auch ab und an mal alleine gereist und es fühlte sich gar nicht so gut an, alleine zu sein ohne Austausch.
Einmal hatte ich auch eine Frau in meinem Alter kennengelernt, wo es offen und entspannt war, und da wurde der Urlaub auch gleich schöner...weil man zusammen essen war, sich ausgetauscht hat, mal was zusammen gemacht oder ausprobiert was der andere kennt, mal alleine, aber abends wieder getroffen....also irgendwie war das Gefühl da gleich anders.
Weil drumrum ja auch meist Famlien und Paare saßen...
Und da war auch die Sehnsucht nach Partnerschaft noch größer (20er, 30er)...einfach das Gefühl auch irgendwohin zu gehören und einen besonderen Menschen bei sich zu haben....nach Hause zu kommen quasi in etwas gemeinsames.
Mit Mitte 30 hatte ich dann auch nochmal eine mehrjährige Beziehung mit zusammen wohnen...und das war so von dem Gefühl der Zugehörigkeit und Art Vertrautheit(also zumindest sich bekannt sein) ganz gut. Man konnte halt dann teilweise auch so das "Pärchending" machen und am Wochenende Ausflüge oder gemeinsam kochen und essen.
Es hatte insgesamt mehr WG Charakter, aber das ist ja an sich nichts schlechtes.
Weil ich denke, Einsamkeit ist schon auch ein verbreitetes Problem...vielleicht gibts auch weniger Möglichkeiten, auf Leute zu treffen und mit denen auch in Kontakt zu kommen?
@Ryu wie ist denn das bei dir, hast du vor Ort auch Kontakte oder könntest dir irgendwas gemeinschaftliches vorstellen?
Z B ein Ehrenamt oder sogar eine gemeinschaftliche Wohnform oder sowas?
Es gibt ja auch so Kontaktbörsen im internet "neu in" und sowas, ich kenn es aber nur vom Hörensagen, aber da kann man wohl auch Leute treffen und hat eher mal Gelegenheit zum Gespräch.
Das ist ja wenn man z B auf ein Konzert geht eher weniger, weil die meisten da mit ihren Leuten halt wieder sind und dann ist man auf die Musik konzentriert, es ist laut ect....also ich glaub, da muss man irgendwie auch der Typ sein, um da Leute kennenzulernen...