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User_0815_4711
Ich glaube auch nicht, dass man an bestimmten Interessen und Hobbys Konsumverhalten oder das Gegenteil davon bei Gesprächen ableiten kann.

Aber Konsumverhalten ist mir hier auch schon aufgefallen, durch Kommentare wie: Nichts los hier, nichts interessantes los hier, wieso schreibt niemand was.

x 3 #161


boomerine
Wenn ich mich einsam fühle
fehlt mir nur eine breite Schulter.

x 2 #162


A


Was fehlt euch am meisten, wenn ihr euch einsam fühlt?

x 3


Dunkelbunte
Zitat von boomerine:
Wenn ich mich einsam fühle fehlt mir nur eine breite Schulter.

Sonst nix? Kein Sex?
Gemeinsame Ausflüge?
Arm in Arm einschlafen?
Urlaub?
Zusammen kochen?

#163


boomerine
Zitat von Dunkelbunte:
Sonst nix? Kein Sex? Gemeinsame Ausflüge? Arm in Arm einschlafen? Urlaub? Zusammen kochen?

Möchten vielleicht schon aber,
das ist mir im jetzt noch alles zuviel.
Auch wenn ich jetzt schon 2 Jahre alleine lebe.
Es ist zuviel kaputt gegangen.

x 4 #164


JaS68
@AnnnaB Ich mache gerade eine Trennung durch…nach 20 Jahren Beziehung…es hat sich irgendwie nichts verändert …ich fühle mich noch immer so, wie in den letzten Jahre der Beziehung….Ignoranz finde ich sehr schlimm, egal ob dem Partner gegenüber oder dem möglichen Problem…

x 1 #165


R
In letzter Zeit merke ich immer öfter, dass ich mich häufig einsam fühle. Es liegt nicht nur daran, dass ich keine Partnerin habe, sondern auch daran, dass ich nur wenige Freunde habe, mit denen ich die Dinge des Lebens wirklich teilen kann. Manchmal gelingt es mir tagsüber, mich mit der Arbeit oder anderen Aktivitäten abzulenken. Aber dann gibt es wieder Momente, in denen dieses Gefühl stark zurückkommt. Mir wird bewusst, dass mir die Möglichkeit fehlt, mit jemandem tiefgründig zu sprechen, für jemanden wichtig zu sein und eine Person zu haben, mit der man einfache Momente teilen kann – zum Beispiel zusammen ausgehen, sich vom Tag erzählen oder Pläne für die Zukunft machen.

Diese Situation macht mich traurig, weil ich mich dadurch ein wenig von anderen isoliert fühle. Ich glaube nicht, dass ich der Einzige bin, der so etwas empfindet, aber wenn man selbst darin steckt, kann es sich so anfühlen, als hätten alle anderen Beziehungen und Freundschaften, während man selbst ein wenig am Rand steht. Genau deshalb habe ich beschlossen, hier zu schreiben: um zu sehen, ob andere Menschen etwas Ähnliches erleben und mich vielleicht mit ihnen auszutauschen. Ich denke, offen über Einsamkeit zu sprechen kann helfen, sich weniger allein zu fühlen und sich selbst besser zu verstehen.

Wenn sich jemand in diesen Gefühlen wiedererkennt oder seine eigene Erfahrung teilen möchte, würde ich mich freuen, davon zu lesen.

x 3 #166


Feuerschale
Zitat von Ryu:
In letzter Zeit merke ich immer öfter, dass ich mich häufig einsam fühle. Es liegt nicht nur daran, dass ich keine Partnerin habe, sondern auch daran, dass ich nur wenige Freunde habe, mit denen ich die Dinge des Lebens wirklich teilen kann. Manchmal gelingt es mir tagsüber, mich mit der Arbeit oder anderen Aktivitäten abzulenken. Aber dann gibt es wieder Momente, in denen dieses Gefühl stark zurückkommt. Mir wird bewusst, dass mir die Möglichkeit fehlt, mit jemandem tiefgründig zu sprechen, für jemanden wichtig zu sein und eine Person zu haben, mit der man einfache Momente teilen kann – zum Beispiel zusammen ausgehen, sich vom Tag erzählen oder Pläne für die Zukunft machen.

Das kann ich gut verstehen, hatte das Gefühl in meinen 30ern auch ziemlich stark.
Man hatte da das Gefühl, andere sind in Familie, Partnerschaft ect eingebunden und man selber ist irgendwie Zaungast
und bei wichtigeren Sachen dann eher ausgeschlossen (z B Weihnachten o ä)
Also nicht dass Weihnachten wirklich wichtig ist aber so für das eigene Gefühl war es dann so, dass die andere da "ihres" haben mit Menschen die zu ihnen gehören...

Bin dann auch ab und an mal alleine gereist und es fühlte sich gar nicht so gut an, alleine zu sein ohne Austausch.
Einmal hatte ich auch eine Frau in meinem Alter kennengelernt, wo es offen und entspannt war, und da wurde der Urlaub auch gleich schöner...weil man zusammen essen war, sich ausgetauscht hat, mal was zusammen gemacht oder ausprobiert was der andere kennt, mal alleine, aber abends wieder getroffen....also irgendwie war das Gefühl da gleich anders.
Weil drumrum ja auch meist Famlien und Paare saßen...

Und da war auch die Sehnsucht nach Partnerschaft noch größer (20er, 30er)...einfach das Gefühl auch irgendwohin zu gehören und einen besonderen Menschen bei sich zu haben....nach Hause zu kommen quasi in etwas gemeinsames.
Mit Mitte 30 hatte ich dann auch nochmal eine mehrjährige Beziehung mit zusammen wohnen...und das war so von dem Gefühl der Zugehörigkeit und Art Vertrautheit(also zumindest sich bekannt sein) ganz gut. Man konnte halt dann teilweise auch so das "Pärchending" machen und am Wochenende Ausflüge oder gemeinsam kochen und essen.
Es hatte insgesamt mehr WG Charakter, aber das ist ja an sich nichts schlechtes.

Weil ich denke, Einsamkeit ist schon auch ein verbreitetes Problem...vielleicht gibts auch weniger Möglichkeiten, auf Leute zu treffen und mit denen auch in Kontakt zu kommen?

@Ryu wie ist denn das bei dir, hast du vor Ort auch Kontakte oder könntest dir irgendwas gemeinschaftliches vorstellen?
Z B ein Ehrenamt oder sogar eine gemeinschaftliche Wohnform oder sowas?
Es gibt ja auch so Kontaktbörsen im internet "neu in" und sowas, ich kenn es aber nur vom Hörensagen, aber da kann man wohl auch Leute treffen und hat eher mal Gelegenheit zum Gespräch.

Das ist ja wenn man z B auf ein Konzert geht eher weniger, weil die meisten da mit ihren Leuten halt wieder sind und dann ist man auf die Musik konzentriert, es ist laut ect....also ich glaub, da muss man irgendwie auch der Typ sein, um da Leute kennenzulernen...

#167


B
Zitat von Ryu:
dass ich nur wenige Freunde habe, mit denen ich die Dinge des Lebens wirklich teilen kann.

Zitat von Feuerschale:
Man hatte da das Gefühl, andere sind in Familie, Partnerschaft ect eingebunden und man selber ist irgendwie Zaungast

Es ist so, dass dann nur die übrig bleiben, die nicht viel auf die Reihe kriegen. Das kann man denen nicht übel nehmen, aber sie zehren nur an einem und können nichts zurückgeben. Viel sind dann nur so Party-Freunde. Für Party OK, aber ansonsten zu nichts zu gebrauchen. Nach einer OP konnte ich nicht laufen und also auch nicht einkaufen. Da hatte ich Freunde gefragt. Die haben es nicht auf die Reihe bekommen. Ich wurde vollkommen im Stich gelassen. Von solchen Freunden habe ich mich verabschiedet. Da habe ich lieber keine als solche.

x 1 #168


R
@Feuerschale
Zitat von Feuerschale:
Das kann ich gut verstehen, hatte das Gefühl in meinen 30ern auch ziemlich stark. Man hatte da das Gefühl, andere sind in Familie, Partnerschaft ect eingebunden und man selber ist irgendwie Zaungast und bei wichtigeren Sachen dann eher ausgeschlossen (z B Weihnachten o ä) Also nicht dass Weihnachten wirklich ...


Dating-Apps vertraue ich nicht besonders. Erstens verlangen sie oft viel Geld für Abonnements, zweitens kann man auf gefälschte Profile stoßen, und wenn es dann so weit ist, sich mit jemandem zu treffen, ziehen sich die Leute oft zurück. Zumindest sind das, wenn man ein bisschen recherchiert, die häufigsten Erfahrungen.

x 1 #169


Wildrose
Zitat von AnnnaB:
Mich würde interessieren, was euch persönlich am meisten fehlt, wenn ihr euch einsam fühlt.

Wer:
Mein Papa.

x 4 #170


R
@beside
Das ist genau die gleiche Erfahrung, die ich gemacht habe. Seit bei mir verschiedene neurologische Probleme diagnostiziert wurden, sind viele Freunde verschwunden, als hätte ich die Pest. In meinem Land gibt es ein Sprichwort: Wahre Freunde erkennt man in zwei Situationen – wenn man krank ist und wenn man ins Gefängnis kommt. Wer an deiner Seite bleibt, ist ein echter Freund; wer sich zurückzieht, war es nie.

x 2 #171


B
Zitat von Ryu:
ziehen sich die Leute oft zurück

Ich lerne auch Leute so kennen, da ich auch mal gerne Leute einfach so anrede, oder es ergibt sich durch meine Kunstaktionen. Aber ... ich habe es noch nicht durchblickt ... allle sagen zu, aber bisher hat sich nie wieder einer bei mir gemeldet. Da besteht auch die Option: Sind die Leute so sehr verlogen? Dass sie dich in freundlichster Kommunikation hinterlistig anlügen? Oder sind sie so kaputt, dass sie sich selbst blockieren? Aus meinen Erfahrungen kann ich nicht mehr sagen, die Menschheit ist OK, sondern die Menschheit ist kaputt.

x 1 #172


User_0815_4711
Zitat von Ryu:
und wenn es dann so weit ist, sich mit jemandem zu treffen, ziehen sich die Leute oft zurück.

Da hilft ein schnelles treffen. Was hilft monatelanges schreiben und Luftschlösser bauen?

x 1 #173


User_0815_4711
Zitat von Wildrose:
Mein Papa.

Kennst du den Roman "Contact" von Carl Sagan? Dort ist es genau so.

x 1 #174


Greta__
Mir fehlt manchmal meine verstorbene Hündin extrem.
Ich denke eh fast täglich an sie, aber an manchen Tagen zwingt es mich echt in die Knie. 😢😢

Ansonsten fehlen mir meine Kinder, sind ja beide Erwachsen, leben ihr Leben und wir sehen uns nicht so oft wie ich es mir als Mutter wünsche.

Meine beste Freundin wohnt 100 km entfernt, da fallen spontane Treffen leider aus. Gerade jetzt wenn das Wetter schöner wird merk ich das sehr oder "einfach" für Dinge wie Museum, Biergarten, Kino, Essen gehen.

x 2 #175


User_0815_4711
Zitat von beside:
Dass sie dich in freundlichster Kommunikation hinterlistig anlügen?

Wenn man das "hinterlistig" weglässt, stimmt es.
Kaum jemand macht das hinterlistig, aber die meisten sind zu gut erzogen, um einen eine Absage ins Gesicht zu sagen. Und "Vielleicht" heißt "Nein".

Die Menschheit hat sich durch das Smartphone sicher etwas verändert. "Everything everywhere at once". Das gab es vorher in der Menschheitsgeschichte noch nicht. Und es kommt nur raus, was drinnen steckt.

x 2 #176


R
Zitat von User_0815_4711:
Da hilft ein schnelles treffen. Was hilft monatelanges schreiben und Luftschlösser bauen?


Das hängt vom Gegenüber ab. Vielleicht möchtest du gleich zum Punkt kommen, aber wenn auf der anderen Seite nicht die gleiche Offenheit da ist, bleibt nur der Weg der kontinuierlichen Kommunikation. Und man darf auch nicht vergessen, dass diese Dating-Apps mittlerweile von Fake-Profilen überschwemmt sind, die einzig und allein darauf abzielen, Menschen zu betrügen.

x 1 #177

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User_0815_4711
Zitat von Ryu:
Vielleicht möchtest du gleich zum Punkt kommen, aber wenn auf der anderen Seite nicht die gleiche Offenheit da ist, bleibt nur der Weg der kontinuierlichen Kommunikation.

Ich würde sagen, dann dürfte es auch in Real und auf Dauer sowieso nicht passen. Kontakt zügig beenden - passt nicht.

x 1 #178


Feuerschale
Zitat von Ryu:
Dating-Apps vertraue ich nicht besonders. Erstens verlangen sie oft viel Geld für Abonnements, zweitens kann man auf gefälschte Profile stoßen, und wenn es dann so weit ist, sich mit jemandem zu treffen, ziehen sich die Leute oft zurück. Zumindest sind das, wenn man ein bisschen recherchiert, die häufigsten Erfahrungen.

Nee Dating Apps also in Richtung Partnerschaft meinte ich auch nicht.

Eher so Seiten für Kontakte in der selben Stadt, soweit ich weiß sind die kostenlos.
Und die Leute sind auch schneller greifbar.
Auf Dating sind bestimmt ein paar Fakes dabei und bis es mal real wird, wenn es mal real wird, hat man durch die Entfernung meist noch einen Ochsenritt und lernt die Leute auch nicht in der natürlichen Umgebung kennen...können auch noch weiter
faken ect...Nee also ich meinte so "new in town" ect Apps, weiß nicht genau wie die heißen, weil ich die auch nicht nutze.

Apps war ja jetzt auch nur ein kleiner Faktor von Dingen, neben Vereinen oder ähnlichem.

#179


Feuerschale
Zitat von beside:
Es ist so, dass dann nur die übrig bleiben, die nicht viel auf die Reihe kriegen. Das kann man denen nicht übel nehmen, aber sie zehren nur an einem und können nichts zurückgeben. Viel sind dann nur so Party-Freunde. Für Party OK, aber ansonsten zu nichts zu gebrauchen.

Du meinst die übrig gebliebenen Singles sind die, die für nichts zu gebrauchen sind? 🤔 Weil die anderen ja
Bindung, füreinander dasein irgendwie hinkriegen?

Ich wunder mich halt, dass Leute in Familien und Paarsituation sind und nicht daneben auch noch echte Freundschaften führen können...die sind halt irgendwie wie absorbiert dann. Als hängt da immer ganz groß das Schild "exklusiv" drüber und man darf nur für die Randbereiche in der 8. Priorität mal vorkommen.

Anders kenn ich es eigentlich nur von meiner Schwester, die hatte eigentlich immer so "open house" (auch mit Partner und später Kinder) und hat sich auch immer in andere Belange reingehängt so wie es eben ging.

@beside nur Partyfreunde, klar, das ist dann nicht viel...wenn man das weiß, ist es halt nur was zum ablenken oder für bessere Zeiten...

#180


A


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Dr. Reinhard Pichler
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