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Zitat von Feuerschale:die sind halt irgendwie wie absorbiert dann
Sie sind wie abgekapselt. Sie kapseln sich ab. Sie wollen mit andern nichts weiter zu tun haben. Sie streben nach Freunden, die genauso abgekapselt sind wie sie.
Ich kenne das aus übelst kleinbürgerlichen Kleinstädten. Da ist das extrem. Da geistern dann auch so Sachen herum wie "die Familie muss geschützt werden", "die Familie braucht einen Beschützer", ... sie muss vor allem vor sich selbst geschützt werden. Denn exakt in diesen abgekapselten Familien passiert die meiste Gewalt.
Aber, die Bestrebungen, die vor allem aus der Industrialisierung entstanden und entstehen, sind erfolgreich, da die Leute dazu verleitet werden diese selbst zu wollen, und letztendlich können auch nur sie diese am effektivsten selbst verwitklichen. Es ist die Indivisualisierung als eine Art Abkapselung eines jeden einzelnen Individuums. Dabei gilt "Familie" gleich wie "Single" jeweils als eine "Einheit", auf die die Industrie ihre Produkte in der Massenfertigung ausrichtet. Dabei geht es darum so viele wie mögliche Konsumenten-Einheiten zu bilden, die dann jeweils als eine Einheit konsumiert und nicht mit anderen teilt.
Die im 20. Jahrhundert sogenannte Konjunktur basierte auch auf dieser Vereinzelung, die wiederum ihren Vorläufer in der Parzellierung (Grundstücke) im 19. Jahrhundert hatte. Die Konjunktur parzellierte Wohnungen neu. Insbesondere in den Altbauten in Großstädten, die bis zu 20-Zimmer-Wohnungen waren. Da wurden 1-,2-3-Zimmerwohnungen draus. Zudem die Genossenschaftsbauten mit kleinen 60qm Wohnungen. Dann die Plattenbauten mit diesen 30qm Karnickelställen. Denn jetzt brauchte jede der einzelnen Wohnungen einen Herd, Kühlschrank und Waschmaschine (mit Ausnahmen derer mit gemeinsamer Waschküche). Das kurbelte die Wirtschaft immens an. Heute sind es die Smartphones - jeder eines.
Der Nebeneffekt: die so abgekapselten Individuen sind weitestgehend unfähig sich zu gruppieren um gemeinsam für ihre Rechte zu kämpfen. Dafür wurden Vereine und Gewerkschaften gegründet, bei denen ein jeder seinen Beitrag zahlen und sich unterordnen muss. Bei diesen hat nicht jedes Mitglied das Recht für die gesamte Gruppierung zu sprechen. Spricht es nur für sich, ist es raus aus der Gruppierung. Es hat nicht alle (unterstützend) hinter sich, sondern vor sich.
Die Leute reagieren auch vollkommen verwirrt, wenn ich ihnen anbiete ihnen bei ihrer Sache zu helfen ohne dabei einen Eigennutz zu haben. Das wurde ihnen sozusagen ausgeredet, dass es sowas nicht gibt und auch nicht geben darf. Das erste was sie dann machen ist eine primitive Art von Detektiv. Sie versuchen etwas über mich herauszufinden. Sie finden dann auch ganz gewiss und schnell etwas womit sie nichts zu tun haben wollen, weil auch das ihnen so eingeredet wurde. Die dabei entstehende Abneigung ist immens größer als die Unterstützung anzunehmen. Sie verzichten lieber, weil sie lieber keifen und sich abkapseln.
Das sind alles nur noch Konsummaschinen. Dabei werden sogar Kinder "produziert".
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