Hallo auch-einsam?
Vorab vielen Dank für dein sehr detalliertes Feedback...du bist auf sehr vieles eingegangen. Das zeigt mir , dass du sehr aufmerksam bist und nicht oberflächlich. Das gefällt mir.
Zitat:Fernab von "Opferrolle" erlaube ich mir auch Zeiten des Trauerns, Weinens, "Jammerns"... das möchte ich nicht missen - ich bin doch keine dauerglückliche und ständig funktionierende Maschine...
Trauern , weinen und jammern..erlaube ich mir auch. ich finde das dann sogar total wichtig..mir es bewusst zu erlauben.
Nur ich will keine Opferrolle mehr..in der ich mich hilflos ausgeliefert fühle ( was ja trotzdem ab und zu immer mal wieder vorkommen kann)
dagegen will ich einfach üben was zu tun. Als Opfer bin ich hilflos/gelähmt und ausgeliefert...sehe ich mich nicht als Opfer kann ich aktiv was tun.
Ich kann mir erlauben zu trauern und zu jammern, ohne mich so schnell wie früher darin zu verlieren. Ich kann dann stoppen und aktiv mich etwas anderm zuwenden. Das klappt nun mit immer mehr Übung immer besser. Darüber bin ich froh...denn ich hasse diese Zustände wo ich mich ausgeliefert fühle.
Du schreibst die Worte " es passt nicht" triggern dich. Magst du das etwas nährer erklären?
Wenn für mich etwas nicht passt, so besagt das ja nicht...dass ich die Person nicht mehr mag. Aber ich muss für mich sorgen.
Ich möchte auch nciht , dass ein anderer sich verbiegt...nur damit es wieder passt. Natürlich rede ich auch mit dem jenigen darüber...damit er weiß was und warum sich die Beziehung für mich sich geändert hat.Und so können wir loslassen...ohne uns böse zu sein. Im Gegenteil..es ist Verstehen und Akzeptanz vorhanden. Ich denke reden ist wichitg..ehrlich mit sich und anderen sein..ist wichtig.
auch-einsam? hat geschrieben:
Zitat:Trotzdem ist immer wieder eine Sehnsucht da nach menschlicher Begegnung - und ich glaube dieser letzte Rest wird auch noch bleiben bzw. den will (oder kann?) ich mir gar nicht selbst erfüllen.
ich denke das ist auch ganz natürlich..es würde mir zu denken geben, wenn es nicht mehr so wäre.
Nur....unter menschlicher Begegnung kann man vieles verstehen.
auch-einsam? hat geschrieben:
Zitat:Welche Auswirkungen hat es für Dich, wenn Du diesen Gedanken denkst, dass es "immer ein Wunschdenken bleiben wird"?
Ich könnte mir vorstellen, dass es Dich einerseits entspannt, weil Du Deine eigene Kraft erkennst, für Dich etwas zu tun.
Auf der anderen Seite finde ich, dass dieser Gedanke auch dazu führen kann, dass man seine Wirkung auf die Gesellschaft - als Teil der Gesellschaft - nicht voll ausschöpft. (wobei ich dazu für mich auch noch nach geeigneten Wegen suche)
Es hat die Auswirkung, dass ich akzeptieren und nun besser damit leben kann, dass es völlig *normal* ist, dass jeder seine Grenzen hat.
Dass mich die Grenzen des Anderen..aber nicht für mich selber einschränken oder begrenzen, sondern der Andere nur seine Grenze mir auf zeigt.
Ich habe früher Tolleranz mit Wertschätzung verwechselt. Bzw ich war abhängig von der persönlichen Wertschätzung eines Anderen mir gegen über. Was mich unsicher machte..und mir selber ein negatives Bild von mir bestätigte. Heute kann ich es besser ertragen, wenn jemand mich nicht tolleriert und dadurch nicht wert schätzt. Weil ich inzwischen in mir stabiler werden konnte. Zu mir stehen..mit Ecken und Kanten.
Zumindest zu den Meisten Ecken und Kanten/Macken und das immer öfter

auch-einsam? hat geschrieben:
Zitat:Hmmm, ja, das ist natürlich doppeldeutig. Beziehungen positiv zu gestalten ist etwas, was ich persönlich nicht aufgeben möchte - aber damit "Ziele" für sich zu erreichen oder "Forderungen" zu stellen, ist eher nicht günstig... Schwieriger Mittelweg...
Ich denke der Mensch hat immer irgendwelche Ziele, Motive und auch Erwartungen bzw insgeheime *Forderungen*.....mal mehr mal weniger bewusst.
was wissen wir schon..was da unbewusst alles abgeht ?
Sich selbst kennt man nicht genau...wie soll man da andere kennen? darum ist es nicht so einfach mit dauerhaften glücklichen Beziehungen.
Schon die Beziehung mit sich selber, ist ja nicht immer gleich gut oder schlecht. Jedenfals ist das bei mir so.
Übrigens vetrete ich auch noch die Auffassung...dass alles was uns begnet..nur einen Sinn erfüllen soll...nämlich sich selber zu erkennen und zu lernen...um sich zu entwickeln. Nach eigenem Tempo, so wie man es eben kann. Von daher sind wohl nicht mal "negativ sich anfühlende" Begegnungen Sinnlos.
Lieben Gruß zurück

morla