Pfeil rechts
17

[Nein, ich bin nicht Auch-einsam?. Ich evolviere seinen Strang.]

Befund:
Die Leute sind isolierter denn je, aber nicht, weil es technische Mittel (SmartPhones) gibt, die es Ihnen erlauben, sondern, weil sie sich überhaupt nicht mehr für einander interessieren.
Man WILL und MUSS sich isolieren und will nichts mehr mit dem anderen zu tun haben, weil...
...man unter ständiger Konkurrenz steht.

Diagnose:
Neue Leute = neue Konkurrenz deshalb ist es am Besten
keine Leute = keine Konkurrenz

Würde man durch Kontakte wirklich profitieren, wären die Bestrebungen nicht so stark sich zu isolieren.

Sind Kontakte heute nicht mit
-mithalten müssen [Ausbildung, Geld, Kontakte .....]
-den Erfolgreichen mimen
-bloss keine Schwächen zeigen
-Probleme haben nur die Anderen
-tausend Ansprüchen verbunden?
[Markenklamotten, neues Smartphone, teures Auto, guter Berf, gute Familiensituation, gutes Aussehen und und und und]

etc etc

verbunden?

Was passiert, wenn man den Ansprüchen der Gesellschaft nicht gerecht wird? Ihr wisst es alle.

Wer braucht schon solche Kontakte? Ich? Nein, danke. Ihr? Auch nicht.

Das Problem ist, dass Kontakte/Freunde heute bloß ein zusätzlicher Stressfaktor sind.
Um diesem zu entkommen, hängen alle vor der Glotze, dem PC, ihrem Smartphone und sonstigen Parallelwelten.

Ursache:
Alles, was im eigenen Leben nicht stimmt, wird einem als persönliches Versagen in die Schuhe geschoben.
Dass man vielleicht das Beste aus seiner Situation gemacht hat, vielleicht nie mehr drin gewesen ist, das interessiert nicht.
Es wird immer an absoluten gesellschaftlichen Massstäben aus den Medien verglichen, anstatt die relative Entwicklung in Bezug auf die eigene Ausgangssituation zu betrachten.

Vielleicht ist man ein gesellschaftlicher Versager, hat aber trotzdem das Maximum aus seinem Leben, seinen Startbedingungen gemacht...? Wer honoriert das? Wer wertschätzt so etwas?

Beispiel:
Person A:
Jemand, der in einer reiche und funktionierende Familie geboren wird und im Anschluß ein gutes Leben führen kann, wird angehimmelt, obwohl er im Grunde ins gemachte Nest geboren wurde.

Person B:
Jemand, der ins Gegenteil geboren wird und trotzdem etwas aus seinem Leben macht, aber natürlich wegen der unterschiedlichen Ausgangssituation nicht im Ansatz auf das Level von Person A kommt, bekommt nicht einen Bruchteil der Wertschätzung von Person A, obwohl er relativ gesehen mehr machen musste, mehr gemacht.

Die Ursache des Problems liegt darin, dass unsere Wertmaßstäbe nur absolut sind, aber nie relativ. Ursache? Dummheit?

Therapie:

Solange Kontakte sich auf gegenseitiges Rumprolen, Vergleichen, Konkurrieren reduzieren lassen, wird sich nichts ändern. Was hast du, was habe ich? Solange Menschen sich unter Tierniveau bewegen, wird man ihnen auch weiterhin Haustiere und Isolation vorziehen.

Akstrakter:
Die Lösung ist: Kooperation und Altruismus.

Habt ihr diese Worte in den letzten Jahren einmal gehört? Ich leider auch nicht.

Prognose

Ich sehe das Ganze sehr pessimistisch, denn, wenn man mitkriegt, wie selbst hier in diesem Forum dieselben zersetzenden Mechanismen funktionieren, die uns überhaupt erst in dieses Forum getrieben haben...
...bleibt für Hoffnung überhaupt kein Raum.

19.05.2014 10:54 • 06.10.2014 x 4 #1


37 Antworten ↓


Wieder einer dieser überflüssigen, weil pauschalisierenden Themen. Wer ist man, wer sind die Leute, für wen sprichst du?
Suchst du Schuldige und damit Gründe oder willst du was ändern?

Ich finde das so pessimistisch- anklagend. Die Prognose hast du ja auch schon fertig.

Wünsche dir dann mit der Einstellung ein schönes Leben!

(Vielleicht hinterfragst du ja doch noch mal warum du das so siehst und ob es wirklich so ist)

19.05.2014 11:06 • #2



Warum gibt es wenig Kontakte unter Einsamen? Teil II

x 3


Zitat von Kern12:
Solange Kontakte sich auf gegenseitiges Rumprolen, Vergleichen, Konkurrieren reduzieren lassen, wird sich nichts ändern. Was hast du, was habe ich? Solange Menschen sich unter Tierniveau bewegen, wird man ihnen auch weiterhin Haustiere und Isolation vorziehen.


Ich habe das noch nie so empfunden und für mich stellt sich die Situation ganz anders da.

Dank und durch meine Phase der sehr akuten Angsterkrankung, nebst Depression und usw... habe ich mich zunehmend isoliert und hatte am Ende kaum noch Kontakte, geschweige denn Freunde. Einen ja, aber der war weit weg und nur alle paar Wochen mal über Skype zu erreichen.

Freunde suchen, Kontakte finden - das ist mit vielen Enttäuschungen verbunden. Vor allem, wenn die eigene Erwartungshaltung vom Gegenüber nicht erfüllt wird oder werden kann. Suchen wir nicht alle Menschen, die mit uns auf einer Wellenlänge liegen? Und wie viele Menschen da draussen mag es wohl geben, die das tun? Es ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Aber je niedriger die Frustrationstoleranz, desto höher ist, glaube ich, die Bereitschaft alle Menschen in einen Topf zu werfen und zu sagen geht nicht, weil, die sind alle doof und ich bin nicht so toll, kann nicht mithalten.

Aber die Konkurrenzsituation entsteht im eigenen Kopf, nicht von aussen und frustriert zunehmend, wenn man diesem Gedanken nicht Einhalt gebietet, weil er weniger mit der Realität zu tun hat, als mit dem eigenen Brett vor dem Kopf. Wenn ich in mir ruhe und mit mir zufrieden bin, sind auch zwischenmenschliche Kontakte sehr viel fruchtbarer, weil ich selbst mich nicht in eine Konkurrenz setze und dann geht es in erster Linie darum, wer ich bin und nicht was ich für ein Auto fahre, was ich für einen Job habe und wo ich wohne.

Einsamkeit führt zur Verminderung des Selbstwertgefühl, vielleicht auch zu einer Form der Aggression, durch die Frustration und dann ist es natürlich leichter den Fehler bei den anderen zu suchen, bei der Gesellschaft und überhaupt. Um den Teufelskreis zu durchbrechen muss man aber erstmal lernen, dass es gar keinen Fehler gibt und das man in erster Linie selbst in der Hand hat, wie man sein Leben führt.

22.05.2014 09:17 • #3


Zitat von Kern12:
[Nein, ich bin nicht Auch-einsam?. Ich evolviere seinen Strang.]

Befund:
Die Leute sind isolierter denn je, aber nicht, weil es technische Mittel (SmartPhones) gibt, die es Ihnen erlauben, sondern, weil sie sich überhaupt nicht mehr für einander interessieren.
Man WILL und MUSS sich isolieren und will nichts mehr mit dem anderen zu tun haben, weil...
...man unter ständiger Konkurrenz steht.

Diagnose:
Neue Leute = neue Konkurrenz deshalb ist es am Besten

hallo

finde deine ansichten gut.
kontakte haben, hat zum teil schon mit geld zu tun.
mit manchen leuten kann man nicht mithalten, andere wieder haben kein geld, um in`s cafe zu gehen.
auch sondern sich viele ab. sie sitzen nur noch vorm fernseher.
ich finde die sonntage zum kotzen, obwohl ich manchmal alleine was unternehme.
auch lädt keiner den anderen zu sich nach hause ein.

LG
















finde deinen

Würde man durch Kontakte wirklich profitieren, wären die Bestrebungen nicht so stark sich zu isolieren.

Sind Kontakte heute nicht mit
-mithalten müssen [Ausbildung, Geld, Kontakte .....]
-den Erfolgreichen mimen
-bloss keine Schwächen zeigen
-Probleme haben nur die Anderen
-tausend Ansprüchen verbunden?
[Markenklamotten, neues Smartphone, teures Auto, guter Berf, gute Familiensituation, gutes Aussehen und und und und]

etc etc

verbunden?

Was passiert, wenn man den Ansprüchen der Gesellschaft nicht gerecht wird? Ihr wisst es alle.

Wer braucht schon solche Kontakte? Ich? Nein, danke. Ihr? Auch nicht.

Das Problem ist, dass Kontakte/Freunde heute bloß ein zusätzlicher Stressfaktor sind.
Um diesem zu entkommen, hängen alle vor der Glotze, dem PC, ihrem Smartphone und sonstigen Parallelwelten.

Ursache:
Alles, was im eigenen Leben nicht stimmt, wird einem als persönliches Versagen in die Schuhe geschoben.
Dass man vielleicht das Beste aus seiner Situation gemacht hat, vielleicht nie mehr drin gewesen ist, das interessiert nicht.
Es wird immer an absoluten gesellschaftlichen Massstäben aus den Medien verglichen, anstatt die relative Entwicklung in Bezug auf die eigene Ausgangssituation zu betrachten.

Vielleicht ist man ein gesellschaftlicher Versager, hat aber trotzdem das Maximum aus seinem Leben, seinen Startbedingungen gemacht...? Wer honoriert das? Wer wertschätzt so etwas?

Beispiel:
Person A:
Jemand, der in einer reiche und funktionierende Familie geboren wird und im Anschluß ein gutes Leben führen kann, wird angehimmelt, obwohl er im Grunde ins gemachte Nest geboren wurde.

Person B:
Jemand, der ins Gegenteil geboren wird und trotzdem etwas aus seinem Leben macht, aber natürlich wegen der unterschiedlichen Ausgangssituation nicht im Ansatz auf das Level von Person A kommt, bekommt nicht einen Bruchteil der Wertschätzung von Person A, obwohl er relativ gesehen mehr machen musste, mehr gemacht.

Die Ursache des Problems liegt darin, dass unsere Wertmaßstäbe nur absolut sind, aber nie relativ. Ursache? Dummheit?

Therapie:

Solange Kontakte sich auf gegenseitiges Rumprolen, Vergleichen, Konkurrieren reduzieren lassen, wird sich nichts ändern. Was hast du, was habe ich? Solange Menschen sich unter Tierniveau bewegen, wird man ihnen auch weiterhin Haustiere und Isolation vorziehen.

Akstrakter:
Die Lösung ist: Kooperation und Altruismus.

Habt ihr diese Worte in den letzten Jahren einmal gehört? Ich leider auch nicht.

Prognose

Ich sehe das Ganze sehr pessimistisch, denn, wenn man mitkriegt, wie selbst hier in diesem Forum dieselben zersetzenden Mechanismen funktionieren, die uns überhaupt erst in dieses Forum getrieben haben...
...bleibt für Hoffnung überhaupt kein Raum.

24.05.2014 17:23 • #4


Sherry Turkle: Connected, but alone?


18.07.2014 20:03 • #5


Hallo Kern,
auch wenn Dein Beitrag schon etwas älter ist, so trifft er doch in vielfacher Sache den Kern. Einiges möchte ich noch ergänzen:

Anscheinend gibt es Menschen, die eine gewissen Gleichgültigkeit gegen ihre Umwelt entwickelt haben, die selbst sehr anpassungsfähig sind solange es ihrem eigenem Vorteil dient.

Auf der anderen Seite gibt es die, die Kontaktschwierigkeiten haben. Je nach Ausprägung führt das unweigerlich in die Einsamkeit und schließlich in eine Depression.

Diese Kontaktproblem-Menschen - und dazu zähle ich mich auch - haben in der Vergangenheit die Erfahrung machen müssen, daß man nur geliebt und bewundert wird, wenn man der Geber ist. Konkret also immer ein offenes Ohr hat, anderen gegenüber hilfsbereit ist, geldbehaftet und ungeizig ist. Diese Freundschaften enden für die Nehmer sehr schnell, wenn der Geber plötzlich eigene Probleme hat und er selbst Unterstützung braucht. Da werden von einen Tag auf den anderen Kontakte abgebrochen, die Nehmerfreunde melden sich nicht mehr, sind nicht mehr erreichbar, wechseln die Straßenseite, wenn man in der Nähe ist.

Wir Gebertypen merken also, daß wir ausgenutzt worden sind, ja sogar, daß wir zu einem beliebig austauschbaren Gegenstand degradiert worden sind. Nun kann das so ein-, zweimal passieren und das steckt man auch weg. Geschieht das Ausnutzen jedoch häufiger, wird man selbst vorsichtiger. Man fängt an, anderen Menschen gegenüber misstrauisch zu werden. Also Folge schottet man sich immer mehr ab und flieht in Parallelwelten (TV, Computer) in denen noch heile Welt gespielt wird.

An diesem Punkt zu stehen, bedeutet krank zu sein. Einsam, allein gelassen, ja direkt nutzlos.

Nun gibt es die tollen Tips der Seelsorger und diverser Webseiten, die ich alle in der Luft zerreißen könnte:
1. Raus gehen in die Natur - ganz ok, um abzuschalten. Macht alleine keinen Spaß, da kein Ansporn vorhanden
2. Sich ehrenamtlich engagieren - also auf deutsch arbeiten für umsonst. Normalerweise gerne, da man damit zum Helfer wird und sich ggf. Anerkennung abholen kann. Jedoch wird diese Ehrenamt mittlerweile so schamlos ausgenutzt, daß gerade für soziale Einrichten und im Bildungswesen eine Heerschar von Freiwilligen Aufgaben der freien Wirtschaft und des Arbeitsmarktes übernimmt. Ich könnte da mehrere Beispiele nennen, in denen Arbeitgeber ihre Lohnkosten durch Ehrenamtlich wunderbar reduzieren konnten. Im Klartext bedeutet Ehrenamt nichts anderes als wieder ausgenutzt zu werden.
3. Ins Fitness-Studio gehen - top, das bringt Muskeln und einen schönen Körper. Aber Kontakte knüpfen? Da gibt es wirklich nur Guten Tag und Auf Wiedersehen oder Kannste mal erklären. Jedoch keine persönlichen/privaten Gespräche. Die beinahe Anonymität.
4. In einen Verein eintreten - also bitte, ich bin noch lange kein Rentner. Und ich habe definitiv keinen Bock auf Rudelbesäufnisse im Schützenverein oder Rentner-Kaffeeklatsch mit langweiligen Geschichten im Heimatverein, daß unser Dorf schon 100x abgebrannt ist.
5. Gehen Sie ins Tierheim und führen Sie einen Hund aus - hat man dafür Worte?! Als Mensch sucht man den Kontakt zu anderen Menschen, zu Gleichgesinnten. Ich kann mit dem Hund nicht über meine Sorgen reden und ich kann das dämliche Vieh auch nicht mit auf eine Konzert nehmen! (Sorry Hundebesitzer, das geht nicht gegen Hundefans, das geht nur gegen diesen hochgradig bescheuerten Tip Nr. 5)

Die Lösung von Einsamkeit und Kontaktproblemen?
Kooperation und Altruismus das hast Du völlig richtig erkannt. Aber genau für diese Dinge in in der heutigen Ego-Gesellschaft kein Platz. Es bleibt nur ein vorsichtigen Umhertasten, um vielleicht noch einen anderen Menschen zu finden, der ähnlich denkt und handelt.

Lotto zu spielen, ist da erfolgreicher.

Viele Grüße

20.07.2014 21:31 • x 4 #6


Hallo Taros,

traurig aber wahr! Irgendwie sprichst du mir damit aus der Seele!

Bei mir hat sich die Einsamkeit nach einem Schicksalsschlag erst über das letzte Jahr hinweg entwickelt. Dabei bin ich eigentlich sogar recht kontaktfreudig - echte Freunde bringt mir das zur Zeit trotzdem nicht ein.

Die tollen Tipps der Experten erachte ich auch als überwiegend nutzlos. Ich gehe zweimal die Woche zum Sport, da sind zwar ein paar nette Gespräche und Bekanntschaften bei rausgesprungen aber Freundschaften sind auch hier Fehlanzeige. Auch einen Sportverein habe ich schon ausprobiert aber dann festgestellt, dass Zwangsgemeinschaften mir persönlich nichts bringen. Ich möchte meine Zeit ja schließlich mit Leuten verbringen, die ich wirklich mag, so wie sie sind, und umgekehrt.

Und überhaupt ist es sehr schwierig wirklich aktiv zu werden wenn man erstmal im Kreislauf aus Einsamkeit und Depressionen drin steckt. Sich dann auch noch aufzuraffen und ganz alleine rauszugehen, wo man dann auch noch die ganze Welt in scheinbar guter Gesellschaft sieht, macht mich persönlich eher traurig...

Ich habe das Gefühl, manche Mensche fallen in unserer so moralisch korrekten Gesellschaft einfach durch das Raster - einfach weil sie persönliche Probleme haben, mit denen sich niemand befassen möchte, oder weil sie anders sind. Offen zugeben würde das natürlich niemand innerhalb der genormten Gesellschaft...

Viele Grüße,

Jagony

21.07.2014 09:13 • x 2 #7


Hallo Jagony,

ja Du hast recht mit dem Raster. Es wahnsinnig viele Löcher.
Der typische Deutsche trinkt B. in Massen, er ist Fußball-Fan, es hat den Tatort und Rosamunde Pilcher zu lieben, er hat die Musik von Andrea Fisch und Helene Berg zu lieben. Er fährt ein deutsches Auto und macht brav sein Kreuz bei schwarz oder rot. Er hat ein Idealgewicht und ist auf zwei Beinen unterwegs.

Es ist doch so einfach, wenn man dazugehören will! Man muß sich nur zusammenreißen und sich anpassen.

Aber wir Menschen sind nun einmal Individuen - niemand sollte das recht haben, jemanden aufgrund seines Äußeren oder seiner Eigenschaften zu kritisieren. Und doch wird es getan, mehr noch es wimmelt förmlich von Ausgrenzungen. Natürlich nicht offiziell, nein wir sind ja ein demokratischer Staat. Das geschieht viel unterschwelliger. Wie viele Gehwege, Geschäfte und Einrichtungen in den Städten und Gemeinden sind barrierefrei? Ach ja, es fehlt ja an Geld um alles umzubauen.

Wie viele Läden haben Klamotten in Größen jenseits XXL? Das kommt ja eh aus Fernost, da sind die Menschen nicht so dick.

Wieso gibt es Public Viewing nur zur Fußball-WM der Männer? Welcher UKW-Radiosender spielt Punk, Ska oder Metal? Wieso laufen anspruchsvolle Filme im TV erst nach 2 Uhr morgens? Warum verdienen Ossis weniger als Wessis, wenn die Lebenshaltungskosten unter dem Strich nahezu gleich sind? Warum werden Asylbewerber in marode Gebäude fernab der Zivilisation gesteckt? Wieso prügeln Polizisten jahrelang auf Atomkraftgegner ein, wenn seit über 30 Jahren eindeutig belegt ist, daß das Lager ungeeignet und gefährlich ist? Wieso, warum, weshalb - diese Liste kann man sehr lange fortsetzen.

Es braucht irgendwie ein Umschwenken in unserer Gesellschaft. Ich habe das Gefühl, daß alle Einsamen hier weder zu blöd, noch unsozial sind. Wir entsprechen in irgendeiner Eigenschaft nicht dem Ideal. Einem Ideal, das sicherlich durch Medien, Werbung und Politik in die Köpfe der Menschen gewaschen wurde. Diejenigen, die noch alle Sinne beisammen haben, die eine hohe Werteorientierung haben, die individuell sind, werden als Spinner oder krank dargestellt. Sie werden gemieden und ausgeschlossen. Man begegnet ihnen mit Kopfschütteln, Verständnislosigkeit und Spott.

Viele Grüße

21.07.2014 15:18 • x 3 #8


Vielleicht bin ich mit meinem letzten Posting etwas über das Ziel hinaus geschossen. Natürlich ist Individualität ein wichtiger Bestandteil eines jeden Menschen. In einer Partnerschaft bzw. Freundschaft sind jedoch Verständnis für den anderen, Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme wichtig. Es kommt darauf an, eine optimale Mischung aus gemeinsamen Aktivitäten und individuellen Freiräumen zu finden.

21.07.2014 18:50 • x 1 #9


boomerine
Hallo ihr beide, Jagony und Taros, ihr beiden sprecht mir aus der Seele, es ist genauso wie ihr es beschreibt. Für mich im Moment ein großes Beispiel : fragt doch mal jemanden wie geht es dir ? du bekommst Antworten von A - Z. aber kommt die Gegenfrage zurück ? NEIN. Obwohl man es dir ansieht das es dir Sch...... geht. Du interessiert dich für das Befinden für andere, aber besteht für dich das gleiche Interesse ? NEIN, diese Erfahrung mache ich gerade wieder durch, und das ist verdammt schmerzhaft. Weil es mir wirklich bescheiden geht, nicht mal die Familie interessiert es. Nur noch ICH ICH und nochmals ich. Ich bin im Moment nur noch von EGOISMUS umgeben.

22.07.2014 10:21 • x 2 #10


boomerine
Wie viel hat das Alleinsein, mit Einsamkeit zu tun ? Wie viel hat die Einsamkeit mit Egoismus zu tun ? Nicht der eigene Egoismus, sondern der anderen, denken die auch an das, das sie mit ihren Egoismus, bestimmte Menschen sehr hart treffen können. Wenn es mir schon nicht gut geht, warum muss ich da extra noch drauf treten ? Warum kann man da nicht helfen ? Es kostet doch nichts ? Wird das mit Absicht getan ? Oder mit dem kann man es machen ? Ich komme wahrscheinlich vom Thema ab, aber ich verbinde beides miteinander, weil es doch so nahe liegt, könnt ihr es mir erklären ? Ich kämpfe im Moment ganz stark mit dem Thema.

24.07.2014 17:17 • #11


Wieviel hat die Einsamkeit mit Egoismus zu tun ?
--Für mich ist die Einsamkeit eine Folge des Egoismus.


Nicht der eigene Egoismus, sondern der anderen, denken die auch an das, das sie mit ihren Egoismus, bestimmte Menschen sehr hart treffen können. Wenn es mir schon nicht gut geht, warum muss ich da extra noch drauf treten ?
--Es heißt ja nicht umsonst Konkorrenz-KAMPF

Wird das mit Absicht getan ?
--definitiv. Dein Nachteil, ist ihr Vorteil.

Oder mit dem kann man es machen ?
--Sicher. Deshalb heißt es doch nach oben buckeln, nach unten treten.
Zu Vorgesetzten, höher gestellten sind alle total lieb und nett

24.07.2014 17:23 • #12


boomerine
Hallo Kern, und wie geht man damit um ? Lernt das man das auch noch mit einem bestimmten Alter ? ohne das man dabei vor die Hunde geht.

24.07.2014 17:39 • #13


Was Kern sagt, deckt sich auch mit meinen alltäglichen Erfahrung die ich so mache, dabei versuche ich mich jetzt schon so lange vom Gegenteil zu überzeugen, einfach nur um ein besseres Lebensgefühl zu bekommen. Die Hoffnung hab ich noch nicht aufgegeben.

24.07.2014 18:56 • #14


Dubist
Manche müssen nicht mal pip sagen und kommen schon an und andere tun dies und das und bekommen keine Kontakte.
Man fühlt sich irgendwann echt wie der letzte Dreck und es dauert lange bis man sich wieder aus dem nichtselbstgemachten Schlamm rauszieht.


ich habe viele jahre harte Arbeit gebraucht bis ich sagen konnte ich brauche euch nicht(mehr).
Dies ist eine grosse Befreiiung.
Wär ich damals von meinem schwierigen partner gegangen, wäre ich heute mit Sicherheit noch mutterseelenallein.
So hab ich einfach mit dem was da war versucht das beste draus zu machen.
Es ist wie schon am Anfang besprochen, viel schwieriger wenn man sehr schwere Startbedingungen hatte.
Es gibt allerdings auch fette Leute um die sich die Leute reißen.
wie hübsche die nur als Bedrohung angesehen werden.
Reiche die niemand haben und arme die Leute haben.
Aber stimmt schon, die Reichen haben normalerweise viele Kontakte.


so ich muss jetzt mein Schreiben für heute beenden.

25.07.2014 13:16 • #15


hallo,

muß hier jetzt auch mal meinen Senf dazu geben- die wurst könnt ihr behalten, ich bin Vegetarier


aus meiner sicht habt ihr alle recht - und unrecht! wie das leben halt so ist....

in bezug auf sog. tipps von Therapeuten o.ä. ( um noch mal darauf einzugehen)
also so von wegen Tierheim, Ehrenamt, Fitness Studio etc.

das ist grundsätzlich nicht soo verkehrt!

ich war vor vielen jahren oft im Tierheim und bin mit Hunden Gassi gegangen( mehr konnte ich leider nicht). ich liebe Hunde und fand das absolut toll. ich tat dies für mcih und die armen Hunde. nicht um leute kennenzulernen. was ich dann aber habe. und das war insofern toll, weil es menschen waren die Tiere mochten. das ist wichtig für mich.

Fitness Studios im Gegensatz dazu reizen mich nicht annähernd. ist nicht mein ding. insofern wären evtl. die menschen dort auch nicht mein beuteschema. ich hätte keine lust mich ständig darüber zu unterhalten.

und ja, ich bin mittlerweile so egoistisch mir herauszunehmen welche menschen ich interessant finde oder nicht. mir ist die gleiche Wellenlänge sehr wichtig. und auch gleiche Interessen!

aber zurück zu oben genannten: im Moment komme ich kaum aus dem haus( Ängste). weder in ein Tierheim etc. sprich im Moment würde mir so ein ratschlag soviel nutzen wie ein platten am rad.

es gibt keine allgemein- Formeln! für nichts im leben!

finde heraus was DIR etwas bringt.

ich habe mir vor ein paar jahren z.b. wieder das Motorrad fahren erkämpft. erst mit meinem Partner und nie weit weg. das tat soo gut. nach so langer zeit der Frustration. ich hab mich sprichwörtlich gefreut wie ein kleines Kind. dann bin ich immer öfter alleine raus. jahre später- kein Partner mehr- habe ich dann festgestellt, nachdem ich hie und da mit einem freund oder Freundin raus bin. hmm, ich glaube ich fahre lieber alleine. war ein ganz neues und tolles Erlebnis für mich. ich bin ganz tief in die natur- und habe in dieser meine ruhe und auch glück gefunden.
dann hab ich mich irgendwann doch etwas einsam gefühlt. hab mich dann aufgerafft und mich mit einer Motorrad gruppe ( Internet Präsenz) getroffen. ich war DER total aussenseiter! die hatten Motorrad Klamotten so viel hat mein Moped nicht gekostet! echt! helme die teurer waren als meine warm- Monatsmiete. hihi...da muß ich schon wieder lachen eigentlich. naja, im grunde ging es dann auch dauernd nur um Anschaffungen, noch neuere und teuere Motorräder und wer sein mopped nach Australien schiffen läßt etc.
da ich aufgrund meiner langjährigen Erkrankungen aber lange arbeitslos war, habe ich mir nichts auf seite legen können ( wäre jetzt alles eine längere geschichte..) und stehe finanziell eher mau da. tja, was macht man dann. ICH hatte kein Problem damit, dass die anderen mehr Geld hatten. ist mir nicht so wichtig. aber dennoch habe ich mich immer am rande gefühlt- nicht dazu gehörig. und das war ja genau das was ich wollte! außerdem hatte ich bei denen nicht mehr das gefühl dass es ums Motorrad fahren geht, sondern um andere dinge.
naja, ich bin dann irgendwann lieber wieder alleine gefahren- das war ein wesentlich besseres gefühl als sich immer ein wenig mangehlhaft vorzukommen. was ja völliger Blödsinn ist. aber man ist halt doch ein Herdentier ob man will oder nicht.

ein paar Wochen später habe ich gezielt eine anzeige geschaltet, mein altes mopped und die Natur erwähnt und das ich leidenschaftlich gerne Motorrad fahre und nicht die hälfte der tour im Wirtshaus sitzen will.

von 10 Zuschriften, 5 getroffen sind dann 2 ganz tolle menschen übrig geblieben!

tja, alles super oder?

jaja, wie das leben so spielt: mir ist letztes jahr jemand ins Motorrad gefahren- totalschaden. der eine mensch ist ins Ausland, der andere hat neue Freundin und neuen job- und jetzt keine zeit mehr.....................

und ich habe seit ein paar Wochen wieder voll die panikattcken und kann mir Motorräder nur schön im Internet angucken!

die Moral von der geschicht: life is a f...... b.....

28.07.2014 09:55 • #16


Dubist
Ahimsa, danke für deinen wertvollen Bericht.
Ich finde es klasse wie du geschrieben hast und ich denke ne Menge Leute würden sich nach so einem netten Menschen wie dir die Finger abschlecken.
Aber wie das Leben so spielt sitzen die wie ich hier auch grad weit, weit weg von dir.
Ich sag immer, es gäbe Leute die mich von Herzen mögen würden. Aber nicht unbedingt hier um die Ecke!


Geld spielt leider auch eine Rolle, auch schon bemerkt.
Auch wenn mir das auch egal ist, wenn jemand viel hat.
Es wird dann leider unpassend, wenn man nicht mithalten kann und das ja auch eigentlich gar nicht möchte.
Aber müßte, aus der Situation heraus.
Und deshalb scheitern eben auch manche Freundschaften am Geld....



so ist das eben.



Liebe Ashima und wenn man nicht rausgeht lernt man eben auch niemand kennen, das ist auch der Punkt.
Es sei denn übers Internet.
Aber da kann man Pech wie auch glück haben.


Ich wünsche dir einfach heute ganz viel Sonne ins herz

29.07.2014 08:24 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

boomerine
Liebe Ashima, man braucht zu rausgehen kein Geld, geh an die frische Luft, lächle etwas, du wirst sehen was du zurück bekommst, ( ich habe damit positive Erfahrungen gemacht ) es geht nicht von heut auf morgen, aber es tut es etwas mit der Zeit, setz dich zum bsp. zu einer ältern Oma auf die Bank, ihr kommt ins Gespräch, du wirst sehen wie das gut tut. Es ist ein Anfang. Mit Hundebesitzern tut man sich leichter. Es sind alles Kleinigkeiten und die führen dich auf den Weg. Glaub daran und es wird alles wieder gut, auch für dich wird die Sonne wieder scheinen. Was natürlich auch gut tut hier im Forum dir deine Sorgen und Probleme von der Seele zu schreiben, es sind immer wieder hilfreiche Tipps mit dabei, die man sich durch den Kopf gehen lassen kann, ob man sie annimmt oder nicht das bleibt die überlassen. lg boomerine

29.07.2014 17:57 • #18


Dubist
Zitat von boomerine:
Liebe Ashima, man braucht zu rausgehen kein Geld, geh an die frische Luft, lächle etwas, du wirst sehen was du zurück bekommst, ( ich habe damit positive Erfahrungen gemacht ) es geht nicht von heut auf morgen, aber es tut es etwas mit der Zeit, setz dich zum bsp. zu einer ältern Oma auf die Bank, ihr kommt ins Gespräch, du wirst sehen wie das gut tut. Es ist ein Anfang. Mit Hundebesitzern tut man sich leichter. Es sind alles Kleinigkeiten und die führen dich auf den Weg. Glaub daran und es wird alles wieder gut, auch für dich wird die Sonne wieder scheinen. Was natürlich auch gut tut hier im Forum dir deine Sorgen und Probleme von der Seele zu schreiben, es sind immer wieder hilfreiche Tipps mit dabei, die man sich durch den Kopf gehen lassen kann, ob man sie annimmt oder nicht das bleibt die überlassen. lg boomerine


Es kommt drauf an wohin man geht.

29.07.2014 17:58 • #19


hallo,

vielen dank für eure beiträge!

@du bist: wow, was für nette worte! vielen herzlichen dank! das geht runter wie sahne! darf ich mir deine worte übers bett hängen;-)

ansonsten:

isch habe einen Hund. mit dem gehe ich täglich 5mal raus. im Moment leider nur um den block, jeden tag einen schritt weiter. manchmal sieben zurück.

ist aber auch eine allgemein formel ( nicht böse gemeint!): von wegen hundebesitzer- kennenlernen etc.
mein Hund wurde vor ein paar jahren schrecklich gebissen und ich muß seitdem jedem Hund(ebesitzer) aus dem weg gehen. gestern erst hatte ich ein nettes Gespräch mit jemanden der seinen Hund absolut zu meinem lassen wollte obwohl ich gesagt habe, das wäre keine gute Idee! soweit zu diesem Thema........


ansonsten habt ihr gute tipps. nur im moment- ich kann ja wie gesagt kaum aus dem haus- nützen mir diese nicht soo viel. trotzdem danke!

Gespräche mit älteren menschen sind oft toll- hatte ich auch schon zur genüge. im Moment wäre mal ein gleichaltriger aber auch eine nette Abwechslung!

im übrigen sind Internet Bekanntschaften nicht so übel wie ihr ruf. ich habe tatsächlich schon zwei Partner darüber kennengelernt!
in meiner schlimmsten angstzeit hat mir eine mail Freundschaft über jahre hinweg ( wir haben uns täglich geschrieben, telefonieren war zu teuer) viel geholfen!

so, nu muß ich auch mit dem Hund raus.......

so Long

ich wünsche euch einen beschwerdefreien tag!

lg
ahimsa

30.07.2014 08:28 • #20



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