hi
guten Morgen,
hatte Euch geschrieben, aber dann gab es einen Browserabsturz und alles war weg
was ich in etwa geschrieben hatte:
Du boomerine hast viel Kraft! Schriebst von Deines Vaters Geburtstag, was Du alles für ihn vorbereitet hattest! wow!
Wo nimmst Du die Kraft her?

Denke, wir haben alle drei mehr Kraft, als uns manchmal bewusst ist.
Was mich betrifft, ich weiß, ich hab viel Kraft in mir
mich aus eigener Kraft wieder aufgerappelt aus einer schweren Phase, wo es leichter gewesen wäre, aufzugeben, ich weiß wie hart es war und ich weiß, was die Gründe waren, ich selbst bin schuld daran, hab mich auch überschätzt,
mich selbst zu lange ignoriert aus Gewohnheit und wollte dem Vater helfen, obwohl bei mir selbst der Klinikaufenthalt bevorstand, doch konnte ich das nicht mitansehen, dass er allein dastand, als die Mutter ihn im Stich ließ
Dann kam der Konflikt mit der Schwester dazu, die sein Schlafapnoe-Syndrom, dem Verdacht nicht auf den Grund gehen wollte, was ich nicht nachvollziehen konnte,
hab s allein in die Hand genommen - gezwungenermaßen, da sie nicht unterstützen wollte obwohl Hauptbetreuerin, ich nur "Ersatzbetreuerin"
ich hatte im Prinzip nur sie vertreten bei der Begleitung des Vaters ins Schlaflabor
es muss zumindest diagnostiziert sein, oder nicht? dass die Ärzte wissen, die ihn behandeln, was sie ihm geben dürfen und was nicht und ob es gelindert werden kann
ES gibt Medikamente, die ihn umbringen würden! Diazepam z.B., alles, was Benozdiazepine enthält
er hatte Glück, hat etwa ein halbes Jahr mit Beatmungs-Maske geschlafen, was ihm gut getan hat, es war erholsam für ihn, die Schwindelanfälle waren besser ... und vieles mehr, er war ja auch depressiv geworden, das besserte sich ebenfalls und einiges mehr, dann hätte er den Kontrolltermin im Schlaflabor gehabt, den ich für ihn vereinbaren wollte, hätte ihn auch wieder begleitet, wenn die Schwester nicht gewollt hätte,
doch sie brach die Behandlung ab, ohne ihm die Chance zu geben, dass beim Kontrolltermin herausgefunden werde kann, was problematisch ist an der Maske oder vielleicht stimmt auch der Atemdruck nicht mehr, mein Verdacht war, dass er ein neues Maskenkissen gebraucht hätte, da es nicht mehr ganz luftdicht abgeschlossen hat um die Nase, das nervte ihn natürlich, dass austretende Luft die augen reizte und klar nervt das ganze Ding, aber er ist demenzkrank, er kann es nicht einschätzen, wie wichtig die Beatmung für ihn ist - er hatte zu der zeit über 50 Atemstillstände die Stunde beim Schlafen, bis zu einer Minute Dauer!
Inzwischen - ohne Beatmung - hat er bestimmt schon viel mehr
gut geht es ihm nicht ohne Beatmung
Wer macht denn sowas? VOR dem Kontrolltermin die Behandlung selbständig abzu brechen? Kein vernünftiger Mensch, aber meine Schwester
Sie, die Schwester, hätte das Problem von vornherein einfach unter den Teppich gekehrt!
ich hab genug für meinen Vater getan, mehr als genug
es reicht, der Konflikt mit meiner Schwester - ich konnte einfach nicht mehr
ich will ihm schreiben, besuchen? Klar, aber ich zwinge mich nicht dazu, auch wenn ich ihn nicht mehr sehe vor seinem Tod, wäre es zwar traurig
aber ich kann mir sagen, ich hab für ihn getan, was ich konnte
ich will besser auf mich aufpassen
höchste Zeit ist es dazu

ich will ein wenig noch leben, nachholen wenn es geht
bei mir gab es keine wirkliche Jugend oder eine so schöne Freundschaft, von der Du geschrieben hast, Boomerine,
vielleicht kann ich etwas davon noch nachholen?
und auch wenn man Kinder hat, will ich nicht nur für meine Kinder leben
auch und in erster Linie für mich

gesunden Egoismus lerne ich erst jetzt, besser spät, als gar nicht
schönen tag Euch
cichysp