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hallo,
grade hab ich im Liebeskummerbereich ja schon von der Trennung geschrieben.
dazu kommen aber noch jede Menge anderer Probleme, und zwar ist es so als wenn ich völlig den Faden verloren habe der mein Leben zusammen hält. ic weiß auch nicht ob Einsamkeit der richtige Bereich ist dafür.
ich hab meine sozialen Kontakte größtenteils alle abgebrochen, meine Therapie auf eigenen Wunsch hin unterbrochen, ich öffne Briefe weder von der ARGE noch vom Vermieter noch von sonst wem, ich kümmere mich um nichts mehr, nicht mal um meine eigene Gesundheit. zB hab ich einen Tumor in der Brust, der ist zwar gutartig und damit nicht gefährlich, aber sehr schmerzhaft und sollte deswegen entfernt werden. nicht mal das krieg ich geschafft einen Arzt deswegen aufzusuchen der mich weiter behandelt und ins Krankenhaus überweist. meist mach ich mich fertig wenn ich etwas erledigen will, und dann mach ich doch wieder nix. meine Bude sieht aus wie ein Saustall, ich bin mit allem überfordert.
mir fehlt kein Mann oder sowas an meiner Seite, aber manchmal scheint mir als wenn ich jemanden bräuchte der mich an die Hand nimmt und einfach führt. oder mir auch mal sagt dass ich etwas gut gemacht habe wenn ich dann doch mal was gemacht habe. sowas hab ich nämlich im ganzen Leben nämlich nochnie zu hören gekriegt.
kennt das jemand, also dieses mit allem nicht fertig zu werden ? wie wird man selber derjenige der einen führt ? wie kann ich mein Leben wieder soweit in den Griff bekommen dass ich nicht nachts wach bin und tagsüber schlafe ?
an Depressionen leide ich seit vielen Jahren, aber momentan ist alles zuviel für mich.

14.11.2011 04:09 • 14.11.2011 #1


3 Antworten ↓


Hallo,
gerade habe ich deine geschichte gelesen und es tut mir sehr leid wie es dir im moment geht!
es ist sicher sehr schwer sich aufzuraffen wenn man das gefühl hat nicht mehr zu können, leider kann ich dich nicht bei der hand nehmen und führen ,aber ich kann dir sagen das ich es mutig von dir finde dich mitzuteilen, das es gut ist über seinen kummer zu sprechen, das können nicht sehr viele menschen-also sei ruhig ein bischen stolz auf dich!
Ich kann dir leider auch keine proffesionellen tipps geben da ich weder terapheutin noch sonst etwas bin-aber jeder von uns ( gerade hier in dem forum) hat oder hatte mit seinen ängsten und problemen zu kämpfen-manchmal ist es schwerer und manchmal geht es besser.......
ich habe das gefühl das du im moment vor einem riesigen berg von aufgaben stehst die dir im moment einfach zu viel sind-aber hey-wer sagt das du den ganzen berg auf einmal besteigen musst? fang doch einfach beim allerkleinsten stein an der dir im weg liegt-sei es der saustall( der mir auch immer wieder in die quere kommt;) oder der arztbesuch ....erledige eine sache und dann BITTE sei stolz auf dich!!! egal wie klein es jemand anderem vorkommen mag so etwas zu erledigen für dich ist es im moment sehr schwer- und deshalb lobe dich selbst auch wenn du nur etwas kleines geschaft hast sag dir selbst das es gut war....gönn dir ddanach etwas das dir feude bereitet....... wie sagt das sprichwort:rom wurde auch nicht an einem tag erbaut......Und ich glaube auch nicht das du den faden des lebens verloren hast-der liegt bestimmt irgendwo unter dem berg vergraben und taucht bald wieder auf-also verlier bitte nicht den mut, ein schritt nach dem anderen, einen stein nach dem anderen wegräumen und du wirst sehen der weg führt dich noch viel weiter........ ich wünsche dir viel kraft in deiner schweren zeit
Nathalie

14.11.2011 09:58 • #2



Völlig den Faden des Lebens verloren .

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vielen Dank Nathalie, mit der "ein Schritt nach dem anderen" Theorie hast Du sicherlich mehr als Recht. ich selber setz mich nicht so unter Druck, aber der Druck von aussen ist enorm, und dem halte ich icht stand weswegen ich dann wieder völlig einsacke und mich total verkrieche.
aber danke für Deine lieben Worte.

14.11.2011 11:34 • #3


Hallo Capybara,

mir geht es in etwa auch so!

Wie schon Nathalie oben schrieb, Gewöhne dich daran, dich für kleine Dinge zu Belohnen.

Ich mache das auch und es klappt.
Da ich Ehrgeizig bin, setze ich mich zwar unter Druck der nicht gut ist aber wenn ich dann was geschafft habe, freue ich mich!
Das soll ja auch der Sinn sein sich zu erfreuen an den kleinen Dingen.

Schlimm sind auch für mich Briefe von der Arge zu öffnen, kann ich absolut verstehen.
spätestens wenn du Gesperrt wirst wie ich letztens, wirst du die aufmachen müssen, da führt kein weg dran vorbei.

Ich habe dann folgenden Gedanken um mir etwas Antrieb zu geben:

"Mach jetzt HEUTE die Briefe auf, bis HEUTE ABEND will ich das geschafft haben, egal wie schlimm aber dann geht es mir besser".

Schlimm ist das ganz klar aber dann geht es mir wirklich besser.

Du kannst ja auch in kleinen Schritten was erreichen.

Montags: Arzt
Dienstags: Briefe öffnen
Mittwochs: Wohnung aufräumen
Donnerstags: Blumen Kaufen, das hebt die Stimmung.
Freitags: Wäsche waschen
Samstags: Mach was DIR gut tut egal was!
Sonntags: Entspanne Dich.

Gute Ideen?

Gruß Bommel1

14.11.2011 11:35 • #4




Dr. Reinhard Pichler