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Hallo an alle Einsamen

durch meine krankhaften Verlustängste war es für mich schwierig eine Partnerschaft aufrecht zu erhalten. Enweder habe ich Angst vor der Zukunft gehabt, sprich mit dem jenigen etwas aufzubauen, weil ich immer wieder dachte, das klappt alles sowieso nicht oder ich war so eifersüchtig dass ich zur kontrollierten Klette wurde.
Ja ich habe mir alles selbst kaputt gemacht.
Jetzt jedoch soll damit Schluss sein, einen Therapieplatz habe ich endlich und nun fehlt nur noch ein wenig Liebe und Geborgenheit in meinem Leben.
Jemand der mir was Nettes sagt, mit dem man Gefühle leben kann.
Tiefsinnige Gespräche, eine kleine Zärtlichkeit hier und da.
Ich bin ein ziemlicher Gefühlsmensch und ich denke viele sind damit überfordert.
Ich sehe nicht nur eine Wiese mit Blumen sondern auch alle Farben und rieche den Duft.
Aber ich kann auch "nüchtern" sein!

Ich hoffe bald wieder jemanden zu finden mit dem das Leben lebenswert ist und natürlich wieder Freunde zu haben, sobald ich wieder eingermassen "normal" bin

Momentan träume ich erstmal einsam vor mich hin...

Aber wer Lust hat zu schreiben oder dem es Ähnlich geht wie mir, kann mir gerne eine PN schicken!
Würde mich freuen

searching

06.09.2010 12:47 • 10.09.2010 #1


8 Antworten ↓


hallo searching,

ich finde es gut das du dein problem erkannt hast. ich rede nicht von fehlern - keiner von uns ist perfekt.
was für eine therapie machst du?

den gefühlsmenschen kenne ich in mir aber er hat sich verändert. ich kann nicht um jeden weinen und jedem helfen. das habe ich irgendwann einmal gelernt.

wenn dir das einsam hinträumen hilft - tue es.
verändere dich un bleibe trotzden so wie du bist.

liebe grüße
dirk

06.09.2010 13:13 • #2



Suche nach Liebe, Geborgenheit und Freundschaften

x 3


Danke für Deine liebe Antwort.
Ich mache eine Verhaltenstherapie und bin auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe...

06.09.2010 21:14 • #3


Hallo Leute

also ich befinde mich in totaler sozialer Isolation seit ich 13 Jahre alt war(bin jetzt 24) und ich muss sagen ich habe mich damit abgefunden alleine leben zu müssen.

Ich habe keine Sozial-Phobie oder so aber aus irgendeinem Grund kann ich nicht mit anderen Menschen in Kontakt treten.

Freunde hab ich keine, Freundin schon gar nicht.
Ich fühle mich als hätte ich den Kontakt zur restlichen Menschheit verloren.

Aber anstatt in Selbstmitleid zu baden oder an Selbstmord zu denken versuche ich mich einfach mit der Situation abzufinden.

Es hilft mir sehr, wenn ich mir einrede:
Ich bin dazu gebohren worden alleine durchs Leben zu gehen,
auch wenn's nicht das ist was ich wirklich will.


Naja jedenfalls viel Glück und Kraft euch allen und gute Besserung.


LG Hannes

09.09.2010 20:26 • #4


Hey Hannes,

du bist NICHT allein und musst auch NICHT allein durch´s Leben gehen!!

Sowas darfst du dir auf keinen Fall einreden!

Das du nicht aufgibst, ist das aller Wichtigste. Es gibt hier und auch da draußen in deiner Umgebung sicher Menschen, denen du wichtig bist. Und falls dies noch nicht der Fall ist, musst du´s ändern. Dafür darfst du nur nicht den Kopf in den Sand stecken!

Gibt´s bei dir in der Nähe nicht eine Selbsthilfegruppe, die du auch besuchen kannst?
Wo du Menschen kennenlernst, die ähnliche Probleme haben?
So würdest du den 1. Schritt machen.
Ich weiß, dass kosten seeeeehr viel Kraft und große Überwindung aber wenn du´s nicht versucht, kann´s auch nicht klappen.

Und denk dran, du bist nicht allein, egal wie du ausschauen magst.

09.09.2010 23:01 • #5


Hallo Hannes,

Ich glaube auch nicht dass man zu etwas geboren ist und dann nichts mehr an seinem Schicksal ändern kann. Manche Dinge kann man nicht ändern, zum Beispiel die Hautfarbe, oder die Größe, oder diverse Behinderungen oder chronische Krankheiten.
Ich selber bin z.B. auf einem Auge mittlerweile fast blind. Therapierbar ist das nicht, heilbar auch nicht. Damit lebe ich seit 15 Jahren.
Vielleicht hast auch du eine gewisse "Behinderung" im sozialen Bereich.
Wie man aber damit umgeht bleibt Jedem selbst überlassen.
Ich hab in der Spezielklinik Menschen getroffen die an der selben Krankheit litten wie ich, die litten unter Depressionen, fanden es entsetzlich dass genau Ihnen so etwas passieren musste, teilweise hatte ich den Eindruck die definieren sich nur noch über ihre Krankheit.
Ich hab aber auch Menschen getroffen die gingen weiter ihrem Beruf nach, lachten, und sagten: "Es gibt Leute die sind ganz blind, da hatte ich doch noch Glück!"
So ein Typ Mensch bin ich auch.
Meine Behinderung schränkt mich sicherlich ein, ich kann z.B. kein Auto fahren oder kein Hubschrauberpilot werden, aber so wie es mir möglich ist zu leben, so lebe ich aus ganzem Herzen.

Vielleicht kannst du manche Sachen nicht. Aber du kannst trotzdem dein Leben mit deiner Einschränkung so aufbauen dass es dich glücklich macht.
Ich glaube du wirst mit den Jahren der Isolation auch massiv viel verlernt haben. Zwischenmenschliche Dinge erscheinen nur dann einfach und selbstverständlich wenn man sie häufig übt. Wenn man aber längere Zeit nicht übt, vergisst man mitunter die einfachsten Sachen, weil man sie verlernt hat.

Wenn dich dein Einsiedlerdasein glücklich macht besteht kein Grund es zu ändern nur um sich der Gesellschaft anzupassen.
Wenn du allerdings damit unglücklich bist verbaust du dir selber mit der absoluten Aussage "Ich bin zum Einsamsein geboren" alle Hoffnung auf Besserung.


Liebe Grüße,
Bianca

10.09.2010 07:38 • #6


Hallo mängelexemplar und Bianca


Vielen Dank für eure Tipps und die netten Worte

was ich meine wenn ich sage 'dazu geboren allein zu leben' ist,
dass mir das hilft nicht total in Selbstmitleid oder Depressionen zu versinken.

Ich möchte mein Leben auf keinen Fall alleine verbringen und ich weiß, dass man Freundschaften oder Beziehungen nicht erzwingen kann sondern was dafür sollte
und daran arbeiten muss.

Aber jedesmal wenn ich unterwegs bin und glückliche Pärchen sehe oder Leute,
die jünger sind als ich und ihre Partnerin schon gefunden haben
dann frustriert mich das unendlich.
Nicht weil ich MOMENT alleine bin sondern weil ich jetzt mit 24 Jahren befürchte, dass sich daran nichts mehr ändern wird.(ist meine größte Sorge überhaupt)

Danke mängelexemplar für den Tipp mit der Selbsthilfegruppe.
Wenn ich eine finden würde, könnte ich mir gut vorstellen mich dort einzubringen.

Und Bianca dein Post ist mir sehr nahe gegangen
Aber ich finde deine Einstellung dazu echt super und vielen Dank für deine Tipps.


Also noch mal vielen Dank euch beiden und ich wünsch euch viel Kraft und Glück.

liebe Grüße Hannes

10.09.2010 09:13 • #7


hannes kannst Du denn keinen Kontakt zulassen?Wie sieht das aus,wenn Du mit einer Person redest,wie deiner Therapeutin oder Familie?
Lg

10.09.2010 09:19 • #8


an Cholé

doch natürlich kann ich Kontakt zulassen(meine Therapeuten sagt sogar: von all ihren Klienten bin ich zurzeit der, der am meist erzählt und aus sich herausgeht)

Ich hab auch kein Problem unter Menschen zu gehen. Geh' oft allein' ins Kino, in Lokale oder einfach in die Stadt. Aber andere Menschen interessieren sich gar nicht für mich, es ist so als würd' ich gar nicht existieren.

Und bei Frauen hat jemand wie Ich sowieso keine Chance
aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit.

lg Hannes

10.09.2010 10:09 • #9





Dr. Reinhard Pichler