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Guten Abend. Bin seit heute hier angemeldet. Deswegen tut's mir Leid,wenn ich Dinge anspreche,die vielleicht nicht noch mal durchgekaut* werden sollten. Meine Vergangenheit war ätzend und irgendwie bin ich durchgeschlängelt und hab Vieles verdrängt,was jetzt schon länger seine Folgen zeigt. Das äußert sich beispielsweise in Fressattacken und Angstzuständen,Heulkrämpfen und Suizidgedanken,die ich schon öfters geplant hatte,aber dann nicht durchgeführt hab,weil ich meine Sorgen bei anderen abgelöst hab.

Ich gehe gehe am Montag zum Arzt. Und sie ist nicht gerade,meine Lieblingsanprechpartnerin. Ich hab auch nur mit Freunden über meine Probleme und Gedanken geredet. Aber auch wenn eine Person Alles schon versteht,weiß sie nicht wie sich für mich Alles anfühlt,deswegen hab ich mich hier angemeldet und gehofft,dass hier Menschen sind,die ähnlich sind. Ich hab irgendwie Angst,was ich haben könnte oder was mit mir passiert,wenn ich der Ärztin Alles erzähle. Da wäre die Essstörung,die ich mehrere Jahre hatte. Die letzten zwei wurden zu Bulimie (Ess-Brech Sucht ) aber habe immer noch das Gefühl,dass es wieder passieren könnte. Im Moment bin ich einfach kraftlos und habe Fressattacken,weil ich Angst habe mich meinen Problemen zu stellen. Sport schaffe ich noch irgendwie,aber nicht mehr regelmäßig. Ich fühle mich verlassen und hab Angst,falls ich in eine Klinik muss. Ich mache mir über mein Gewicht noch öfters viele Gedanken...bspw hab ich Angst zuzunehmen und irgendwie denke ich dann,wenn ich versterben will ich krank aussehen,abgemagert und man soll mir ansehen können,dass ich seelische Schmerzen hatte und einsam war.

Generell hab ich das Gefühl Ich bin für alles schlechte verantwortlich. Und wenn ich den Anforderungen nicht gerecht werde,dann hassen mich Alle. Und irgendwie schafft der Gedanke nicht mehr da zu sein Erleichterung,auch wenn der Gedanke tot zu sein,schwer ist. Ich bin 17Jahre alt und das ist nicht Alles die Pubertät. Das ist jetzt schon sehr lang und ich weiß nicht,ob nicht irgendjemand das Gefühl hat,dass ich Aufmerksamkeit brauche und was weiß ich was noch. Natürlich hätte ich gerne jemanden an meiner Seite einen Freund. Aber ich fühle mich einfach wertlos,durch die Jahre,seitdem ich denken konnte. Irgendwie ist die Ärztin und Das Forum hier meine letzte Hoffnung. Eigentlich hängt die Einstellung ja von Allem ab. Nur meine Gedanken übersteigen immer alles. Ich bin entweder überglücklich oder abgrundtief traurig und bekomme Suizidgedanken. Menschen meide ich auch eher,weil ich meistens nur schlechte Erfahrungen gemacht habe.

Vielleicht fällt Jemandem von Euch, Etwas dazu ein oder hat ein paar Worte übrig oder eigene Erfahrung. ..zu meinen Gedanken und Therapien usw. Danke für jeden Kommentar. Es wäre schön,wenn man meine Gedanken nicht auf mein Alter bezieht und mich als eigenständige Person sieht und mich nicht mit jedem pubertären Mädchen vergleicht. Danke und einen erholsamen Abend noch.

02.07.2016 21:32 • 03.07.2016 #1


9 Antworten ↓


Icefalki
Hallo Schwerelose, dann begrüße ich dich mal ganz herzlich bei uns.

Weißt du, der Anfang ist immer schwer. Bedeutet er doch, zuzugeben, dass man Probleme hat. Man weiß es, aber dann wird das alles "amtlich", sprich, man sucht Hilfe und weiß, dass das auch irgendwelche Konsequenzen nach sich ziehen wird.

Insofern, man sich unbequemen Wahrheiten auch stellen muss.

Hab keine Angst, nur so kommst du da raus und das willst du auch. Betrachte deine Ärztin als Vertrauensperson, der du offen alles erzählen kannst. Nur so kann dir geholfen werden.

Und ich finde es auch sehr erwachsen, dass du dir Hilfe holst.

wissen deine Eltern, was mit dir los ist?

02.07.2016 21:47 • #2



Sich der Wahrheit stellen-Angst davor

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Nein. Ich möchte da mit Niemandem drüber reden. Ich hab nur gesagt,dass ich einen Psychologen brauche,weil ich Probleme habe. Aber irgendwie hab ich Angst,dass ich dann Alles versaue,wenn ich dann die Wahrheit beim Arzt sage und ob ich nicht lieber etwas nicht so schlimmes* erzähle. Was auch vielleicht keinen Psychologen brauchen würde. Dass sie denkt,dass ich nur in der Pubertät bin. hm..

02.07.2016 21:52 • #3


Icefalki
Schau, du leidest. Du denkst in deinem Alter ans Sterben, hast Probleme mit dem Essen, Probleme mit dir.

Warum glaubst du, gibt es Therapeuten? Die sind doch genau für seelische Probleme zuständig. Quasi werden die bezahlt, damit sie helfen können.

Und glaub mir, da wirst du ernst genommen.. Das dümmste wäre, nicht die Wahrheit zu sagen. In deinen Kopf können die nicht reinschauen und wenn du alles verniedlichst, naja, eigentlich finden die es eh raus.

Und du bist nicht die erste, die sich schwer damit tut. Mach dir jetzt mal keinen Kopf. Du sagst das ihr genauso, wie hier. Auch dass du Angst hast, alles, was du zuvor hier geschrieben hast. Die machen sich schon das richtige Bild.

Selbst, wirklich nur mal angenommen, du lediglich Aufmerksamkeit brauchen würdest, ist das schon ein Zeichen, dass was nicht stimmt.

Deine geschilderten Störungen gehören dringend behandelt und darum gehst du ja am Montag zu deiner Therapeutin.

So, angenommen, sie findet, dass eine Klinik für dich richtig wäre, dann sag ja dazu. Hier sind viele User diesen Weg gegangen und er hat ihnen geholfen.

Du brauchst dich nicht für deine seelischen Probleme schämen, wir kennen das alle, ein gebrochenes Bein würde man uns ja ansehen, psYchische Erkrankungen sieht man nicht.

Was mich traurig macht, ist, dass du mit deinen Eltern nicht reden kannst.

02.07.2016 22:13 • #4


@Icefalki Irgendwie dachte ich,dass irgendwas anderes als Antwort kommt. Irgendwie sagen mir meine Gedanken,dass sich das Alles nicht lohnt. Ich glaub ich kann das nicht.

02.07.2016 22:26 • #5


Icefalki
Halt, jetzt nicht abhauen. Was hast du erwartet? Schreibs ehrlich auf. Ich nehme dich sehr ernst.

02.07.2016 22:30 • #6


@Icefalki Dachte jetzt wiederholt man nur meine Gedanken bzw Du und sagst,dass Alles sich nicht mehr lohnt. Oder dass man, Du ja jetzt,mich angemeckerst und sagst,dass es Schlimmeres gibt und dass ich nicht so in mein Selbstmitleid verfallen soll und sonst gehen kann

02.07.2016 22:53 • #7


Icefalki
Warum soll ich dich denn anmeckern? Dir geht es doch beschissen, wie vielen hier.

Ich will dich unterstützen in deinem Tun. Du machst das doch total richtig. Glaub mir, du gehst da jetzt hin und wirst ernst genommen.

Selbstmitleid, hatte ich auch mit mir und das ist normal. Aber deshalb wird nix besser. Und genau darum gehst du zur Therapeutin. Hat mit Selbstmitleid nichts zu tun, sondern ist sehr mutig..

Also, nicht kneifen, mutig sein und den Termin wahrnehmen und hier berichten. Wenn du willst.

Wir sind da.

02.07.2016 23:10 • #8


@Icefalki

Hattest du mehrere Leute,die dir geholfen haben oder dir gesagt haben,dass du das machen solltest ?... Du wirkst so glücklich oder unbeschwert. Auch wenn du mich nicht kennst,wärst du nicht froh,wenn du es ja jetzt begriffen hast,wenn Viele einfach von der Welt gehen..dann gäbe es vielleicht nur noch unkomplizierte Fälle für die Psychologen.

02.07.2016 23:44 • #9


Syla
Willkommen Schwerelose,
hier im Forum wirst Du natürlich als erwachsene Persönlichkeit und nicht als pubertärer Teenager angesehen . Das Du offen über Deine Probleme sprichst und Rat suchst unterstreicht das. Zur Zeit bist Du mit Deinen Nerven u. auch kräftemäßig am Ende . Dadurch kannst Du wenig mit Gleichaltrigen unternehmen und einen festen Freund finden. In allen Städten gibt es sogenannte Sorgentelefone für Jugendliche ( Nummer ü.Telefonauskunft) . Anonym hören sich dort geschulte Mitarbeiterinnen Deine Probleme an und können Dir ganz gezielt mit Rat,Arzt,Therapie od. Selbsthilfegruppen-Bulimie - weiterhelfen. L.G.

03.07.2016 00:18 • #10



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