13

unihoc93
Hallo Zusammen

Ich bin nun seit bald einem Jahr mit meiner Freundin zusammen. Wir führen eine extrem harmonische Beziehung mit sehr viel Liebe und Zuneigung. Grundsätzlich stimmt wirklich alles zusammen.

Nun habe ich aber leider ein "kleines grosses Problem". Das Problem blind zu vertrauen. Vor allem im Bezug auf ihre Vergangenheit (mit Männern) bin ich leider extrem misstrauisch (auch aufgrund von meinen persönlichen Erfahrungen). Stelle ich ihr eine Frage, welche ihre Vergangenheit betrifft, so kann ich die Antwort nur selten einfach blind akzeptieren. Im Gegenteil, ich suche schon fast nach einer Unwahrheit, einer Ungereimtheit und wenn ich dann eine solche gefunden habe, lähmt die Angst mich und ich bin sehr nervös.

Ich weiss zwar eigentlich, dass ich ihr vertrauen kann, nur ja leider fühlen sich diese negativen, zweifelnden Gedanken und Bilder so echt an, dass ich ihnen Glauben schenke und "mich schlecht fühle" bzw. fühle als ob meine Freundin, welche mir so viel bedeutet, anlügt.

Ein Beispiel: Als wir zusammen gekommen sind, habe ich sie gefragt, mit wie vielen Typen sie schon Sex hatte.
Darauf antwortete sie: 6. Ich darauf: mit oder ohne mir. Sie: mit dir.
Naja und los gehts in meinem Kopf. Ich habe das Gefühl, ich würde auf diese Frage die Anzahl angeben, der Sexpartnerinnen vor meiner jetztigen Freundin. und vielleicht sagen: du bist jetzt die 7te.
Nun mache ich mir natürlich Gedanken, aufgrund dieser kleinen Unstimmigkeit in meinem Kopf, ob sie mir wirklich die Wahrheit sagt oder mich anlügt und tatsächlich mehr Typen hatte.


Was kann man gegen dieses endlose Misstrauen machen? Es zerstört so viel und man fühlt sich schlecht. ich kriege es zum Glück oft hin, dass ich sie nicht anspreche, weil spätestens nach einer Woche wieder neue Ungereimtheiten hervorkommen, welche mich nervös machen. Ich habe Angst blind zu vertrauen und mich einfach fallen zu lassen und die Beziehung zu geniessen. Zu gross ist die Angst belogen zu werden.

PS: wie würdet ihr auf die Frage oben antworten? würdet ihr die Anzahl mit der neuen Partnerin oder ohne diese angeben?

Ich danke euch im Voraus.

08.10.2019 22:28 • 19.10.2019 #1


9 Antworten ↓


Gleichklang
Hallo unihoc93,

mir stellt sich beim Lesen von deinem Text so die Frage, warum du die Vergangenheit von deiner Freundin so 100% wissen möchtest und ihre Antworten so misstrauisch anzweifelst, also warum machst du dir dein Leben so unnötig kompliziert und versuchst es nicht entspannter zu sehen?

Sie hat sich für dich entschieden, sie ist mit dir glücklich, sie möchte mit dir zusammen sein. LEBE im Hier und Jetzt und genieße diese tolle Zeit!

Du solltest für dich überlegen, wie du dein leider angeknackstes Selbstbewusstsein wieder stärken kannst. Letztlich liegt das Problem nicht bei ihr, sondern du solltest schauen, was du brauchst, damit du nicht so misstrauisch ihr gegenüber zu sein brauchst!

Viele liebe Grüße

08.10.2019 22:39 • x 2 #2


Acipulbiber
Ich würde so eine Frage niemals stellen und sie auch nicht beantworten

08.10.2019 22:44 • x 3 #3


Miami
Dto.

Und "Du bist die 7.te" finde ich als Aussage unschöner als

"Sechs".
Was nichts mit der Menge zu tun hat.

Sie ist nicht die "7te" sondern Deine Freundin!

08.10.2019 22:52 • x 2 #4


Feuerschale
für mich wäre die Frage auch nicht relevant.

Wäre alleine eine Logiksache, wenn man fragt "Wieviel VOR mir" = ich rausgerechnet.
Aber was genau soll die Antwort dazu aussagen? was hat das mit Vertrauen zu tun?

Klingt eher so, als würde dein Hirn sich irgendwelche Sachen ausdenken, die komisch
und schwierig sein könnten und du hängst dich daran auf.

09.10.2019 04:19 • x 1 #5


soleil
Zitat von unihoc93:
Ich bin nun seit bald einem Jahr mit meiner Freundin zusammen. Wir führen eine extrem harmonische Beziehung mit sehr viel Liebe und Zuneigung. Grundsätzlich stimmt wirklich alles zusammen.

Nun habe ich aber leider ein "kleines grosses Problem". Das Problem blind zu vertrauen. Vor allem im Bezug auf ihre Vergangenheit (mit Männern) bin ich leider extrem misstrauisch (auch aufgrund von meinen persönlichen Erfahrungen). Stelle ich ihr eine Frage, welche ihre Vergangenheit betrifft, so kann ich die Antwort nur selten einfach blind akzeptieren. Im Gegenteil, ich suche schon fast nach einer Unwahrheit, einer Ungereimtheit und wenn ich dann eine solche gefunden habe, lähmt die Angst mich und ich bin sehr nervös.

Ich weiss zwar eigentlich, dass ich ihr vertrauen kann, nur ja leider fühlen sich diese negativen, zweifelnden Gedanken und Bilder so echt an, dass ich ihnen Glauben schenke und "mich schlecht fühle" bzw. fühle als ob meine Freundin, welche mir so viel bedeutet, anlügt.

Ihr führt eine harmonische Beziehung mit sehr viel Liebe und Zuneigung.
Das ist doch das ausschlaggebende.
Was bringt es dir, nach ihrer Vergangenheit zu fragen, wenn du dann die Antworten eh anzweifelst bzw. du ihr nicht vertraust? Lass die Fragerei nach ihrer Vergangenheit und geniesse eure Zweisamkeit.
Ihre Vergangenheit ist ihre Angelegenheit und die war bekanntlich VOR eurer Zeit. Auch finde ich die Frage, wieviel Sexpartner vorher waren einfach nur unnötig wie ein Kropf. Du hast ja auch eine Vergangenheit. Stellt sie dir diesbezüglich auch Fragen?

09.10.2019 05:44 • x 1 #6


Abendschein
Zitat von unihoc93:
Hallo ZusammenIch bin nun seit bald einem Jahr mit meiner Freundin zusammen. Wir führen eine extrem harmonische Beziehung mit sehr viel Liebe und Zuneigung. Grundsätzlich stimmt wirklich alles zusammen.Nun habe ich aber leider ein "kleines grosses Problem". Das Problem blind zu vertrauen. Vor allem im Bezug auf ihre Vergangenheit (mit Männern) bin ich leider extrem misstrauisch (auch aufgrund von meinen persönlichen Erfahrungen). Stelle ich ihr eine Frage, welche ihre Vergangenheit betrifft, so kann ich die Antwort nur selten einfach blind akzeptieren. Im Gegenteil, ich suche schon fast nach einer Unwahrheit, einer Ungereimtheit ...




Ich weiß gar nicht wieviel Sex Frauen mein Mann vor unserer Ehe hatte. Diese Frage habe ich ihm nie gestellt,
warum auch? Was macht das für einen Sinn? Zerstöre Eure schöne Gemeinsamkeit nicht.

Das auch noch zu fragen, wo ihr gemeinsam gekommen seid.

09.10.2019 05:52 • x 1 #7


Icefalki
Hier wimmelt es von Menschen, die Probleme mit Vertrauen haben. Wer das nicht in sich hat, hat natürlich ein Problem. Man kann sich also entscheiden, ob man sich das Leben deswegen vermasseln möchte, oder ob man das Risiko eingeht, doch mal wieder enttäuscht zu werden.

Ängste lähmen. An deiner Stelle würde ich mich mal hinterfragen, was dich an ihrer Vergangenheit so stört. Hast du Angst vor Vergleiche?

09.10.2019 11:36 • x 2 #8


Feuerschale
Zitat von Icefalki:
Hier wimmelt es von Menschen, die Probleme mit Vertrauen haben. Wer das nicht in sich hat, hat natürlich ein Problem. Man kann sich also entscheiden, ob man sich das Leben deswegen vermasseln möchte, oder ob man das Risiko eingeht, doch mal wieder enttäuscht zu werden. Ängste lähmen.
Das stimmt natürlich, dass das zusammengehört, ohne Vertrauen mehr Kontrolle und Angst, und das
ist menschlich.
Das ist dann auch nicht richtig, dann so moralisch zu werden "vertrau doch einfach".

Aber vielleicht gibts ja doch so kleinere Schritte, mehr von dem einen zu tun, zu sehen dass sie sich entschieden hat,
dass ihr jetzt eine gemeinsame Zeit habt, was eher Vertrauen aufbaut,
und weniger von dem anderen (weniger Kontrolle, weniger Beweise fordern, weniger rechnen).
Enttäuschungen kann man ja mit zuviel Kontrolle leider auch nicht verhindern.

09.10.2019 18:15 • #9


FeuerWasser
Ich tu mir mit solchen Beschreibungen immer sehr schwer und kann mir gar nicht vorstellen wie man eine "extrem harmonische Beziehung" führen kann mit jemandem der "extrem misstrauisch" ist. Da ist ja ein Widerspruch in sich.

Eine, ich wiederhole, "extrem harmonische Beziehung" und gleichzeitig beschreibst du eine lähmende Angst, "suche schon fast nach einer Unwahrheit", "und ich bin sehr nervös". Wie kann sowas harmonisch sein? Das ist Anspannung, Druck und Stress. Du lügst dir doch dabei selbst am meisten in die Taschen.

Zitat von unihoc93:
Ein Beispiel: Als wir zusammen gekommen sind, habe ich sie gefragt, mit wie vielen Typen sie schon Sex hatte.
Darauf antwortete sie: 6. Ich darauf: mit oder ohne mir. Sie: mit dir.

So eine Frage finde ich ehrlich gesagt, sehr unverschämt und würde das erst gar nicht beantworten. Jeder Mensch hat trotz Beziehung auch ein Recht auf seine Privatsphäre und ich bin nicht der Meinung, dass ein neuer Partner das Recht hat auf so intime Fragen eine Antwort zu erhalten.

Bei dir spielt mutmaßlich viel Unsicherheit mit, der Angst vor dem Vergleich, ein mangelndes Selbstbewusstein und Verlustängste. Deine Freundin ist wie sie ist. Es ist nicht ihre Aufgabe ein Umfeld herzustellen in dem du dich besonders beschützt und behütet fühlen kannst. Das ist deine Baustelle an der DU arbeiten muss. Du hättest dieses Problem in jeder Beziehung, unabhängig von der Partnerin. Du hättest auch diese Ängste selbst wenn du eine militante Jungfrau kennenlernen würdest.

19.10.2019 16:45 • x 1 #10




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler