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Ich falle direkt mit der Tür ins Haus!
Nach 19 Jahren hat mich mein Ehemann von mir getrennt. Wir haben ein 5 jähriges Kind zusammen. Ich habe durch diese Trennung alles verloren, was ich mir aufgebaut habe. Mein Haus, meine Familie auf die ich fürs Leben gebaut habe, meinen Job.. den ich wegen Kind und Alleinerziehung nicht mehr ausüben kann. Da ich keine eigene Familie mehr habe, bin ich recht allein. Da ich durch den nochmaligen Verlust meiner Familie mich als Versager sehe bin ich einsam, traurig und depressiv. Ich komme mit der jetzigen Situation nicht zurecht. Zweifle an allem was ich tue. Ich liebe meinen Mann noch, er ist nach einem halben Jahr Trennung noch nicht bereit erwachsen mit mir zu reden. Ich habe ein paar Freunde die mich unterstützen aber es ist nicht das Selbe. Ich habe, möchte meine Liebe teilen können, mit den Menschen die ich liebe. Aber solange ich meinen Mann nicht erreiche bin ich anscheinend nicht in der Lage richtig zu lieben, zu empfinden und mich zu freuen. Ich fühle mich leer trotz Verpflichtungen. Ich finde keinen Zugang zu mir. Ich lebe...jeden Tag und wenn es aus ist, ist es aus. Wie komme ich aus diesen Teufelskreis raus? Ich schaffe es nicht alleine, für mich zu überleben. Ich möchte so gerne geben, kann das zur Zeit aber nur halbherzig. Die Sehnsucht nach meinem Mann ist zu groß. Überleben, das schaffe ich ,...aber wie....nicht sinngemäß, nur als Skla. meiner Selbst.
Hilfe...auch wegen meiner Tochter.

01.10.2011 20:13 • 07.10.2011 #1


4 Antworten ↓


Zitat von Tia-Marie:
er ist nach einem halben Jahr Trennung noch nicht bereit erwachsen mit mir zu reden.

Dann mach es ihm einfach nach und rede unerwachsen mit ihm. Ich bin mir sicher, das wird ihn erstmal schwer irritieren, wenn Du ihm urplötzlich auf der gleichen Sprachebene begegnest.
Zitat von Tia-Marie:
Aber solange ich meinen Mann nicht erreiche [...] Ich finde keinen Zugang zu mir.

Das sind zwei Unerreichbarkeiten. Möglicherweise besteht da ein Zusammenhang.

01.10.2011 21:31 • #2



Sehnsucht nach meinem Mann - die Eifersucht loswerden

x 3


Ich versuche schon so viel, wie mir im Moment möglich ist. Aber die Einsamkeit siegt. Meine jetzige Situation lässt mir nicht viel Spielraum. Ich versuche mehr auf mein Bauch zu hören, zu tun was oder wonach mir gerade ist...nur mir fehlt dir Kraft dazu. Diese muss ich zur Zeit für meine Tochter investieren, damit ich die Erziehung so einigermaßen hin bekomme.
Ich vermisse meinen Mann sehr.
Wie schaffe ich es zu mir selbst zu finden? Wie schon geschrieben, ich bin alleinerziehend und habe keine Familie mehr die mir mal abends unter die Arme greifen könnte.

02.10.2011 06:36 • #3


Hallo Tia-Marie,

ich denk,das klingt jetzt sicher nicht sehr angenehm,aber es wirkt auf mich
so,als ob Du abhängig von ihm bist,und das bringt nichts.
Das wichtigste bist Du selbst, Dich selbst lieben,das fällt ja nicht immer
leicht,aber,ich denk,das ist es.
ich sprech da auch ein wenig aus Erfahrung,war auch mal 19Jahre verheiratet.
Die Liebe ist in der Zeit irgendwann gestorben.
So war es für uns beide nicht schlimm.
Danach war lange Zeit Pause,mit Männern,mir gefiel einfach keiner.
Dann hab ich mich nochmal verknallt.
Aber,war total abhängig. Das war keine Liebe,das war Knast.
Ich hatte mich selbst verloren.
Nun bin ich auch alleine,und sehe nicht nur die Nachteile.
Aber einfach ist es nicht,ich weiß.
Vllt. versuch ich noch eine Therapie,vllt. hilft Dir auch sowas.
Zumindest eine SHG kann ich auch Dir wärmstens empfehlen.
Dort findest Du vllt. Leute mit gleichen,od. ähnlichen Problemen,
und sowas tut gut.
LG, Nelly.

02.10.2011 09:27 • #4


Hallo Tia-Marie,

Ich habe mich extra hier angemeldet, weil ich deine Gefühle zu 100 Prozent nachvollziehen kann...
Auch ich wurde von meinem Mann verlassen. Als ich nach Hause kam waren keine Möbel mehr in der Wohnung. Und auch ich habe keine Familie mehr. Die Familie meines Mannes war zu meiner Familie geworden. Ich hätte wissen müssen, dass das mit der Scheidung dann auch vorbei ist. Meinen Job mußte ich wechseln weil ich von meinem Chef belästigt wurde. Und weil mein Mann mir ständig drohte, bin ich auch umgezogen.
Ich habe also alles Gewohnte verloren: meinen Mann, meinen Job, meine Umgebung, meine Familie. Die Möbel waren dabei das Unwichtigste... Ich habe mich noch nie in meinem Leben so verlassen gefühlt.
Ich habe mich bis heute nicht wieder gefunden. Ich habe auch noch kein Rezept wie das gehen soll. Ich merke auch, dass ich emotiononal abgestumpft bin und kann es nicht ändern, obwohl ich über Monate viel nachgedacht habe.

Aber ich bin zu einer Erkenntnis gekommen: Meine Vorrednerin hat ein wenig recht. Ich mochte es nach meiner Trennung nicht hören und dir wird es vielleicht auch so gehen, aber ich war abhängig (nicht finanziell - emotional). Ich habe alles für ihn getan und habe mich selbst dabei verloren. Ich habe kaum an mich gedacht - Hauptsache ihm ging es gut. Es ist dann kein Wunder, dass man sich selbst nicht mehr kennt, weil man auf seine eigenen Bedürfnisse nicht gehört hat. Ich schätze das muß man erst wieder lernen.
Und solltest du dich jetzt auch wieder erkennen, kann ich dir sagen, dass du dich nach einigen langen Monaten fragen wirst, warum du das überhaupt mitgemacht hast. Ich habe es nicht geglaubt als man es mir damals sagte, aber es war so.

Einsam fühle ich mich leider immernoch, und es tut auch noch verdammt weh, aber ich würde ihn nicht mehr wieder haben wollen. Ich weiss jetzt, dass es mir nicht gut getan hat.

Liegt dir vielleicht ein soziales Thema besonders am Herzen, wo du dich ehrenamtlich für ein paar Stunden einbringen könntest?

Alles Liebe,
*petra*

07.10.2011 20:46 • #5




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