Hallo zusammen,
danke für eure Antworten und sorry für meine späte Rückmeldung. In den letzten Tagen habe ich versucht das Thema weitgehend auszublenden, aber da der Umzug in greifbare Nähe rückt, ist das nun kaum noch möglicch.
@herzenswaerme: Vielen lieben Dank für deine ausführliche Nachricht. Mein Studium ist nun zuende und ich habe hier leider keinen Arbeitsplatz gefunden. Daher bin ich gezwungen die Stadt zu verlassen. Das Studium habe ich bereits künstlich in die Länge gezogen, weil ich hier so ungerne weg wollte, aber nun gibt es keinen anderen Weg mehr. Die finanzielle Lage ist zudem auch sehr schwierig geworden. Daher bin ich dringend darauf angewiesen einer Beschäftigung in Vollzeit nachzugehen.
Du fragst wie ich mir mein Leben weiterhin vorstelle. Schwer zu sagen. Irgendwie durchkommen und versuchen Fuß zu fassen würde ich sagen. Eine Partnerin wäre da sicherlich hilfreich und an sich ist das auch ein großer Wunsch von mir, aber die Versuche und Erfahrungen aus der Vergangenheit geben mir da wenig Hoffnung.
Den Filme habe ich nicht gesehen. Daher kann ich dazu nichts sagen, außer, dass ich nicht die Wahl zwischen Job und Privatleben habe, da ich hier wie gesagt keinen Job bekommen habe. Ob mich der neue Job erfüllen wird, kann ich auch noch nicht sagen, da ich vorher nur Gelegenheitsjobs neben dem Studium hatte.
Zu deinem dritten Absatz: Das liest sich gar nicht schön :/ Da weiß ich gar nicht so recht was ich antworten bzw. auf das Geschriebene eingehen soll. Ich kann nur sagen, dass ich hier im Laufe der Zeit (zumindest für meine Verhältnis) gut angekommen bin, auch wenn es viele Jahre gedauert hat. Deswegen habe ich so große Angst vor dem Umzug. Auch wenn ich hier kaum jemanden habe, fühle ich mich mittlerweile nicht mehr ganz so alleine. Manchmal hilft es schon wenn man ein Paar bekannte Gesichter sieht. Man kennt die Verkäufer im Supermarkt, beim Bäcker, im Cafe, usw. Man hat vertrauen zu seinem Hausarzt aufgebaut und kennt seine Umgebung einfach gut. Das gibt zumindest mir eine gewisse Sicherheit. Klar, das kann sich in der neuen Stadt auch wieder entwicklen, aber das dauert und ich habe so große Angst vor der Zeit bis dahin.
An Vereine oder ein Ehrenamt habe ich auch schon gedacht. Mal schauen wie das dann zeitlich aussieht. Es ist auf jeden Fall ein guter Punkt. Mit Arbeitskollegen verabreden werde ich definitiv versuchen, aber wie eingangs beschrieben, fällt es mir schwer Freundschaften zu schließen, da ich immer auf Ablehnung stoße. Dazu schreibe ich weiter unten noch etwas.
@jochanan: Danke auch für deine Antwort. Inwiefern ich komisch oder merkwürdig bin, versuche ich schon seit vielen Jahren herauszufinden. Das ist nicht ganz leicht. Es scheint auch nicht sofort erkennbar zu sein. Also ich bin kein klassicher Ausseiten wie man ihn aus der Schule kennt. Ich wurde nicht gemobbt oder aktiv oder bewusst ausgegrenzt. Die wenigen Personen mit denen ich gut zurechtkomme, können mir darüber auch keine Auskunft geben, weil sie das offenbar nicht wahrnehmen. Gefragt habe ich schon häufig. Leute bei denen ich auf Ablehnung stoße, sind dementsprechend nicht bereit mit mir ein tiefergehendes Gespräch zu führen. Es ist ja ganz normal, dass man sich mit einigen Leuten besser versteht als mit anderen. Wenn man auf eine Gruppe von Personen trifft, gibt es immer jemanden, der einem weniger sympathisch erscheint. Je nach Persönlichkeit und Gruppenkonstellation sind es verschiedene Leute. Ich scheine jedoch immer und für so gut wie jeden diese Person zu sein.
Die Zurückgezogenheit, sofern das zutrifft, wäre dann eher die Folge und nicht die Ursache. Ob ich verspannt bin, kann ich nicht sagen. Was genau meinst du damit?
Zitat:Aber ganz egal was es ist, es gibt immer Menschen, die zu einen passen. Es ist nur wichtig aktiv zu werden.
Da stimme ich dir auf jeden Fall zu. In 7 Jahren habe ich immerhin einen guten Freund gefunden

Mir macht nur die Zeit bis dahin sehr große Angst. Das kann wieder einige Jahre dauern. Vor allem befürchte ich, dass ich wieder depressiv werde. Es war eine unglaubliche Erleichterung als ich die Krankheit endlich überwunden hatte. Falls es denn so ist und ich nicht nur eine außergewöhnlich lange Hochphase habe.