Pfeil rechts
6

Hallo,

ich fühle mich einsam. Warum dem so ist? Ich habe keine Freunde, keine Menschen die mir Vertrauen bzw. denen ich vertraue, selbst wenn ich mit meiner Familie zusammen bin, fühle ich mich fehl am Platz. Ich spüre eine innere Leere, die seit Jahren größer wird, mich einengt sowohl mental als auch emotional. Ich komme mir unbedeutend vor, was mich an mir und meiner Existenz zweifeln lässt. Eine Form von Selbsthass macht sich in mir breit, die sehr stark auf meinen Gedankenwelt Einfluss nimmt. Ich habe über die Jahre meine innere Leichtigkeit verloren.
Wie kam es zu alldem? Ich weiß nicht ob das alles hier rein gehört, aber für den Moment will ich es einfach mal los werden. Ich bin 34 Jahre alt. Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich 4 oder 5 Jahre alt war. Ich wusste damals bereits, dass es die richtige Entscheidung war. Ich saß als Kind oft in meinem Zimmer und hatte als Kind oft weinend mitbekommen, wie sich meine Eltern im Wohnzimmer stritten. Die Scheidung war quasi auch für mich eine Erlösung. Ich blieb bei meiner Mutter, sah meinen Vater, wenn es ihm passte. Am meisten blieb mir aus der damaligen Zeit allerdings hängen, wie er vor Weihnachten und Geburtstag immer vorbei kam, Versprechungen machte und dann an den Feiertagen doch nicht kam. Rückblickend bin ich mir sicher, das damals etwas in mir zerstört wurde. Ein Teil meines Selbstwertgefühlsgefühls starb bereits damals. Meine Vater ist eigentlich ein guter Mensch, aber der Alk. hat ihn kaputt gemacht, er war nie gewalttätig das möchte ich zur Sicherheit klarstellen, aber er fiel als Vaterfigur irgendwie aus. Ersatz gab es dafür nie. Meine Mutter musste sich also allein um mich kümmern und mich versorgen. Sie war immer da, aber ich begann damals schon mich zu verschließen. Zu der Zeit hatte ich noch Freunde im Kindergarten und dann in der Schule. Ich übernachtete später auch bei ihnen und lernte so auch funktionierende Familien besser kennen. War ich neidisch? Teilweise sicherlich, damals war mir das aber nicht so bewusst. Das schlimmste was mir damals hängen geblieben war, war dass wir als Grundschulklasse von einer Klassenfahrt zurückkamen. Gefühlt alle Kinder wurden am Bahnhof abgeholt. Ich nicht, da meine Mutter krank war und zu Hause das Bett hütete. Einer meiner Klassenkameraden wohnte damals im gleichen Haus, seine Eltern holten uhn ab. Sie fragten ob sie mich mitnehmen sollten, ich verneinte, bat sie aber darum mein Gepäck mitzunehmen und ging anschließend die 15 Minuten allein, traurig und weinend nach Hause. In der 5. Klasse dann, fing ich plötzlich an häufig die Schule zu schwänzen. Ich weiß nicht mehr wirklich den Grund dafür. Meine Mutter ging mit mir zu einer Therapeutin, was mir damals sehr viel half. Ich ging zur Schule, bekam wieder gute Noten. Mit den Jahren entfernte ich mich von meinen Freunden, ich besuchte sie nicht mehr, ging nicht mehr mit ihnen Fussball spielen. Ich wurde immer mehr zum Außenseiter, teilweise wurde ich gemobbt. Man redete schlecht über mich, stieß mich aus der Gruppe aus, beim Sportfest ließ man die Luft aus meinen Fahrradreifen. Ich akzeptierte es, irgendwie. Richtete mich ein. Allerdings machten sich immer mehr düstere Gedanken in mir breit. In der 8. Klasse sollten wir eine Buchvorstellung machen, ich hatte Angst davor, schwänzte monatelang den Deutsch-Unterricht, dann komplett die Schule. Ich lief für ein paar Stunden weg. Meine Mutter informierte meinen Vater, der mich fand und zu ihr brachte. Nach Aussprache mit meiner Mutter und der Klassenlehrerin hielt ich irgendwann die Buchvorstellung. Bis zum Abi isolierte ich mich immer mehr. Ich hatte keine Freunde, ich saß immer allein, redete mit niemandem.
Anschließend Bundeswehr, ich war/bin unsportlich, wurde dafür von manchen Vorgesetzten dumm angemacht. Nach dem Wechsel in meine 2. Einheit bei der Bundeswehr, lernte ich einen Kameraden kennen. Wir kamen gut klar, machten oft gemeinsame Wachdienste, zockten gemeinsam am PC. Irgendwann konnten wir durchsetzen, dass wir auf eine gemeinsame Stube kommen, ab da fing er immer mehr an mich zu nerven. Wir entfernten uns voneinander. Nach der Bundeswehr kam irgendwann ein Studium, es überforderte mich, ich isolierte mich. Ich sprach teilweise die ganze Woche in der Hochschule nicht ein einziges Wort. Nach Abbruch des Studiums war ich arbeitslos, machte ein Umschulung zu einem Handwerksberuf. Ich war nicht gut, bestand aber die Prüfung. Zu der Zeit war ich vermehrt im Internet unterwegs. Ich chattete viel, teilweise zu viel. Es war der einzige Ort wo ich Leute kennenlernte. Wo ich wirklich Kommunikation betrieb. Ich fand dort Freunde, im Nachhinein war sicher vieles auch nur eine Illusion. Aber sie tat mir gut, gab mir Selbstvertrauen, das Gefühl ein Mensch zu sein. Ich hörte mir die Sorgen meiner Freunde an, wir lachten viel. Teilweise entwickelten sich auch starke Gefühle. Ist das dumm? Liebe für Menschen die man nie wirklich getroffen hat? Ich verliebte mich trotzdem, erst in die eine, sie wurde damals meine beste Freundin. Wir trauten uns damals beide nicht. Der Kontakt brach ab, nach einem Jahr war er wieder da, die Gefühle kamen zurück. Aber es hatte sich doch was geändert. Irgendwann gab es eine weitere Dame. Ich verliebte mich in sie, sehr sogar. Wir skypten stundenlang am Tag. Das ging über 2 Jahre so. Irgendwann trat Dame 1 wieder in mein Leben, keine Ahnung warum, aber meine Gefühlswelt kollabierte. Ich machte einen großen Fehler, ich besuchte sie. Es war der größte Fehler meines Lebens. Ich fühlte mich als Betrüger. Mein Selbstbild zerfiel. Ich mache mir immernoch Vorwürfe für diesen Moment. Auch wenn wir alle keinen Kontakt mehr haben. Seitdem kann ich mir selbst nicht mehr trauen, ich isolierte mich damals noch weiter. Mir ging es wochenlang schlecht. Die Tränen liefen, sobald ich auch nur eine Sekunde Zeit hatte nachzudenken. Meiner Mutter merkte das natürlich. Ich gab ihr damals das Versprechen, mir niemals etwas antun zu werden. Auch wenn es manchmal schwer fällt, ich halte mich bis heute daran.
Nach meiner Umschulung wurde ich Leiharbeiter, hatte es dabei aber oft gut getroffen. Allerdings war ich auch da immer ein Außenseiter. Kollegen reden mit mir, aber sie nehmen mich nicht ernst. Zeitweise brachte mir der Job Selbstvertrauen, mir ging es besser. Aber seit einem Jahr wird ales immer schlimmer. Ich bin unzufrieden, aggressiv, ich fühle mich ungerecht behandelt, mein Selbstmitleid steigt oft in ungeahnte Höhen. Ich empfinde mich als nutz- und hilflos, vegetiere zu Hause vor mich hin, bei Gesprächen innerhalb der Familie hab ich kaum etwas zu sagen, ich merke selbst wie innerlich monoton ich bin. Ich bin über alle die Jahre immer langweiliger geworden, ich kenne nichts von der Welt und habe auch nicht mehr das Interesse diese Welt kennenzulernen. Mein Weltbild ist verengt, ich habe niemanden zum Reden, keine sozialen Kontakte, weiß auch nicht mal sekbst, warum andere ernsthaft mit mir kommunizieren sollten.

Ich bin Einsam.

05.06.2017 15:22 • 25.06.2017 x 3 #1


21 Antworten ↓


Luna70
Erstmal herzlich willkommen bei uns im Forum. Ich hoffe, du wirst dich wohlfühlen und wir können dir helfen.

Bewirbst du denn auf feste Stellen? Mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Handwerk müsstest du doch eigentlich etwas finden können. Das mit der Leiharbeit ist sicher nicht gut für dich, da hast du ständig neue Kollegen und ein engerer Kontakt kann sich gar nicht ergeben.

Zitat von Privatperson:
Irgendwann trat Dame 1 wieder in mein Leben, keine Ahnung warum, aber meine Gefühlswelt kollabierte. Ich machte einen großen Fehler, ich besuchte sie. Es war der größte Fehler meines Lebens. Ich fühlte mich als Betrüger. Mein Selbstbild zerfiel. Ich mache mir immernoch Vorwürfe für diesen Moment.


Warum fühltest du dich als Betrüger bzw. warum machst du dir Vorwürfe? Was ist denn genau schief gelaufen?

Das hört sich alles so an, als würdest du in einer Depression feststecken. Durch den mangelnden Antrieb bleibst du zuhause und igelst dich ein, dadurch wirst du noch einsamer und noch antriebsloser. Ein Teufelskreis. Könntest du dir vorstellen, dich in Behandlung zu begeben? Immerhin sprichst du davon, dass du dir etwas antun würdest wenn du deiner Mutter nicht das Versprechen gegeben hättest. Eigentlich höchste Zeit, was zu tun, denke ich.

Gibt es etwas, was dich interessiert? Sport, Kultur, Musik usw. Irgendwas, wo du anknüpfen könntest?

06.06.2017 16:24 • #2



Mein Weg in den Abgrund

x 3


Zitat von Luna70:
Erstmal herzlich willkommen bei uns im Forum. Ich hoffe, du wirst dich wohlfühlen und wir können dir helfen.

Danke.

Zitat von Luna70:
Bewirbst du denn auf feste Stellen?

Ja, bin momentan im Bewerbungsprozess, indirekt wurde mir auch schon eine weitere Stelle angeboten.

Zitat von Luna70:
Warum fühltest du dich als Betrüger bzw. warum machst du dir Vorwürfe? Was ist denn genau schief gelaufen?

Weil ich trotz noch vorhandenen, auch starken, Gefühlen für Dame 2 einfach so zu Dame 1 gerannt bin. Zumal am Geburtstag von Dame 2. Unverzeilich!

Zitat von Luna70:
Das hört sich alles so an, als würdest du in einer Depression feststecken.

So fühlt es sich subjektiv teilweise an, meine ehemals beste Freundin meinte auch schon einige male, das ich depressiv sei.

Zitat von Luna70:
Könntest du dir vorstellen, dich in Behandlung zu begeben? Immerhin sprichst du davon, dass du dir etwas antun würdest wenn du deiner Mutter nicht das Versprechen gegeben hättest. Eigentlich höchste Zeit, was zu tun, denke ich.

Ich werde mir aus jetziger Sicht nix antun. Ich habe beschissene Phasen hinter mir, oft hatten sie auch einfach nur was mit Liebeskummer zu tun. Ich bin da immer irgendwie wieder raus gekommen. Sei es auch durch emotionales Leiden und abtöten von Emotionen auf Zeit. (Nein, kein Alk./Dro.!)
Aber ich habe mir bereits eine Überweisung beim Hausarzt für einen Psychotherapeuten geholt. Es hängt jetzt vom Bewerbungsprozess ab, wann ich wie Zeit habe. Sobald ich das weiß, versuche ich einen der rar gesäten Termine zu ergattern. Leider ist es schwer herauszufinden, welcher Therapeut gut und welcher schlecht ist, zumal dies sicher auch viel mit persönlicher Sympathie zu tun hat.

Zitat von Luna70:
Gibt es etwas, was dich interessiert? Sport, Kultur, Musik usw. Irgendwas, wo du anknüpfen könntest?

Nichts was mich dauerhaft hinterm Ofen hervorlockt. Musik hören war immer mein Rettungsanker über all die Jahre, allerdings erfüllt sie diesen Job immer schlechter.

Ich möchte insgesamt noch ergänzen, dass es nicht so ist, dass ich nicht lache. Es gibt Tage da lache ich viel auf Arbeit, meistens wegen blöder Sprüche, oft auf meine Kosten, sehr oft von mir selbst geäußert. Zu Hause beginnt dann eher wieder die Düsternis und der Abgrund.

07.06.2017 00:10 • #3


Du brauchst einen Neuanfang.

07.06.2017 00:36 • #4


Kann man sein Leben rebooten?

07.06.2017 00:47 • #5


Luna70
Zitat von Privatperson:
Weil ich trotz noch vorhandenen, auch starken, Gefühlen für Dame 2 einfach so zu Dame 1 gerannt bin. Zumal am Geburtstag von Dame 2. Unverzeilich!


Da hast du aber hohe moralische Ansprüche an dich selbst. Schließlich war es nur ein Treffen zum Kennenlernen und du hattest ja keiner der Damen bis dahin etwas versprochen. Da bist du ein bisschen streng mit dir, kann das sein?

Zitat von Privatperson:
Kann man sein Leben rebooten?


Klar kann man einen Neuanfang machen. Reboot hört sich für mich so an, als müsste man nur einen Knopf drücken und dann funktioniert das System wieder. Ganz so einfach wird es nicht werden. Dein Einsiedler-Dasein kam ja auch nicht von heute auf morgen, es wird sich also auch nicht mit einem Tastendruck beseitigen lassen. Du wirst kleine Schritte machen müssen, ausprobieren was funktioniert, dich nicht entmutigen lassen.

Therapeutische Unterstützung ist sicher gut. Leider gibt es Wartelisten, ich hoffe es dauert nicht so lange bis du jemanden gefunden hast.

Vielleicht könntest du dir als ersten Schritt vornehmen, einmal die Woche bewusst unter Leute zu gehen. Fitness-Studio, Schwimmen-Gehen, einen Vortrag besuchen oder ein Konzert oder sonstwas. Klar bist du da vorerst auch alleine, aber immerhin ist es ja immer auch Interaktion mit anderen Menschen und vielleicht ergibt sich sogar das ein oder andere Gespräch.

07.06.2017 10:18 • #6


Zitat von Luna70:
Da hast du aber hohe moralische Ansprüche an dich selbst. Schließlich war es nur ein Treffen zum Kennenlernen und du hattest ja keiner der Damen bis dahin etwas versprochen. Da bist du ein bisschen streng mit dir, kann das sein?

Da sich das ganze über 2 bis 3 Jahre ausgedehnt hat und nicht nur ein paar Wochen, ist es aus meiner Sicht tiefgehender bekommt damit eine andere Qualität.

Zitat von Luna70:
Vielleicht könntest du dir als ersten Schritt vornehmen, einmal die Woche bewusst unter Leute zu gehen. Fitness-Studio, Schwimmen-Gehen, einen Vortrag besuchen oder ein Konzert oder sonstwas. Klar bist du da vorerst auch alleine, aber immerhin ist es ja immer auch Interaktion mit anderen Menschen und vielleicht ergibt sich sogar das ein oder andere Gespräch.

Ich empfinde es als extrem anstrengend unter fremden Menschen zu sein, was auch an meinem nicht vorhandenen Selbstbewusstsein liegt. Aus persönlicher Erfahrung kommt ein Fitness-Studio nicht in Frage. Ich finde es schlimm, Sport unter Fremden machen zu müssen. (Erfahrung aus Reha nach Arbeitsunfall) Schwimmen fällt damit auch flach. Ich weiß das ich was tun muss, mich und meine Gedankenwelt ändern muss. Aber da mich nichts wirklich interessiert, fällt es mir schwer, Dinge zu finden die man in meiner Gegend machen kann. Werd mich aber wohl zwingen, in ein paar Wochen mal auf ein kleines Festival hier in der Gegend zu gehen, einfach um mich mal zu zwingen, abgelenkt zu sein und gewisse Gedanken im Kopf zeitweise ausblenden zu können.

08.06.2017 10:07 • #7


Luna70
Zitat von Privatperson:
Ich empfinde es als extrem anstrengend unter fremden Menschen zu sein,


Verstehe ich, das geht mir auch oft so. Leider ist es (zumindest bei mir) so, dass man es mit Vermeiden von solchen Situationen nur noch schlimmer macht. Ich denke, man kann es regelrecht verlernen, sich unter Menschen wohl zu fühlen. Am Ende geht man dann am liebsten gar nicht mehr aus dem Haus, ist damit aber auch nicht glücklich. Da hilft wohl nur, wieder kleine Schritte in Richtung seiner Mitmenschen zu machen.

Das mit dem Festival ist doch eine gute Idee. Nimm es als Anfang. Wenn Musik dein Thema ist, dass baue doch darauf auf. Spielst du ein Instrument? Welche Art von Musik magst du denn?

Wenn du es dir leisten kannst, wie wäre es wenn du nicht nur in deiner Gegend nach Events suchst, die dich interessieren würden sondern mal eine weitere Fahrt mit einer Übernachtung einplanst?

08.06.2017 10:59 • #8


Zitat von Luna70:

Das mit dem Festival ist doch eine gute Idee. Nimm es als Anfang. Wenn Musik dein Thema ist, dass baue doch darauf auf. Spielst du ein Instrument? Welche Art von Musik magst du denn?

Wenn du es dir leisten kannst, wie wäre es wenn du nicht nur in deiner Gegend nach Events suchst, die dich interessieren würden sondern mal eine weitere Fahrt mit einer Übernachtung einplanst?

Nein, ich spiele kein Instrument. Es gibt zwar zwei bis drei die ich gern spielen könnte, aber ich hab dafür die Geduld nicht im Moment. Das lernen würde an der inneren Unruhe, technischen Dingen und teilweise am Beruf (teilweise Montagetätigkeit) scheitern. Ich würde anfangen und nach Tagen, Stunden oder gar Minuten keine Lust mehr drauf haben.
Das mit den Festivals ist auch so eine Sache. Ich bin nicht gern privat in der Fremde. Das Unbekannte beunruhigt mich teilweise noch mehr. Außerdem gehöre ich nicht zu den Menschen die plötzlich alles anders machen und sich jederzeit ändern können. Solche Dinge würde ich nur für 'ne Partnerin tun, da sie dann zumindest eine Konstante wäre in der Situation.

08.06.2017 21:35 • #9


Luna70
Zitat von Privatperson:
Außerdem gehöre ich nicht zu den Menschen die plötzlich alles anders machen und sich jederzeit ändern können.


Von "plötzlich" und "alles" habe ich auch nicht gesprochen. Eher von Anfang und kleinen Schritten.

Ich lese da bei dir ein ziemlich großes "Ja, aber" raus. So nach dem Motto "ich hätte gerne, dass es besser wird, aber das und jenes geht nicht, weil...." Natürlich kann es theoretisch sein, dass du morgen deine Traumfrau triffst und du dann viele schöne Dinge mit ihr unternehmen kannst. Nur mal ehrlich: wo willst du die denn treffen, wenn du nicht vor die Tür gehst? Und über was willst du mit ihr reden, wenn deine Welt nur aus Arbeit und deiner Wohnung besteht?

Zitat von Privatperson:
Nein, ich spiele kein Instrument. Es gibt zwar zwei bis drei die ich gern spielen könnte, aber ich hab dafür die Geduld nicht im Moment. Das lernen würde an der inneren Unruhe, technischen Dingen und teilweise am Beruf (teilweise Montagetätigkeit) scheitern. Ich würde anfangen und nach Tagen, Stunden oder gar Minuten keine Lust mehr drauf haben.


Hast du es mal versucht? Instrumente kann man auch gebraucht kaufen und einen Musiklehrer bucht man ja nicht auf Lebenszeit. Also was hast du zu verlieren wenn du es wenigstens probierst.

09.06.2017 11:00 • #10


Ich kann nicht, ich will nicht, ich schaffe es nicht.

Doch kannst du und das Arbeiten ist keien Ausrede, außerdem entsteht deine Unruhe gerade weil du arbeitest und Stress ausgesetzt bist. Somit würdest du etwas doppelt richtig machen.

Veränderungen sind wichtig sonst wird es keine Lebensveränderung geben. Welche du wählst unterliegt ganz dir, aber irgendwann musst du anfangen.

Bist du psychisch und physisch bereit bist überhaupt Freundschaften und derlei Dinge anzugehen, können viele Monate sogar Jahre über das Land fliegen, in denen du daraufhin arbeiten solltest stärker in jedweder Form zu werden, so das du auch glücklich bist, wenn du alleine bist oder gerade weil du alleine bist.

09.06.2017 11:15 • x 1 #11


Gerd1965
Zitat von IchLiebeEuchAlle:
Bist du psychisch und physisch bereit bist überhaupt Freundschaften und derlei Dinge anzugehen, können viele Monate sogar Jahre über das Land fliegen, in denen du daraufhin arbeiten solltest stärker in jedweder Form zu werden, so das du auch glücklich bist, wenn du alleine bist oder gerade weil du alleine bist.

Um Gottes Willen

09.06.2017 11:30 • #12


Zitat von Luna70:
Von "plötzlich" und "alles" habe ich auch nicht gesprochen. Eher von Anfang und kleinen Schritten.

Das mit den kleinen Schritten ist ja auch richtig, aber sie müssen auch Sinn ergeben, zumindest sehe ich das so. Mir ist sehr bewusst, das ich mich stark ändern muss. Das weiß ich eigentlich auch seit Jahren, es geht am Ende auch allgemein ums aufraffen können, sich teilweise auch dazu zwingen/quälen aktiv zu werden.

Zitat von Luna70:
Ich lese da bei dir ein ziemlich großes "Ja, aber" raus. So nach dem Motto "ich hätte gerne, dass es besser wird, aber das und jenes geht nicht, weil...."

Jeder hat so seine gewisse Scheu. Ich gebe offen zu, dass mich gewisse Gedankengänge habe, die mich stark bremsen. Aber gleichzeitig habe ich mir auch vorgenommen jeden Samstag was zu tun, egal ob es nur mal darum geht raus zu gehen und zu shoppen, Essen gehen, vielleicht irgendeine Veranstaltung wahrnehmen oder halt doch nur was mit der Familie zu tun. In der Woche halten mich meine Arbeitszeit, meine Gedankenwelt und teilweise auch nur meine Müdigkeit davon ab, etwas zu tun. Zumal ich nach der Arbeit eh noch meine Ruhe will um mich innerlich zu ordnen.

Zitat von Luna70:
Natürlich kann es theoretisch sein, dass du morgen deine Traumfrau triffst und du dann viele schöne Dinge mit ihr unternehmen kannst. Nur mal ehrlich: wo willst du die denn treffen, wenn du nicht vor die Tür gehst? Und über was willst du mit ihr reden, wenn deine Welt nur aus Arbeit und deiner Wohnung besteht?

Das ist ein Thema, mit dem habe ich bereits abgeschlossen. Klar lernt man durch Aktivitäten im Internet auch mal Frauen kennen, die einen begeistern. Aber ich weiß, dass ich so wie ich bin, weder begehrenswert bin, noch das ich eine interessante Frau beeindrucken geschweigedenn halten könnte. Im übrigen wäre es fatal, eine Beziehung als vorrangigstes Ziel zu sehen.

Zitat von Luna70:
Hast du es mal versucht? Instrumente kann man auch gebraucht kaufen und einen Musiklehrer bucht man ja nicht auf Lebenszeit. Also was hast du zu verlieren wenn du es wenigstens probierst.

Die Woche über ist dafür momentan zu wenig Zeit, vielleicht fehlt mir im Moment auch einfach nur Lust und Motivation. Allerdings bin ich momentan entweder auf Montage oder arbeite 10h am Tag. Beim ersten wird es schwer mit Lehrer und im Hotel will ich die Leute auch nicht mit meinen Lernübungen erfreuen und beim zweiten, den 10h Arbeitszeit, danach fall ich meist eh nur ins Bett.

09.06.2017 18:37 • x 1 #13


Ich wollte mal ein kleines Update bringen.

Beruflich wird in den nächsten Monaten alles etwas ruhiger, d.h. mehr geregelte Arbeitszeit, was mir mehr Möglichkeiten gibt privat was zu tun und mir gleichzeitig auch eine Ausrede wegnimmt warum ich nix tue.

Treffe mich momentan mindestens einmal wöchentlich mit 'nem Kollegen zum Quatschen und teilweise auch minimal was trinken. Diese Woche waren wir auch gemeinsam nach der Arbeit was Essen im Restaurant.

Zudem plane ich dieses Jahr ein neues Auto zu kaufen um auch mal gescheit in den Urlaub fahren zu können, was zu sehen und zu erleben.

17.06.2017 18:42 • #14


Hallo,
ich hoffe es ist nicht schlimm wenn ich ein weiteres Update bringe.

Ich war diese Woche wieder auf Montage, fast jeden Tag mit anderen Kollegen unterwegs. 2 Abende saß ich mit den Kollegen draußen, wir quatschten. Ich fühlte, dass ich nicht ganz dazu gehörte, konnte aber trotzdem mitreden und teilweise lachen und Spaß haben. Mit einem der Kollegen war ich auch stundenlang im Auto unterwegs, es schien mir, als ob wir gut klar kamen. Wir konnten über die 4 gemeinsamen Tage uns gut unterhalten, diskutieren und Witzchen reißen. Das tat gut!
Mit den anderen Kollegen war es distanzierter, auch beim abendlichen Beisammensein.

Hab momentan 2 Bewerbungen in der Firma laufen, bei einer Stelle wird die Entscheidung immer weiter nach hinten verschoben, während bei der anderen, trotz anderslautender Versprechungen, bisher überhaupt noch nix passiert ist. Das nagt an mir, ich fühle mich momentan so wert- und nutzlos, dass ich im Selbstmitleid zerfließe. Ab kommenden Monat bin ich in einer anderen Abteilung, in der habe ich früher schon gearbeitet. Sie ist nicht das Paradies, hat aber wenigstens geregelte Arbeitszeiten. Da muss ich mich aufraffen auch unter der Woche mal was sinnvolles zu tun, sonst geht die Abwärtsspirale weiter.

25.06.2017 20:01 • #15


Zitat von Privatperson:
2 Abende saß ich mit den Kollegen draußen, wir quatschten. Ich fühlte, dass ich nicht ganz dazu gehörte, konnte aber trotzdem mitreden und teilweise lachen und Spaß haben.


Hallo
es ist dein Gefühl. Weißt du denn, ob es wirklich so ist? Oft betrügen uns unsere Gefühle auch, vor allem, wenn wir es nicht anders gewöhnt sind und es erwarten. Würde man die Kollegen befragen - vielleicht würden die das gar nicht so empfinden?!

25.06.2017 21:35 • #16


Ich kann nur meinen Eindruck wiedergeben. Klar ist der weder objektiv, noch kann ich in die Köpfe der anderen schauen. Um meine Menschenkenntnis ist es ohnehin nicht gut bestellt. Aber ich habe ohnehin sehr häufig das Gefühl ein Fremdkörper in meiner Umgebung zu sein, der da nicht hingehört. Das hilft der Objektivität natürlich nicht besonders.

25.06.2017 22:04 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Privatperson:
Ich kann nur meinen Eindruck wiedergeben. Klar ist der weder objektiv, noch kann ich in die Köpfe der anderen schauen. Um meine Menschenkenntnis ist es ohnehin nicht gut bestellt. Aber ich habe ohnehin sehr häufig das Gefühl ein Fremdkörper in meiner Umgebung zu sein, der da nicht hingehört. Das hilft der Objektivität natürlich nicht besonders.


Ich kenne das, ich wäre am liebsten immer unsichtbar.....hilft dir aber auch nicht großartig weiter, sorry

25.06.2017 22:11 • #18


Zitat von enana:
Ich kenne das, ich wäre am liebsten immer unsichtbar.....hilft dir aber auch nicht großartig weiter, sorry

Ich weiß, es verleitet nur zu ganz dummen Gedanken.

25.06.2017 22:23 • #19


Ich bin schon so tief gesunken das ich nur noch aufsteigen kann um der ka.c.ke zu entfliehen...

25.06.2017 23:04 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler