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Hallo Liebes Forum,
es ist an der zeit meine Geschichte zu erzählen und werde versuchen keinen Roman daraus zu machen.
Ich leide an einer generalisierten Angststörung,Zwangsgedanken und einer sozialen Phobie,einfach gesagt,ich habe vor allem angst.
Angefangen hat es bei mir mit 7 Jahren und meiner ersten erfahrung mit der Angst,angst davor das ich irgendwann sterben muss,gepaart
mit den ersten körperlichen Symptomen. Mit ca.13 jahren kamen die ersten Zwangsgedanken,gedanken das ich jemand verletzen oder umbringen könnte.
Der nächste Tiefschlag dann mit 14 j.,bei mir wurde ein WPW-Syndrom festgestellt,das bedeutet eine zusätzliche nervenbahn zum herz,bei einer attacke
schaltet das herz von einer sekunde zur anderen auf herzrasen um,hatte dann einen Puls von ca.260 - 300 schlägen pro minute.
Attacken hatte ich im jahr ca. 4 oder 5,jedesmal mit dem Notarztwagen in die Klinik und natürlich pure Todesangst,jedesmal dachte ich,mein letztes stündlein hätte geschlagen.
Dieser zustand zog sich über fast 2 jahrzehnte bis ich 1996 eine attacke mit herzrasen und vorhofflimmern bekam,der hätte tödlich ausgehen können.
Danach hat mir mein arzt dringend geraten eine Herzkatheter Ablation machen zu lassen,die dann auch erfolgreich verlief.
Ich habe heute noch ab und zu herzstolpern oder ES,aber im gegensatz zu dem früheren zustand kann ich damit gut umgehen.
Ich möchte auch allen leuten sagen die herzangst oder angst vor einem infarkt haben,das menschliche herz ist so ein wiederstandsfähiges organ und hält
dermaßen vielem stand das ihr euch wirklich keine grossen sorgen machen müsst.Ich hoffe das hilft euch,
aber leider war damit mein leidensweg noch nicht vorbei,2001 ging es mir so schlecht das ich echt nicht mehr leben wollte,24 stunden das ständige gefühl der angst
bei der ich das gefühl hatte,es zereisst mich innerlich,an schlaf war überhaupt nicht mehr zu denken.
Daraufhin kam ich zur Intstituts Ambulanz in unserer stadt,dort wurde mir vom Arzt Venlafaxin verordnet,und nach 4-6 wochen ging es mir schon besser.
Aufgrund meiner erkrankung konnte ich nicht mehr arbeiten, und beziehe bis heute eine EU-Rente.
Um jetzt mal auf den Punkt zu kommen,letztes jahr in der Vorweinachtszeit trennte sich meine Lebensgefährtin nach 17 Jahren von mir,was aber ganz klar auf meine kappe geht.
Ich habe mich die letzten jahre so zurückgezogen vom leben und mann kann sagen,eigentlich selbst aufgegeben,keine unternehmungen mehr,einfach gar nichts mehr.
Und jetzt bin ich da wo ich nie sein wollte,ganz ganz unten,keine freunde mehr,keine partnerin und nocht nicht mal jemand mit dem ich ernsthaft reden könnte.
Vielleicht kann man sagen das die trennung auch einen positiven aspekt hat,der sogenannte Weckruf und die erkenntnis das ich so nicht weiterleben kann.
Aber wie sollte es auch anders sein,da ist wieder unser lieber freund die Angst,die mich im moment umklammert wie eine zwangsjacke und mich nur noch lähmt.
Ich sehe auch für mich in diesem Alter keinerlei Zukunftsperspektiven mehr,ich fühle mich einfach nur noch von dunkelheit umgeben.
Zum schluss möchte ich noch allen danken,die das hier lesen.
L.G. NoFear63

10.02.2015 01:16 • 20.02.2015 x 3 #1


43 Antworten ↓


saragossa
Hallo, deine Geschichte hat mich sehr bewegt. Ich leide selbst auch unter einer Angststörung und auch wenn ich erst 21 bin und wahrscheinlich über nicht halb so viel Lebenserfahrung verfüge wie du, versuche ich dir mal ein paar aufbauende Worte zu schicken. Wenn ich in letzter Zeit was gelernt habe, dann das: Auch wenn man manchmal denkt ganz unten zu sein, geht es ein Stück tiefer. Und wenn wir gaaanz unten angekommen sind haben wir die Wahl: Nehmen wir den einfachen Weg und geben auf...oder kämpfen wir weiter? Und auch wenn es über längere Zeit einfach nicht besser zu werden scheint, man sich immer mehr der Angst hingibt, man so vieles vermeidet bloß um keine Angst zu haben...man nicht mehr richtig leben kann...
Trotz allem geht es mit dem richtigen Willen ganz langsam...Stück für Stück raus aus diesem Loch. Man darf sich bloß nicht aufgeben...und grade wo alle anderen einen "im Stich" gelassen haben...ist es nicht dann erst recht an der Zeit zu kämpfen?
Für mich ist es sehr hilfreich zu akzeptieren, dass die Angst nun mal kommt wenn sie kommt...die negativen Gedanken werden nie gehen, aber unsere Ansicht zu ihnen kann sich ändern. Ich kämpf nicht mehr dagegen an...Ich denk mir bloß: ja gut...dann ist sie jetzt grad halt wieder da...wird auch vergehen...und selbst wenn alle bemerken dass ich Angst hab, was ändert das an meinem Tag?
Es ist ein langer Prozess, steh ja selbst noch ganz am Anfang...aber eines weiß ich mit Sicherheit: je mehr du dich zurückziehst, je mehr du Situationen vermeidest, je mehr du dich abkapselst...desto schwerer wird es. Setz dir einfach jeden Tag ganz kleine Ziele: Morgen geh ich zb mal einkaufen...usw
Naja hoffe ich konnte dir n bisschen helfen, du bist nicht alleine damit...und auch wenn es sich so anfühlt: sowas kann vergehen!

10.02.2015 01:41 • x 2 #2



Mein Leben am Abgrund - nur keinen schritt weiter!

x 3


Hallo Saragossa,
vielen dank für deinen beitrag, es ist egal ob du halb so alt bist wie ich,vor der angst sind wir alle gleich
Du hast recht,es gibt zwei möglichkeiten,entweder ich klinke mich total aus oder ich fange an zu kämpfen,
nur mit dem kampf ist das so eine sache wenn du so eine akut-phase hast,ich kann teilweise nicht klar denken
ich will aber ich kann nicht.
Diese gedanken um meine zukunft,wie alles weiter gehen soll machen mich wahnsinnig.
Ich denke erst wenn ich aus dieser Phase raus bin dann kann ich daran arbeiten.
L.G. NoFear63

10.02.2015 02:19 • #3


shg-admos
Hi NoFear, ich glaube Du bist viel stärker als Du denkst. Gib nicht auf, Du hast es doch schon weit geschafft. Unter Umständen können einige Wochen im "geschützten Rahmen" in der Psychiatrie helfen? Ich hatte 2,5 Jahre eine ähnlich Phase, das war die Hölle, ich wollte und konnte nicht mehr. Durch 2 Aufenthalte (5 Wochen Psychiatrie und später dann 8 Wochen in der psychosomatischen Klinik) und viel, viel, viel Arbeit an mir selber und Medikamente hab ich neuen Mut geschafft. Du kannst das auch. Ich habe heute sogar einen Vorstellungstermin in einer Firma (da hab ich auch schon Magenflimmern vor). Was ich sagen will, niemals aufgeben, weitermachen, es kann besser werden, glaub mir.....
Oft gab es Rückschritte. Hinfallen, Aufstehen, Weitermachen.
Zerschundene Knie und Handflächen, Tränen. Weitermachen. Etwas
Ruhe gönnen, wieder in die Situation hinein. Wieder und wieder. Außenwahrnehmung.
Im Vorfeld Gedanken austauschen. Außenwahrnehmung.
Komm doch bitte, Du bist eingeladen. Na, Anspannung, wie geht`s Dir?
Wir lachen zusammen, doch Du bist derjenige, der merkt, dass Du
Deinen Schrecken verlierst. Den Befürworter stützen, das kleine Ich
stärken. Es wird, langsam, ganz ganz langsam, es wird. Das Gras wächst
auch nicht schneller wenn man dran zieht. Millimeterschritte aber
messbar. Ich bin müde. Sinnvolle und realistische Ziele setzen. Sich
nicht überfordern. Die eigenen Ziele: Sinnvoll, messbar, aktiv,
realistisch, terminorientiert. Zeit lassen, ganz viel Zeit lassen. Ich
brauche mich nicht unter Druck setzen, das brauche ich nicht. Ich bin ein
wertvoller Mensch, mit oder ohne Anspannung und Angst....
Und ganz langsam, tröpfchenweise, merkte ich, wie sich soziale
Situationen veränderten. Als ob ein Eisblock schmilzt, als ob die Sonne
einen schneebedeckten Hang bescheint.
Manchmal merkte ich in einem Gespräch für einige Minuten, dass ich
sicherer wurde, manchmal auch für eine ganze Stunde. Danach schneite
und fror es wieder, aber das Licht bewegte sich der Dunkelheit unaufhörlich
entgegen. Wärme ersetzte Kälte. Ein leichter und warmer Wind
wehte über das Eisfeld, langsam, ganz langsam und bedächtig. Ein leiser,
filigraner Klang schwebte zu mir herüber.
Ich arbeitete weiter. Jeden Tag schrieb ich auf, was gut geklappt hatte.
Ein Lob von sich selbst oder ein positives Feedback kann definitiv das
Selbstvertrauen stärken. Hilfreich ist es auch, sich sinnvolle und
realistische Ziele für den Tag zu setzen. Es gibt ein gutes Gefühl und
stärkt das eigene Ich wenn man seine eigenen Vorgaben erreicht. Den
eigenen Befürworter und das eigene Selbstbewusstsein bitte bei einer
psychischen Erkrankung niemals unterschätzen. Es sind wertvolle
Partner der Genesung.

10.02.2015 08:29 • x 1 #4


Hi shg-admos,
vielen dank für dein feedback,ich bin auch schon am überlegen ob ich nicht eine klinik gehe,
ich war schon in der vergangenheit 2 mal in einer,was mir allerdings nicht so viel gebracht hat.
Es ist aber einfach das schlimme an einer akut-phase,das du keinen klaren gedanken fassen kannst
und du in deiner angst gefangen bist.Mein fehler war das ich die letzten jahre versucht habe meine angst
zu unterdrücken und nicht in der lage war daran zu arbeiten,selbstaufgabe eben.
Es war der viel einfachere weg und jetzt denke ich muss ich mich dem stellen,weil richtiges bewusstes leben sieht anders aus.
Viel glück beim vorstellungstermin.
L.G.NoFear63

10.02.2015 14:10 • #5


shg-admos
Danke, der Vorstellungstermin hat geklappt und ich kann erstmal ne Woche probearbeiten
In den Akut-Phasen ist es die Seuche, ich weiß, ich habe damals auch so derve gelitten, da lief nicht viel.
Du brauchst Dich nicht zu vuerurteilen wie du in der Vernangenheit gearbeitest hast, entscheidend ist, dass es dann besser läuft. Mir hat radikale Akzeptanz gut getan:
Ich versuchte, alte, tiefgründige Grundannahmen wie z.B. „Ich bin
anders als Andere. Ich bin nicht liebenswert“ oder „Ich kann das nicht.
Ich bin nicht fähig.“, „Ich muss mehr tun als Andere um liebenswert zu
sein.“ durch positive Muster zu ersetzen. Dafür schrieb ich mir eigene
Eigenschaften auf, die ich als positiv erachte, und las sie mir wieder und
wieder vor.
Eine Angststörung wird durch Selbstwertarbeit gemildert, ohne diese
Arbeit wird es schwierig.
Ich hielt mir jeden Tag mehrfach meine Stärken vor Augen. Ich stellte
mir vor, dass mein „innerer Kritiker“ einen Nichtangriffspakt mit
meinem „Befürworter“ schließt. Wann immer der Kritiker sich mit alt
bekannten Leitsätzen meldete: „Du wirst abgelehnt.“, „Du musst viel
leisten um akzeptiert zu werden.“ sagte ich: „Stop!“. Ich tauschte diese
Muster durch positive Sätze und positives Feedback aus. Du bist
wertvoll. Du hast es nicht nötig, Angst zu haben. Du kannst viel und bist
viel. Du bist ok, wie Du bist. Ich merkte manchmal wie sich ein wohliges
Gefühl in der Magengegend ausbreitete. Ich bin ok, ohne Leistung,
einfach nur durch eigenes Sein. Auch Shame-Attacks führte ich durch:
Fremden Menschen ein Kompliment machen, im Foyer einem
Mitpatienten laut etwas zurufen.
....
...........


Ein weiterer Lerneffekt: Nach schwierigen Expositionsübungen (z.B.
einem Gespräch in der Cafeteria) ist es wichtig, sich selbst zu belohnen.
Nach einer Übung etwas tun, was man sehr gerne tut, sich etwas gönnen,
irgendetwas, was eine kleine Besonderheit ist. Das ist ganz wichtig. Es
gleicht einer Konditionierung wie bei einem Hund. Es reicht nicht, wenn
man sich denkt: „Gut gemacht, das war ok.“ Es bedarf eines stärkeren
Konditionierungsreizes, damit auch das Unterbewusstsein merkt: Gut
gemacht, das war stark!
Sei nett zu Dir selber. Belohne Dich. Tue Dir und Deinem Körper etwas
Gutes. Ich nahm das ernst. Kein Kaffee mehr und mit dem schei.
Rauchen hörte ich von einem Tag auf den anderen wieder auf. Ich wollte
das nicht mehr. Das war nicht so ganz einfach. Aber wenn ich bedenke,
dass ich bis vor drei Monaten 10 Jahre überhaupt nicht geraucht hatte,
dann wird es Zeit wieder daran anzuknüpfen. Tue Deinem Körper etwas
Gutes, jeder Faser, jeder Zelle. Ich bin es wert. Gifte schädigen den
Körper und natürlich auch die Psyche. Es gab Patienten hier, welche als
Übung einen Entschuldigungsbrief an sich selber schreiben sollten, weil
sie sich jahrelang mit Dro. malträtiert hatten. Brutales selbstschädigendes
Verhalten, aber auch nachvollziehbar.
......
............
Ich sitze in der Cafeteria anderen Menschen gegenüber. Ich merke wie
meine Schultern verspannen und sich meine Mimik verhärtet bzw.
anspannt. Meine Kehle wird trocken. Ich ertappe mich bei den
Gedanken: „Die Anderen sehen das an mir. Sie halten mich für
merkwürdig und komisch. Sie lehnen mich ab, wollen nichts mit mir zu
tun haben. Ich bin wertlos und völlig allein. Das ist schrecklich.“ Stop!
Und jetzt der Austausch der Gedanken: „Ich habe einen Detektiv auf
meiner Schulter und dieser realisiert die Situation wie sie ist. Sie ist
harmlos. Die Situation ist ungefährlich. Die anderen Menschen gucken
mich gar nicht so sehr an, außerdem kann ich nicht wissen, was sie
denken. Ich achte auf die Situation und das Gespräch. Oh, ok,
Anspannung und Angst sind da. Na und? Ich trage eine innere Kraft in
mir, welche mir hilft, die Situation zu bewältigen. Angst und
Anspannung, hallo, ich schaue Euch an. Aktuell seid Ihr vorhanden, weil
nach wie vor alte Gedankenmuster greifen. Ich arrangiere mich mit Euch.
Ich nehme Euch radikal an. Stand jetzt: Aktuell seid ihr ein Teil von mir.
Vielleicht wird das einmal anders sein. Ich bewerte und verurteile dieses
Gefühl nicht. Es ist wie es ist und ich bin ok. Die Situation ist harmlos
und ich habe viele Stärken, welche mich liebenswert und sympathisch
machen.“
So - na Angst, wie gefällt Dir das? Damit hast Du nicht gerechnet was?
Operation „neuer Mensch“. Destruktives durch Konstruktives ersetzen.
„Nimm mir das nicht übel, Angst. Ich weiß, dass Du ein Teil von mir
bist, und das ist ok. Aber ich möchte selber entscheiden, welche Situation
gefährlich ist und welche nicht. Diese, meine Entscheidung wirst Du als
ein Teil von mir akzeptieren müssen. Und eines, liebe Angst, möchte ich
Dir noch sagen: Du hast eine wertvolle Funktion, Du willst mich behüten
und beschützen, dafür danke ich Dir. Aber ich sage Dir auch: Die
Tatsache, dass Du mich sehr oft in Situationen besuchst, bedeutet noch
lange nicht, dass eine Situation wirklich gefährlich ist. Du bist also öfter
da als notwendig. Du wirst wohl oder übel akzeptieren müssen auch
einige Male ausgeladen oder aber nicht hineingelassen zu werden - und
dazu stehe ich jetzt!“
Die Therapeutin empfahl mir, in angstbesetzten Situationen möglichst
nur auf die Situation zu achten. Weg von der Selbstfokussierung (siehe
Abbildung 2). Die Aufmerksamkeit auf das Gespräch und die allgemeine
Situation richten. Wenn man zu viel am Gedankenaustausch mitten in
den Situationen arbeitet, dann kann auch das zu einer Verkrampfung
führen. Oder aber der Gedankenaustausch selber kann sich zu einem
Sicherheitsverhalten entwickeln. Es ist also eher im Vorfeld oder in der
Rückbetrachtung einer Situation sinnvoll, eigene Gedankenmuster
auszutauschen und zu modifizieren.
Es gab viele Rückschritte bei den Übungen. Nicht immer klappte das,
was ich mir vorgenommen hatte (z.B. Gespräche beim Essen, Austausch
in der Sitzgruppe etc.). Manchmal trat die Angst auch in Situationen
wieder auf, welche ich schon zigmal gemeistert hatte.
Oft war ich nachmittags so kaputt, dass ich mich nur noch ins Bett legen
konnte. Arbeit an der Angst und an sich selbst ist furchtbar anstrengend.
Besserung kommt nur langsam und nicht linienförmig sondern eher als
eine auf- und absteigende Kurve. Es reicht nicht, diese Arbeit nur
theoretisch, ausschließlich im Kopf, durch eigenes Denken
durchzuführen. Es ist wichtig, Übungen aufzuschreiben und sich regelmäßig
und oft schriftlich mit ihnen zu beschäftigen. Und diese
Situationen gilt es selbstverständlich auch in der realen Welt zu erleben.
...
.........
Es ist harte Arbeit, aber es geht

10.02.2015 14:50 • #6


Schön das es geklappt hat mit dem Probearbeiten,sieht ja schon mal gut aus
Ja ist schlimm wenn man nicht mehr sein eigener herr ist und keinen klaren gedanken fassen kann
Das mit dem selbstwertgefühl ist so ne sache,ich habe keins,genau so wenig wie selbstvertrauen
Obwohl ich sagen muss irgendwas muss ja noch da sein, ich kanns vielleicht nur im moment nicht aktivieren
Na wenigstens der tag heute war nicht ganz so schlimm wie die letzten,konnte mich doch etwas ablenken
Mein psychater hat mir Lyrica aufgeschrieben,aber ich will nicht soviel chemie in mich reinschütten,hab mal gegoogelt,
hört sich alles nicht so toll an.
shg-admos wünsche dir schönen tag heute!

11.02.2015 01:38 • #7


shg-admos
Hi NoFear, danke, ich wünsche dir dasselbe. Ich habe heute den neuen Job bekommen
Vor einigen Monaten wäre das völlig und komplett undebkbar gewesen, die Therapie in Bad Bramstedt hat wirklich sehr viel positiv angeschoben.
Bin zurück im Leben, natürlich noch etwas zitterig und manchmal sehr unsicher, aber ich bin zurück. Und Du schaffst das Auch!:-)

11.02.2015 14:58 • #8


Hi shg-admos,
na das sind ja mal gute nachrichten,wünsche dir viel erfolg im neuen job
Ich wollt ich wär schon so weit wie du
Also gestern abend war es schon sehr seltsam,habe auf der couch gesessen und auf einmal überkam
mich ein gefühl von entspannung und ruhe,das sogar anhielt bis ich schlafen ging,es war mal richtig schön,
allerdings hat sich das heute schon wieder verflüchtigt.

11.02.2015 18:38 • #9


shg-admos
Hallo No Fear, das ist doch schon mal ein Ansatz
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Besserung (leider) wellenförmig verläuft, ein auf und ab, deswegen soll man aber nicht traurig sein, wenn man sich einmal mehr in einem Tal befindet, das gehört leider dazu...

12.02.2015 12:46 • #10


Hi shg-admos,
ja der tag heute ging auch wieder so an der grenze
Bei uns in der stadt hat sich heute morgen jemand am hbf vor den zug geworfen,in selbstmörderischer absicht heisst es in der presse
ich habe die person nicht gekannt,aber sowas beschäftigt mich schon den ganzen tag,ich frage mich wie verzweifelt muss ein mensch
sein der diese Entscheidung fällt.Ich will niemanden damit runterziehen aber mir lässt sowas einfach keine ruhe.

12.02.2015 19:24 • #11


Heute ist wieder ein ganz schlechter Tag,die angstspirale fängt an sich zu drehen und meine zwangsgedanken lassen
mich auch nicht in ruhe.Ich habe keine lust mehr dagegen anzukämpfen,habe aber auch nicht die stärke sie einfach
kommen zu lassen.kurz gesagt ich habe einfach die schnauze voll.

16.02.2015 17:15 • #12


saragossa
Zitat von NoFear63:
Heute ist wieder ein ganz schlechter Tag,die angstspirale fängt an sich zu drehen und meine zwangsgedanken lassen
mich auch nicht in ruhe.Ich habe keine lust mehr dagegen anzukämpfen,habe aber auch nicht die stärke sie einfach
kommen zu lassen.kurz gesagt ich habe einfach die schnauze voll.


Tut mir ja leid, dass du einen schlechten Tag hattest
Wenn man in so einer Akut-Phase ist, fühlt sich alles sinnlos an...aber man weiß es doch extrem zu schätzen wenn wieder ein guter Tag kommt, findest du nicht?
Ich hab heute zb einen richtig miesen Tag...hoffe einfach morgen wirds wieder besser.
War der heutige Tag denn besser? Glg

17.02.2015 14:32 • #13


Hi saragossa,
danke für deinen trost ,es ist schön das es menschen wie dich gibt die es einfach nur verstehen,was man durchlebt.
Heute ist es wieder etwas besser,aber wie hier auch schon geschrieben wurde,es kommt in wellen,mal hoch ,mal runter
Warum hast du einen miesen tag heute?
L.G.

17.02.2015 15:38 • #14


saragossa
Zitat von NoFear63:
Hi saragossa,
danke für deinen trost ,es ist schön das es menschen wie dich gibt die es einfach nur verstehen,was man durchlebt.
Heute ist es wieder etwas besser,aber wie hier auch schon geschrieben wurde,es kommt in wellen,mal hoch ,mal runter
Warum hast du einen miesen tag heute?
L.G.


Ja es kommt immer in Wellen, ist wie Achterbahn fahren.
Weiß auch nicht...nehme seit 6 Tagen Citalopram und heute waren meine Symptome irgendwie schlimmer denn je.
Bemerkst du bei dir auch, dass es schlimmer ist wenn du wenig geschlafen hast? Es nervt mich...bin 21 Jahre alt und muss immer schauen meine 8-9 Stunden Schlaf zu bekommen sonst geht's mir mies.

17.02.2015 18:37 • #15


Bei mir ist es genau umgekehrt,wenn ich lange geschlafen habe dann fühle ich mich mieser
als bei nicht solangem schlaf.
Bei dem citalopram weisst du ja,das dauert seine zeit,danach gehts dir besser,ich nehme mein AD morgens wie Bonbons,mach dir keinen Kopf

17.02.2015 19:11 • #16


saragossa
ja weiß ich...am Samstag geben wir eine Party bei der Arbeit, da hab ich schon ein bisschen Angst davor...so viele Menschen

17.02.2015 22:24 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Wie äussert sich deine angst, welche körperlichen symptome hast du dann?

17.02.2015 22:38 • #18


saragossa
Eine totale innere Unruhe, das Gefühl jeder beobachtet mich oder findet mich komisch...fühlt sich irgendwie an als wär ich paranoid.
Mein Körper ist dann ganz angespannt, vor allem mein nacken fühlt sich an als würde er er dauernd so zucken.
Wenn ich dann zb ein Getränk halte, habe ich Angst zu zittern. Und generell einfach kann ich kein Gespräch mehr genießen, bin dauernd mit mir selbst beschäftigt und habe Probleme mich zu konzentrieren...muss mich dann manchmal auf die Toilette zurückziehen um wieder ein bisschen runterzukommen

17.02.2015 22:56 • #19


Genau so geht es mir, in gesellschaft mit personen habe ich auch angst zu zittern wenn ich was trinke,
und wenn wundert es....ich fange an zu zittern und muss die tasse mit zwei hànden halten,
du bist in dieser situation ein gefangener von dir selbst, je mehr du dran denkst, umso schlimmer wird es..ich hab mal einen tip für dich...wenn du sehr angespannt bist, ziehe einfach die bauchmuskeln zusammen, mir hilft das ab und zu.

17.02.2015 23:11 • #20



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Mira Weyer